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Die Schweizer...

Erstellt von qualinator, 04.08.2014, 15:01 Uhr · 567 Antworten · 42.045 Aufrufe

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    #81
    Hier sind ja überwiegend alte Säcke unterwegs, von daher bin ich bestimmt nicht der einzige, der sich noch an das Gefühl erinnern kann, wie es war, als "Wessi" über die DDR-Transitautobahn mit 100 km/h in Richtung Westberlin zu fahren. Immer unter den Augen der Volkspolizei, die geblitzt hat wie die Weltmeister. Die ganze Situation war für die Wessis unangenehm, man hatte permanent das Gefühl, schikaniert zu werden, im Fall des Falles unangemessen hart bestraft zu werden und eine schlechte Rechtsposition zu besitzen. Denn dahinter stand nicht eine effektive Steigerung der Verkehrssicherheit, sondern die klare Ansage: "Ihr seid der Feind, wir mögen euch nicht und bekämpfen euch." Man fuhr eben durch Feindesland. Zumindest ich habe das immer als sehr belastend empfunden, was unter anderem dazu beitrug, dass ich mich dort nie wohl gefühlt und als willkommen empfunden habe.

    Ich sehe die Gefahr, dass eine zu schikanöse Behandlung von Ausländern im Straßenverkehr genau dieses Gefühl hervorruft - was ich für ein Nachbarland, mit dem wir freundschaftliche Beziehungen unterhalten, für völlig inakzeptabel halte. Für mich gehört im Umgang gegenüber Gästen auch dazu, dass ich nachsichtig bin, wenn sie eine unserer Regeln vielleicht nicht kennen oder aus Versehen übertreten. Wenn sich ein Schweizer in Deutschland aufgrund mangelnder Ortskenntnisse falsch eingeordnet hat und dann über eine durchgezogene Linie fährt, dann muss er an sich ein Bußgeld zahlen, denn das ist verboten. Aber, hey, das ist doch ein Schweizer, der kennt sich hier nicht aus, also kurz die Lichthupe angetippt und Platz gemacht, damit er da noch reinpasst.

    Leider sind viele Signale, die ich aus der Schweiz vernehme, recht fremdenfeindlich. Aber ich erwarte schon, dass die Länder, mit denen wir partnerschaftlich verbunden sind, sich auch partnerschaftlich zeigen.

    Ich muss allerdings auch sagen, dass ich in der Schweiz noch nie Ärger mit der Polizei hatte. Ich bin da allerdings nur alle paar Jahre einmal.

    Noch ein Wort zu der jetzt erfolgten Beschlagnahme eines Autos eines Deutschen, der mit 88 km/h Overspeed geblitzt wurde. Finde ich völlig angemessen und unproblematisch, ganz im Gegensatz zu irgendwelchen Stories aus Italien, wo wegen irgendwelcher Lappalien der Bock drei Monate steht. Mein rechtliches Empfinden wird allerdings gestört, wenn das Auto nicht nur eingezogen, sondern auch verkauft wird - zumal das ja auch unterschiedlich gehandhabt wird. Es ist nicht einzusehen, dass einer, der mit einem eigenen Auto rast, das Auto verliert, und bei einem fremden Auto wird es dem Besitzer zurückgegeben. Ich glaube, eine Beschlagnahme mit Rückgabe nach einer bestimmten Zeit würde dem Rechtsfrieden genüge tun. Eine solche Beschlagnahme wünsche ich mir in .de auch, wenn Lkw-Fahrer von ihren Chefs unter Druck gesetzt werden, Touren zu fahren, die legal nicht machbar sind. Wenn der rumänische Fahrer ein Fahrverbot bekommt, ist es dem Spediteur egal, der nimmt dann einfach einen anderen Fahrer. Aber wenn der Truck vier Wochen steht und der Spediteur einen anderen Truck organisieren muss, um die Ladung frei zu bekommen, dann kommt die Strafe auch beim Verursacher an.

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    #82
    Im großen und ganze muss ich Frank Recht geben, nur finde ich die Regeln in CH nicht ausländerfeindlich. Die selben Regeln gelten ja auch für Schweizer, wo siehst du hier die schikanöse Behandlung von Touristen? Das gezeigte Beispiel zeigt einen Deutschen (selbst schuld), aber auch in der Schweiz wurden bisher 100 Fahrzeuge "verwertet". Denke dass der Großteil davon einheimische getroffen hat.

