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Downunder mit WWBTT.........

Erstellt von Kuhjote, 20.07.2008, 20:30 Uhr · 670 Antworten · 124.640 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Zitat Zitat von GStatten Beitrag anzeigen
    .... sozialkritisches gehört nur in kleinen Dosen in deine Kurzgeschichten.....
    Bin ich anderer Meinung! Schliesslich fährt man ja nicht so weit weg NUR um rumzubrennen und sich in Gräben zu wuzeln. Das allein kann man näher und billiger auch haben.
    Zitat Zitat von vision1001 Beitrag anzeigen
    ... wenn Heldentum, dann Herbrenngschichten... oder mit der XT im Niemandland fast verreckt... psychosoziale Heldentaten sind doch arg .. hmmm.... fad
    Der Held hat die Frau erobert,ok ... aber es ging doch um Moppedfahren, oder?
    SEEHR einseitig gesehen!
    Da gehört schon das gesamte Umfeld gleichwertig zur vollständigen Reise Erinnerung dazu, inclusive Ramschgeschäfte, uns ev. eigenartig erscheinende Bewohner - und deren Kultur, die Mitreisenden und die Gespräche/Diskusionen/Pantscherln mit ihnen etc.
    Eben die restlichen 16 Stunden des Tages, an denen man nicht rumbrennt.
    NUR Herbrenngschichten... oder mit der XT im Niemandland fast verreckt... wäre doch arg .. hmmm.... fad
    Nö Nö, des paaast scho ganz genau so wie Du das machst!

    Was höchstens noch fehlt sind ein paar Bilder.
    Etwa Anke, die verzückt eine spontan zusammengeeilte Gruppe von Ureinwohnern beobachtet, die ganz spontan, ob des einfühlsmen Didgeridoo-Spiels von Kuhjote, in tiefe Trance und ihre 50.000 Jahre alten Tänze verfallen.

    Eine signierte Erstausgabe mit Bildern auch für mich bitte!

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    @ yyyves

    Jep,

    habe ich auch so verstanden, Kuhjote wünscht sich input von uns.....

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    Cool

    Zitat Zitat von yyyves Beitrag anzeigen
    @Stefan
    "Versucht doch bitte den Kuhjoten nicht zu steuern, laßt ihn doch einfach schreiben"
    Wieder Klasse geschrieben. Danke für die heutige Episode!

    Steuern oder nicht, wenn das ab hier eine "Downunder-Frauenversteher-Weichspül" Geschichte wird, klinke ich mich wieder aus. Kann es sein, dass Anke euch Abenteurer um den Finger gewickelt hatte?

    Grüße
    Peter

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    Standard Feedback

    Na prima...klappt doch

    So etwa hatte ich mir das vorgestellt.

    Den unfehlbaren Helden wollte ich eigentlich nicht spielen.Wenn dann mal irgendwann (in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft) eine gedruckte Fassung existieren sollte...dann muß die auch für ein breiteres Publikum interessant sein. Also auch für Nichtbiker/Innen beispielsweise. Deshalb teste ich schon mal ein wenig soziale Rahmenhandlungen aus.
    In dieser Forum-Variante werde ich nach Möglichkeit auf einige weichgespülte Episoden verzichten. Aber komplett kann ich die nicht unter den Tisch fallen lassen.
    Trotzdem....immer schön weiter kommentieren. Jede Kritik hilft.
    Auch weibliche Kritik ist ausdrücklich erwünscht. Immerhin sind Frauen eine sehr wichtige Zielgruppe.


    Gruß

    Michael

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    Zitat Zitat von Kuhjote Beitrag anzeigen
    .....Den unfehlbaren Helden wollte ich eigentlich nicht spielen.....
    Tja, manchmal kommt's halt anders als man's will

