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fährt die angst schon mal mit?

Erstellt von dergraf, 14.08.2008, 10:30 Uhr · 65 Antworten · 6.516 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    Hallo Mathias,
    neue TKC´s sind von der „Babyschmiere“ das schlimmste was ich je Gefahren bin.
    Bei Neureifen hab ich auf den ersten KM einen heiden Respekt. Mich hat`s zwar noch nicht umgeworfen aber das Herz war deswegen schon des öfteren in Höhe der Kniekehlen!

    Ich seh so etwas als Wink mit dem Zaunpfahl.

    Der Schreckmoment hält meistens bis zum nächsten Satz Reifen wo ich aus reiner Experimentierfreude wieder ein paar Faxen mache und mich danach über mich selbst ärgere weil das Herz wieder in der Buxe ist!

    That´s life, so hat jeder seine Schwächen.

    Angst kann man glaub ich durch Respekt vor der jeweiligen Situation das Wasser abgraben!


    lg

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    Standard Nassrutscher

    #12
    Grad im Berliner Stadtverkehr hab ich bei Nässe sehr viel Respekt vor Kurven und Kreisverkehren.Mann kann nicht immer sehen ob bei einem LKW der Dieseltank übergeschwappt ist oder ob sich grad in der Mitte der Fahrspuren durch häufigen Bus-u.LKW Verkehr eine Ölschmiere gebildet hat.

    Nun muß ich aber auch sagen das ich im Stadtverkehr öfter mal meinen 125ccm Roller fahre,der viel Kippliger und sensiebeler bei Nässe reagiert.

    Damit lerne ich wieder die Strasse zu "LESEN",wie es mir vor 30 Jahren mal ein Fahrlehrer erklärte.

    Strasse nass-Hand vom Gass-stimmt leider immer noch-wird auch immer so bleiben-auch wenn sich in unseren KFZ-egal wieviel Räder- so manches Helferlein eingeschlichen hat was uns wohl oft eine trügerische Sicherheit vorgaukelt.

    Grüße von Manny

  3. Registriert seit
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    Standard

    #13
    Zitat Zitat von dergraf Beitrag anzeigen
    je länger man fährt und alles gut geht um so unverletzlicher fühlt man sich.
    nach dem ausrutscher gestern bin ich dann gefahren wie ein anfänger.
    wie geht es euch?
    Hallo Mathias,

    auch von mir Glückwunsch zum glimpflichen Ausgang und gute Besserung dem Knie!

    Das unverletzliche Gefühl kenne ich gut, bisher hat es mich auf der Straße nicht getrügt, wobei ich darauf achte, es nur fliegen zu lassen, wenn ich wach und konzentriert bin. Manchmal muss man auch zurückstecken, wenn es nicht "mein Tag" ist oder ich mich nicht 100 %ig wohl fühle.

    Mein letzter Sturz war - hab ich hier schon öfter zum Besten gegeben - in Slowenien auf einer Schotterpassage. Ich bin um Haaresbreite nicht in den 200m tiefen Abgrund gefallen und es ist pures Glück, dass ich noch lebe - das ist nicht übertrieben. Aber ich hab nach 2-3 Nichtraucherzigaretten und dem Aufheben der Q mit 3 Leuten nur kurz gecheckt, ob alles ok ist und bin weiter durch's Soca-Tal und auf den Mangart, als wäre nichts gewesen. Weil ich wusste, woran es lag. Mich hat das Bremssystem zu Sturz gebracht bzw. ich habe vergessen, das mies regelnde ABS auf der Schottertour auszumachen. Das war die Ursache, nichts anderes.

    Das Wissen um die Ursache und den "Fehler" gefunden zu haben, war mir sehr wichtig und hat mir auch volles Vertrauen gegeben, auf der Straße genauso flott weiter zu fahren, wie bisher.

    Ich drücke Dir die Daumen, dass Du auch bald wieder in deinen Fluss kommst!

  4. Registriert seit
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    #14
    Hallo Mathias,
    genau was ich immer sage, Irgendwann erwischt es jeden, und dann steckt der Schreck umso tiefer in den Gehirnwindungen. Bei 9zig in der Kurve sah ich die Asphaltkörnung ganz nahe. Moped Totalschaden, Rippenbrüche und Abschürfungen waren die folge. Seitdem gehen bei mir sofort die Alarmglocken an, wenn ich Bitumenstreifen, oder das Schild „Ölspur“ sehe. Neue Reifen spielen dabei überhaupt keine rolle. Es reicht wenn die Straße schön warm ist, dann werden die Bitumenstreifen weich und rutschig wie ein .......... Irgendwann verschwinden die Angst und das mulmige Gefühl im Bauch wieder. Bis dahin, runter vom Gas. Denk dran „Schürfing tut ganz doll weh“