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    #83
    Eines verstehe ich bei dem ganzen Theater definitiv nicht:
    Wenn doch eine Mehrheit der Eidgenossen so begeistert von den Via Sicura Regeln ist und dafür gestimmt hat, warum fahren die Schweizer dann im Ausland wie die letzten S...? (Vorsicht Verallgemeinerung, aber das ist meine Wahrnehmung. Ich habe außerhalb noch nie einen Schweizer gesehen, der sich einigermaßen auf der Straße benommen hat) Scheint ja doch nicht so weit her zu sein mit der Begeisterung für die Via Sicura.
    Zu Hause Wasser predigen und im Ausland dann Wein saufen. Gott wie scheinheilig.

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    #84
    Zitat Zitat von qualinator Beitrag anzeigen
    Eines verstehe ich bei dem ganzen Theater definitiv nicht:
    Wenn doch eine Mehrheit der Eidgenossen so begeistert von den Via Sicura Regeln ist und dafür gestimmt hat, warum fahren die Schweizer dann im Ausland wie die letzten S...? (Vorsicht Verallgemeinerung, aber das ist meine Wahrnehmung. Ich habe außerhalb noch nie einen Schweizer gesehen, der sich einigermaßen auf der Straße benommen hat) Scheint ja doch nicht so weit her zu sein mit der Begeisterung für die Via Sicura.
    Zu Hause Wasser predigen und im Ausland dann Wein saufen. Gott wie scheinheilig.
    Macht das nicht jede Nation so? Immer wenn die Strafen im Ausland günstiger sind oder die Wahrscheinlichkeit der Strafverfolgung gegen null (ich sag nur: keine Halterhaftung in D) lotet doch jeder gerne die Grenzen des machbaren aus.

    Wenn ich bei uns in AT auf dem Bandl (A8 Innkreisautobahn) im Bürgerkäfig in einer auf 80km/h beschränkten Baustelle mit 95km/h die LKWs überhole pickt mir ein Deutscher, Pole, Rumäne, Slowake, Tscheche oder Ungarn mit wenigen cm Abstand auf der Stossstange drauf.

    Dafür pfeif ich auf der A3 (in D) auf die 100er und 120er Limitierungen. Gleiches Spiel für alle.

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    #85
    215 km/h bei erlaubten 120 nenne ich schlichtweg Dummheit oder schon Arroganz.
    Es gibt eine gesetzliche Regelung und die hat hier gegriffen, ganz einfach.

    Ich mag die Schweizer und deren Land und natürlich gibt es auch Dinge die mir weniger gefallen.
    Wenn ich 2-3 mal nach Italien fahre von meinem Wohnort aus kann ich über die Schweiz oder Österreich fahren.
    In Österreich wurde ich schon zweimal geschätzt und durfte zahlen. Ist das die gerechtere Meßmethode? Für mich nein!
    Pest oder Cholera heißt es also und habe die Wahl..........
    Ich habe aber auch die Möglichkeit mich nach den Verkehrsregeln zu richten und fahre durch die Schweiz.
    Alle die vorbeiheizen haben für mich zuviel Geld oder setzen die Prioritäten anders als ich.
    Das was ich an Strafen einspare gebe ich lieber für Hotel und gutes Essen in Italien aus.
    Ach ja, in Italien droht mir der Einzug von Cabrio oder Motorrad da nicht gesetzeskonform.........
    Na ja, irgendwas ist immer! Vielleicht bleibe ich zukünftig zuhause um nichts zu riskieren.

    Nun meine Entscheidung, wie die Entscheidung des Deutschen der mit 215 über die Schweizer Autobahn bretterte........
    sowas von blöd das die Schweizer Sonntagmorgens um 6 Uhr schon Geschwindigkeitsmessungen durchführen.
    Wer bescheißt wird bestraft, er muß die Strafe halt hinnehmen wie ein Mann bzw. wie der der hinterm Steuer saß beim Gas geben
    und einfach "vorher dran denken was nachher ist"!