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    Hi
    Wunderst Du Dich über den Flughafen in Darwin, so soltest Du mal diverse in Argentinien kennenlernen. Da ist bei uns das Häuschen an Schulbushaltestellen eleganter/aufwendiger.
    Die Saftschubsen (die beste meiner Frauen ist in dieser Branche tätig ) wundern sich auch weshalb Tomatensaft gesoffen wird. Nirgendwo auf der Welt wird davon derart viel (zu diesem Zweck) verbraucht wie in Flugzeugen.
    Ein bisschen mehr ausser Saft reichen und die Tür öffnen können zumindest die "Langstreckler" übrigens auch. Geburtshilfe und Herz-Lungen- Wiederbelebung ist z.B. Pflichtwissen bei den Damen (und Herren). Mit dem bordeigenen Defi müssen sie umgehen können und auch den restlichen Kram den normal niemand zu sehen bekommt können sie bedienen. Viele der Tätigkeiten überlassen sie gerne einem Arzt. Da ist komischer Weise offenbar (fast) immer einer unter den Passagieren, auch wenn es nur ein Zahnarzt ist. Im Zweifel hilft einer per Funk!
    Aber alle sind happy wenn sie den entsprechenden Schrank nicht öffnen müssen. Für die Not-OP bei Blinddarmdurchbruch ist dann der Pilot zuständig. Nein er muss sie nicht durchführen aber den nächsten, passenden Flugplatz anfliegen.
    gerd

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    Hallo Kuhjote,

    eine ganz kleine Bitte an Dich:

    Könntest Du bei einem Absatz eine Leerzeile dazwischen setzen, das täte den Augen und dem Lesefluß gut. Leider habe ich nicht die Zeit all Deine Geschichten zu lesen, aber es freut mich ab und zu hier reinzuschauen. Viel Spaß beim Weiterschreiben!

    Grüßle, Juliane

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    Standard Downunder mit WWBTT........Teil 12

    Der Landcruiser diente als Shuttlebus, und Knut musste den Fahrer machen. Eigentlich sollte Olli diesen Job übernehmen, aber der hatte bereits reichlich vorgeglüht. Ollis beste Freunde hießen nämlich ... Jim Beam und Johnny Walker. Mit Dosenbier alleine kam der gute Olli nicht uf Betriebstemperatur.Sein Outfit war allerdings unverändert. Schwarze Jeans und T-Shirt und natürlich die abgeschabten Truckerstiefel. Das etwas gebraucht aussehende T-Shirt spannte sich über seinem stattlichen Bauch, aber wenigstens die bratpfannengroßen Pfoten hatte er sich gewaschen. Auf seinen ebenfalls ungewöhnlich sauberen Popeye-Unterarmen waren nun Tätowierungen erkennbar. Allerdings eher ältere und ziemlich laienhafte Kunstwerke.
    Die Mädels hatten die Haare schön, und natürlich auch dezente Kriegsbemalung aufgelegt. Anke hatte sich in Jeansrock und Stiefeletten gezwängt. Ihr enges Oberteil zeigte mehr als es verdeckte, aber warum auch nicht. Dem immer noch leicht trauernden Dieter hing bei diesem Anblick sofort wieder die Zunge heraus wie ein roter Schal. Aber da musste er nun durch.


    Der Laden war eine Mischung aus Dorfkneipe und Disco. Ein großer rechteckiger Raum mit einfachen Resopal-Tischen an den Wänden, und einer Bühne mit vorgelagerter Tanzfläche am hinteren Ende. Am anderen Ende des Raumes gab es eine landestypische Theke mit den üblichen Getränken.
    Bier gab es in nur in Glaskannen. Diese typischen 2-Liter-Eistee-Kannen mit breitem Ausguss. Auf Wunsch bekam man auch noch Eiswürfel in die Kanne. Andere Länder, andere Trinksitten. Und überhaupt ... die Trinksitten. Die wenigen Anwesenden kübelten schon ganz ordentlich.
    Wir versammelten uns an zwei Tischen und beobachteten das Geschehen zunächst aus dem Hintergrund. Martin schleppte fleißig Kannen heran, und wir leerten diese ebenso fleißig. Somit lagen wir voll im Trend und fielen auch kaum auf.
    Irgendwelche Rockmusik dudelte aus den Boxen, und auf der Tanzfläche verrenkten sich schon einige Dorfschönheiten. Nach alter englischer Sitte tanzten die Mädels barfuß herum, und einige hatten schon zu dieser frühen Stunde deutlich erkennbare Gleichgewichtsprobleme. So langsam füllte sich die Hütte mit einem sehr gemischten Publikum. Altersmäßig war alles vertreten, vom Jugendlichen bis zu den typischen Ü-30-Party Jahrgängen.
    Dann betrat endlich auch die lang erwartete Rockgruppe die Bühne. Das Publikum zeigte sich begeistert und pfiff, johlte und brüllte unverständliches Zeug. Die Rocker machten einen kurzen Soundcheck und legten dann auch sofort derartig los, dass die Bude wackelte. Irgendeine wilde Mischung aus Heavy-Metal und allen möglichen anderen Stilarten.



