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fährt die angst schon mal mit?

Erstellt von dergraf, 14.08.2008, 10:30 Uhr · 65 Antworten · 6.523 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #31
    Zitat Zitat von motobill Beitrag anzeigen
    Also Angst hat bei Motorradfahren nix zu suchen, daraus resultiert nur Unsicherheit und Gefährdung für andere.
    Diesen Satz habe ich oft gesagt und noch häufiger gehört.
    Aber was nützt er jemand, der Angst HAT?
    Wäre dann die Botschaft: Hör auf???

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    #32
    Zitat Zitat von Nordlicht Beitrag anzeigen
    Aber was nützt er jemand, der Angst HAT?
    Wäre dann die Botschaft: Hör auf???
    In letzter Konsequenz meiner Ansicht nach ja. Wenn alles trainieren, üben und theoretisch wissen nichts nützt, dann sollte man sich besser ein anderes Hobby suchen. Zur eigenen Sicherheit und zur Sicherheit anderer!

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    #33
    nee, die Botschaft wäre, wandele die Angst in Respekt um. Und wer betreibt dauerhaft ein Hobby bzw lässt sich auf eine Sache ein bei der er Angst hat ???

    Dann such ich mir ne Alternative zum Moppedfahren....

  4. Registriert seit
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    #34
    Zitat Zitat von Nordlicht Beitrag anzeigen
    Diesen Satz habe ich oft gesagt und noch häufiger gehört.
    Aber was nützt er jemand, der Angst HAT?
    Wäre dann die Botschaft: Hör auf???
    Tja, schwer zu sagen, man schaut den Leuten auch immer nur vor die Stirn.

    Vor ca. 10 Jahren saß ich in Ampuriabrava in einer Pilatus Porter, die mich und 10 andere Springer auf 4000 Meter bringen sollte, damit wir rausspringen können. Mit dabei 4 Leute, die, je höher es ging, immer mehr Schweissausbrüche bekamen. Beim Absetzen hatten sie echt die Angst in den Augen, das konnte man gut sehen. Und das waren keine Anfänger.

    Das Ende vom Lied war, dass sie beim Separieren der Formation brutalste Fehler gemacht haben, die zwei der vier fast das Leben gekostet haben. Nur durch Zufall haben sie überlebt. Das war sozusagen mit Ansage und war Programm.

    Die hätten aufhören sollen, ja, und zwar schon vor diesem Sprung.

    Ich denke, dass die meisten von uns zumindest über so viel Selbsteinschätzung verfügen, um beurteilen zu können, ob sie eine Gefahr darstellen. Der Teil, der das nicht kann, fährt halt ohne dies.

    Man ist mit Angst nicht zwangsläufig eine Gefahr, aber die Wahrscheinlichkeit ist höher. Viele Unfälle sind sicher auf unentspanntes Fahren zurückzuführen. Aber das Leben ist lebensgefährlich

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    #35
    Zitat Zitat von AMGaida Beitrag anzeigen
    In letzter Konsequenz meiner Ansicht nach ja. Wenn alles trainieren, üben und theoretisch wissen nichts nützt, dann sollte man sich besser ein anderes Hobby suchen. Zur eigenen Sicherheit und zur Sicherheit anderer!
    OK, das sehe ich ein. Und wie deinVorschreiber sagt: Man muss wohl versuchen, aus der Angst Schlüsse zu ziehen. Bei mir ist es eine Temporeduktion.
    Töfffahren aufgeben?
    Nie

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    #36
    Zitat Zitat von lemmi+Q Beitrag anzeigen
    Tach,
    wenn ich Angst hätte würde ich nicht mehr fahren. Respekt fährt immer mit und das finde ich auch gut so.
    Meinen letzten Unfall auf der Strasse (Offroad kann ich nicht mehr zählen) habe ich '86 gehabt. Durch eigene Blödheit aus einer Kurve raus- und in den Graben reingetragen . Danach habe ich gut ein Jahr gebraucht um drüber weg zu kommen.
    Therapie? Fahren sobald es wieder geht.

