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Der Alleinunfall – eine philosophische Betrachtungsweise

Erstellt von Sealiner, 21.09.2011, 15:13 Uhr · 103 Antworten · 7.999 Aufrufe

  1. Registriert seit
    17.05.2007
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    Standard ja mei

    #91
    die Chance an Krebs oder an einer Herz-kreislauferkrankung zu sterben ist über 100mal so hoch, wie die, bei einem Mopedunfall ums Leben zu kommen.

    und es sterben 10mal soviele Radfahrer im Straßenverkehr, hier solltet ihr ansetzen um euer Leben sinnvoll zu verlängern .......

  2. Registriert seit
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    #92
    Zitat Zitat von Summerhillxy Beitrag anzeigen
    Aber bei schlechter Sicht auf der Autobahn... ich weiß es nicht... Ich kann aber nachvollziehen, dass man gerade dort nicht ständig überholt werden möchte! Schon gar nicht bei dem Wetter...
    Ich hatte neulich auf der A9 nach Nürnberg das Problem, dass es sehr stark geregnet hat. Vom Fahren her wäre ich eigentlich gern bei 90 geblieben, dann kann man ganz nach rechts mit den Lkw mitschwimmen und gut. Allerdings war bei 120 der Fahrtwind so stark, dass er mir das Visier freigeblasen hat und ich deshalb eine bessere Sicht hatte. Insgesamt war das eine miese Situation: Entweder schlechter sehen als möglich oder schneller fahren als gewünscht. Dann bin ich noch über einen von diesen Bitumenstreifen gefahren, mit dem auf der A9 zum teil die einzelnen Fahrstreifen verfugt sind (der Streifen uist schlauerweise mitten auf der Fahrbahn), und mein Hinterrad hat versetzt.

    Da muss man einfach aufpassen und hoffen, dass man irgendwie durchkommt. Oder halt am nächsten Parkplatz raus und notfalls stundenlang warten, bis es aufhört zu regnen.

    Achja, auf Landstrassen fahre ich am liebsten nur 70 bis 80. Da bekommt man so viel von der Landschaft mit...
    Das halte ich für einen gefährlichen Ansatz. Wenn du Landschaft gucken willst, nimm lieber ein Cabrio.

  3. Registriert seit
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    #93
    Habe gerade diesen spannenden Thread durchgelesen und frage mich, ob es hier im Forum einen Motorradfahrer gibt, der nach einer nennenswerten Fahrleistung noch keinen Unfall hatte.

    Ich fahre jetzt seit 35 Jahren, erst 15 Motorrad, dann 20 Auto und jetzt beides. Mit dem Motorrad hatte ich gleich am Anfang zwei Unfälle, der eine, weil mir jemand die Vorfahrt nahm und dann in den Feldweg gegenüber einbog. Bin mit der 75/5 (übrigens mit leicht überhöhter Geschwindigkeit) darüber gesegelt, was mir neben dem Krankenhaus einen bleibenden Schock einbrachte. Danach änderte ich mein Fahrverhalten radikal. Trotzdem folgte ein Alleinunfall auf spiegelglatter Autobahn, als ich versuchsweise leicht auf die Trommelbremse des Hinterrads tippte. Die restlichen 13 Jahre blieb ich trotz einige gefährlicher Situationen von ähnlichen Erfahrungen mit viel Vorsicht und Glück verschont.

    Mit dem Auto ist mir einer ungebremst in die Fahrertür gebrettert, weil er, ohne Vorfahrt zu haben, mit überhöhter Geschwindigkeit blind in die Straße eingebogen ist. Ich saß Gott sei Dank in einem 124er Mercedes, so einer alte Taxe. Er hatte einen Totalschaden, bei mir war nur die Tür eingedellt und der Rahmen etwas verzogen. Mir selbst ist nichts passiert, mit dem Motorrad wäre es das wohl gewesen.

    Als Radfahrer bin ich letztes Jahr auf dem Radweg mit 20 km/h bei strömendem Regen ausgewichen und an der überhöhten Radwegkante weggerutscht. Mit dem Rücken und dem Hinterkopf (hatte einen guten Helm) der Länge nach auf dem Gehweg gelandet. Beckenbruch und leichte Gehirnerschütterung. 4 Monate arbeitsunfähig.

    Die Frage, wie ich als Motorradfahrer das Unfallrisiko vermeiden kann, beschäftigt mich sehr, gerade jetzt im Herbst und wenn ich so lese, was in letzter Zeit Forummitgliedern passiert ist. Meiner eigenen Erfahrung nach kann man das Risiko erheblich vermindern, darüber hinaus muß man seinem Glück vertrauen. Wenn man zu ängstlich fährt, wird man unsicher und zieht das Unglück eher an.

    Nach dem Fahrradunfall war mein Eindruck, daß ich mir eigentlich keinen Unfall mehr leisten kann, weil meine Knochen viel zu schnell brechen, viel zu lange brauchen, um zusammenzuwachsen und ich auch nicht mehr so schnell reagiere wie früher. Insofern ist mir nach meiner Entscheidung für die GSA immer noch etwas mulmig – Gott sei Dank nur, wenn ich nicht fahre!

