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fährt die angst schon mal mit?

Erstellt von dergraf, 14.08.2008, 10:30 Uhr · 65 Antworten · 6.520 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #51
    Ich schließe mich den guten Wünschen an.

    Das Thema Split ist ein rotes Tuch für mich. Hier in der Gegend (Lüneburger Heide) wurden kürzlich mehrere Strassen über längere Strecken (teilweise Kilometer) mit Split überschüttet. Ich finde, das ist Gefährdung des Strassenverkehrs.

    Es ist interessant, dass für die Verkehrsteilnehemer im Namen der Sicherheit ständig neue Reglungen, Gebote, Verbote etc. etc. erlassen werden, während Bitumen und Split weiterhin munter eingesetzt werden. Wie man den Kommentaren in diesem Thread entnehmen kann, hilft da oft auch eine Geschwindigkeitsbegrenzung (30 km/h) nicht, da man auch bei geringerer Geschwindigkeit und vorsichtiger Fahrweise auf Split oder Bitumen stürzen kann. Ist mir jedenfalls schon mal passiert. Das ist zwar schon lange her, ich bin aber heute noch hochgradig nervös wenn ich da rüber muss. Ich fürchte, das werde ich auch nicht mehr los.

    Auf manche Strecken wird außerdem auch gerne mal Split geschüttet ohne Warnschilder und / oder Geschwindigkeitsbegrenzungen aufzustellen. Ein Schild, dass vor Bitumen warnt, habe ich noch nie gesehen.

    Caspar

  2. Registriert seit
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    #52
    Ich meine es gibt 3 Sorten Angst:

    1. Respekt: Man weiß, dass es kritisch werden kann, aber man weiß auch das man es schaffen kann. Ich würde eher mit Leuten die Schiss haben ne Tour machen, als mit Menschen die keinen Respekt vor Maschine, Strasse und Verkehr haben.

    2. Schiss: Man weiß, das es machbar ist, aber man hat es noch nie gemacht oder ist noch unsicher. Da kann noch geholfen werden, Übung macht den Meister !

    3. Angst: Piepegal was man weiß, der kalte Schweiß steht auf der Stirn und die Knie werden weich. Aufhören, sofort, sich nicht quälen (lassen) - wenn man uuunbedingt will/muß eine Therapie aufsuchen, sonst irgendwas anderes suchen. Ich hab Höhenangst, ich steh dazu, x-mal probiert, mit allen Tricks und Kniffen in zig Situationen. Geld für ne Therapie seh ich nicht ein, also bleib ich jetzt einfach unten an der Wendeltreppe zum Kirchturm !

    Tieffliegende Grüße

    Marijn

  3. Registriert seit
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    #53
    Angst ist keine schöne Sache, der Spezialist empfiehlt meist die Konfrontation, also rauf auf den Bock.
    Ich war mal Zivi beim DRK und durfte mit den bunten Autos, die so schön beleuchtet sind und krach machen fahren. Einige Bilder, speziell bei Mopped Unfällen sind auch nach knapp 20 Jahren manchmal noch da, dann denke ich manchmal echt darüber nach das Mopped wieder zu verkaufen... dagegen hilft wirklich ne Runde zu drehen oder wenn das nicht möglich ist in die Garage gehen und wenn mir dann schon dieser typische Moppedgeruch in die Nase steigt gehts mir schon wieder besser. Also Konfrontation hilft.

  4. Chefe Gast

    Standard

    #54
    Angst hab ich eigentlich nur vor mir selber -
    und vor den Touristen auf Korsika, die mit ihren Monster-Wohnmobilen auf den letzten Sträßchen herumgondeln, ohne zu wissen, wo an ihrer Karre vorne und hinten ist
    Konnte letzte Woche wieder ein paar mal ausprobieren, wie es ist, ohne Vorwarnung auf einer 2,20m breiten Straße nach der Kehre außer einer visierfüllenden Wohnmobilfront nichts mehr zu sehen... Da klopft die Pumpe in einträchtigem Rythmus mit dem ABS

    Die Straßen und das Gelände nötigen mir den gesunden Respekt ab, den's braucht um die Kombination Mensch-Maschine-Umgebung nicht böse enden zu lassen. Stimmt eines der drei Dinge nicht mit dem Rest überein (meistens der Mensch, also ich...), gibt's fast immer ein Unglück und Kampfspuren am Zylinderdeckel und dem Gwand...

