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Die unerträgliche Leichtigkeit der richtigen GS-Enduro-Wahl

Erstellt von Pavian, 03.02.2008, 16:04 Uhr · 193 Antworten · 52.740 Aufrufe

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    Zitat Zitat von AMGaida Beitrag anzeigen
    Eben. Und das schlimme ist, ich hatte es auch so gemeint, weil ich u.a. selbst nach Hechlingen auf der 12GSA sehr erstaunt war.

    Netter Bericht, wobei man dir die "Vorangst" deutlich anlesen kann. Allerdings finde ich den ganzen Vorbereitungskram (außer den Parkplatzübungen) relativ unnötig, außer man hat vor, die Leihmaschine mehrfach am Tag wegzulegen und wieder aufzuheben. Das hatte ich mir glücklicherweise ganz gespart und auch als Untrainierter, nur einigermaßen sportlicher Typ ohne Handexpander-Training hatte ich keine Beschwerden.

    Dein Fazit lese ich etwas in die Richtung: "Die KTM hab ich zurecht gekauft, sie ist ja auch günstiger. Aber ich hätte nicht gedacht, dass die 12er so toll ist."

    Und ich hatte es noch gesagt....
    Hallo AMGaida!

    Es ist eben alles relativ !
    1. Sich über Hechlingen schlau machen hielt ich für nötig - wozu sonst überhaupt in einem Forum aktiv sein?
    2. Bücher über Endurotraining lesen macht Spaß und steigert bei mir die Vorfreude.
    3. Die Vorangst halte ich für berechtigt. Ich könnte auch anders auftreten: getreu dem Motto: "Ich bin schon im Alleingang durch den hohen Atlas gefahren und habe dort einige GS und Africa Twins aufheben geholfen (die danach den frustrierten Rückweg angetreten haben, derweil ich mit meiner überladenen DR 650 weitergefahren bin). Und Wüstenpisten habe ich auch schon hinter mir. Blablabla..."
    Dennoch hätten mich einige Fahrsituationen, die ich in Hechlingen vorgefunden habe, auf meinen Touren umkehren bzw. andere Wege suchen lassen.
    4. Was das Ablegen von Motorrädern anbelangt: uns wurden in Hechlingen Übungen angeboten, die von neun Teilnehmern niemand ohne Umfaller und nur von zweien mit Umfaller überhaupt geschafft wurden. Natürlich alles freiwillig. Niemand wurde gezwungen oder genötigt. Aber es gab durchaus spektakuläre Abflüge. Letztlich konnte man sein persönliches Risiko soweit erhöhen, bis man endlich auch auf der Nase lag .
    5. Wir hatten gut 30 Grad und hohe Luftfeuchtigkeit. Es wurden Magnesiumbrausetabletten ausgegeben, um den Krämpfen vorzubeugen bzw. diese zu mildern. Davon waren einige Teilnehmer betroffen. Bisweilen waren längere Pausen notwendig und einige mussten auch vorübergehend aufgeben bzw. das Training etwas eher beenden. Ich war zwar nicht davon betroffen, stimme aber SCHLONZ voll und ganz zu, was die Sinnhaftigkeit von Krafttraining anbelangt.

    Zur 1200er GS: sie ist ein Klasse-Moped, im Rahmen der Modellpflege fast schon zu sehr perfektioniert. Und ich wiederhole mich: ich hätte nicht gedacht, dass sie um so vieles handlicher als die 1150er ist.
    Nein, die KTM ist das spannendere Fahrzeug. Sie ist agiler, hat, mit Verlaub, den richtigen Sound und sie steht nicht im Zehnerpack an jeder Ecke . Dass sie um einiges günstiger ist, erhöht die Freude. Aber das wird ja auch ein bischen durch die wiederum höheren Wartungskosten relativiert.
    Die Freude an der KTM könnte für mich nur durch Defekte getrübt werden. In der Vergangenheit gab es da ja einiges zu lesen (allerdings sind BMW's ja auch nicht ganz fehlerfrei - so kommt das Getriebe der 1200er m. E. immer noch nicht an den japanischen Standard heran (und auch nicht an KTM)). Also: wenn die KTM hält bereue ich nichts. Wenn sie häufig streiken sollte, spare ich auf eine 1200er GS !

