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Der Alleinunfall – eine philosophische Betrachtungsweise

Erstellt von Sealiner, 21.09.2011, 15:13 Uhr · 103 Antworten · 8.023 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #21
    Dauerbremsend mit Warnweste auf Dorfstrassen wie SommerhügelXY wäre das natürlich nicht passiert

    Grüße
    Steffen

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    #22
    Zitat Zitat von Finn Beitrag anzeigen
    ...
    Und wenn du mir jetzt sagst, dass man das hätte erkennen und den Unfall vermeiden hätte können, dann behaupte ich jetzt einfach mal, dass du lügst! ....
    na er hat vielleicht nicht an Alles gedacht.
    Lügen ist was anderes.

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    #23
    Zitat Zitat von dergraf Beitrag anzeigen
    na er hat vielleicht nicht an Alles gedacht.
    Lügen ist was anderes.
    Ok ok .... hast Recht!

    Edit: .... dann behaupte ich jetzt einfach mal, dass du "schwindelst"!

  4. TomTom-Biker Gast

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    #24
    Zitat Zitat von Sealiner Beitrag anzeigen
    Geht man davon aus, dass die meisten Stürze in den Kurven geschehen und weiterhin der Sturz i.d.R. durch Wegrutschen verursacht wird, muss man doch zwingend davon ausgehen, dass der Mopetist die Zügel zu sehr locker gelassen hat und vielleicht einen Ticken zu schnell unterwegs war, und/oder in der daraus entstandenen Gefahrensituation falsch reagiert hat? Oder in anderen Worten; warum haben die zwei Dutzend anderen Fahrer, die die Kurve vorher geschafft haben, keinen Sturz gehabt?

    Wenn ich mir diese Weisheit zugrunde lege, stets sorgsam und vorsichtig fahre, dann müsste doch ein Sturz – zumindest der klassische Kurvenabflieger – vermeidbar sein. Oder?
    Sieht man von technischen Defekten einmal ab, hast Du grundsätzlich recht.

    Leider sind wir Menschen nicht unfehlbar und Vorsätze bleiben vielfach auch nur Vorsätze und werden in der Praxis nicht immer umgesetzt. Und da dies so ist passieren eben Unfälle, von denen ich behaupte, daß die meisten auf menschlisches Versagen zurückzuführen sind.

    Wenn man dies aber weiß, kann man versuchen das Risko zu minimieren. darunter muß dann der Spaß nicht zwangsläufig leiden, ganz im gegenteil. Wer richtig Kurven fahren kann, dies auch unter Anleitung gelernt hat, für den liegt der Pegel bei dem es für ihn und andere brenzlig wird deutlich höher als bei dem bei dem richtige Linie und Schräglage eher Glücksache ist. Gleiches gilt beim Bremsen und letztlich auch beim vorausschauenden Erkennen von Gefahren.

    Kommerzielle Piloten werden hinsichtlich ihrer Fähigkeiten regelmäßig kontrolliert. Wir als Mopped-Fahrer (oder allgemein verkehrsteilnehmer) haben einmal eine Prüfung abgelegt und damit eine Lizenz für lebenslanges Führen eines Kraftfahrzeugs erhalten. Wir lernen mit täglich auftretenden Situation, allerdings meist für uns alleine. Und wir gewöhnen uns neben tatsächlichen Fähigkeiten auch Unarten oder Unfähigkeiten an. Diese werden meist dann offensichtlich wenn es fast schon zu spät oder im schlimmsten Fall, wenn der Abflug bereit erfolgt ist. In beiden Fällen zu spät und meistens ohne wirklichen Lerneffekt.

    Regelmäßiges Üben unter Anleitung schadet nicht. Und es ist auch kein Zeichen von Schwäche dazu zu stehen und nicht alles zu können.

    Ich kann auch nicht alles, dessen bin ich mir bewußt, und viele sind deutlich flotter unterwegs als ich. Ich versuche für mich das Risko zu minimieren indem ich beispielsweise regelmäßig an Fahrsicherheitstrainings teilnehme und auch versuche das umzusetzen was ich dort lerne. Und Vorsätze definiere für Dinge von denen ich weiß, daß ich sie falsch mache und versuche diese Vorsätze auch umzusetzen. Das klappt dann leider nicht immer. Aber der Versuch ist es zumindest wert.

    Und trotz dieses drüber Nachdenkens hab ich sogar noch Spaß am Motorradfahren. Oder sollte ich sagen gerade deswegen?

    Wenn jetzt, wie in anderen ähnlichen Beiträgen, die Aussage kommt "wer drüber nachdenkt soll es lassen", oder noch besser "sterben kann ich auch im Bett" hat eine etwas seltsame Lebenseinstellung. Das sind für mich dann aber die, die alles können und alles im Griff haben, zumindest glauben sie das.

    Gruß Thomas

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    #25
    Zitat Zitat von Finn Beitrag anzeigen
    Hej Marcus,

    wieso wusste ich, dass in diesem Forum sofort der Zeigefinger kommt?

