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Euer heftigstes Unwetter?

Erstellt von Christian S, 05.09.2011, 01:00 Uhr · 22 Antworten · 3.185 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Euer heftigstes Unwetter?

    #1
    Hallo Allerseits,

    nach über 400.000 km auf 2 Rädern hatte ich heute das derbste Schlechtwettererlebnis.

    Ich kam von Italien, Mittags noch etwas in den Bergen oberhalb von Thusis in der Schweiz rumgeholpert (erstaunlich, was es da alles für erlaubte Wege gibt ), dann kurz vor dem Pfändertunner steht schon so eine dunkle graue Wand, da wirds offensichtlich nass. OK, Starkregen, fährt man halt langsamer, bin dann so mit 60 km/h dahingerollt, Autos auch nicht mehr viel schneller.

    Nach dem Tunnel regnet es stärker, erst mal Pause im Zollhof, schön untergestellt, natürlich waren auch schon 2 andere Biker da. Nach 15 Minuten sah es besser aus, also machte ich mich auf den Heimweg, sind ja von da nur noch 65 km. Nach ca. 15 km regnet es immer stärker, manche Autos fahren links noch 75, ich rechts in der Kolone mit 60 km/h. An einer Ausfahrt fahre ich noch vorbei, da war schon Rückstau, weil die Leute vond er Autobahn abfahren wollen um zu warten. Ganz Schlaue halten auch zu 8 unter Brücken und blockieren zu 50 % die rechte Spur (wegen Regen!!! nicht Hagel! Wie bescheuert kann man eigentlich sein).
    Auf der Gegenfahrbahn stand die ganze rechte Spur mit Warnblinker, das ist dann wenigstens konsequent. Auf unserer Seite fuhren die schnellen Autos nun noch so 30 - 40 km/h.

    Irgendwann merkte ich dann, dass ich direkt unter einem schweren Gewitter bin. Vorher habs ich nicht geschnallt, da man ja nur ca. 50 m gesehen hat, und weil es so geschüttet hat, habe ich auch nichts gehört mit dem Helm. Da wurde es mir dann etwas mulmig, das mit dem komischen Käfig klappt ja auf dem Motorrad nicht, eher das Gegenteil. Also runter von der Autobahn, dann weiter auf der Landstraße zum nächsten Dorf, Kneipe suchen oder sonst was. Nur es kommt keine gewittersichere Unterstellmöglichkeit. Ein Bushäuschen hätte zwar den Regen abgehalten, aber einen Blitz?
    Endlich kommt ein alleinstehendes Haus neben der Straße, ich halte. Das Wasser fließt vom Dach des Hauses einfach über die Dachrinne drüber wie über eine kleine Schanze. Es donnert und scheppert immerzu unmittelbar über mir. Kurzentschlossen klingle ich bei den wildfremden Leuten, eine (noch dazu hübsche) junge Frau macht auf, ich sage nur:
    Bitte lassen Sie mich rein, ich habe echt Schiss (für Nichtbayern: Viel Angst) hier draußen.
    Der Rest war dann sehr nett, es gab Kaffee und Kuchen für den versprengten Biker, und nach einem netten Ratsch ging es nach einer Stunde weiter. An dieser Stelle nochmals vielen Dank.

    In Italien hatte ich einmal ein ähnliches Unwetter, da war ich aber nicht direkt betroofen, da ich mich untergestellt habe, ehe es losging. So richtig mittendrin, das war echt heftig, und ich würde mich eher als nicht zimperlich einstufen.

    Nun seid ihr dran. Wer war auch schon mal mittendrin?

  2. Registriert seit
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    #2
    Hallo Christian,

    bei uns hat es gehagelt. Die Körner waren ca. 1cm im Durchmesser. Machen aua wenn man die ab kriegt.

    Schöne Grüße aus Ldbg im Allgäu

    Franz

  3. fls
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    #3
    Auf dem Rückweg von der Mongolei hat uns in Ost-Kasachstan, südlich von Semipalatinsk / Semey
    mittten in der leeren, unendlichen Steppe von Westen her ein übles Gewitter überrollt.
    Starkregen, so dass sich die mindestens 20 cm tiefen Schlaglöcher, schön mit Wasser gefüllt,
    nicht mehr vom Rest der überfluteten "Strasse" unterscheiden ließen.
    Dazu haut es im Abstand von wenigen hundert Metern die Blitze reihenweise in die Pampa.
    Die Strasse verläuft auf einem leichten Damm, so dass die Helme den höchsten Punkt im weiten Umkreis darstellen und
    wir eigentlich nur darauf warteten, dass es final mal ganz kurz noch richtig hell werden würde.
    Irgendetwas zum Unterstellen? Haus, Baum, Höhle? Nicht die nächsten 50 km!
    Da macht Motorrad fahren so richtig Spass! Das muß ich nicht ein zweites mal haben!

    Gruß
    Barney
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  4. Registriert seit
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    #4
    Luxemburg, kurz vor dem Moppedtreffenplatz: Hagel, Pingpongball groß.

    Mitsamt Maschine in ein Bushaltestellenhäuschen geflüchtet.