    Viele Grüße

    Pavian

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    1. Sich über Hechlingen schlau machen hielt ich für nötig - wozu sonst überhaupt in einem Forum aktiv sein?
    2. Bücher über Endurotraining lesen macht Spaß und steigert bei mir die Vorfreude.
    Ganz klar, Einlesen, Forenstöbern, Fahrtechnikbücher studieren... das ist wie mit dem Reiseführer vor dem Urlaub, man stimmt sich ein. Ich meinte speziell den "Sport" zur Vorbereitung.
    Die Brausetabletten gab´s bei uns auch, ebenso diejenigen, die gegen Ende einfach nicht mehr konnten, wir hatten sogar - leider - am 2. Tag eine 3/4 Stunde früher aufhören müssen, weil einige Leute platt waren.

    4. Was das Ablegen von Motorrädern anbelangt: uns wurden in Hechlingen Übungen angeboten, die von neun Teilnehmern niemand ohne Umfaller und nur von zweien mit Umfaller überhaupt geschafft wurden. Natürlich alles freiwillig. Niemand wurde gezwungen oder genötigt. Aber es gab durchaus spektakuläre Abflüge. Letztlich konnte man sein persönliches Risiko soweit erhöhen, bis man endlich auch auf der Nase lag .
    Das war bei uns im Fortgeschrittenen-Kurs nicht anders und mit der dicken Adventure durch die Sandkiste zu reiten, war wirklich grenzwertig, gar keine Frage. Trotzdem war ich froh, nix aufheben zu müssen außer der gestrandeten X-Challenge eines übermotivierten Kollegen, die in der Trial-Passage im Weg lag.

    Ich bin sehr gespannt, wie Du mit der KTM über die nächsten 3 Jahre zufrieden bist und freue mich, wenn Du uns regelmäßig ein update gibst.

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    Standard Na ich weiß nicht.....

    Hallo Pavian,

    nun hab' ich doch tatsächlich den ganzen Beitrag gelesen, obwohl ich umfangreichere Werke inzwischen eigentlich eher als Hörbuch mag...

    Du gibst (zumindest mir) den Eindruck, dass das entscheidende k.o. Kriterium für den Boxer das Gewicht ist. Und zwar weniger das Gewicht in Punkto Handling, sondern die "Angst" vor dem aufheben müssen.

    Du selbst (und auch einige Andere) erwähnen mehrfach HECHLINGEN.

    Ich war vor 4 Jahren letztmalig dort und habe sehr über eine der ersten Übungen gestaunt. Der Trainer erklärte uns damals wie wichtig es ist, dass man die GS (damals noch die 1150er) auch mal alleine aufheben kann. Aha dachte ich, jetzt müssen wir sie bestimmt hinlegen. War nicht ganz richtig - er hat sie einfach fallenlassen, hat sie sich dann auf dem Zylinder liegend quasi in Position gedreht und - AUFGEHOBEN!

    Oha - naja der macht das ja auch ständig, dachte ich. Aber wir haben das anschließend alle gemacht. ALLE will sagen, da war auch ein (übrigens sehr hübsches) aber vor allem kleines und zierliches Mädel dabei, die leider den ganzen Tag über Schwierigkeiten mit der 1150er hatte, weil sie sich einige Male hingelegt hat, mit den Füßen nicht auf den Boden kam usw, usw. und dann letztlich auf ne 650er für den zweiten Tag wechselte.

    Womit sie allerdings keine Probleme hatte war....RICHTIG das AUFHEBEN!

    Warum die lange Story?

