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Euro4 als Modellkiller

Erstellt von AmperTiger, 13.07.2016, 13:03 Uhr · 186 Antworten · 19.321 Aufrufe

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    Zitat Zitat von Q_Treiber_Josef Beitrag anzeigen
    Stephan wir sterben nicht aus, WIR sterben uns ganz selber aus.


    Josef
    Wo ist da der Unterschied?!?

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    So,

    den Euro4 kills geile Moppeds - Thread mal wieder durchgelesen.

    Ja, es muß Fortschritt geben. Wir leben sonst alle noch auf Bäumen und so....

    Dennoch, es passt alles nicht zusammen. Regt mich auf.

    Auf der einen Seite trenne ich bis Fingernagelgröße jeden Schnipsel Müll , auf der anderen Seite werden woanders Millionen Tonnen hochproblematischer Müll einfach ins Meer verklappt.

    Mit der Billigairline kann jeder mal für ´nen schlanken Thaler in der Weltgeschichte rumdüsen.
    Sehr umweltfreundlich, so ein WE auf Malle oder zum Einkaufen nach NYC.

    Neulich kam mal ein Bericht von den ganzen Kreuzfahrtschiffen (das boomt ja wie´d Sau), was die da so raushauen, umwelttechnisch gesehen, geht auf keine Kuhhaut.
    Für eine eingesparte Kreuzfahrt können wahrscheinlich sämtliche Moppeds in D ein Jahr rumfahren, egal welche Norm sie nun erfüllen mögen.

    Für mich grenzt die Euro 4, wie auch Zone 30 auf Hauptstrassen, wo von Schulen, Altersheimen und Krankenhäusern weit und breit nix zu sehen ist (klar: Umwelt - bzw. Lärmschutz, ein Totschlagargument erster Klasse) an Gängelei des Bürgers.

    Und Euro 5 steht in den Startlöchern

    Sinnloser Aktionismus.

    Rant over.

    Ciao
    Alex

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    Du hast nicht Unrecht, aber die Fortbewegungsmittel auf Wasser und in der Luft fahren eben nicht in der Stadt wo Millionen Menschen wohnen und es nachweislich unser Gesundheitssystem belastet.
    Daher macht das schon irgendwie Sinn das man dort versucht giftige Partikel in der Luft zu reduzieren. Fabriken und Kraftwerke könnte man auch sicher noch mehr zur Verantwortung ziehen.
    Und nur weil man für 20€ nach UK fliegen kann muss man das ja nicht machen.
    Gefühlt gibt es für mich da auch ein Ungleichgewicht... aber irgendwo müssen wir mal anfangen... Geht ja auf unsere Kosten, so oder so

    @AmperTiger
    Der Brexit dauert wohl noch ein bissel und ihre Möppis können sie auch als EU Mitglied ohne Euro 4 in die Staaten verkaufen.


    gesendet vom Schmartfon

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    Zitat Zitat von on2wheels Beitrag anzeigen
    Für mich grenzt die Euro 4, wie auch Zone 30 auf Hauptstrassen, wo von Schulen, Altersheimen und Krankenhäusern weit und breit nix zu sehen ist (klar: Umwelt - bzw. Lärmschutz, ein Totschlagargument erster Klasse) an Gängelei des Bürgers.

    Und Euro 5 steht in den Startlöchern

    Sinnloser Aktionismus.

    Rant over.
    Ich seh' das ein bisschen anders. Erstens finde ich, dass gerade wir Motorradfahrer bei der ganzen Umweltdebatte in Deutschland wirklich noch glimpflich davongekommen sind. Nimm einen VW Lupo 3L, das erste Großserienauto mit einem Verbrauch von unter 3 Liter, der 1999 eingeführt wurde und damals schlanke 27.000 Mark kostete, 10.000 Mark mehr als ein baugleicher Seat Arosa mit vergleichbaren Fahrleistungen. Die haben damals bei der Kiste in Sachen Öko alle Register gezogen, dennoch darf der Wagen in vielen Großstädten nicht mehr fahren, weil er keine grüne Plakette kriegt. Wer also vor 15 Jahren gesagt hat: "Ich wende mich ab von Schneller-weiter-höher und gebe mein Geld lieber für nachhaltige Ökologie aus", der ist heute gekniffen. Wer sich dagegen 1999 einen Zweitaktroller gekauft hat, darf damit nach wie vor die Umwelt verpesten. Und wer heute noch mit einer '78er Schwalbe durch die Gegend knattert, der haut mehr Schadstoffe in die Luft als ein Dutzend Kat-Autos mit Euro 6.

