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Downunder mit WWBTT.........

Erstellt von Kuhjote, 20.07.2008, 20:30 Uhr · 670 Antworten · 124.500 Aufrufe

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    Standard Downunder mit WWBTT.....Teil 38

    ...Der neue Reifen lag bereit, als wir am Tageszielpunkt ankamen. Knut hatte das Teil wohl inzwischen irgendwo beschafft und machte sich auch direkt an die Montage. Mit einfachen Mitteln, wie gehabt. Montiereisen, Schraubenzieher und Stiefel. Mehr braucht man nicht.

    Vorausgesetzt man hat etwas Übung. Knut hatte diese Übung, aber irgendwie oder vielleicht gerade deshalb, ging er ziemlich lustlos zu Werke.
    Hinterrad runter … Reifen runter … dann den Neuen, mit Schlauch natürlich, drauf und fertig. Ein kleiner 12-Volt-Kompressor half beim Aufpumpen aber sonst … alles Handarbeit. Natürlich nicht nur Handarbeit, sondern auch eine Menge Fußarbeit. Staunend standen wir um den Schauplatz des Geschehens herum und bewunderten den Künstler bei der Arbeit.
    Ich hätte mir bei dieser Aktion wahrscheinlich Finger, Hände oder Füße gebrochen oder mir andere mittelschwere Verletzungen beigebracht.
    Das ist nicht ganz so einfach, wie es sich anhört. Wer es mal selbst versucht hat, weiß genau, was ich meine.
    Knut ging unverletzt aus diesem Kampf, gegen die Tücke des Objekts, als Sieger hervor und ich hatte einen neuen Hinterreifen.

    Ganz gegen meine sonstigen Gewohnheiten half ich dem Allrounder dann aber auch bei seiner Kochorgie. Kartoffeln in Alufolie einpacken und solche Dinge. Die Sache mit dem Salat übernahmen dann aber doch noch begabtere Persönlichkeiten. Aber zumindest der gute Wille war erkennbar. Die etwas unförmigen Stücke, die ich bis dahin produziert hatte, allerdings auch.
    War aber auch nicht schlimm. Denn wer alles kann, muss alles machen.
    Salat schnippeln kann ich eben nicht. Motorräder demolieren dafür aber ziemlich gut.
    Dies behauptete Knut jedenfalls, während unserer intensiven gemeinsamen Küchenarbeit. Er schien überhaupt den Eindruck gewonnen zu haben, es in meinem Fall mit einer ziemlichen destruktiven Persönlichkeit zu tun zu haben.
    Martin musste wohl doch geplaudert haben. Knut erging sich in mehr oder weniger vagen Andeutungen. Das war auch gut so, denn der Feind hörte wohl mit. Meine Kommentare waren deshalb auch nur vage aber durchaus verständlich. Zumindest für den Adressaten.

    Nachdem das dann auch geklärt war, gingen wir zum gemütlichen Teil über. So sah es am Anfang jedenfalls aus. Eva gab sich außerordentlich freundlich und platzierte sich direkt neben mir. Anke kam ein wenig später und befand diese Konstellation für nicht akzeptabel. Katzengleich quetschte sie sich in die kaum wahrnehmbare Lücke, die sich noch auftat.
    Dieser raumfordernde Prozess sorgte für eine umfassende Bewegung auf der Klappbank und kostete einem der Schweizer seinen Ecksitzplatz.
    Den Letzten beißen eben die Hunde. So richtig wohl war mir allerdings auch nicht. Diese doch recht aggressive Vorgehensweise ließ für die Zukunft nichts Gutes erahnen.
    Andererseits markierte hier nur jemand sein Revier. Aber das ziemlich deutlich. Martin, der auf der anderen Seite des Tisches saß, konnte nur mühsam ein Grinsen unterdrücken. Mir hingegen war überhaupt nicht nach Grinsen zumute.
    Mein wohl ziemlich gequälter Gesichtsausdruck verschaffte mir einen Ausweg. Rückenschmerzen schienen eine Fluchtmöglichkeit zu eröffnen. Anke bot sich dann auch sofort an, mit chinesischen Spezialgriffen die offenbar verspannte Rückenmuskulatur zu lockern.
    Chinesisch oder japanisch oder was weiß ich. Egal, nur weg hier.