    Ich finde die Fragestellung des Threaderstellers sehr sinnvoll. Vielleicht sollte man den Fokus nicht so sehr auf Totalvermeidung eines Unfalls legen, sondern auf Risikominimierung auch im Falle eines unvermeidlichen Unfalls. Das Beispiel auf der Autobahn in Dänemark könnte ja auch so interpretiert werden, daß hier durch angepaßte und vorsichtige Fahrweise ein schlimmerer Unfall verhindert wurde.

    Gruß Alaska

  4. TomTom-Biker Gast

    Standard

    #94
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    die Chance an Krebs oder an einer Herz-kreislauferkrankung zu sterben ist über 100mal so hoch, wie die, bei einem Mopedunfall ums Leben zu kommen.

    und es sterben 10mal soviele Radfahrer im Straßenverkehr, hier solltet ihr ansetzen um euer Leben sinnvoll zu verlängern .......
    Das Eine schließt das andere nicht aus.

    Gruß Thomas

  5. Registriert seit
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    Standard

    #95
    Zitat Zitat von Summerhillxy Beitrag anzeigen
    ... und bin da manchmal echt platt, weil ich mich an solche Fahrtips nicht erinnern kann. meinen FS habe ich 1994 gemacht und viele Dinge habe ich entweder vergessen oder sie wurden mir nicht beigebracht. ...
    der führerschein ist keine bestätigung, dass man jetzt fahren kann, alles weiss und alles beherrscht, sondern die erlaubnis sich zukünftig ohne fahrlehrer weiterzubilden.

  6. Registriert seit
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    #96
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    und es sterben 10mal soviele Radfahrer im Straßenverkehr
    Nach der Statistik sind unter den Unfällen mit Personenschäden 1/5 mehr Fußgänger als Motorradfahrer, also verbieten wir Fußgänger und erlauben nur noch Motorradfahren.
    Statistiken sind immer wieder ein überraschender Lesestoff, wenn man verschiedene Parameter nicht berücksichtigt. Bei den Getöteten ist der Vorjahresstand übrigens 381 (Radfahrer) zu 635 (Motorradfahrer).
    In beiden Beispielen ist die jeweilige Gesamtpersonenzahl nicht berücksichtigt.

  7. Registriert seit
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    #97
    Zitat Zitat von Larsi99 Beitrag anzeigen
    der führerschein ist keine bestätigung, dass man jetzt fahren kann, alles weiss und alles beherrscht, sondern die erlaubnis sich zukünftig ohne fahrlehrer weiterzubilden.
    Mein Fahrlehrer sagte mir nach der bestandenen Autoprüfung damals:
    "Der Lappen bedeutet nicht das Du fahren kannst. Nur das der Fahrprüfer der Meinung ist das Du nicht innerhalb der nächsten 5 MInuten jemanden umbringen wirst. Das lernen geht jetzt erst los".

    Recht hatte er.

  8. Registriert seit
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    Daumen hoch

    #98
    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    ... Vielleicht sollte man den Fokus nicht so sehr auf Totalvermeidung eines Unfalls legen, sondern auf Risikominimierung auch im Falle eines unvermeidlichen Unfalls. Das Beispiel auf der Autobahn in Dänemark könnte ja auch so interpretiert werden, dass hier durch angepasste und vorsichtige Fahrweise ein schlimmerer Unfall verhindert wurde.

    Gruß Egbert
    Es gibt sie doch noch hier - vernünftige, realistische und mitdenkende Menschen! Danke Egbert!

    By the way: Erlaubt war an der Stelle übrigens 120 km/h - gefahren wurde links ca 120-130 km/h (mehr als 10 drüber ist in Dk nicht wirklich empfehlenswert) auf der rechten Spur schwammen wir im Verkehr mit, bis wir auf das langsamere Auto aufliefen.

  9. Registriert seit
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    #99
    Du weißt aber schon, was "Zulässige Höchstgeschwindigkeit" bedeutet? (Womit ich nichts darüber schreibe, ob Du zu schnell warst oder nicht.)
    Zitat Zitat von Alaska
    Vielleicht sollte man den Fokus nicht so sehr auf Totalvermeidung eines Unfalls legen, sondern auf Risikominimierung auch im Falle eines unvermeidlichen Unfalls.
    Was nutzt letzteres, wenn man sich nicht um ersteres kümmert? Ersteres ist das Primärziel und letzteres ergibt sich dann fast zwangsläufig von selbst.

  10. Registriert seit
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    Standard

    Zitat Zitat von Baumbart Beitrag anzeigen
    Dafür brauchst Du n Fahrlehrer? Gut, das erklärt einiges.

    du bist ja echt ein Freundlicher


    jetzt ohne icon, das passende gibts hier nicht


 
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