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Die Hintergründe des Motorradgrusses

Erstellt von Chris13, 26.11.2007, 09:08 Uhr · 30 Antworten · 7.145 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard

    #11
    Zitat Zitat von Di@k Beitrag anzeigen
    Gippts nich !!

    Die grüßen alles was rumrollt außer : Roller, 50 ccm, Krankenfahrstuhl und Harley-Fahrern - es sei denn die grüßen zuerst - (SIEHE Harley fahrer)

    Aber nur wenn sie es erkennen (das was da grad ranrollt)

    und dazu muß das Handbuch gelesen werden (Anhang : Grüßenswerte Kradler) und das wieder blättert hinter der Verkleidung so schnell um, wegen des doch beachtlichen Fahrtwindes über 5o km/h

    außerdem ist die Lesebrille nicht immer zur Hand (Altersweitsicht)

    und bei dem Geschüttel ist es schon schwer im Rückspiegel zu erkennen ob die Rennleitung hinter einem ist (man darf ja nicht die Hand von Lenker nehmen)

    äähh

    na ja also wie ich schon sagte !!


    Hab ich schon erwähnt daß ich ne GS 1200 fahr und Bj 1955 bin
    Im Alter lässt die Reaktion sowieso nach, heißt der typische BMW Fahrer grüßt zwar aber leider immer zu spät.

    bin nicht Bj 55 und fahr eine 1150 GS hab dafür - 6 dpt (Maulwurf)

    Gruß Frank

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    Standard GS´ler grüßen

    #12
    gs´ler grüßen immer!
    sie vergessen nur die hand über den handprotector zu heben

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    Standard

    #13
    da ein Bmwfahrer 150% auf Sicherheit bedacht ist sieht er nur die Strasse, jede Ablenkung durch unbekannte Mopeds anderer Marken werden unterdrückt.
    Seine orginal BMW Kleidung erlaubt keine Falten, deshalb werden jede unnötige Bewegungen unterdrückt.
    Der BMW Helm erlaubt ihn nicht die Sicht nach links zu machen,
    Der Stolz auf sein 200% besseres Moped, lässt ihm vor lauter rosroten Träume jedes andere Moped übersehen.
    Das grübeln über seine letzte Wartungskosten....

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    Standard

    #14
    Zitat Zitat von Bull Beitrag anzeigen
    gs´ler grüßen immer!
    sie vergessen nur die hand über den handprotector zu heben
    ha, ha, das ist aber echt ein Problem.
    Hab da noch die Vergrößerung von Touratech drauf.

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    Reden

    #15
    Noch was erheiterndes zum Thema Motorrad Gruß:

    aus einem anderen Motorrad Forum>>

    Wir leben in einer Zeit, in der der Ellenbogen das wichtigste Körperteil ist. Jeder ist sich selbst der nächste.


    Steht beispielsweise ein Haus in Flammen, so drängt sich der Ehemann zuerst ans Fenster des vierten Stocks und springt sofort. Nur wenn das Sprungtuch noch nicht gespannt wurde, läßt er der Schwiegermutter den Vortritt.

    Selbst das Kleinkind muß bereits im zarten Alter im Kneipp-Bad der Gefühlskälte wassertreten: Will der Bub seinem Papa in die Arme springen, so tritt dieser zur Seite, worauf der Stammhalter schmerzhaft auf den Beton knallt und sich vom Erzeuger belehren lassen muß: "Lerne daraus, niemals jemandem zu trauen, nicht einmal deinem eigenen Vater."

    Wenn man also überall nur auf erhobene Mittelfinger trifft, tut es gut, einzutauchen in die solidarische Gemeinschaft der Motorradfahrer. Ist es nicht herzerfrischend, unterwegs grüßenden Mit-Bikern zu begegnen? Hilfreich ist dabei die Kenntnis der verschiedenen Gruß-Kategorien.


    Der Anfänger

    Es hat den Anschein, als ob er ein Motorrad führen könne. (Daher die Bezeichnung "Führerschein".) Begeistert über das noch feuchte Druckerzeugnis, grüßt er enthusiastisch alles, was zwei Räder besitzt.

    Einen halben Kilometer zuvor hat er bereits mit wildem Rudern des gesamten linken Oberkörpers begonnen, getrieben einerseits von dem Stolz, seit kurzem der großen Bikerfamilie anzugehören, andererseits von der Angst, ich könne den Ausdruck seiner innigen Verbundenheit mit mir übersehen.