    Wir verließen die gemütliche Runde jedenfalls sehr früh, um die heilende Wirkung ostasiatischer Massagetechniken zu erproben.
    Nach Aussage der Expertin funktionieren diese fernöstlichen Kunstgriffe nur, wenn beide Kontrahenten sich vorher jeglicher Kleidung entledigen. Der aktive Teil des Duos sitzt dabei auf dem Delinquenten und dieser muss sich dann entspannen. In der Bauchlage ist das auch weiter kein Problem. Warum man sich allerdings bei Rückenbeschwerden dann aber auch noch auf den Rücken legen muss, war mir zunächst eher unklar. Aber diese Chinesen wissen schon, was gut ist. Eine uralte Kulturnation.
    Als ich dann entspannt die Augen öffnete, bot sich mir ein bereits bekannter aber immer wieder gern gesehener Anblick. Vielleicht wäre auch Einblick eine passendere Bezeichnung. Diese Chinesen … die haben wirklich Ahnung.
    Man darf nicht immer nur nehmen, man muss auch geben können. Um kostbare Zeit zu sparen, kann man das auch zeitgleich erledigen.
    Diesmal war ich nur zweiter Sieger. Aber ich war ja auch immer noch irgendwie abgelenkt.
    Danach ging es noch indisch weiter. Seite 12-15 in diesem alten Kultbuch. Ayurveda oder wie das heißt.
    Am nächsten Morgen hatte ich dann tatsächich Rückenbeschwerden. Diese dünnen Isomatten bringen es wirklich nicht.

    Die geplante Tagesstrecke allerdings schon. Zunächst fuhren wir wieder durch wirklich schöne Landschaften. Der erste geplante Treffpunkt waren die „Zwölf Apostel“. Eine Felsformation an der Küste. Es war leicht warm aber eher Frühling als Sommer. Mein neuer Hinterreifen hatte mittlerweile ordentlich Grip und deshalb gab ich der XT mal wieder richtig die Sporen. Bäume, Felder und Kurven, fast wie zu Hause. So langsam kam ich wieder in diesen Rhythmus. Diesen Flow … wenn alles läuft und man mit dem Gefährt eine Einheit bildet. Wenn die Bedienelemente irgendwie nur Fortsätze des Körpers zu sein scheinen. Wenn die Drehzahl der Kurbelwelle und der eigene Herzschlag irgendwie synchronisiert sind.
    Das kennt man und das sucht man. Diesen „Flash“ der Motorradfahrer.
    Hier hatte ich zum ersten Mal auf dieser Tour wieder dieses Erlebnis.
    Bei mir kommt das auch nur richtig zum Vorschein, wenn eine entsprechende Umgebung vorhanden ist.
    Hier passte es mal wieder. Schön war’s …


    Fortsetzung folgt

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    Standard

    Sind heute alle lesefaul ?

    Hast Du dir jetzt Mühe gegeben wegen Angie ?

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    Standard

    lesefaul nicht, aber schreibfa

    Gr
    R

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    Zitat Zitat von cat61 Beitrag anzeigen
    Hast Du dir jetzt Mühe gegeben wegen Angie ?
    Naja...Mühe ...
    Ein wenig vielleicht.Wenn es sich nicht vermeiden lässt....

    Irgendwie bin auch so schreibfaul ... im Moment.

    Na dann wünsche ich noch allen Lesern einen guten Rutsch usw.
    (eigentlich wollte ich schon fertig sein mit der Story..aber irgendwie zieht sich das...)


    Gruß

    Michael

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    nicht schreibfaul aber keine zeit das jahr geht zuende
    war aber auch wieder gut geschrieben
    guten rutsch bis im neuen jahr

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    Daumen hoch

    WWBTT wird von mir auf jeden Fall bis zum flotten Dreier..äh..,ich meine ..bis zum Schluß verfolgt...!

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    Standard Dauerbetrachter

    Hallo Michael,

    als Deine Geschichte begann, fand ich sie amüsant zu lesen, die vielen Clicks haben dir (und mir) gezeigt, das auch andere gerne das Abenteuer Australien verfolgen. Jede Passage hatte das gewisse etwas. Wichtig fand ich jedoch, dass es DEINE Geschichte bleibt. Die vielen Vorschläge der hiesigen User haben hier und da Deine Geschichte ein wenig verzerrt.

    Nun ist ein Punkt angekommen, an dem die gesamte Geschichte in Frage gestellt wird. Mir ist bewußt, dass es den tollen Hecht, nach denen alle Frauen lechzen (danke AXE!!) nicht gibt. Aber wenn ich danach gehe, dürfte es die vielen Schundromane vom Bastei-Verlag nicht geben und Harry Potter und Hänsel und Gretel und und und.