  5. Registriert seit
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    57

    Standard Kinder verändern das Leben.

    #55
    Ein gewisses Maß an Angst finde ich durchaus gesund und hilfreich. Zu Viel sollte es halt nicht werden.
    Aber weil Ihr etliche male über Eure Kinder schreibt, die Euch "bremsen":
    Ich war vor Langer Zeit (ca 1/4 Jahrhundert) der absoluten Überzeugung eine BMW KANN in Kurven nicht umfallen, weil sie ja eh die Zylinder als Stützausleger hat die zuverlässig das Umfallen verhindern. Demgemäß bin ich (retrospektiv betrachtet) gefahren wie ein Volltrottel (Inclusive Vollgas in der Kurve damit der Kardan das Heck hebt, und man noch mehr umlegen kann) und hab alle ein zwei Jahre neue Ventildeckel gebraucht, weil durchgeschliffen. Die 80/7 setzt mit den Deckeln als Erstes auf - und die waren damals auch noch durchaus finanzierbar. Auch die Stiefelsohlen an der Spitze, die ich (immer noch) als Sensoren für was noch geht einsetze.
    Dass ich mich damals nicht erschlagen habe grenzt an ein Wunder.

    Dann, mein zweites Kind war ca 6 Mo alt, heizten wir, wieder mal wie die Vollkoffer, durch die Dolomiten.
    Linksserpentine, kein Geländer, dahinter ein paar hundert Meter senkrecht runter. Das Ganze knapp über den Wolken im Tal.
    Plötzlich "sah" ich die Gesichter meiner Kinder in den Wolken vor mir.
    UND AUS! Ab diesem Moment habe ich nie wieder den Boden mit dem Zylinder berührt. Es GING einfach nicht mehr.
    Ich hab zwar nach wie vor keine Angst vor Kurven jeder Art, aber mein innerer Sensor für "was verträgt die Kurve" scheint sich völlig neu justiert zu haben und läßt einfach das Tempo das die Ausleger auf die Straße bringt nicht mehr zu. Gut So.

  6. Registriert seit
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    #56
    Gestern Nachmittag ist mir dieser thread noch mal in den Sinn gekommen.
    Ich steh,mit meiner Q, am Strassenrand (innerorts) und halte ein Pläuschen mit einem Bekannten. Plötzlich knallt neben uns ein Motorrad frontal in einen Transporter. Das Mopped flog noch an uns vorbei und der Fahrer in die Grünanlage. Sah echt böse aus. Der Fahrer kam schwer verletzt ins Krankenhaus.
    Bis alles mit der Polizei geregelt war und die Strasse wieder freigegeben wurde, hatte ich Zeit genug über den Unfall nachzudenken. Auch wenn ich auf dieses Erlebnis hätte verzichten können, nein - Angst wieder auf den Bock zu steigen und zu fahren habe ich danach nicht gehabt. Vielleicht ein wenig konzentrierter als sonst, aber ohne Angst.
    In diesem Sinne, alle eine unfallfreie und gesunde Saison.

    Gruß
    Martin

  7. Registriert seit
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    #57
    Ich bin nicht der "Heizer", eher ein Schönwetterfahrer, will sagen, wenn ein Gewitter aufkommt, fahre ich nicht mit Freuden den Wolken entgegen! Die berufliche Tätigkeit wie Familienpflichten bringen es mit sich, dass ich nicht ständig meine Kuh treiben kann. Beim Fahrvergnügen werde ich mir dann bewusst, dass es einfach geübtere Treiber gibt als ich. Nicht Angst sondern Respekt begleitet mich auf meinen Touren. Als weniger Geübter lass ich mich nicht einfach unter Druck setzen. Motorradpulks kann ich an mir vorbeilassen! Der rechte Blinker kann man auch betätigen, ohne danach gleich anhalten zu müssen! Was soll ich mich da unnötig in Rennen verwickeln lassen! Auch wenn es bergab einmal nicht so zügig geht und Kurvenfahrten misslingen, wer kann denn behaupten, dass ihm während einer Tour keine Fehler unterlaufen sind. Üben, üben, üben und dabei nicht an sich selber verzweifeln, wenn man sich wieder einmal bei Anfängerfehlern ertappt! Am meisten Angst habe ich vor Motorradfahrern, die keine Angst kennen und einem in unübersichtlichen Kurven wie Geschosse entgegenrasen!

