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Der Alleinunfall – eine philosophische Betrachtungsweise

Erstellt von Sealiner, 21.09.2011, 15:13 Uhr · 103 Antworten · 7.997 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #51
    Zitat Zitat von Summerhillxy Beitrag anzeigen
    Hallo Finn,

    na gut, wenn ehrliche Antworten erlaubt sind: auf der Autobahn pendele ich gefühlsmäßig immer so bei 90 km/h ein.
    Natürlich fahre ich dann auf der Autobahn irgendwann von selber schneller, weil mit die Lastwagen zu bedrohlich aufrücken.
    Aber bei schlechter Sicht auf der Autobahn... ich weiß es nicht... Ich kann aber nachvollziehen, dass man gerade dort nicht ständig überholt werden möchte! Schon gar nicht bei dem Wetter...

    Achja, auf Landstrassen fahre ich am liebsten nur 70 bis 80. Da bekommt man so viel von der Landschaft mit...

    Grüße

    Marcus
    Hi Marcus,

    ok, viel Spass dabei .... aber wenn ich ganz ehrlich bin - dann bau ich lieber alle 12 Jahre mal ein kaputtes Mopped wieder auf und habe dazwischen wenigstens Fahr-Spaß! Klingt hart, ist aber so!
    Wenn´s nur ums gucken und nicht um´s "Erlebnis Motorrad fahren" gehen würde,dann würde ich ein Auto (besser Cabrio) bevorzugen, da kann man dann genießen und sich sogar mit der Begleitung unterhalten.

    Was soll´s, wir werden nicht auf einen Nenner kommen.

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    #52
    Zitat Zitat von Q-Tourer Beitrag anzeigen
    ...Wenn Deine Gegenfrage allgemein galt: ich fahre bei den beschriebenen Wetterverhältnissen nicht 110 sondern eher 80 und verzichte möglichst auf Überholvorgänge. Wie schon mein alter Fahrlehrer sagte, vertragen sich Motorradfahren und die zwei N (Nacht und Nässe) nicht so gut miteinander und beide N zusammen sollte man nach seinen Vorstellungen ohnehin immer vermeiden. Ob mein Fahrstil den Unfall verhindert hätte: keine Ahnung. Solche Fragen kann jeder Verunfallte nur für sich selbst klären.
    1. War es nur Nass und nicht Nacht!
    2. wärst du der einzige, der an der Stelle an dem Tag mit 80 km/h unterwegs gewesen wärst!
    3. Sehr geehrte Color-Line, bitte halten Sie Ihre Fähre bis Morgen fest, ich setz mich jetzt unter die Brücke und warte bis es trocken ist. (ok - Ironie)

    Der Unfall ist aufgrund Nässe und Bitumen passiert - das war nicht zu sehen, vielleicht wär mit 70/80/90 oder 100 m/h nix passiert - vielleicht doch, es wird sich niemals klären lassen. Wer meint, dass ich meinen Unfall mit meiner "Raserei" selbst verschuldet habe, der soll damit glücklich werden....

    ...und damit klinke ich mich hier aus und wünsche ALLEN eine schöne und unfallfreie Rest-Saison.

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    #53
    Zitat Zitat von Finn Beitrag anzeigen
    - dann bau ich lieber alle 12 Jahre mal ein kaputtes Mopped wieder auf und habe dazwischen wenigstens Fahr-Spaß!

    ..und ich helfe Dir gerne dabei bei beiden Sachen

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    #54
    Zitat Zitat von Sealiner Beitrag anzeigen
    Dein Beispiel träfe zu, wenn mir in der Kurve ein Reifen platzt. Aber auch da muss ich mich fragen, ob ich evtl. von der Macke im Reifen evtl. hätte wissen müssen. Das kommt ja auch nicht von allein, wenn es nicht gerade ein verdeckter Produktionsfehler war.
    EINSPRUCH:
    Was ist das denn für ein Quatsch? "...hätte wissen müssen?" Du behauptest doch nicht etwa allen Ernstes, dass Du, sofern Du über Schotter oder sonstige (für den Reifen evtl.) schädlichen Dinge bügelst jedesmal anhältst und den Reifen auf mögliche Schadstellen überprüfst, oder?
    Ich meinte mit dem Beispiel vom Qpiloten nämlich genau diesen Umstand (plötzlicher Reifenplatzer), der quasi als Präzedenzbeispiel für alle möglichen UNVERMEIDBAREN Restrisiken herhalten kann. Wenn man bei unserem Hobby ständig versucht wäre alle möglichen Restrisiken zu vermeiden, dann käme man vor lauter Kontrollstops und Generaluntersuchungen des Materials ja nicht zum fahren! Ich müßte dann beispielsweise auch stets anhalten um zu kontrollieren, ob ich nicht evtl. einen plötzlichen Ölverlust habe, der dann zu einem Kolbenfresser und in einer Kurve zu einem blockierendem Rad führen würde. Aber um das Risiko so gering wie möglich zu halten mache ich dass dann an besten in welchen Kilometerabständen????? Diese Frage kannst du mir sicher besser beantworten?!