    Wenn wir am Bestandsschutz nicht rütteln wollen (und da finde ich die Umweltplakettenschei.ße eigentlich schon zu viel), dann muss es einen anderen Hebel geben, mit dem sicher gestellt wird, dass der technische Fortschritt stattfindet. Die Leute haben zum Umweltschutz ein merkwürdig ambivalentes Verhältnis: Alle wollen Ruhe, saubere Luft, keine Strahlen etc. Aber wenn es konkret um die eigene Kaufentscheidung geht, dann kauft sich die Mehrheit eben lieber was Billiges, Schnelles, Starkes, Lautes als etwas, das das, was sie generell haben wollen unterstützt. Die Leute kaufen freiwillig keine umweltfreundlichen Produkte, die Industrie bietet sie freiwillig nicht an, also muss sie per Gesetz gezwungen werden. Traurig aber wahr.

    Das Zweite: Ernstzunehmende Motorräder (also nicht Roller etc.) werden in Deutschland fast ausschließlich aus Hobbygründen gekauft. Und da ist es nicht einsichtig, dass ein Motorrad mehr Energie verbraucht, mehr Schadstoffe produziert und mehr Geräuschemissionen absondert als ein Auto. Es kann nicht angehen, dass Hobbygeräte die Umgebung mehr belasten als Alltagsgeräte. Wenn jemand im Park eine Slackline legt und dabei Seile um Bäume wickelt, muss er Sorge dafür tragen, dass sein Hobby diese Bäume nicht kaputt macht - und das ist auch gut so. Das ist finde ich etwas anderes, als wenn Bäume gefällt werden müssen, um dort zum Beispiel einen Bahnhof hinzubauen.

    Ich kann es deshalb gut nachvollziehen, wenn immer schärfere Anforderungen an die Industrie gestellt werden, bei ihrer Entwicklung nicht nur die Bedürfnisse derer im Sinn zu haben, die ihre Produkte kaufen, sondern auch die Bedürfnisse derer, die durch den Einsatz dieser Produkte ggfs. belästigt oder gefährdet werden. Und ich kann ebenfalls nachvollziehen, wenn man Motorrädern in diesem Zusammenhang nicht mehr Freiheiten lässt als Autos.

    Ich würde für diese Forderung nicht auf die Straße gehen - aber ich könnte sie wirklich gut nachvollziehen. Insofern finde ich, dass wir hier auf einem recht hohen Niveau jammern.

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    Aber den Fortschritt gibt es doch. Ich fahre die LC immer unter 5 L pro 100 km. Von einem solchen Wert konnte ich mit meiner 1150er GS, die ich 2003 gekauft habe, nur träumen. Konsequenz: alle älteren GS aus Umweltaspekten zwangsweise stillegen und die Eigentümer zum Kauf einer neuen LC verdonnern? Und wer kein Geld dafür hat, muss sein Motorrad eben abschaffen? Das wäre noch mehr Wasser auf die Mühlen einer Partei, die sich als Alternative bezeichnet und nach der nächsten Bundestagswahl sicher mit im Parlament sitzt. Auch den ost- und südeuropäischen Ländern wäre ein solch radikaler Umweltschutz sicher nicht zu vermitteln. Die würden entweder von den EU-Nettozahlern Entschädigung in Milliardenhöhe verlangen oder die EU gleich verlassen. Wobei ich mir durchaus vorstellen könnte, dass unsere jetzige Bundesregierung die erste Alternative akzeptieren und wieder einmal das Scheckheft zücken würde

    CU
    Jonni

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    Vorsicht, politisch.