    Eine hoffentlich Unfall freie Zukunft wünscht sich und allen anderen
    Martin
    Richtig! Das nötige quantum respekt ist besser als Angst! Hab und hatte ich bei Regen! Aber!!!!! Ich sage nur FST! Nimmt die Angst und gibt Selbstbewustsein! Natürlich muß und sollte man immer noch aufpassen, aber es stärkt wirklich das Selbstbewußtsein!

  7. Registriert seit
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    #37
    Zitat Zitat von Nordlicht Beitrag anzeigen
    OK, das sehe ich ein. Und wie deinVorschreiber sagt: Man muss wohl versuchen, aus der Angst Schlüsse zu ziehen. Bei mir ist es eine Temporeduktion.
    Töfffahren aufgeben?
    Nie
    Will ich aber auch meinen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  8. BoGSer-Rüde Gast

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    #38
    Hallo Mathias,

    alls erstes: schön, dass Du glimpflich davon gekommen bist und die Schrammen an deiner Dicken wirst Du auch verschmerzen. Ich kann nur bedingt mitreden. Ich hatte zwar schon einige Abflüge im Gelände, aber die haben mich psychisch nicht belastet. Hängt wohl damit zusammen, dass ich im Gelände eher mit so etwas rechne, auf der Straße nicht! Vor einigen Jahren hatte ich allerdings mit der Dose einen ziemlich heftigen Unfall mit Totalschaden, den ich duch eigenes Fehlverhalten verursacht hatte. Wie durch ein Wunder kam niemand anderes zu schaden, auch meine Frau und meine Kinder hatten keinerlei Blessuren, nur mein Auto war Schrott! Dieser Unfall liegt schon viele Jahre zurück, doch immer, wenn ich an der Unfallstelle vorbei komme, ist die Erinnerung wieder da und ich fahre an dieser Stelle besonders vorsichtig - kann das einfach nicht abstellen.

    Bei Dir war es - Gott sei Dank - ein glimpflicher Ausrutscher, den Du auch so bewerten solltest. Aber nimm es ruhig als dezenten Hinweis, es das eine oder andere mal etwas ruhiger angehen zu lassen (obwohl es damals schon schön war, bei Nacht die Funken Deiner kratzenden Fußraste zu sehen). Also: take it easy altes Haus!

  9. Registriert seit
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    #39
    In fast 40 Jahren Zweiradpraxis als Ganzjahresfahrer hab´ auch ich schon die eine oder andere Schrecksekunde erleben müssen. In der wilden Zeit mit 50-er Moppeds in Kiesgruben oder im Gelände gab´s Abstiege zu Hauf - Gott-sei-Dank alle ohne heftigere Blessuren.

    Im öffentlichen Verkehr/auf Asphalt hat´s mich glücklicherweise noch nicht erwischt, obwohl mir in manchen Situationen fast das Herz stehen geblieben war und mein Adrenalinspiegel rekordverdächtig wurde. (*dreimalaufholzklopf)