    Ich hab die Geschichte jedenfalls gebookmarkt. Von mir ein "weiter so"!

    Danke
    Peter

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    Zitat Zitat von Kuhjote Beitrag anzeigen
    Na gut....dann werde ich mal versuchen die "Sache" in Zukunft etwas detaillierter zu umschreiben. Die Nummer auf der Murmel fand ich eigentlich ziemlich gelungen ......so vom Stil her.

    Man hatte mich vorher übrigens mehrfach gewarnt etwas mit Eva anzufangen, das würde bei den weiblichen Leserinnen überhaupt nicht gut ankommen.
    Ich wollte nicht hören, wie immer, und nun habe ich den Salat...

    Was die "Feuchtgebiete" angeht. Ich habe auch nur ein wenig quergelesen...aber es hat gereicht. Schauderhaft...sprachlich infantil...und vom Inhalt her.. nur scheußlich.
    Sensible Gemüter könnten nach der Lektüre schwul werden.
    Zumindest was dieses Buch betrifft ...sind wir der gleichen Meinung

    Gruß

    Michael
    Hi Michael,
    mich hatte nicht gestört, dass er mit Eva was angefangen hatte, ich fand nur das WIE etwas skuril (damit meine ich nur den Alkohol), zumal ICH dabei Eva nicht verstanden hatte

    zu den Feuchtgebieten: Meinst du Männer haben keine ............ (wird das so geschrieben?)

    Zum Lesen deines neuen Teils komme ich erst heute Abend, freue mich aber schon drauf, bin gerade bei der Arbeit (schnell wech..)

    Grüßlies

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    Standard Downunder mit WWBTT.....Teil 39

    ...Zugegeben, eine XT ist wirklich kein allzu sportliches Gerät. Wenn man sportlich mal rein auf die Straße bezieht. Man kann allerdings auch mit diesem Einzylinder ordentlich um die Kurven wedeln. Da stören selbst die recht grobstolligen und schmalen Reifen kaum. Wer bremst verliert … in diesem Fall allerdings höchstens an Geschwindigkeit. Denn die Anderen hatte ich längst aus dem Blickfeld verloren.
    Es war mal wieder, wie so oft davor, danach und bis heute immer noch.
    Ein Mann, ein Motorrad und eine Straße. Ich weiß … das klingt irgendwie ziemlich banal und unvernünftig und das ist es wohl auch. Aber wenn ich immer nur vernünftig wäre, dann würde mir wahrscheinlich etwas Wesentliches fehlen. Es ist schwer zu beschreiben und wohl nur für echte Motorradenthusiasten nachvollziehbar, aber wenn dieser ominöse Punkt erreicht ist, dann gibt es kein Halten mehr. Dann werden die Grenzbereiche ausgelotet.

    Mit den Jahren ist die notwendige Selbstbeherrschung deutlich angewachsen, etwa in der gleichen Größe wie die Anzahl der knapp überstandenen gefährlichen Situationen. Oft war es wirklich nur reines Glück. Es hätte in vielen Fällen auch ganz anders ausgehen können.
    Die häufigen gehörten Vorwürfe wegen meines oftmals halsbrecherischen Fahrstils sind inzwischen etwas leiser geworden. Leiser zwar, aber immer noch hörbar.

    Jedenfalls damals, auf dieser Great-Ocean-Road, bewegte ich mich mit der Yamaha im absoluten Grenzbereich. Mit den jämmerlichen 48 PS wurde jeder Überholvorgang zum Abenteuer. Es gab eben keinerlei Leistungsreserven für falsch berechnete Manöver. Deshalb sollte man auch tunlichst richtig rechnen, wenn man schon einen solchen Fahrstil bevorzugt. Das gilt auch für extreme Bremsmanöver. Die Bremsanlage der XT ist ihrer Leistung angepasst. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
    An den berühmten „Zwölf Aposteln“ wäre ich fast vorbeigejagt. Nicht nur fast sondern tatsächlich.
    Lediglich ein paar Felsen im Meer.
    Nur einige herumstehende Autos und deren fotografierende Insassen deuteten auf eine Sehenswürdigkeit hin. Schilder beachte ich in der Regel sowieso nicht. Das stört nur meine Konzentration, wenn ich dann mal so richtig in Schwung bin.
    Aber Treffpunkt ist Treffpunkt, deshalb warf ich den Anker und wendete.