    Während er mir auf seiner amtlich asthmatischen Mühle entgegen eiert, kann ich seine freudig geweiteten Augen hinter dem hyperventilationsbeschlagenen Visier erkennen. Als wir auf gleicher Höhe sind, reißt ein Adrenalinschub seine Pupillen vollends auf Handtellergröße auf, und ich sehe ihn im Rückspiegel die Böschung hinab verschwinden.

    Tilt! Er hätte in der Fahrschule vielleicht doch einhändiges Spitzkehrenfahren üben sollen.


    Der Fortgeschrittene

    Diese Spezies hat die Anfängerphase überlebt. Dennoch sitzen die Grußreflexe noch nicht ganz.

    Mit gezogener Kupplung rollt der Kollege neben mich an die rote Ampel und grinst so breit zu mir herüber, daß sich sein Integralhelm weitet. Während er mit der Rechten seinen Motor auf Touren hält, hebt er abrupt die Linke zum Gruß, was sein Bike motiviert, Drehmoment in Wheelie zu verwandeln und den erschrockenen Reiter in die Mitte der Kreuzung zu katapultieren, wo er sich vor quietschenden Autorädern gekonnt aufs Maul legt.

    Die Ampel schaltet auf grün, und ich rolle an dem Biker vorbei, der unter seinem Mopped strampelt und sich gerade am Auspuff verbrennt. Ich hebe freundlich die Hand, denn es wäre unhöflich, einen so netten Kollegen nicht zu grüßen.


    Der Tiefflieger

    Zur Freude seines Orthopäden hat er sich die neueste XY Ungelöst zugelegt, dazu einen sündteuren Kefir-Kombi von Langnese mit Edelstahl-Protektoren, deren Gewicht ihn wenig ergonomisch, aber energisch auf sein Playmobil quetscht. Sein Helm ist mit einem diskreten Kehlkopfstrecker ausgerüstet, damit der Tiefflieger wenigstens bis zum nächsten Leitpfosten schauen kann.

    So sieht er mich erst im letzten Augenblick und spreizt zum Gruß den kleinen Finger seiner linken Hand ab, was zwar cool aussieht, aber eher der Tatsache geschuldet ist, daß er keine Hand vom Lenker nehmen darf, will er nicht mit dem Helm in den Zündschlüssel einschlagen.

    Nur ein einziges Mal hat der Tiefflieger versucht, mit dem Fuß zu grüßen. Ein ausgekugeltes Hüftgelenk ließ ihn schnell und reumütig zum kleinen Finger zurückkehren.


    Der Markenkollege

    Noch ist er nur ein Punkt am Horizont, doch schon fühle ich seinen stechenden Blick auf Tank und Seitendeckel meines Motorrades. Ohne Passanten oder Querverkehr zu beachten, fixiert er mein Bike. Kurzsichtig wie er ist, fährt er mich fast über den Haufen und erkennt die Marke erst in Riechweite. Dann aber reißt er blitzschnell den gestreckten Arm in die Höhe, da er fürchtet, ich würde den Gruß nicht mehr sehen, und das könnte er sich natürlich nicht verzeihen, müßte wenden, mich in fliegender Hast überholen, erneut wenden, mich dann deutlich und von weitem grüßen, wobei er Gefahr liefe, einem falschen und unmöööglichen Motorrad zuzuwinken, das mich vielleicht ebenfalls inzwischen überholt hätte, und das könnte er sich natürlich erst recht nicht verzeihen, würde nächtelang mit Magenschmerzen wachliegen und könnte die Schmach erst tilgen, wenn er im Klepper-Gore-Tex-Zweiteiler auf Knien von Spandau nach München gerutscht wäre.


    Der Freebiker

    Das erste, was man von ihm sieht, ist das Vorderrad, links und rechts flankiert von nach oben spitz zulaufenden Schuhsohlen. Tief unten geht die undichte Ölwanne seines Zweizylinders nahtlos in zwei schnürlederbespannte Arschbacken über.

    Ob der Freebiker grüßt, weiß niemand, denn das Wackeln seines Kopfes kann auch vom Starrahmen seines Bikes herrühren, das vor dem Krieg gebaut wurde. Vor dem Bauernkrieg.

    Auch das ständige Hochschnellen der Hand zum Schirm seiner Ledermütze ist eher das Bemühen, ihren Verlust im Fahrtwind zu verhindern, obwohl sie doch mit Pattex in den fettigen Haaren fixiert wurde.

