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Fahrstil der Motorradgemeinde

Erstellt von joergh, 15.09.2008, 18:03 Uhr · 272 Antworten · 23.768 Aufrufe

  1. Oldtimer Gast

    Standard

    #31
    Zitat Zitat von Sunsurfer_81 Beitrag anzeigen
    Idioten gab es schon immer und wird es immer geben. Die
    Unfallfolgen steigen nur.
    Bye, jens
    Sorry, Deine Aussage ist leider reichlich "leer".
    Was bedeutet "steigende" Unfall-Folgen?
    Es sind nicht immer nur "Idioten", sondern auch Unachtsame,
    Unwissende, Überreizte, Gestresste, Übermüdete, Ängstliche,
    Todesmutige und vielleicht auch ab und zu ein paar Anfänger
    mit typischen Anfänger-Fehlern unterwegs.
    Auch sie sind ein "Gefährdungspotential"; sie sind Menschen.
    Wichtig ist nur, dass man sich dessen als Betroffener auch
    bewusst ist und sich entsprechend verhält.

    Knieschleifer:
    Warum muss ich mich auf die Fahrbahn bücken,
    um meine Kniescheiben anzuspitzen?

  2. mind Gast

    Standard Oberlehrerfunktion aus!

    #32
    Immer wieder mal fährt Einer seine Hausstrecke!
    Er weisst genau wo die wirklich uneinsehbaren und kritischen Stellen sind!

    Smooth......

    Dann kommen wieder Teilabschnitte, die frei von Einmündungen und auch überschaubar sind!

    Was passiert da?

    Eben!

    Mir geht diese pauschalisierte Qualli...(sorry Qualli) auf den S..k!

    Hat denn wirklich Keiner, derer die hier posten soviel Hosen an, um auch eine gelegentliche Übertreibung zuzugeben????

    Einige waren es......

    Und dann gibt es noch die , die eswirklichjedemrechtmachenund.....



    Die Story kauf ich nicht!

  3. Registriert seit
    27.09.2006
    Beiträge
    7.314

    Ausrufezeichen Ich sehe Alles...

    #33
    Zitat Zitat von mind Beitrag anzeigen
    ...(sorry Qualli)...
    ... schon o.k. ...

  4. mind Gast

    Standard Unfallrisiko.....

    #34
    Zitat Zitat von Sunsurfer_81 Beitrag anzeigen
    Moin Jörg!

    Ich fahre rücksichtslos, zu schnell und an der Grenze der
    Physik. Oder anders, du bist zu alt...

    Idioten gab es schon immer und wird es immer geben. Die
    Unfallfolgen steigen nur.

    Bye, jens
    ...ja!

    Deine "Idioten" kannst Du Dir getrost an den Hut stecken!

    Wem, von denen, die hier posten, würdest du das direkt ins Gesicht sagen?

  5. Registriert seit
    31.07.2006
    Beiträge
    10.966

    Standard

    #35
    obwohl das Knieschleifen auf der GS auch geht, mache ich das meist bei der Megamoto, wobei, so wirklich niedrig ist die ja auch nicht.

  6. Registriert seit
    29.05.2008
    Beiträge
    328

    Standard

    #36
    Zitat Zitat von Schlonz Beitrag anzeigen
    obwohl das Knieschleifen auf der GS auch geht, mache ich das meist bei der Megamoto, wobei, so wirklich niedrig ist die ja auch nicht.
    Knieschleifen geht bei meiner nicht.
    Bei meiner Sitzposition fühlt sich das an,als wenn ich auf einem Pferd sitze .

  7. Registriert seit
    30.08.2007
    Beiträge
    13.983

    Standard

    #37
    zu dem Thema habe ich etwas schönes gefunden


    Ich wußte immer nicht wie man solch ein Gefühl beschreiben soll. Hier ist es einem das mal gut gelungen:

    PS: Alles nicht so ernst sehen

    Das waren noch Zeiten. Als das Frühjahr noch nicht unter dem Titel begann: "Sicher durch die Saison - sanfte Trainingseinheiten für Wiedereinsteiger". Sondern unter: "Machs geil wie Kenny - Knieschleifen in zwei harten Stunden". Ach ja. Seufz.

    Heute muß man sich am Bikertreff "Sonnenblume" wortreich für allzu verantwortungslose Schräglagenwinkel in der Zitterkurve vor dem Lokal - einst hieß das ja noch Applauskurve - entschuldigen. Früher wurde man ohne signifikant angeschliffene Kniepads noch mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt. Aber da hieß das Restaurant auch noch nicht "Sonnenblume". Damals stand"Zum rotäugigen Benzinbruder" überm Eingang.