    Meist waren es aber Situationen, die durch Dritte ausgelöst wurden, z.B.:
    • LKW verlor Ladung auf der Autobahn, bei der Vollbremsung (1200-er Bandit ohne ABS) bin ich seeeeehr lange nur auf dem Vorderrad gefahren!
    • auf SR500: entgegenkommender PKW hatte bei gut 100 km/h einen Reifenplatzer vorne links und schoss wie eine Rakete quer über meine Fahrbahn ins Dickicht, Abstand im Zentimeter-Bereich!
    • PKW-Fahrerin blinkt rechts, biegt dann aber urplötzlich nach links ab, habe keine Erinnerung daran, wie ich an dem Auto vorbeigekommen bin (R100RS)
    • sehr zügig gefahrene GSX-R überholt mich außen in einer engen, unübersichtlichen Rechtskurve und touchiert mein Vorderrad (DR650RSE)
    • Kind rennt unvermittelt auf die Fahrbahn, meine R1100GS hat sich beim Bemsen fast überschlagen
    • usw., usw.....
    Natürlich hab´ ich auch eigene Fehler kreiert,
    • zu spät und nicht vehement genug gebremst, Strasse ging aus und ich stand aufm Acker (CB450)
    • beim Kolonnenfahren gepennt, nicht nach vorne gesehen und fast meinen Vordermann "abgeschossen" (SR500)
    • beim Überholen die Geschwindigkeit des entgegenkommenden Fahrzeuges falsch (zu gering) eingeschätzt, war extrem knapp vor einem Frontal-crash (R1100GS, 2 Pers. plus Gepäck)
    • nasse Strasse nicht richtig gelesen, Öl-/Dieselspur nicht erkannt und viele, viele Meter im "slide" zurückgelegt (R1100GS)
    Besonders die letzte Situation ist noch nicht lange her und ließ mich glauben: "So, jetzt biste dran!"

    Alles lief wie in Zeitlupe ab, ich sah mich schon am Ende des slides in einem riesigen highsider abfliegen, wenn der grip wieder einsetzen würde und bereitete instinktiv den Absprung vor. Ein sehr wohlgesonnener Schutzengel ließ mich die Situation heil durchstehen, danach war eine halbstündige Kaffee-/Zigarettenpause angesagt.

    ANGST aber war und ist beim Fahren eigentlich nie dabei, ich würde es als gehörigen Respekt vor der Art der Fortbewegung und den potentiellen Gefahren bezeichnen. Wichtig für mich war und ist es, die Situation zu analysieren, den gemachten Fehler zu erkennen und zu versuchen, zumindest diesen Fehler in der Zukunft zu vermeiden.

    Solange man sich der betriebsbedingten Risiken bewusst ist, mit wachem Auge fährt und (neben Routine und Erfahrung) einen "7. Sinn" entwickelt, hat man gute Chancen, ungeschoren davon zu kommen.

    Wenn es eines Tages soweit ist, dass ich beim Fahren wirklich ANGST bekomme, höre ich sofort auf......

  10. Registriert seit
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    #40
    Angst fährt nicht mit, aber nach Aha-Erlebnissen bin ich doch oftmals sehr (über)vorsichtig.

    Glücklicherweise bleib alles im Rahmen.

    Zu guten alten 80er Zeiten auf Glatteis abgeflogen.
    Ein Jahr später die Reaktionszeit unterschätzt und in ein Auto reingerauscht.
    Mit 18 die große Pappe mit dem neuem Motorrad gleich nach Bayern.
    Mit einem Kumpel durch die Pampa geheizt und als Berliner war man es damals nicht gewohnt,
    daß schnelle Straßen plötzlich Vorfahrt zu achten haben.
    Gerade noch das Verkehrsschild aus dem Augenwinkel gesehen und dann rauf auf die Vorfahrtsstraße.
    Ich rüber, Auto hinter mir und vor meinem Kumpel durch.

    Danach war ich als Nichtraucher kurz davor um eine Zigarette zu betteln.
    Ich glaube wir haben eine Stunde gebraucht um runter zu kommen.
    Das war dann so mein Aha-Erlebnis fürs Leben.

    Ein paar Dinge kamen noch, das schlimmste war als ein Freund vor meinen Augen in den Gegenverkehr eingeschlagen ist.
    Warum weiß eigentlich keiner, war gar nicht schnell und ‚ne leichte Kurve
    Da habe ich noch erste Hilfe geleistet und glücklicherweise hat er es ohne bleibende Schäden überlebt.

    Seit dem bilde ich mir ein viel bewußter zu fahren.

    Leider hat’s nicht gereicht.
    2000 hatte sich dann jemand aus der Parklücke und hat mir seine Motorhaube vor das Vorderad gesetzt.
    6 Monate Später habe ich mir die 1150er zu Weihnachten geschenkt


 
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