    Dennoch besitzt der Freebiker den vierten Dan im Grußsport, allein seines Blickes wegen, der einer ausgeräumten Schrankwand gleicht, und dessen Stoizität sich auch nicht durch zerschüttelte Nieren und verschobene Lendenwirbel beeindrucken läßt.


    Der Gespannfahrer

    Ab November wird gegrüßt. Bis zum 28. Februar. In Schaltjahren bis zum 29. Der Grußkalender wird digital im Cockpit angezeigt, im Beiwagen warnt eine rote Blinkleuchte in den restlichen acht Monaten den Passagier vor unbedachtem Gewinke.

    Daher muß vor voreiligen Schlüssen gewarnt werden: Wenn ein entgegenkommender Gespannfahrer auch im Juli die Hand vom Lenker hebt, grüßt er noch lange nicht - er verbrennt sich lediglich gerade die Pfoten, da die Heizgriffe auf voller Leistung laufen, weil Heizgriffe eben zu einem Gespann und seinem harten Treiber gehören. Ebenso übrigens wie Heizvisier, Heizstiefel, heizbare Sitzbank und heizbare Unterhosen. Daß die Lichtmaschine eine Kernschmelze erlitt, stört den Gespannfahrer nicht mehr, seit er mit dem Seitenwagenrad einen 80-Kilowatt-Generator antreibt, den er günstig erwarb. Von dem Überlebenden eines Basiscamps im Packeis.

    Man könnte meinen, die Heftigkeit des Gespannfahrer-Grußes in den Wintermonaten sei umgekehrt proportional zur Außentemperatur. Doch weit gefehlt: Im Winter hat es kalt zu sein. Der Dreirad-Pilot ignoriert, daß es seit Jahren nicht mehr schneit, schnallt am 1. Advent die Kniedecke um und rasselt auf Schneeketten einher, nachdem er sein Gefährt gegen Salzfraß mit Walroßfett überzogen hat. Mit Ausnahme des Krystal-Rallye-Aufklebers natürlich, den er regelmäßig putzt, zumal es nicht billig war, ihn sich aus Norwegen schicken zu lassen.

    So leuchten seine Augen, hebt sich seine Hand zum frostigen Gruße, wenn du ihm im Januar auf deinem Motorrad begegnest, obwohl oder gerade weil du in kurzen Hosen fährst. Weil es so schweineheiß ist.


    Der Heilige

    Er besitzt den schwarzen Gürtel im Grüßen. Er weiß alles, kann alles, sieht alles, hört alles, riecht alles. Knappe dreieinhalb Millionen Kilometer weist sein Tacho aus, was ein hartes Stück Arbeit war, denn sechsmal ist ihm die Bohrmaschine heißgelaufen. Sein Untersatz stammt aus der Zeit, als Männer noch Männer waren und in merry old England noch richtige Motorräder gebaut wurden. Auf diesem treuen Bike ist er immer unterwegs, wenn er nicht einen belanglosen technischen Halt hat durch eine verbrannte Kupplung, eine gerissene Primärkette, versagende Bremsen, überhitzte Kolben, abgerissene Vergaser, verschmorte Elektrik, geplatztes Getriebe, zusammengebrochene Räder oder abhanden gekommenes Öl.

    Doch ich schweife ab. Das seltene Erlebnis seines Grußes offenbart die Virtuosität des Heiligen, seine in jahrelangem Polieren edler Aluteile erworbene Kopf-, Gesichts- und Arschhaltung. Ebenso defekt wie sein Motorrad, bildet er mit diesem eine Einheit und kommt dir in dieser Funktion entgegen. Nun schaue nicht auf Hand oder Arm, denn diese werden sich nicht bewegen.

    Blicke vielmehr in das narbige Gesicht unter dem Halbschalenhelm, die Wangen mühsam mit Pinzette und Uhu mit Mückenleichen geschmückt. Der Yehudi Menuhin des Grußes wird deiner ansichtig, und mit einer Frequenz von zwei Hertz senken sich beide Augenlider und öffnen sich wieder - nur einmal. Wenn du diesen unwiederbringlichen Moment verpaßt, bist du es nicht wert, jemals wieder einen Gasgriff zu berühren, du Wurm! "Den Heiligen grüßen sehen und sterben", sagte schon Goethe einst, und der kannte nur Postkutschen.

    Was ist schon der Flügelschlag eines Schmetterlings für die Chaos-Theorie? Dem setzt das Apfelmännchen - Verzeihung, der Heilige - seinen Lidschlag entgegen, damit das Chaos seinen Anfang nehme.