    Gegenfrage, wie schnell fährst du bei Nieselregen (und entsprechender Sichtbehinderung durch Gischt) auf einer schnurgraden Autobahn? Ehrliche Anwort erlabt!
    Hallo Finn,

    na gut, wenn ehrliche Antworten erlaubt sind: auf der Autobahn pendele ich gefühlsmäßig immer so bei 90 km/h ein.
    Natürlich fahre ich dann auf der Autobahn irgendwann von selber schneller, weil mit die Lastwagen zu bedrohlich aufrücken.
    Aber bei schlechter Sicht auf der Autobahn... ich weiß es nicht... Ich kann aber nachvollziehen, dass man gerade dort nicht ständig überholt werden möchte! Schon gar nicht bei dem Wetter...

    Achja, auf Landstrassen fahre ich am liebsten nur 70 bis 80. Da bekommt man so viel von der Landschaft mit...

    Grüße

    Marcus

  6. Registriert seit
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    #26
    Zitat Zitat von Summerhillxy Beitrag anzeigen
    Hallo Finn,

    na gut, wenn ehrliche Antworten erlaubt sind: auf der Autobahn pendele ich gefühlsmäßig immer so bei 90 km/h ein.
    Natürlich fahre ich dann auf der Autobahn irgendwann von selber schneller, weil mit die Lastwagen zu bedrohlich aufrücken.
    Aber bei schlechter Sicht auf der Autobahn... ich weiß es nicht... Ich kann aber nachvollziehen, dass man gerade dort nicht ständig überholt werden möchte! Schon gar nicht bei dem Wetter...

    Achja, auf Landstrassen fahre ich am liebsten nur 70 bis 80. Da bekommt man so viel von der Landschaft mit...

    Grüße

    Marcus
    Und in der 30er Zone am besten nur 20 - ist sicherer!!

    Gut, dass du eine Warnweste trägst. Ein besseres Beispiel hätte man kaum finden können. Neben Fahrern wie dir fahre ich kopfschüttelnd ein paar Meter parallel und schalte dann in den dritten Gang

    Grüße
    Steffen

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    #27
    Steffen,
    ich finde es irgendwie nervig mit meinem Nick angesprochen zu werden, wenn mein Name unter dem Text steht.

    Grüße

    Marcus

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    #28
    Nach Jahre langem Motorrad fahren ohne Unfall, erwischte es mich 2008 auf dem Weg zur Nordschleife. Wir fuhren mit 2 Gruppen, eine schnelle und eine langsame. Die langsame kam erst am 1. Treffpunkt unplanmäßig hinzu und ich sagte zu und fühlte mich Verantwortlich. Deswegen ließ ich mich mehrmals zurückfallen und erkundigte mich nach deren Befinden und Sprach auch die Route mehrmal ab. So Weit so gut.
    Jedesmal wenn ich das tat, haben meine Spezzies das Tempo vorne erhöht, was ja nicht schlimm ist, einfach wieder ranfahren ..... doch irgendwo in der nähe von Antweiler (Adenau) habe ich eine linkskurve wohl nicht richtig bekommen (leider habe ich null Erinnerung) und wachte im Unfallkrankenhaus Adenau auf.

    War der Unfall vermeidbar? Ich war weit und breit alleine, die langsamen waren weit hinter mir und die schnellen hatte ich noch nicht wieder eingeholt!

    Ich denke das war der 'Alleinunfall' der statistisch alle 250tkm passiert!

    Naja, es war nicht so schlimm, ich lebe noch und fahre auch wieder Motorrad, genau so zügig oder langsam wie vorher, aber mit einer anderen Betrachtungsweise, die Risikobereitschaft von früher ist etwas heruntergesetzt und ich denke das ist auch nicht das schlechteste!

    ~mike

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    #29
    Unfälle lassen sich durch die gemachte und in meinen Augen richtige Beobachtung nicht vermeiden. Ich fahre ja selten aus Versehen zu schnell sondern will das so. Trotz des höheren Risikos.
    Was man vermeiden könnte, wäre so manche ellenlange Diskussion, wenn der Geschädigte UMS VERRECKEN jemand anders als Schuldigen sucht.
    Ich selbst hab mich zweimal aufs Maul gepackt. Einmal in der Kurve auf weichem Teer weggeschmiert. Pech.
    Beim zweiten Sturz weiss ichs bis heute nicht, was ich evtl. falsch gemacht habe. Und diese Unsicherheit ist ekliger als das Wissen, selbst schuld zu sein! Touristisches Schleichen, Sozia macht Foto bei ca. 40 km/h und peng! Liegt die Fuhre im Dreck. Ja nu...

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    #30
    Zitat Zitat von Zörnie Beitrag anzeigen
    Und in der 30er Zone am besten nur 20 - ist sicherer!!

    Gut, dass du eine Warnweste trägst. Ein besseres Beispiel hätte man kaum finden können. Neben Fahrern wie dir fahre ich kopfschüttelnd ein paar Meter parallel und schalte dann in den dritten Gang

    Grüße
    Steffen
    Lieber Steffen,

    wenn du eine Frage zu meiner Art des Reisens hast, kannst du mich gerne fragen. Du kannst dich auch darüber lustig machen - aber das ist irgendwie uncool!
    DU entscheidest für DICH wie DU fährst und ICH entscheide für MICH wie ICH fahre.
    Das musst du nicht gut finden, aber du wirst es akzeptieren müssen.

    Marcus


 
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