    Gruß Alf

  5. Registriert seit
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    #15
    Tag vor Silvester - Holger unterwegs in der Region Cinque Terre - nebliger morgen, Strasse feucht, aber am Abtrocknen - Motorrad mit leeren Seitenkoffern und Sozia (sehr gute Freundin) beladen - Abflug in der Kurve bei ca. 40 km/h.
    Als ich aufschlug, wusste ich, das würde weh tun. War dann aber im ersten Moment nicht so wild, weil: Ich hörte nichts mehr von meiner Sozia. Nichts, gar nichts.
    Ich benötigte einen AUgenblick, unter meiner GS hervorzukrabbeln. Das war nicht so sehr einfach, weil mein Bein einen unguten Winkel zum Körper aufwies und Bewegungen mit Schmerz quittierte.
    Ich habe mich mehrere Sekunden lang nicht getraut, mich umzusehen, weil ich mir den Anblick meiner Sozia ersparen wollte. Sie hätte als das liebste PLappermäulchen, das neben meiner Lebensgefährtin in meinem Leben auf mich einschwatzt, längst einen bissigen Kommentar abgeben oder um Hilfe rufen müssen! Diese Stille werde ich wohl so bald nicht vergessen. Ach ja, ich lag immer noch mitten auf der Strasse...
    Als ich dann von weiter weg meine Ex-Sozia hörte, wie sie mich zusammenstauchte, dass ich da so rumliegen würde, anstatt mich in sicherheit zu bringen, wurde mir bewusst, dass sie gleich zu Beginn des Sturzes vom Töff geschleudert wiorden war und sich nur das Handgelenk und ein nicht näher zu benenndes Körperteil blaugestossen hatte!!! Dank Helm sah aber niemand, wie ich geheult habe...

    Nach 2,5 Monaten konnte ich dann wieder auf die Maschine - die Schrauben und PLatten hatten das Wadenbein stabilisiert, der Töff hatte nur Schrammen.
    Aber in jeder (JEDER) Rechtskurve erlebe ich aufs Neue diese Stille, in der ich so innig und vergeblich auf ein Lebenszeichen meiner Begleiterin hoffe.
    Ich reagiere mit Schweissausbrüchen und schnellem Puls auf jede Kurve, die mehr zu bieten hat als eine AUtobahnkurve. Gleichzeitig habe ich aber NICHTS von meiner Lust zum Töfffahren verloren! Lediglich das Tempo ist bis auf Weiteres rausgenommen, bei Touren bin ich vom Nordlicht zum Schlusslicht mutiert.
    Erster Lichtblick: Letze Woche habe ich meine Liebste auf den Rücksitz gepackt und bin mit ihr diverse bündner Alpenpässe bis hin zum Stilfser Joch gefahren - mit abnehmender Angst! Spitzkehren sind eh nicht das Problem, eher schon die sehr schnell zu fahrenden Kurven, bei denen ich dann immer und immer wieder den Kontrollverlust befürchte.
    Nachfragen beim Fahrlehrer und bei Sicherheitstrainiern haben ergeben, dass ich da kein Einzelfall bin. Die einen können das Verdrängen, die anderen brauchen u.U. einige Jahre, das zu verarbeiten. Machen kann man hingegen nichts. Trainings erhöhen die individuellen Fähigkeiten - ANgstabbau geschieht aber offenbar anderswo - nicht im rationalen Bereich unseres Kopfes...
    Amen

  6. Nero8 Gast

    Rotes Gesicht Jeder Sturz ist eine Schande...steht hier irgendwo als Signatur!

    #16
    Zitat Zitat von dergraf Beitrag anzeigen
    fährt die angst schon mal mit ?
    und wie würdet ihr, wenn doch mal was passiert ist (was ich nicht hoffe) damit umgehen ?
    Servus

    Auf die Geschichten welche mir schon persönlich passiert sind möchte ich gar nicht näher eingehen...nur so viel...gaaaanz bestimmt möchte kein Mensch auf dieser Erdkugel mit mir tauschen wollen.

    Mathias ... setze dich so schnell wie möglich wieder rauf auf die Kiste ! Solltest du Dein Trauma nicht so schnell wie möglich ablegen...dann lasse es am Besten gut sein. Und den bekloppten TKC80 den pfeffer mal so schnell wie möglich Richtung Neckar...der hat nämlich auf einem 270kg Bomber überhaupt keinen Wert ... genauso als wenn dir Deine Frau mit eiskalten Händen in Deine Hosentasche greift...oder du wirst noch öffters auf Deinem Goschi liegen...mir reichen meine Erfahrungen mit den Gummiwürfelreifen noch auf meiner HP2...was für ein Gelump onroad !!!