    Dabei wissen die sicherheitsbewußten Motorradfahrer des neuen Jahrtausends ja überhaupt nicht, was ihnen entgeht: Es gibt ja sowieso nichts Schöneres, als eine elegant, mit Dampf durchzirkelte Kurve. Die Kurve in all ihren Variationen ist die Krönung des Motorradelns, egal ob lang gezogen oder eng. Entscheidend ist allerdings - wie beim Austernessen das kräftige Kauen - daß man die Kurve auch spürt. Wer mit zusammengekniffenen Hinterbacken und Schräglagengrusel durch die Gegend schleicht, kriegts nicht mit. Motorradfahren ohne Schräglage ist wie Weintrinken mit Cola-Verdünnung. Wie Horror-Thriller mit Augenzuhalten. Ach was. Schlimmer! Völliges Banausentum! Zumal sich die Schleicherei ja gerne mit der Moral der Verantwortlichkeit, des Sicherheitsbewußten ziert.


    Alles Fehlanzeige. Von der panikartigen Angst vor der fühlbaren Dynamik des Einspurgeräts bis hin zur enthemmten Raserei ist es ein weiter Weg. Den müßte der Verschreckte erst mal überwinden. Wer will bestreiten, daß unsichere und langsame Fahrer viel eher Gefahr laufen, auf die Nase zu fallen? Und wenn, dann wissen sie nicht einmal, warum es plötzlich dahinging. Sie erklären das dann mit dem immergleichen, selbigen, einzigen Grund: Ich war zu schnell.

    Dabei ist Zu-schnell kein Maß. Es ist eine Relation. Zu schnell für die Kurve? Oder zu schnell für die hilflos am Anschlag zuckende Panikschaltung des Stammhirns? Zu schnell für Rollsplitt, Kuhmist oder Gegenverkehr hat auch nichts mit objektivem Zu-schnell zu tun. Eher mit subjektivem Erleben und Reagieren. Früher hat man das so gesehen: Wenn ein anderer in derselben Ecke noch am glitschenden Rinderdung vorbei kam, dann war er Genau-richtig. Und Du einfach blind. Zu schnell? Was'n das?

    So basisphilosophisch eingenordet sollten wir uns dem Wesentlich widmen: Der Lust. Der Kurvenlust.

    Absolutes Anfängerprogramm, aber immer wieder prima: Enge Ecken mit ordentlich Zug am Hinterrad und in Schräglage gedrücktem Motorrad durchzuschlenzen. Schafft einen wunderbaren Kraftbogen. Dann das genüßliche Verkosten der Schräglage an sich: In harmonischer Linie mit der Silhouette des Bikes sich neigen, spüren, wie die Reifengummis souverän den Asphalt abtasten, Grip, Fliehkraft, Leichtigkeit, In-sich-ruhen - Motorradfahren ist Meditation, Sensibilität. Gegen diese Fortbewegung ist Autofahren wie Fernsehen. Motorradfahren - es gibt nichts Besseres. Punkt.

    Und damit sind wir auch schon bei der Schräglage. Runter mit dem Bock. Tiefer. So lange bis das Gehirn um Hilfe ruft, die Muskeln in Beinen, Rücken, Armen sich verhärten, alles ganz gezwungen und furchtsam wird. An diesem Punkt sind schon ganze Motorradclubs von ambitionierten Sportfahrern umgestiegen aufs Tourenfahren oder gar Choppern. Und ranzen nun eifersüchtig die "Schräglagen....." an. Mit vollen Hosen läßt sich gut stinken.

    Wie man's macht? Der Trick ist das mentale Setup. Knieschleifer brauchen einen Mentor. Wie Luke Skywalker Obi Wan Kenobi. Ein Windgesicht, das einem ganz still erklärt, daß der Gummi im Normalfall gript, bis die Ohren kratzen. Und daß das Überwinden der ganz persönlichen Schräglagengrenze zuerst in der Übung, größtenteils aber in der richtigen Blickführung liegt: Blick weit voraus, das entzerrt den Horizont. Und dann ganz locker den Körperschwerpunkt neben die Maschine schieben. Keine krampfartigen Kunststückchen. Sondern das Motorrad wie ein Körperteil behandeln. Knie raus. Und dann fliegen lassen.

    Irgendwann dann - Rennstrecken sind da unglaublich hilfreich, und man kann nur jedem zu ein paar Hockenheim-Abstechern pro Saison raten - also irgendwann dippt plötzlich das Knie ganz zufällig gegen den Asphalt. Elektrisiert einen. Ich hab es! Das ist es! Es ist soo einfach!

    Einmal dort gewesen, läßt sich die Kurventechnik mit dem Knie ganz locker reproduzieren. Man weiß einfach wie weit es runter geht. Ähnlich wie früher, als man sich nachts im Dunkeln aus dem Haus der Schwiegereltern in spe geschlichen hat: Man wußte einfach, wie viele Schritte es im Dunkeln bis zur Haustür waren.