    Innerhalb von 10min 10cm Neuschn.. nein, Neuhagel. Auf dem Treffen war ganz schön viel verwüstet. Zelte, Motorräder, alles stark in Mitleidenschaft gezogen.

  5. Registriert seit
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    #5
    Da hast Du sicherlich genau das richtige gemacht. Ich war bis gerade der Meinung, dass ein Motorrad nicht gefährdet sei, da es durch die Reifen, keine Erdung hat. War aber eine falsche Meinung. Du hast echt Glück gehabt:

    http://motorrad-erinnerungen.de/allg...nner-2040.html

  6. Registriert seit
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    #6
    Zitat Zitat von Christian S Beitrag anzeigen
    ...derbste Schlechtwettererlebnis.
    ...dann kurz vor dem Pfändertunner steht schon so eine dunkle graue Wand,
    Ja, war auch gerade dort unterwegs ---- Aber zum Glück in der DOSE ... und die Motorradfahrer unter all den Brücken taten mir sooo leid ....

  7. Registriert seit
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    #7
    Zitat Zitat von fls Beitrag anzeigen
    Auf dem Rückweg von der Mongolei hat uns in Ost-Kasachstan, südlich von Semipalatinsk / Semey
    mittten in der leeren, unendlichen Steppe von Westen her ein übles Gewitter überrollt.
    Starkregen, so dass sich die mindestens 20 cm tiefen Schlaglöcher, schön mit Wasser gefüllt,
    nicht mehr vom Rest der überfluteten "Strasse" unterscheiden ließen.
    Dazu haut es im Abstand von wenigen hundert Metern die Blitze reihenweise in die Pampa.
    Die Strasse verläuft auf einem leichten Damm, so dass die Helme den höchsten Punkt im weiten Umkreis darstellen und
    wir eigentlich nur darauf warteten, dass es final mal ganz kurz noch richtig hell werden würde.
    Irgendetwas zum Unterstellen? Haus, Baum, Höhle? Nicht die nächsten 50 km!
    Da macht Motorrad fahren so richtig Spass! Das muß ich nicht ein zweites mal haben!

    Gruß
    Barney
    Hallo Barney,

    also ein Foto von den Blitzen hätte ich schon vor dir erwartet...

  8. Registriert seit
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    #8
    Zitat Zitat von Waschbert Beitrag anzeigen
    Da hast Du sicherlich genau das richtige gemacht. Ich war bis gerade der Meinung, dass ein Motorrad nicht gefährdet sei, da es durch die Reifen, keine Erdung hat. War aber eine falsche Meinung. Du hast echt Glück gehabt:

    http://motorrad-erinnerungen.de/allg...nner-2040.html
    Hallo,

    das mit der Gefährlichkeit der Blitze war mir bekannt. Die 50 - 60 km/h auf der Autobahn gingen auch noch. Aber auf der Landstraße wars dann schon kriminell, wenns nur der Regen gewesen wäre, hätte mir vorerst die Bushaltestelle gereicht. So kam ich in den Genuß einer netten Unterhaltung in einer warmen Stube bei Kaffee und Kuchen. So gesehen war es besser, dass es gewitterte und nicht nur regnete, ansonsten wäre ich an der Bushaltestelle dumm rumgestanden.

    Gehagelt hat es bei mir nicht, hier in der Gegend dann wohl schon, hat mir heute morgen eine Bekannte erzählt, Hagel ist ja oft örtlich sehr begrenzt.

  9. Registriert seit
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    Standard

    #9
    Sturm in Frankreichs Norden. Meine olle GS und ich hatten damals sicher knapp 450kg. Der STurm (keine Böe, sondern gleichmässig blasender Wind) drückte mich immer wieder von der linken Spur bis auf den Sand RECHTS NEBEN DEM STANDSTREIFEN! ALs ich den Bogen raus hate, fuhr ich mit erheblicher Schräglage, um den WInddruck aushalten zu können. Letztlich habe ich auf dieser Etappe mit randvollem Tank 250 km geschafft... Vorher und hinterher waren es (über Jahre hinweg nie mehr als 5,8 LIter pro 100 Kilo Mädchen
    Jepp, DAS war heftig.
    Ansonsten sind auch die Tessiner Gewitter nicht von schlechten Eltern...

  10. Registriert seit
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    Standard

    #10
    Zitat Zitat von Christian S Beitrag anzeigen
    Hallo Barney,

    also ein Foto von den Blitzen hätte ich schon vor dir erwartet...
    Hallo Christian,

    hätten wir damals gerne gemacht, nur haben wir uns nicht getraut einen metallischen Gegenstand in die Hand zu nehmen der den Blitz dann noch extra anzieht

    Das Erlebnis und noch eins in jungen Jahren mit meiner 400er Honda sind mir in bleibender Erinnerung.
    Damals bei brutalstem Starkregen habe ich auf einer norditalienischen Autobahn gelernt, daß ein 3.00-18 "Teerschneider" bei 70 -80 km/h schwimmen kann
    Zum Glück war der Bodenkontakt vor dem endgültigen Abschmieren wieder hergestellt.


 
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