    Gruß Christoph

  7. Registriert seit
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    #17
    Zitat Zitat von Nero8 Beitrag anzeigen
    ...was für ein Gelump onroad !!!

    Gruß Christoph

    find ich garnicht.



    und gefahren bin ich ja gleich sofort wieder.
    lecker essen gehen im black forrrescht

    sorry dass ich noch nicht angerufen habe..


    mathias

  8. Registriert seit
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    #18
    auch von mir Glückwunsch zum glimpflichen Ausgang und gute Besserung dem Knie!

    bin vor ca. 2 Jahren beim Umdrehen des Motorrades einfach umgekippt, weil ich den 2ten Gang drinn hatte statts den ersten.............als ich dann Anfahren wollte, hats die Africa Twin abgewürgt und mich hingehauen........ist ja nix passiert, aber da lag es an meiner Blödheit und nicht an den Reifen.
    Bei neuen Reifen mache ich folgendes : ich reibe die Seitliche Lauffläche mit Bremsenreibniger ab, sodaß der Schmierfilm weg ist (ich weiß Bremsenreiniger greift Gummi an, aber ich mache es seit 20 Jahren so und ich hatte noch nie ein Problem damit). Bei Nässe allerdings zügele ich die Gashand doch extrem und wie ich schon festgestellt habe ist die meist nur ne Kopfsache
    Auf jeden Fall sollte man so schnell wieder aufs Mopped und fahren...............das hilft am besten.

  9. Registriert seit
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    #19
    Uebrigens Mathias, willkommen im Club. Lt. ner guten Freundin unterteilen sich Moppedfahrer eigentlich nur in 2 Gruppen. Die die schon auf der Fresse gelegen haben und die dies noch tun werden.

    mfg tweise

  10. Registriert seit
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    #20
    Hi Mathias,

    da biste ja sprichwörtlich mit 'nem blauen Auge davongekommen *gottseidank*

    Das Problem mit dem Sch... Bitumen kenne ich auch. Ging aber glimpflich ab, tat nur 'n bißchen weh, bei 70 die wegrutschende Maschine mit dem Fuß auf der Strasse wieder einzufangen ........

    Zum Thema "Angst" wurde ja schon einiges hier geschrieben. Ich würde auch sagen: Angst ist ein schlechter Berater - Respekt ist da eher angebracht.

    Mach am besten mal eine Unfallanalyse: Du bist also auf Bitumen ausgerutscht, aha! Und warum?

    a) Entweder Du wußtest nicht, das der Mist, gerade bei Wärme, rutschig ist, dann hast Du ja jetzt was gelernt *g*
    Ich denke, das ist es nicht.

    b) Oder, der Bitumenfleck war plötzlich, wie aus dem Nichts, auf der Strasse. Der ist in dem Moment da erst gewachsen.
    Du hattest keine Chance!
    Unwahrscheinlich.

    c) Du hast ihn nicht gesehen. Vielleicht warst Du abgelenkt durch das Einfahren der neuen Reifen, oder guckst generell nicht so genau auf die Strassenoberfläche?
    Schon möglich.

    Wahrscheinlich also Möglichkeit c)

    Was sagt uns das: SELBST SCHULD !!!!!

    Und das ist auch gut so !!!

    Weil: Wenn der Fehler bei einem selbst liegt, kann man was daran machen und so die Angst abbauen.
    Bei mir ist es so: Seit meiner Bitumenerfahrung habe ich NIE mehr so'n Ding übersehen. Im Gegenteil: Es ist von mir so eine Angewohnheit geworden JEDEM Bitumenfleck, Gullydeckel, weißen Fahrbanhmarkierungen bewußt und bei jeder Gelegenheit auszuweichen. Das macht mittlerweile sogar richtig Spaß

    Was anderes wäre es, wenn der Unfall unvermeidlich wäre - Möglichkeit b) -
    Z.B. weil ein Entgegenkommender plötzlich zum Überholen ansetzt und dich abschießt. So, dass man wirklich KEINE Chance hatte. Das, denke ich, ist nicht so leicht zu verdauen.

    Also: Sag' Dir selbst "Du ...... bist selbst schuld, mußt halt besser aufpassen das nächste Mal"

    Wobei, das mit dem "Unverletzlich" bzw. "Unbesiegbar" kann ich voll nachvollziehen. Und manchmal muß man eben so einen Dämpfer bekommen, um wieder auf den Boden zu kommen ( SINNBILDLICH !! NICHT WÖRTLICH !! )

    In diesem Sinne

    Gruß

    Bernd

    P.S.
    Vielleicht kann Kuhjote Dir die Adresse von Anke geben, dann sind die Knieschmerzen auch bald wie weggeblasen, hehe.


 
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