    - weil die potentielle Gefahr das Teil evtl mal aufheben zu müssen m.M. KEINEN Ausschluss rechtfertigt
    - weil es im Allgemeinen sicher sehr(!) zu empfehlen ist, sich mal Hechlingen anzutun
    - weil man dort problemlos die Möglichkeit hat ne 800er und ne 1200er im Vergleich unter Anleitung aufzuheben; und ich bin keineswegs sicher dass das mit der 800er so sehr viel leichter wäre!!! (Im richtigen Leben müsste man evtl. von Beiden ein bißchen Gepäck abnehmen)
    - weil die 1200er alles in allem mit hoher Wahrscheinlichkeit (für Deine konkreten Anforderungen) den wesentlich größeren Spaßfaktor bringt

    In meinen Augen gibt es jedoch einen einzigen Punkt der die 1200er rauskicken würde:

    - wenn Du für Deine Touren mit -na sagen wir mal- durchschnittlich 2-3 x aufheben pro Tag rechnest. Das wäre mir allerdings auch zu viel. Aber dann hätte ich auch vermutlich irgendein anderes nicht unwesentliches Problem

    Also - weiterhin viel Spaß bei der Qual der Wahl und
    schöne Grüße

    Thomas

    PS: *Orakel an* für Deine Anforderungen (viel Soziusbetrieb mit vollem Gepäck) wirst Du es über kurz oder lang bereuen, NICHT die 12er genommen zu haben. *Orakel aus*

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    Hallo thomasL!

    1. Hörbücher - nein danke! Hier liest der Chef noch selbst ...
    2. Danke, dass Du Dir den ganzen "Fred" angetan hast ... aber:

    und hier kommt der erhobene, wedelnde, oberlehrerhafte und tadelnde Zeigefinger : Du hast entweder nicht alles gelesen, oder das Wesentliche überlesen:
    Meine Entscheidung ist längst gefallen und die ersten viertausend Kilometer auf meiner KTM 990 Adventure habe ich bereits hinter mir !
    Und von meiner letzten BMW trenne ich mich auch noch. Infos unter:
    www.lidschlag.de/r80gs

    Hechlingen: siehe meine Beschreibung (Beiträge 133 u. 134) - kann ich nur empfehlen.

    Noch ein Wort zum Aufheben. Meine alte DR 650 hat mit vollen Alukoffern, vollem Tank usw. ca. 220kg gewogen. Diese aufzuheben war schon der absolute Horror. Ich bin nämlich in der Regel im Alleingang unterwegs - auch auf Wegen, die vielleicht nur alle drei, vier Tage von anderen Fahrzeugen befahren werden. Das erhöht den Stress .
    Meine 1150GS wog mit leeren Alukoffern und vollgetankt auf der geeichten TÜV-Waage exakt 280kg!!! Ohne ein Gramm Gepäck. Also zu erwartende 320kg voll aufgerödelt. Also ideal für jede Art von Offroadeinlage, oder !?
    Eine GS auf hartem Untergrund liegend im Alleingang aufzuheben ist mit und ohne Hechlingen jedem halbwegs kräftigen Menschen mit und ohne rückenschonende Kniffe möglich.

    In Hechlingen ergab sich häufiger die Gelegenheit, sich bei der Bergung diverser 1200er zu beteiligen. Wenn die Dinger im Graben liegen (Räder hangaufwärts, Tank und Sitzbank hangabwärts) geht alleine kaum mehr etwas. Dann läßt sich das Gerät nämlich auch nicht mehr über den Zylinder drehen etc. Mit drei, vier Mann haben wir unter fachkundiger Leitung an den Mopeds gezerrt, gehoben und geschoben.
    Irgendwann ging es dann.
    Diese Situationen allein: auweia!
    Und solcherlei Treiben habe ich auch schon "in freier Wildbahn" beobachten (und dabei helfen) dürfen. Was haben die "Jungs" ihre GSe verflucht - hat man vermutlich aus Marokko bis Spanien hören können .

    Fazit: wenn es ums Schieben, Heben und Bergen geht, zählt eben jedes Gramm.