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    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Das Zweite: Ernstzunehmende Motorräder (also nicht Roller etc.) werden in Deutschland fast ausschließlich aus Hobbygründen gekauft. Und da ist es nicht einsichtig, dass ein Motorrad mehr Energie verbraucht, mehr Schadstoffe produziert und mehr Geräuschemissionen absondert als ein Auto.
    ich finde, du kannst Motorräder und Autos nicht vergleichen. Ein Motorrad hat nunmal den Motor nicht gekapselt, deshalb ist es lauter, auch weil für den Auspuff weniger Platz vorhanden ist. Dann haben Motorräder naturgemäß eine viel schlechtere Aerodynamik als Pkw, ein Grund warum sie mehr verbrauchen. Dann sind Motorräder des Fahrspaßes wegen auf höhere Motorleistung ausgelegt.
    Dazu kommt aber, dass Motorräder im Vergleich zu Pkw in homöopathischen Dosen verkauft werden und deshalb länger laufen müssen, um die Entwicklungskosten reinzuholen. Auch sind die technischen Neuerungen (zumindest bisher) nicht so einschneidend wie bei den Pkw.

    Bevor man nun feststellt, dass Motorradfahrer im Grünen Beschneidungswahn gut davon gekommen sind, stelle ich mal in den Raum, dass die wirklichen Umweltverschmutzer (Industrie und Großanlagen) noch viel besser davon kommen. Die kaufen sich frei.
    Supertanker, Containerschiffe und schwimmende Kreuzfahrer produzieren ein xfaches an Dreck, als jeglicher Fzg-Verkehr.
    Es gibt Studien zu dem Thema, die unisono zu dem Schluß kommen, dass sich im Individualverkehr kaum mehr Schadstoffe einsparen lassen. selbst wenn man da jetzt mal wirklich die Daumenschrauben ansetzen würden, ließen sich nur noch im niedrigen einstelligen Prozentbereich wirkliche Einsparungen erzielen. Man zielt nur auf die Kleinen, weil man sich nicht traut, auf die Großen zu schießen.

    Den größten Einspareffekt hätte man noch, wenn man die LKW in Deutschland auf Gasbetrieb umrüsten würde, selbst das wird nicht passieren. Aber der umerzogene, mittlerweile sehr gut konditionierte Bürger schluckt jeden Mist, der ihm von oben aufgedrückt wird, weil er sich damit das warme Gefühl holt, sich auf Seiten der Guten zu befinden.

    Man muß die Bürger nur schnell genug über den Tisch ziehen, dann empfinden sie die dabei entschehende Reibung als Nestwärme

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    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    ...
    Es gibt Studien zu dem Thema, die unisono zu dem Schluß kommen, dass sich im Individualverkehr kaum mehr Schadstoffe einsparen lassen. selbst wenn man da jetzt mal wirklich die Daumenschrauben ansetzen würden, ließen sich nur noch im niedrigen einstelligen Prozentbereich wirkliche Einsparungen erzielen. ...
    Denke ich auch.

    Schau doch mal zurück zur Einführung des geregelten Kat. Die Einführung verringerte die schädlichen Abgase um 95-98%.
    Was seit den 80er Jahren gemacht wird, ist eine weitere Verringerung der verbliebenen 2-5%. Und da wir mit jeder neuen Norm die Abgase um weitere 10-20% verbessert haben, dürften wir jetzt bei deutlich weniger als 1% der ursprünglichen Abgase liegen.
    Das kann sich jetzt jeder mal überlegen, was noch an Potential zur weiteren Verbesserung vorhanden ist.

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    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    Es gibt Studien zu dem Thema, die unisono zu dem Schluß kommen, dass sich im Individualverkehr kaum mehr Schadstoffe einsparen lassen. selbst wenn man da jetzt mal wirklich die Daumenschrauben ansetzen würden, ließen sich nur noch im niedrigen einstelligen Prozentbereich wirkliche Einsparungen erzielen. Man zielt nur auf die Kleinen, weil man sich nicht traut, auf die Großen zu schießen.
    Oh, Studien des VDA? Im Gegenteil denke ich, dass zum Beispiel gerade bei den Dieseln noch jede Menge Einsparpotential bei den Schadstoffemissionen ist. Und zwar nicht nur in der Theorie, sondern gerade in der Praxis, wenn endlich einmal die Grenzwerte eingehalten werden, die sonst nur auf dem Papier stehen.


 
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