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Continental möchte ins Ausland ... soziale Verantwortung ???

Erstellt von NicOL, 21.03.2006, 01:23 Uhr · 8 Antworten · 1.177 Aufrufe

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    Standard Continental möchte ins Ausland ... soziale Verantwortung ???

    #1
    Hallo Zusammen,

    wie Ihr sicher alle mitbekommen habt, möchte Conti seine Produktion ins Ausland verlagern. Nicht dass es hier in Deutschland in den Werken nicht rentabel wäre und es zu Gewinn-Einbrüchen oder gar Verlusten gekommen wäre - NEIN, es kann einfach noch mehr Profit im Ausland verdient werden. Ich bin nicht sicher wieviele Arbeitsplätze dadurch "hops" gehen, doch ein paar Hundert sind es mit Sicherheit.

    Wie steht Ihr dazu?

    Ich hatte eigentlich vor meine Q diesen Sommer mit den TKC 80 auszurüsten, doch werde nun Abstand von Conti nehmen und mich für einen anderen Hersteller entscheiden!
    Gleiches gilt auch für meine neuen Reifen am Auto, sowohl Winter- als auch Sommerreifen sind dieses Jahr fällig... Contis werden es definitiv nicht werden!

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    #2
    Naja, der Punkt soziale Verantwortung ist ein weites Gebiet. Ich hab den Eindruck manche Unternehmen haben Pech, weil Infos über sie in den Medien breiter getreten werden als über andere Unternehmen. Natürlich sind wir hier in einem Motorrad-Forum und da ist Conti ein Thema. Aber genauso gut müsstest Du Lidl (Arbeitsbedingungen), Müller (Gen-Milch + Subventionsmissbrauchsvorwürfe), AEG (Werksschließung), Opel (dito) und viele andere Unternehmen meiden. Auch die Telekom und die Deutsche Bank machen Rekordgewinne und bauen Arbeitsplätze ab, andere (z.b. Sportartikelhersteller) produzieren in Ländern, in denen Deine Shirts und Sportschuhe von Kinderhänden zusammengenäht werden. Welche soziale Verantwortung wiegt da mehr, wo fängt man an, wo hört man auf? Wenn Du da konsequent bist, fängst Du am einen Ende an und hörst nicht mehr auf. Ich denke in einer Industriekultur kann man nunmal keine sonderliche Rücksichtnahme auf solche Faktoren erwarten.

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    #3
    Zitat Zitat von AMGaida
    Naja, der Punkt soziale Verantwortung ist ein weites Gebiet. Ich hab den Eindruck manche Unternehmen haben Pech, weil Infos über sie in den Medien breiter getreten werden als über andere Unternehmen. Natürlich sind wir hier in einem Motorrad-Forum und da ist Conti ein Thema. Aber genauso gut müsstest Du Lidl (Arbeitsbedingungen), Müller (Gen-Milch + Subventionsmissbrauchsvorwürfe), AEG (Werksschließung), Opel (dito) und viele andere Unternehmen meiden. Auch die Telekom und die Deutsche Bank machen Rekordgewinne und bauen Arbeitsplätze ab, andere (z.b. Sportartikelhersteller) produzieren in Ländern, in denen Deine Shirts und Sportschuhe von Kinderhänden zusammengenäht werden. Welche soziale Verantwortung wiegt da mehr, wo fängt man an, wo hört man auf? Wenn Du da konsequent bist, fängst Du am einen Ende an und hörst nicht mehr auf. Ich denke in einer Industriekultur kann man nunmal keine sonderliche Rücksichtnahme auf solche Faktoren erwarten.
    Hallo Andreas,

    ich gebe Dir prinzipiell in allen Punkten recht. Dennoch bin ich der Meinung, dass die Verbraucher im Hinterkopf das Bewusstsein haben sollten was sie von wem kaufen. Es gibt immer mal Situationen, in denn man dann nämlich auf ein Produkt ausweichen kann, von dem man weiß, dass es nicht von Kinderhand geknüpft ist.

  4. Registriert seit
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    #4
    Hi Tobias,

    auf jeden Fall, es gibt häufig Alternativen und wenn man informiert ist, kann und sollte man auch ausweichen! Ich meine nur, dass es schwer wird, dort eine Grenze zu ziehen, da es prinzipiell in allen Bereichen des Lebens vorkommt.