    Ein Kollege von mir hat beruflich nach 8 Monaten einen sehr gut bezahlten Job in der Schweiz aufgegeben und seine Zelte abgebrochen. Er hat die Behandlung als Ausländer nicht mehr ausgehalten meinte er.
    Ein Freund von mir arbeitet seit 6 Jahren in der Schweiz und fühlt sich mitsamt seiner Familie sehr wohl.
    Es ist also immer ein subjetives Empfinden das zu manch Entscheidung führt.
    Subjektiv für den deutschen vermutlich solventen Autofahrer des Sonntagmorgens der seine Kerzen warmgefahren hat,
    objektiv für die Polizisten die ihn rein sachlich mit einem elektronischem Kontrollgerät gemessen haben und ihm dann
    den Autoschlüssel abgenommen haben.
    Wie gesagt meine persönliche Meinung, kann jeder drüber denken wie er mag.

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    #86
    Einigen fehlt die Ruhe.... Bin jetzt durch ziemlich viele Laender in Europa getingelt, jedes so mit seinen eigenen Gesetzen, Geschwindigkeitsbegrenzungen etc.

    Da geh' ich mal davon aus, dass ich damit vertraut bin, was dort los ist, wenn ich dort lebe oder mich dort regelmaessig befinde. Wenn nicht, erkundigt man sich vorher, was so angesagt ist. Total einfach. Bisher habe ich noch keine Notiz ueber ein ticket bekommen und hoffe, dass das so bleibt. Bin keineswegs permanent lt. Vorschrift unterwegs gewesen.

    Die Schweiz ist geil, die Schweizer sind lustig und mit dem richtigen Durschnittstempo ist es absolut ein Vergnuegen, dort unterwegs zu sein. Wenn ich schneller bin, als erlaubt, muss ich halt mit den Konsequenzen entsprechend umgehen. Werde ja nicht dazu gezwungen. Schnell fahren in der Schweiz ist eigentlich kaum moeglich und bringt nichts. Ruck zuck bist Du im naechsten Land. Schoen cruisen, dafuer ist dieses Land ideal.

    Ich komm' wieder. Vielleicht sollten sich hier einige mal mit dem Konzept vom "Pace" befreunden. Macht 'nen riesen Unterschied.

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    #87
    Zitat Zitat von Wasty Beitrag anzeigen
    sondern um die offensichtliche Disparität zwischen "Ausländer fahren in der Schweiz" & "Schweizer fahren im Ausland".
    Dass sich Deutsche wundern, dass Ausländer fürs freie Autobahnracen zu ihnen kommen, das scheint mir schizo. Und warum wohl gehen/gingen neben Schweizern auch Deutsche nach Adam ......?

    @sampleman: unser Land mit der DDR zu vergleichen, sollte eigentlich unter deinem Niveau sein. Bei uns wirst du im Strassenverkehr nicht stärker überwacht, als andernorst auch; bemühend sind die Hauptverkehrsachsen sowie die Ballungszentren Zürich, Basel und Genf; aber Letzeres erlebe ich in Frankreich und Italien auch nicht anders. Die fixen Radarstationen sind in F und I häufig gekennzeichnet und meist auch sonst etwas besser ersichtlich als bei uns; sehen tut man unsere fixen Einrichtungen aber auch recht ordentlich, wenn man denn ein bisschen darauf achtet. Aber muss man ja nicht.

    Deine irrationalen Ängste kann man schwerlich uns anlasten. Das Problem liegt wohl eher bei dir, als bei uns. Vielleicht benötigt es auch einfach etwas Beweglichkeit, sich in fremden Systemen zu bewegen und das ist bekanntlich nicht jedermanns Sache. Aber eben, ernsthafte Probleme kriegt man hier erst bei einer wirklich groben Geschwindigkeitsübertretung. Und dies lässt sich locker auch ohne verkrampften Blick auf den Tacho verhindern; sonst sollte man sich evtl. nach einem anderen Hobby umsehen.

    Was ich bisher von dir über die CH zu lesen bekam, hinterliess bei mir nicht gerade den Eindruck, du seist userem Land oder dessen Bewohnern 'partnerschaftlich verbunden' Das Land ist mit D aber tatsächlich in vielerlei Hinsicht sehr verbunden, keine Frage. Sollen wir bei der Festlegung UNSERER Strassenverkehrsregeln deshalb auf deine/eure Befindlichkeiten Rücksicht nehmen? Möchtet ihr gerne vorher gefragt werden? Oder haben wir tatsächlich die Freiheit, selber darüber zu bestimmen?

