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Erfahrung Sicherheitstraining beim "Jaja-Uma-Club"

Erstellt von Mr. Q, 11.06.2007, 17:02 Uhr · 2 Antworten · 960 Aufrufe

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    Standard Erfahrung Sicherheitstraining beim "Jaja-Uma-Club"

    #1
    Moin Mädels!

    Das Training ist jetzt gut 2 Wochen her und ich habe mich soweit beruhigt, so dass ich halbwegs objektiv berichten kann.

    Für die, die es nicht wissen: Suzuki hat für seine Fahrer den "Jaja-Uma-Club" und bietet in diesem Rahmen auch Fahrsicherheitstrainings an. Dort können auch nicht-Suzuki Piloten teilnehmen.

    Weil es sehr günstig (69,-) und in der Nähe meines Heimatortes war und ich mit der neuen 12er GS hoch motiviert bin, habe ich da mitgemacht.
    Mein letztes Training liegt 20 Jahre zurück und war beim ADAC.
    Von dem berichte ich immer gerne, wurden da doch alle gefährlichen "Rennfahreratitüden" durch Übung und kompetente Ansprache erfolgreich ausgetrieben.
    Seit diesem Training lese ich Straße, fahre vorrausschauend, verantwortungsvoll etc. pp.

    Nun also bei "Jaja-Uma"...

    Begrüßung supi, Catering inkl. und absolut ok, Location war ein kleiner Flugplatz bei Eisenach, Sonne satt.
    Die Gruppen waren schön klein, ich war in der "mehr-als-100.000km-Lebensfahrleistung" Gruppe mit fünf anderen.

    Als Übung gab es Langsamfahren, langsamer Slalom, Zielbremsen, Ausweichen, Schräglagentrainer, Handlingkurs.
    Leider herrschte in meiner Gruppe schnell schlechte Stimmung, weil der Instruktor (Horst) viel Zeit mit Vorwürfen verplemperte und/oder mit uns Alt-Fahrern überfordert war. "Ihr dürft betroffen sein", "warum könnt ihr das nicht?!", "was soll ich nur mit euch machen?!" waren seine Sprüche, wenn wir Übungen auch beim 2. mal noch nicht so gut konnten.

    Ein weiterer Grund, warum die Stimmung kippte, kann auch sein, weil ich meinte, dass ich lieber die Übung noch mal machen würde anstatt hier rumzustehen und zu labern...
    Endgültig hatte Horst seine Sympathien bei mir verspielt, als er mehrmals als Begründung für bestimmte Fahrtechniken "weil es besser vor der Eisdiele aussieht!" anführte.
    Oder: "Warum fahren wir so nicht? - weil es Scheisse aussieht!"
    Hab ihm klar gesagt, dass es mir sch...egal ist, wie ich vor dem Café aussehe ("weil ich schon gross bin"), ich will nur sauber fahren.

    Beim Schräglagentrainer wurde mein "ich-fahr-doch-schon-so-lange-Ego" dann endgültig geknackt: "Fahr schneller! Schneller! Schneller!!! Du fährst doch nicht zum Einkaufen! Oh man..."

    Horsts Fazit meiner Fahrkünste: eine hochgezogen Augenbraue.

    Mein persönliches Fazit, das ich noch NIE so schräg war und mein Horizont durchaus erweitert wurde, hat ihn nicht sonderlich beeindruckt.

    Jetzt arbeite ich seit 2 Wochen daran mein Ego wieder aufzubauen und mich nicht wie der letzte Stümper auf dem Motorrad zu fühlen, obwohl der Anakee bis auf die Flanken runter ist... (und das ist eigentlich kein Kriterium führ mich - jeder soll seine Möglichkeiten KENNEN und nach denen fahren)

    Auffallend war noch, dass der Chef der ganzen Instruktoren-Truppe öfter als bei den anderen Gruppen unserem Horst auf die Finger schaute und oft eingegriffen hat Mit seiner "Ski-Lehrer" Art kam er auch einfach lockerer und motivierender rüber. Schade, dass das nicht unser Instruktor war.

    Generell war mir das Training zu sportlich und Leistungsorientiert. Ich hätte mir mehr Sicheheit und Appelle an Verantwortung und Gefahrenbewusstsein gewünscht. Ein bissl Verkehrserziehung hätte nicht geschadet


    Zu Hause habe ich meinen Kumpel gefragt - der fährt eine Kawa ZXR 750 irgendwas - ohne ihm vom Training zu erzählen, wie er meine Fahrkünste einschätzt:
    "Tja, bist ein sicherer Fahrer. Nur bei den Kurven biste spitze, da komm ich nie so schnell durch wie du, egal was du für ein Mopped fährst, das haste einfach drauf." Ich liebe meinen Kumpel


    Fazit: Erfahrenen Sportfahrern kann ich das Training empfehlen. Jüngeren Fahrern oder Ersttätern würde ich aber ein Sicherheitstraining bei einem der Automobilclubs anraten.

    GruSs
    Mr. Q


    PS: Konnte eine V-Strom mit ABS testbremsen: kürzerer Bremsweg und deutlich feinere Regelung als bei meiner BMW...

  2. Registriert seit
    09.06.2006
    Beiträge
    319

    Standard Whoops

    #2
    Interessanter Bericht! Ganz offensichtlich mal ein Negativbeispiel, wie man ein Moppedtraining nicht führen sollte. Vielleicht war Horst ja noch im Training für's Training...
    Hauptsache, Du weisst, daß Du trotz des Trainings gut und sicher fährst. Bei einem Neuling bleibt das sicher ganz anders hängen!

  3. Registriert seit
    01.09.2005
    Beiträge
    50

    Standard erziehung

    #3
    interessant! wichtiger als der ruf nach erziehung ist m.e., dass konkret umsetzbare hinweise gegeben werden und dass der instruktor sehr gut demonstrieren kann. das war bei meinem letzten besuch beim adac-linthe leider auch nicht "perfekt".
    gruß
    Helmut


 

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