  5. Registriert seit
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    #5
    Hallo 8) ,
    also ich sehe mich als Patriot,
    ich kaufe z.B. keine Müller, AEG, Siemens-Handy, VW u.s.w. und dann halt auch keine Condi Produkte mehr. Mich ärkert es :x , daß es nur noch um die Gewinne der Aktionäre geht. Das Kotzt mich so an :x ! Ich schaun sogar beim Gurkenglass auf den Hersteller und kaufe dann das deutsche Produkt. Natürlich gibt es auch Ausnahmen.
    Aber das ist meine Persönlich Antwort auf Abwanderung der Firmen nach Oste und so.

    ciao saintbiker

  6. Registriert seit
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    #6
    Hallo
    saintbiker

    Na ,na, Patriot kaufst Du nur noch Deutsche Produkte?
    Siemens Handys gibt es ja nun nicht mehr,was für ein Deutsches Handy hast Du den jetzt?

    Oder was für TV Geräte,Fotoapparate,Computer,etc.aus Deutschen Landen besitzt Du? :?

    Würde mich auch mal Interessieren was für ein Auto Du fährst? Ich finde es zwar auch in Ordnung Deutsche Autos zu fahren,aber was glaubst Du wohl wie viel Teile davon im Ausland produziert werden.Leider Gottes stehen auch diverse Autos aus dem Ausland in der Pannenstatistik weit vorne. :twisted:

    Von den Motorrädern mal ganz abgesehen,dann würden ja nur noch BMW`s rumfahren. :roll:

    Apropo BMW möchte nicht wissen wie viel Teile davon im Ausland Produziert werden. :?:

    Viele Firmen haben auch nur einen Decknamen z.b. Bosch ist Siemens, Autoteile Unger ist VW usw. :shock:

    Im Prinzip hast Du schon Recht aber man weis da ja gar nicht mehr wo man Anfangen soll.

    Gruß
    Schneuzer

  7. Registriert seit
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    #7
    Zitat Zitat von AMGaida
    , wo fängt man an, wo hört man auf?
    Zitat Zitat von Schneuzer
    Im Prinzip hast Du schon Recht aber man weis da ja gar nicht mehr wo man Anfangen soll.
    Ich denke, die Sache ist bei aller Komplexität doch recht einfach. Aufhören mit dem Überlegen, anfangen mit dem Handeln. Es wird in vielen Fällen vielleicht keine Alternative geben. In einigen Fällen aber schon. Alleine die Frage nach dem "Woher" reicht für den Anfang. Signalisiert diese Frage doch, daß es uns Verbrauchern eben nicht egal ist, wo die Ware herkommt. Unternehmen, die bei der Gewinnoptimierung über Leichen gehen und Ihrer sozialen / gesellschaftlichen Verantwortung nicht gerecht werden, gehören boykottiert. Wenn es da dann keine deutsche Alternative gibt - o.K. , dann eben der fernöstliche oder europäische Wettbewerber.

  8. Registriert seit
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    #8
    Auch ich stimme Andreas' Ausfuehrung zu. Fakt ist eben nun mal, dass sich vorallem in den letzten 25 Jahren die Wirtschaft 'verglobalisiert' hat und dass AGs ihren Investoren (= Aktionaeren) gegenueber verantwortlich sind, d. h. deren Kapitaleinsatz so gut wie moeglich vermehren sollten, wenn die Mehrheit der Aktionaere das so will.
    Als Konsument und Nicht-Aktionaer steht es Patrioten natuerlich frei solche im Ausland produzierte Produkte zu meiden um die Konzere zu ihrer 'sozialen Verantwortung' zu zwingen, d. h. wieder in Deutschland zu produzieren.
    Seht es aber auch mal so, dass viele in Deutschland produzierten Gueter im Ausland ver- bzw. gekauft werden. Ich glaube kaum, dass deutsche Automobilkonzerne (im Falle von BMW sogar Motorraeder) so viele Arbeitnehmer beschaeftigen wuerden, wenn in Deutschland gebaute Autos nur in Deutschland gekauft wuerden. Auch der Maschinenbau exportiert hauptsaechlich - vorallem nach Asien!
    Wenn jetzt also hier die 'patriotische Karte' gespielt wird moechte ich gewissen Patrioten raten auch die deutsche Exportabhaengigkeit zu betrachten und wieviele in Deutschland produzierten Gueter im Ausland gekauft werden! Wenn alle in Deutschland produzierte Gueter im Ausland boykottiert wuerden saehe die Lage in Good Old Germany wohl noch 'bescheidener' aus.
    Zudem steht es jedem patriotischen Arbeitnehmer frei freiwillig auf finanzielle Leistungen zu verzichten um es deutschen Konzerenen zu ermoeglichen ihrer sozialen Verantwortung gerecht zu werden und gleichzeitig die Interessen ihrer Kapitalgeber (= Aktionaere) zu wahren.

  9. Registriert seit
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    #9
    @ Hermann:
    Deine Betrachtung der "patriotischen Karte" trifft genau meinen Standpunkt... schön ausgedrückt. Ich denke ein Blick über den Tellerrand könnte sich für manchen lohnen.


 

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