    Gemäss deinem Statment behandeln wir Ausländer schikanös. Keine Ahnung, wie du auf so was kommst; wenn du den Ausländer meinst, dessen Auto eben beschlagnahmt wurde, der wurde genau so behandelt wie ein Inländer. Hätte man dies anders handhaben sollen?

    Dass unsere Polizei oder Behörden korrupt, willkürlich oder übergriffig sein sollen, wäre mir neu. Wie meistenorts dürfte aber auch unsere Bullerei wenig Freude an durchsichtigen Ausflüchten und arrogantem Auftreten haben, denn gerade Letzteres sind sie sich von den meisten Einheimischen nicht gewohnt.

    Ich wage zu behaupten, dass der von dir genannte ortsunkundige Ausländer hier in den meisten Fällen genau so behandelt wird, wie von dir gewünscht; die meisten Schweizer und hier lebenden Ausländer sind im persönlichen Umgang nämlich tatsächlich ganz ok.

    Angelesene Vorurteile oder solchen vom Hörensagen sowie irrationale Ängste haben mit der Realität meist wenig zu tun; gilt auch im Fall der CH und ihrer Strassenverkehrsgesetzgebung.

    Ciao

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    #88
    Zitat Zitat von qualinator Beitrag anzeigen
    Eines verstehe ich bei dem ganzen Theater definitiv nicht:
    ...
    Wenn du das Theater nicht verstehtst, warum machst du es denn?

    Ich habe gesagt eine Mehrheit von Stimmberechtigten ist der Lobby auf den Leim gegangen.
    Das heisst nicht alle. Die Paar die du bisher gesehen hast und noch sehen wirst sind auch nicht alle.
    Und ob ein Polizist, egal wo, ein Auge zudrückt, die hohle Hand macht oder auf Konsequenz gemäss Gesetz beharrt liegt in der Willkür des Polizisten.

    ----

    In die Tatsache dass in der CH Bussgelder imens hoch sind Ausländerfeindlichkeit hinein interprätieren zu wollen... ach herrje...

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    #89
    Zitat Zitat von judex Beitrag anzeigen
    Auch ich fahre gerne in die Schweiz.
    Dort lebt man einen Lebensstil, der ein bisschen
    bäuerlich ist, aber häufig auch schon etwas mediterranes hat.
    Man ist dort höflich und hält Verlässlichkeit für einen Wert an
    sich.
    Es hat häufig gutes Wetter, es hat Berge und Seen, Wein und
    Käse, Rösti und Schokolade - da lässt es sich doch schon eine
    ganze Zeit gut leben, :-)
    Genau. Und deren Dialekt ist so süss. . .

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    #90
    Zitat Zitat von GSYoungster Beitrag anzeigen
    @sampleman: unser Land mit der DDR zu vergleichen, sollte eigentlich unter deinem Niveau sein. Bei uns wirst du im Strassenverkehr nicht stärker überwacht, als andernorst auch
    naja, so ganz unrecht hat er damit nicht.

    Vor ein paar Jahren hatte ich mal das Vergnügen mit der Dose durch Euer schönes Land auf der Autobahn zu fahren und hatte den Tempomat wegen einspuriger Verkehrsführung und entsprechendem Schild auf Tempo 100 eingehakt. Da taucht hinter mir ein dunkler 7er BMW auf und fuhr mir fast in den Kofferraum. Er hat sichtlich versucht mich "anzuschieben". Ich dachte mir "Du mich auch" und fuhr weiter stur meine 100.

    Was soll ich sagen, als die Engstelle vorbei war überholt mich der 7er und wer saß wohl drin, 2 Polizisten in Uniform, die mich wohl provozieren wollten die 100 zu überschreiten, damit sie dann abkassieren können. Im Vorbeifahren haben sie sich dann noch den Hals verdreht, um zu kontrollieren, ob ich denn auch 'ne Vignette an der Scheibe hätte.

    Wenn das nicht schon nah an alten DDR-Methoden ist, dann weiß ich auch nicht?


 
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