    Geduldiges Warten auf den Rest der Gruppe ist eine meiner Tugenden. Ob sich das jemals ändern wird?
    Und dann immer diese Diskussionen, wenn sie dann endlich eingelaufen sind. Hast du dieses und jenes gesehen … diese vielen landschaftlichen Details eben.
    Nö, hab ich nicht!
    Dafür kann ich dann aber auf den Meter genau den Abstand dieses roten Toyota Corolla vom Scheitelpunkt der letzten Kurve angeben.
    Und natürlich auch die Haarfarbe des Fahrers im entgegengekommenen Kleinbus vor 3 ½ Minuten, nachdem ich dieses Wohnmobil noch ganz knapp geschafft habe.
    Ich registriere eben nur die wirklich wichtigen Dinge.
    Schließlich war ich hier um Mopped zu fahren und nicht auf einer erbärmlichen Kaffeefahrt.
    Diese Sichtweise stößt auch heute noch oftmals auf Unverständnis.
    Aber ich habe gelernt damit zu leben.

    Da standen nun also diese Kalksteinfelsen im Meer herum. Aber nicht etwa 12 Stück, wie man glauben könnte. Neun waren es nur. Warum die nun die „Zwölf Apostel“ hießen, konnte selbst Knut nicht beantworten.
    Die natürliche Erosion wird dafür sorgen, dass diese Bezeichnung irgendwann mal auf die „Sieben Zwerge“ geändert wird. Das macht dann wenigstens Sinn.
    Nach einer schier endlosen Fotosession ging es endlich weiter. Meine Reifen und Bremsen waren abgekühlt und mussten wieder mühsam auf Betriebstemperatur gebracht werden. Aber ohne Fleiß kein Preis.
    In Richtung Osten wurde die Strecke immer spektakulärer.

    Was soll ich sagen? Einfach nur … Grandios!
    So etwas habe ich noch nie gesehen. Da verging selbst mir die hier völlig unangemessene Heizerei.

    Man muss sich das folgendermaßen vorstellen.
    Da fährt man aus einem Waldstück kommend eine lange abfallende Straße entlang. Kilometerweites Sichtfeld. In alle Richtungen.
    Links eine Landschaft wie im Schwarzwald. Dunkelgrüne bewaldete Hügel, teilweise mit Tannen und Laubhölzern bedeckt. Dazwischen sattgrüne Wiesen mit Schafen. Rechts allerdings … endloser weißer Sandstrand mit Meer und Palmengewächsen.
    Völlig unvereinbare Landschaften. Wie in einer gigantischen Halle die mit völlig unterschiedlichen Fototapeten ausgekleidet wurde. Oben drüber ein blauer Himmel, links mit weißen Wolkenknäueln und auf der anderen Seite nur tiefblau.
    Da verging selbst mir für eine gewisse Zeit das Rasen. Da hält man einfach an und macht ein Foto. Das geht gar nicht anders. Ohne Beweisfoto glaubt einem das kein Mensch.
    Diese Landschaft ist nicht zu toppen. Sämtliche exotischen Geschmäcker werden hier gleichzeitig bedient.
    Die haben wirklich Ahnung von Tourismus, diese Leute in Victoria. Wer hier nicht total begeistert ist, den möchte ich mal sehen.
    Die Great-Ocean-Road schwang sich dann noch über Hügel und durch wirklich tolle Wälder. Kurven und Wald wie im Bergischen Land und daneben Meer mit Strand. Regelrecht lyrisch um’s Herz, konnte es einem hier werden.
    Da ich aber das Bergische Land schon zur Genüge kannte und Meer mit Strand ebenfalls, konzentriert ich mich bald wieder auf das fahrerische Erlebnis.
    Riding on the Great-Ocean-Road.
    Was hätte ich damals gegeben, für ein richtig kräftiges Kurven-und Hügelmotorrad. Eine schöne handliche GS oder wenigstens eine Adventure.
    Aber man kann eben nicht alles haben.
    Für diesen Tag hatte sich der lange Flug schon fast gelohnt. Rein fahrerisch gesehen, natürlich. Dabei hatte ich solche Dinge wie fremde Kultur und weibliche Gruppenmitglieder noch gar nicht berücksichtigt.


    Fortsetzung....

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