    Ich will hier aber nicht den Eindruck erwecken, eine KTM ließe sich leichter aufheben ! Eher im Gegenteil - denn sie liegt ja in keinem Fall auf einem Zylinger auf, egal wie und wo sie fällt.
    Aber warum ich letztlich doch bei KTM gelandet bin, kannst Du ja gerne einmal genau nachlesen.

    Viele Grüße
    Pavian

  5. Registriert seit
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    Standard uups ... wie peinlich

    Moin moin Pavian,

    Treffer! Versenkt! So hieß es früher immer beim "Schiffe versenken"

    Da muss mir doch beim Lesen während des Abendbrotes, beim scrollen während des Trinkens oder beim Schmunzeln über den einen oder anderen Kommentar...ja irgendwann dazwischen tatsächlich der alles entscheidende Beitrag von Dir durch die Lappen gegangen sein.

    Ich sach ja: normalerweise dickere Werke wie Säulen der Erde o.ä. nur noch als Hörbuch. Wobei ich Dich jetzt nicht mit Ken Follett vergleichen möchte

    Kurzum: Du hast es also tatsächlich getan! *Kopfschüttel*

    Nee, ernsthaft. Glückwunsch zur KTM. Feines Teil. Ich stand auch schon mal kurz vor dieser Entscheidung. Nachdem ich aber dann rausfand, dass ich außer einmal ne NTV in der Garage und einmal ne Transalp auf der LGKS eigentlich nicht der typische Hinwerfer oder wie man in einem anderen Forum sagt kein routinierter "Schiedermaierer" bin, konnte ich mich innerlich befreit und gelöst GEGEN das vielleicht etwas leichter aufzuhebende und FÜR das bequemere, zuverlässigere und soziustauglichere Motorrad entscheiden.

    Nun gut, jetzt wünsch ich Dir viel Spaß und gute Fahrt mit dem österreichischen G'lump und dann mal bis in, na sagen wir, 2 Jahren. Ja das sollte reichen. Bis dahin hast Du dann allerdings das Problem dass es vermutlich SCHON wieder ne neue GS gibt. Aber Du liebst ja die Qual der Wahl ***Lachtränen aus den Augen wisch***

    Schöne Grüße
    Thomas

  6. Nero8 Gast

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    Zitat Zitat von thomasL Beitrag anzeigen
    Nun gut, jetzt wünsch ich Dir viel Spaß und gute Fahrt mit dem österreichischen G'lump
    ...

  7. Registriert seit
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    Hy,
    ich finde die F800GS ist eine absolut gute Wahl unter den aktuellen Reiseenduros, natürlich ist des eine oder andere ein Kompromiss aber letztlich überwiegt der Fahrspaß.

    Tom

  8. Registriert seit
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    Zitat Zitat von Tom123 Beitrag anzeigen
    Hy,
    ich finde die F800GS ist eine absolut gute Wahl unter den aktuellen Reiseenduros, natürlich ist des eine oder andere ein Kompromiss aber letztlich überwiegt der Fahrspaß.

    Tom
    Hi Tom,

    dakar, äh, d'accord!

    zu Deinen Fotos: Schöne Gegenüberstellung - da sieht man mal, wie die Suzi ihrer Zeit voraus war

    Grüße
    Pavian

  9. Registriert seit
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    Stimmt Pavian,
    die DR Big war seinerzeit immer im Schatten der anderen Reise-Enduros gestanden, aber ein Klassiker der von BMW anscheinend gerne nochmal aufgewärmt wurde.
    Vieles war seinerzeit einfach genial und trotzdem zweckmäßig.
    Ich hoffe ich hab die F800GS auch mindestens 18 Jahre.

    Servus Tom

  10. Registriert seit
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    Ja !!!! Dr.Big war geil !

    Hat mir viel tausend km Freunde mit ihrem bärigen Motor bereitet. Also so bärig, wie 50 PS halt sein konnten. War aber egal, Drehmoment in Hülle und Fülle vorhanden.

    Schnabelige Grüße,
    Jan


 
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