    Gruß
    Tobias

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    #55
    All jenen die sich noch nie von ganz allein auf die Fresse gelegt haben: Glückwunsch.

    Ich selbstt hatte in meinen paar Kilometerchen tatsächlich schon 3 Alleinunfälle.

    Mit zarten 16 Jahren in den wenigen Waldgebieten von Berlin im November auf einer Eisplatte weggerutscht.
    Der zuhilfe kommender Waldarbeiter flog mal gleich zu Fuß auf die Nase.

    Einmal völlig übermüdet und dann zu lange in dern Rückspiegel geschaut.
    Da hat mir doch so ein Straßenbauer einfach die Straße weggezogen.

    ... und einmal stand mein Hinterrad in einer Schiene, siiit - bums


    Aber was macht den der hier ? --> KLICK
    Hat der den die Flasche nicht am Straßenrand liegen sehen?

    Es kann immer mal was sein, aber man kann nicht immer mit Allem rechnen und Vorsorge treffen.
    Das ist dann nämlich Opa Tubussek, der den schönen Alpenpass mit 40km/h hochfährt.
    Er ist sehr vorsichtig und rechnet mit Steinschlag, Ziegen, Kühen und auf seiner Spur entgegenkommende Fahrzeuge aller Art.
    Also nicht mehr über den alten Mann mit Erfahrung aufregen.
    Er rechnet halt nur mit dem Schlimmsten.

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    #56
    Wer meint, er könne durch noch so viel Vorsicht und Kontrolle jeglichen Bodenkontakt vermeiden, soll sich ruhig weiter etwas vormachen und in falscher Sicherheit wiegen. Umso größer sind im Falle eines Falles der Schock und die Augen

    Grüße
    Steffen

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    #57
    Zitat Zitat von Sealiner Beitrag anzeigen
    Bei einem Fahrsicherheitstraining wurde mir gesagt, dass es zwei Gruppen von Mopisten gäbe:


    1. Die einen Unfall gehabt haben
    2. Die den Unfall noch vor sich haben


    Gemeint ist hier der so genannte Alleinunfall. Also der ohne jegliche Fremdbeteiligung.


    Dieser Betrachtungsweise vermag ich mich jedoch nicht anschließen. Beruflich bedingt ist für mich ein Unfall nie ein unabwendbares, plötzlich eintretendes Schadenszenario, sondern eine Verkettung von Umständen, die der Fahrer selbst zu verantworten hat. Folglich hat der Fahrer es selsbt in der Hand, wie lange er oben bleibt und wann er sich abwerfen lässt.


    Jetzt hört man immer wieder – wenn man den Autoren der Geschichten glauben mag – von dem einen Gullideckel, dem 10 cm Rutschbitumenfleck, der Schüppe Sand, dem Ölfleck, (beliebig fortsetzbar)… und stellt sich selbst folgende Fragen:


    Habe ich bisher immer nur Glück gehabt? Warum hat es mich bisher nicht erwischt? Bin ich derjenige, der genau diese Stelle noch nicht/nie überfahren hat? Wie viele dieser Gefahrenstellen soll es auf unseren Strassen geben? 10? 100? Tausende? Warum passiert nicht jede Sekunde ein Unfall?

    Mein Nachbar brachte es letzt auf den Punkt. Um beim Stammtisch nicht als Oberdepp da zu stehen, erzählt er die Geschichte vom Ölleck, der mit Laub abgedeckt war und auf dem noch der Streusplitt lag. In Wirklichkeit sei er zu schnell in die Kurve, bekam Angst, trat in den Anker, das Moped richtete sich auf und schon war er außerhalb des Fairway. Das brachte meine Gehirnwindungen in Aktion.