    Der Tonmixer war entweder taub oder volltrunken, denn die Boxen pfiffen und dröhnten zwischendurch immer wieder ganz grauenhaft. Es war nicht besonders schön, aber dafür ganz besonders laut. Die Frontfrau allerdings war der totale Knaller. Kurzer Lederrock, Netzstrümpfe, lange glänzende "Fxxx mich"-Stiefel und auch noch langes dunkles Haar. Mehr geht nicht!
    Die ultimative Kombination aller optischen Signalreize, die meinem fest eingebrannten Beuteschema einen totalen Ausnahmezustand signalisierten. Schnell kippte ich mir den Rest aus der nächstbesten Kanne rein, und stürmte völlig hormongesteuert und alkoholbedingt leicht enthemmt nach vorne zur Bühne. Diese Lady musste ich mir sofort aus unmittelbarer Nähe ansehen. Die Schönheit hatte auch noch eine tolle raue Stimme. Richtig verrucht klang das Luder. So ganz taufrisch war sie allerdings auch nicht mehr, aber das war alles andere als ein Hinderungsgrund. Auf Teenager stehe ich nämlich überhaupt nicht.

    Anke tauchte neben mir auf und bewegte sich aufreizend im ungefähren Rhythmus der Musik. Irgendwie muss sie geglaubt haben einen begeisterten Tänzer vor sich zu haben. Dabei ist tanzen überhaupt nicht mein Ding. Erst ab mindestens 1,5 Promille, und dann auch nur, wenn es unbedingt nötig ist. So wie jetzt eben. Ich arbeitete mich halbwegs geschmeidig an die scharfe Rockerin heran. So schräg von unten war der Anblick noch überwältigender. Anke bemerkte wohl meine fehlgeleitete Faszination und stieß mich an.
    „Das ist eine Strumpfhose ..." schrie sie in mein Ohr." Mehr gibt es da nicht zu sehen ..." schrie sie dann auch noch in mein anderes Ohr. Sie funkelte mich dabei wütend an. Entweder wütend oder auffordernd ... so genau konnte ich das nicht mehr unterscheiden.
    Ich blieb jedenfalls in unmittelbarer Sichtweite. Man kann ja nie wissen.
    Eine exakte visuelle Verifikation dieser Behauptung war wegen der diffusen Beleuchtung kaum möglich. Jedenfalls im Moment nicht.

    Aus den Augenwinkeln beobachtete ich plötzlich einen kleinen Tumult in unserer Tischecke. Da gab es wohl Stress!
    Ich wühlte mich durch die Tänzer zurück an meinen Platz. Jeff, unser Amerikaner, lieferte sich gerade ein lautstarkes Wortduell mit einem Einheimischen. Dieser war wohl unserer Martina etwas zu direkt an die Wäsche gegangen. Der Aussie hatte allerdings Freunde dabei. Aber Jeff hatte Olli an seiner Seite. Ein Olli gegen vier Australier ... kein größeres Problem anscheinend. Olli hatte bereits mit seinen Schraubstockpranken zwei der Einheimischen am Kragen gepackt, und schüttelte sie ordentlich durch. Durchdringend starrte er die Opfer aus seinen roten Whiskey-Augen an, und stieß dabei wilde Flüche in der Landessprache aus. Martin und ich legten dann auch noch den beiden anderen Störenfrieden, kräftig aber dennoch freundschaftlich, die Hände auf die Schultern. Angesichts dieser plötzlichen Übermacht zogen es die Einheimischen dann doch vor, den geordneten Rückzug anzutreten.
    Knut war mit äußerst besorgter Miene ebenfalls hektisch herbeigeeilt, wohl vor allem, um den wütenden Olli zu beruhigen. Der schnaubte noch ein wenig, ließ sich aber dann aber doch widerstandslos auf seinen Stuhl zurückdrücken. Knut schien trotzdem ein wenig beunruhigt zu sein. Er kam zu Martin und mir herüber und forderte uns auf in der Nähe zu bleiben. "Behaltet den Olli im Auge, der hat schon wieder gut getankt." meinte er. Martin und ich sahen uns an, und nickten verständnisvoll zurück.
    Wir organisierte schnell eine neue Kanne für Olli, und hatten ihn somit für die nächste Viertelstunde zunächst einmal beschäftigt.