    So drückt der Gruß des Motorradfahrers die solidarische Gemeinschaft der Biker aus, ihre grenzenlose Toleranz untereinander, das warmherzige ich-bin-hier-und-wir-gehören-zusammen-Gefühl. Geborgenheit einer großen Familie liegt in dem Gruß, die Bereitschaft, alles hintanzustellen, wenn es gilt, dem gestrandeten Bruder zu helfen, und sei es der niedrigste unter ihnen.

    So stehe ich hier im Regen neben meinem Motorrad. Es sagt keinen Ton mehr, doch das ficht mich nicht an, denn ich weiß, gleich wird ein Bruder vorbeikommen und mich zumindest bis zur nächsten Herberge mitnehmen.

    Da erscheint schon der Engel auf zwei Rädern, ich winke mit dem gelben Schal, froh hebt er die Hand zum Gruß, schaltet einen Gang zurück, versieht mich mit einer Dusche dreckigen Wassers und verschwindet in der Ferne.

    Verdammtes .........!

  6. Registriert seit
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    Standard

    #16
    Also ich grüß alles (was ich über 50ccm und Roller / wobei.. da muss ich nochmal nachdenken) so sehe und auch in jeder Lage (was meine Sozia machnmal nervös macht) ..........

  7. Registriert seit
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    Standard

    #17
    hi,

    im allgemeinen grüsse ich eigentlich alle ausser 125ccm abwärts (obwohl ich die TT-Spoiler dran habe, deswegen ist es kein grund )

    diese tradition mag ich schon weiterleben lassen...

    grüsse
    Jens

  8. Registriert seit
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    Standard

    #18
    Echt genial!!!!! Und wie das auf die jeweilige Spezies passt!!

  9. Registriert seit
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    Standard Wissenswertes zum Motorradgruß

    #19
    Die Hintergründe des Mopedgrußes

    Geschichte

    Die Ursprünge des Motorradgrußes reichen bis in die Steinzeit zurück.
    Motorradfahrer waren damals außerordentlich rar. Es gab kaum befestigte
    Straßen, und die Räder waren aus Stein.
    Nur ganz harte Kerle vertrugen die Strapazen des Motorradfahrens.
    Begegneten sich zwei dieser Kerle, hielten sie an, stiegen ab und
    zeigten einander die geöffneten Hände,
    um zu zeigen, daß sich kein Faustkeil darin verbarg.
    So wurde der Motorradgruß erfunden.


    Winterfahrer und Weicheier

    Unter ähnlich harten Bedingungen sind heute nur noch die
    Winterfahrer unterwegs.
    Motorradfahrer sind entweder Winterfahrer oder Weicheier.
    Weicheier trifft man im April im Straßenverkehrsamt, wo sie ihre
    stillgelegten Maschinen wieder anmelden.
    Winterfahrer dagegen fahren durch. Ihre Zahl ist klein.
    Treffen sich zwei Winterfahrer, ist die Freude groß. Von April an
    grüßen Winterfahrer nicht mehr. Winterfahrer grüßen keine Weicheier.
    Weicheier erkennt man daran, daß sie in den ersten
    Frühlingswochen wie wild und beidhändig alles grüßen, was sich auf 2 Rädern
    bewegt.
    Vor lauter Aufregung vergessen sie dann oft, daß da vorne eine =
    Kurve kommt. Sie haben immer frische Unterwäsche an - man könnte ja im
    Krankenhaus landen.


    Der verbotene Gruß

    Das Motorradgrüßen ist stark reglementiert und wird von
    Anfängern zu Recht als sehr kompliziert angesehen.
    Es ist umlagert von allerlei Ge- und Verboten.
    Das bekannteste Verbot lautet: Grüße nie ein Einspurfahrzeug, das
    Weniger als 250 ccm Hubraum hat.
    So etwas ist kein Motorrad! Wer fahrlässig Motorroller, Klein- oder
    Leichtkrafträder grüßt, verliert sein Gesicht und jegliche Selbstachtung.
    Ein Spezialfall: Oldtimer. Oldtimer werden grundsätzlich freudig und
    bewundernd gegrüßt, unabhängig vom Hubraum.
    Oldtimer werden meist von technisch versierten älteren Fahrern gefahren,
    sogenannten 'alten Schraubern'.
    Solchen wird Respekt gezollt. Trifft man alte Schrauber, wartet man, ob
    sie grüßen.
    Von Frühling bis Herbst grüßen viele nicht, weil sie Winterfahrer sind -
    Winterfahrer grüßen keine Weicheier.