    Geht man davon aus, dass die meisten Stürze in den Kurven geschehen und weiterhin der Sturz i.d.R. durch Wegrutschen verursacht wird, muss man doch zwingend davon ausgehen, dass der Mopetist die Zügel zu sehr locker gelassen hat und vielleicht einen Ticken zu schnell unterwegs war, und/oder in der daraus entstandenen Gefahrensituation falsch reagiert hat? Oder in anderen Worten; warum haben die zwei Dutzend anderen Fahrer, die die Kurve vorher geschafft haben, keinen Sturz gehabt?

    Wenn ich mir diese Weisheit zugrunde lege, stets sorgsam und vorsichtig fahre, dann müsste doch ein Sturz – zumindest der klassische Kurvenabflieger – vermeidbar sein. Oder?
    Die kurze Antwort lautet: Nein.

    Ich hab das "zu schnell in der Kurve" Szenario gehabt. Und waehrend ich noch die Stangen in meinem Handgelenk betrachtete und dem Schrotter beim Abwracken meiner BMW zuschaute musste ich mir eine Predigt anhoeren.

    Exakt der Text wie Du ihn geschrieben hast, nur ausgewalzt auf 3-4 Wochen und 1 Stunde jeden Tag. Und wie mir doch der Schluessel zum Motorrad abgenommen gehoerte.

    Einige Zeit spaeter fliegt der Prediger ab. In einer Kurve die er jeden Tag 2mal mindestens faehrt. In der immer Rollsplit liegt, das weiss er. Es war ein trockener und recht warmer Tag.
    Der Seitenstaender hat den Rahmen seiner Ninja grossflaechig aufgerissen, seine Schwinge den Kontakt mit dem Bordstein fuer unlustig befunden. Er selbst hat sich wohl die Schulter ausgekugelt, leichte Gehirneerschuetterung in Prellungen auf der linken seite en masse. Bei wie er sagte beinahe Schrittgeschwindigkeit.

    Nein, alles Wissen, Vorausschauen, Risikoanalysieren, Planen und was weiss der Geier noch hilft nicht.

    Es gibt 3 Sorten von Motorradfahrern:
    - Die die einen Unfall hatten
    - Die die einen Unfall haben werden
    - Die die vorher mit dem Motorradfahren aufhoeren.

    Einem selbst tut das weh, die denen es passiert tun mir leid. Und einige wenige verdienen es diese Lektion zu lernen (Du bist nicht gemeint.)

  8. Registriert seit
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    Standard

    #58
    Die wesentliche Frage ist doch, ab wann man von einem Unfall redet.

    Müssen es mindestens 50 km/h sein, oder tut es da auch der Abroller im hechlinger Steinbruch?

    Fakt dürfte sein, dass jeder irgendwann mal sein Töff aufheben muss.

    gruss kelle!

  9. Baumbart Gast

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    #59
    Zitat Zitat von Kelle Beitrag anzeigen
    Fakt dürfte sein, dass jeder irgendwann mal sein Töff aufheben muss.

    gruss kelle!
    falsch, es scheint hier perfekte Fahrer zu geben die sich nie auf die Klappe legen, immer die Strecke vorher abgehen, nie bei Regen fahren, sich immer an alle Verkehrsregeln halten, spätestens alle 2 h ausführlich Pause machen mit Yoga, das Mopped immer perfekt prüfen und vorbereiten und ihre Streckenabschnitte immer vorab sperren lasen. Die legen sich halt nicht auf die Schnauze. Wir anderen sind einfach zu blöd.

  10. Registriert seit
    23.07.2009
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    6

    Standard Meine Bilanz - Meine Erkenntnis

    #60
    Kurze Bilanz:
    über 30 Jahre aufm Mopped unterwegs
    5-8Tsd km pro Jahr

    3 x nennenswerte Unfälle
    eine Handvoll Beinahe-Katastrophen

    die 3 x Unfall immer ohne Fremdbeteiligung
    ja, und immer mit Bitumen/Nässe/Öl
    und immer am späten Nachmittag

    trotzdem meine Bilanz:
    alles meine Schuld, weil:

    vielleicht nicht 150% bei der Sache,
    zu wenig vorausschauend unterwegs,
    meiner Sache zu sicher (Flow?),
    immer an der Tempo-Obergrenze!

    Ja ja, tatsächlich "die obere Hälfte des Motorrads" zu sein, das ist es.
    Präsent, aufs Hier und Jetzt bezogen, technisch und nüchtern.


 
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