    Auf der Tanzfläche wurde inzwischen der Outbackpogo getanzt. Die vier Vertriebenen gehörten wohl zu einer größeren Gruppe von inzwischen ziemlich abgefüllten Stadtbewohnern. Die rempelten und schubsten sich gegenseitig johlend durch die Gegend. Anke bekam in dem Getümmel auch einen Schubser ab, und wäre fast auf dem Boden gelandet.
    Martin und ich sahen uns wieder an, und rempelten uns sofort rücksichtslos durch die Menge um unsere Freundin vorsorglich abzuschirmen.
    Olli aber hatte seinen Krug ziemlich schnell niedergemacht, und stampfte leicht schwankend und brummend als Unterstützung heran. Er marschierte wie eine Planierraupe durch die hüpfenden Pogo-Freunde und stieß alles aus dem Weg, was ihm irgendwie zu nahe kam.
    Gemeinsam mit Martin versuchte ich, den Berserker zu stoppen. Wir nahmen unseren Trunkenbold in die Mitte, um ihn zurück zum Tisch zu geleiten. Einer der Aussies fühlte sich aber wohl persönlich angegriffen und sprang unseren schwankenden Schwarzbären an. Vermutlich um sich zu rächen, oder um sich vor seinen Kumpels zu profilieren. Keine Ahnung.
    Olli drückte Martin und mich zur Seite, und umarmte den tollkühnen Angreifer mit seinen beiden Gewichtheberarmen. Ob nun absichtlich oder nicht, er kippte jedenfalls vornüber und begrub den bedauernswerten Kerl unter sich. Gute 2 1/2 Zentner lagen nun auf diesem, und dessen Gesicht mit nun weit aufgerissenen Augen, nahm ziemlich schnell eine ungesunde Farbe an.
    Die Band spielte während des ganzen Tumultes ungerührt weiter. Derartige Geschichten gehörten wohl zum normalen Abendprogramm, hier in diesem Schuppen.
    Knut war plötzlich auch wieder da, und schüttelte seinen Mechaniker so fest er nur konnte. Dabei brüllte er ihm so lange laute Ermahnungen ins Ohr, bis der dann endlich seinen Ringergriff lockerte. Gemeinsam zerrten wir den torkelnden Olli von seinem Opfer herunter, um ihn zurück an den Tisch zu bugsieren.
    „Ich habe euch doch extra gesagt, dass ihr ihn im Auge behalten sollt" schimpfte Knut mit hochrotem Kopf. „Das hier ist der einzige Laden im Umkreis von 1.500 Kilometern, in dem er bisher noch kein Hausverbot hat" klärte er uns schreiend auf.




    Kann doch keiner ahnen, dass der gute Olli so eine Wildsau ist. Jetzt, wo man es weiß, kann man sich darauf einstellen. Ein echter Kampftrinker vor dem Herrn, unser fleißiger Schrauber.
    Wir blieben dann auch nicht mehr sehr lange in dieser Höhle, sondern traten ziemlich zügig den Rückweg an, bevor wir unseren Olli möglicherweise an die örtlichen Ordnungsbehörden abgeben mussten.
    Glücklicherweise erreichten wir an diesem Abend dann unser Camp ohne personelle Verluste. Keine Selbstverständlichkeit, wie sich im weiteren Verlauf der Tour noch zeigen sollte.

    Am nächsten Tag sollte es dann zum Ayers Rock gehen.
    Rock war dann auch mein Stichwort. Ich weiß nicht, ob ich es schon erwähnt habe, aber ich habe eine Schwäche für kurze Röcke. Egal ob Jeans oder Leder.
    Das habe ich Anke dann noch eindringlich klargemacht. War zudem auch ziemlich inspirierend, diese Sängerin.
    Obwohl ... nötig wäre diese Inspiration eigentlich nicht gewesen.
    Aber Gedanken sind bekanntlich frei.

    Fortsetzung folgt

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    01.09.2006
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    Geil.
    Mit einem Kampf-Bären den Locals den Zahn ziehen.
    Nachvollziehbar, das da die Strumpfhosen ihren Sitz behalten, es gibt eben Prioritäten.
    Du zeigst uns Männern wieder unsere wahre Bestimmung. Schön, daran erinnert zu werden.

    Vielleicht sollte ich heute zur Abwechselung mal mein ABS ausstellen ?

    Mal sehen.

    Gruß Wolfgang

  10. Registriert seit
    27.08.2007
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    Jau!
    Keule holen und Mammut erlegen.....
    Und Dentisten-Dieter hängt die Rote Zunge wie´n Schal aus dem Gesicht,
    ich mach mich nass


 
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