    Der Autobahn - Gruß

    Ungeregelt und darum praktisch nicht existent ist die =
    Motorradgrußkultur auf der Autobahn.
    Nicht einmal erfahrene Motorradfahrer können sagen, ob man
    entgegenkommende Motorräder über sechs Spuren und einen Grünstreifen hinweg grüßen muß. Fahrtechnisch problematisch wird das Grüßen beim Überholen.
    Die klassische Grußhand, die Linke, wird vom Überholten nicht gesehen.
    Grüßt man mit der Linken vorn am K=F6rper vorbei nach rechts, tippen
    Autofahrer auf Heuschreckenschwärme oder Unterarmkrampf.


    Der Heizer - Gruß

    Der 'Heizergruß' in extremer Schräglage (ein Knie berührt den Asphalt)
    gilt als sehr riskant.
    Er wird allgemein als Nachweis hoher Fahrkunst angesehen, aber man
    Sollte vorher trotzdem frische Unterwäsche anziehen.
    Heiz-Grüßer fahren nur auf der Äußersten Profilrille und vergleichen, wer
    die spitzesten Fußrasten vorweisen kann.
    Wer die Kunst des Heizergrußes nicht beherrscht und dennoch ausübt,
    riskiert seinen letzten, den sogenannten 'goldenen Gruß'.


    Gründe, warum Harley Fahrer nicht zurückwinken:

    1. die Garantie erlischt, wenn er nicht-amerikanischen Produkten zuwinkt
    2. mit dem dicken Leder und den Nieten kriegt er den Arm nicht hoch
    3. er grüßt prinzipiell keine Fahrer, die ihr Motorrad schon voll
    bezahlt haben
    4. er hat Angst, daß der Lenker abvibriert, wenn er ihn losläßt
    5. der Fahrtwind könnte die neuen Tätowierungen am Arm wegblasen
    6. er braucht 'ne Ewigkeit um nachher wegen der Vibrationen den Griff wieder zu finden
    7. er kann nicht unterscheiden, ob der andere grüßt oder sich die Ohren zuhält.
    8. er hat wegen der Vibrationen einen Klettverschluß zwischen Lenkergriff und Handschuh
    9. er hat gerade im Wirtschaftteil der Zeitung entdeckt, dass Honda zu 60
    Prozent an Harley beteiligt ist
    10. seit der Zwangsversteigerung seiner letzten Harley hasst er alle
    Leute, die Hände heben
    11. die Rolex könnte naß werden
    12. die linke Lenkerhälfte könnte geklaut werden
    13. die linke Lenkerhälfte wurde bereits geklaut und er hält sich am Tacho fest
    14. der ganze Lenker wurde bereits geklaut und er betet einen Rosenkranz
    15. er braucht beide Hände um mit den Fingern die nächste Rate abzuzählen
    16. er poliert gerade den Luftfilterdeckel


    Gründe, warum Goldwing Fahrer nicht grüßen

    1. laut Honda-Fahrer-Handbuch darf er den Lenker erst loslassen, wenn
    das Motorrad steht, der Zündschlüssel abgezogen, der Hauptständer herausgeklappt
    und das Radio ausgeschaltet ist
    2. auf dem Armaturenbrett ist kein Knopf für "vollautomatisches
    Zurückwinken"
    3. er ist gerade eingeschlafen
    4. er kriegt den Arm wegen Altersschwäche nicht mehr hoch
    5. er hat übers Handy eine Konferenzschaltung mit seinem Broker und der
    CityBank.
    6. Mami hat verboten, Fremde zu grüßen
    7. er ist gerade mit Abzählen der Lämpchen am Christbaum beschäftigt
    8. er sortiert momentan seine CD-Sammlung
    9. die Hand vor der Antenne stört den Fernsehempfang
    10. er räumt gerade das Kaffeegeschirr in den Spüler
    11. wegen seiner Alzheimer weiß er anschließend nicht mehr, wohin mit
    der Hand
    12. er findet nachher zwischen all den Kn=F6pfen, Schaltern und Hebeln den
    Lenker nicht mehr
    13. er wechselt gerade die Batterie vom Herzschrittmacher
    14. er sucht gerade im Bordcomputer, was 'erhobene Hand eines fremden
    Motorradfahrers' bedeutet
    15. er grüßt immer, aber wegen dem Geraffel um den Lenker sieht keiner
    die Hand

  10. Registriert seit
    25.08.2007
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    484

    Standard

    #20
    nette Geschichte - mir gefällt's; Geraffel um den Lenker - der ist mein Favorit *g*


 
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