    Gruss Jürg

  8. eolith Gast

    Standard Neulich in den Alpen!

    #58
    Was ich neulich in den Alpen erlebt habe:

    Ich fuhr gemütlich einer Paßstraße entgegen bis mein zügickes Vorrankommen durch eine Auto-Kollone ein ende fand. Brav habe ich eine Blechkutsche nach der anderen überholt. Das Navi sagte noch 3 Km bis zur Paßeinfahrt - Jetzt nur schnell den Rest überholen sonst vergeigen mir die Auto des Spass - Doch in dieser Kollen befanden sich auch ein Trupp Motorradfahrer die wohl zusamen gehört haben.

    An dieser Stelle, oder Ähnlichen bekomme ich meißtens sooooooooooooooooooooooooo einen Hals, wenn die Gruppe nicht aktiv Fährt und einen vorbei winkt.

    Aber nun gut, auch an den Trödel-Nasen habe ich vorbeigekämpft bis die Spitze in Sicht war. Die Spitze bestand aus:

    Auto, Hayabusa, Hayabusa, Hayabusa 1150 GS und ich.

    Den 1150 habe ich überholt (Das hat Ihm wohl nicht geschmeckt) und dan began das Drama seinen lauf. Die 3 Hayabusa, ich und der 1150 haben das letzte Auto überholt und schn ging es Serventinen rauf. Die Hayabusa waren gut im Rennen, ich blieb mit einer Serventine im sicheren Abstand hinter den Kamikaze-Piloten zurück. Der 1150 konnte bzgl. dem Gegenverkehr mich nicht überholen und hat wohl innerlich gekocht so wie er an meinem TKC geklebt hat. Ein paar mal habe ich versucht im Zeichen zu geben um mich zu übeholen aber das hat er wohl verpennt oder als was auch immer interptretiert.

    Wohl am höhepunkte seines Siedegrades ist er an mir vorbei gestochen, hat gleich auch noch einen Hayabusa überholt. Jeder Außenstehende hätte sofort erkennen können dieser Faher befindet im Beserkermodus. Mit schleifenden Rasten in der Kurve hat er Nummer 2 genommen und mit heulenden Motoren und in einer wilden Schaltorgie den Hayabusa-Füher in Angriff genommen. Leider hat Ihn wohl in der Kurve beim Schleifen der Fusrasten der Drehzahlbegrenzer so erschrekt das es wohl beina gewesen währe.

    In seiner Schleuderfahrt hat der Hayabusa eine Einsicht, ging vom Gas der 1150er konnte rüberziehen und das entgegenkommende Fahrzeug zo seine Wege ohne eine neue Kühlerfigur zu bekommen.

    Grüße

    Attila

  9. Registriert seit
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    #59
    Genau solche machen mir Angst, da bleib ich dann lieber hinter den "Trödelnasen" zurück oder mache eine kleine Pause, bis der ganze Verkehr vorbei ist! Was soll ich denn da mithalten! Ich weiss ja schon von Anfang an, dass die andern besser sind oder zumindest besser erscheinen wollen! Da fällt mir kein Zacken aus der Krone, wenn ich eben 2 Minuten später auf der Passhöhe erscheine!

    Gruss Jürg

  10. Registriert seit
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    Standard

    #60
    naja, aber wer kennt sie nicht, diejenigen, die in Kurven definitiv langsamer sind, an ihrem Limit rumötteln und einen dann auf der nächsten Geraden dermaßen versägen, weil sie eine GS mit Topcase und Sozia nicht an sich und ihrem Ego vorbei lassen wollen. Wenn meine Freundin dabei ist, halte ich dann oft an, um eine Minute Vorsprung zu lassen oder so


 
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