    Und dann? Dann macht das Knieschleifen außer Spaß plötzlich auch Sinn. Als Schräglagensensor. Als drittes Stützrad. Als Balancierstange. Das erste Mal mit 200 km/h einen lang gezogenen Knick entlangbürsten, als pantherhaftes Kraftbündel eingeduckt in die brüllende Maschine, explosionsartig in den Horizont jagen und dabei surft der Knieschleifer sanft über den Asphalt - da überkommen selbst introvertierte Naturen Allmachtsgefühle.

    Wer das erlebt hat, weiß eh wie Motorradfahren geht. Muß nicht zu schnell fahren, um den Kick zu kriegen. Redet kein Wort mehr darüber. Sondern tut es einfach immer wieder. Geil wie Kenny.

    Quelle: http://www.welt.de/print-welt/article21 ... ieder.html

  8. Registriert seit
    26.08.2007
    Beiträge
    433

    Standard

    #38
    So hab mir das mal alles durchgelesen und nun traue ich mich mal meinen Fahrstil zu beschreiben.
    Seit ich die GS fahre, bin ich auch etwas tiefer in den Kurven als vorher mit der Afrca Twin (aber nicht viel mehr)
    Bei mir ist der sogenannte Angstrand immer so 1-1,5cm (am Hinterrad)
    Ich schaffe es gar nicht den Reifen voll auszunutzen.............liegt vieleicht auch daran, das ich nicht so viele Km im Jahr zusammen bringe wie manch anderer hier(schaffe so 4000-6000Km pro Jahr mit der GS und nochmal soviel bedingt durch die Arbeit mit meinen 125er Rollerchen). Bei mir liegen oft 4 oder 6 Wochen zwischen den einzelnen Tagestouren.(Habe noch zwei 9 Jährige Kids mit denen ich gerne auch andere Dinge mache(auch Motorradfahren))
    Ich fahre in den Ortschaften meist zwischen 50-65 Km/h und das wie schon von anderen erwähnt immer in einem hohen Gang um Lärm für die Anwohner zu vermeiden.................auf der Landstrasse ist das je nach Strecke max 10-20 Km/H über dem erlaubten . Manchmal erwische ich mich das ich Kurven unterschätze und dann ein wenig ins Schwitzen komme (wohlgemerkt das kommt sehr selten vor,aber es kommt vor)..........bin aber zum Glück nie so schnell, um das ich das (bis jetzt) nicht wieder ausbügeln konnte (auch wenn manchmal das Herzchen schon höher geschlagen hat). Was ich nicht verstehen kann, sind einige Tiefflieger die mir dann noch in der Kurve auf meiner Spur entgegenkommen ............ich erschrecke dann regelrecht und bin froh auch mal in anführungszeichen zu langsam(überschätzt) in eine Kurve gefahren zu sein, und somit noch Spiel in Reaktion und Weg habe.(ich hatte schon zwei mal die Situation erlebt das wenn ich am meinem Limit gefahren wäre es nicht mehr gerreicht hätte und dies hätte böse enden können).Nach solchen Situationen denke ich oft das sich der Kollege vieleicht auch einfach mal überschätzt hat und es dann wieder ruhiger angehen lässt (wie ich schon oben geschrieben habe kommt das bei mir ja auch vor)...............nun sind aber die Charaktäre sehr verschieden...............denn der eine reagiert so wie ich (bei unterschätzung der Kurve und Überschätzung der Fähigkeiten mit anschließendem Herzrasen lasse ich es dann meist ruhiger angehen)...und der andere setzt voraus das es weiter gut geht und fährt Rücksichtslos weiter (leider auch schon erlebt)................und ich habe den Eindruck, das dieses Klientel zunimmt .
    Ich bilde mir ein in der Regel ein Sicherer fahrer zu sein, aber ich überschreite auch Grenzen (allerdings nur leicht) und deshalb fahre ich so wie ich mich sicher und wohl fühle

  9. Registriert seit
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    7.314

    Standard

    #39
    Zitat Zitat von AMGaida Beitrag anzeigen
    Du sprichst mir aus der Seele. Aber Kurven ausfahren und Schräglage genießen ist nicht angesagt unter Motorradfahrern, zumindest sieht man diese Fahrweise fast nie auf der Straße.
    Dann hättest Du bei der Treff-Ausfahrt mal in den Rückspiegel schauen sollen

    Aber grundsätzlich hast Du schon Recht. Ich würde micht jetzt nicht unbedingt als den Kurven-King bezeichnen, aber grade das Kurvenfahren in Schräglage macht doch Fez. Bin schon manches mal just for fun eine Ehrenrunde durch einen Kreisverkehr gefahren...

    Manchmal eiere ich auch verschämt hinter andern Moppedfahrern her, weil es mir etwas unangenehm ist, wenn ich meine gewünschte Schräglage nur durch Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigeit erreichen würde und so'n Kollegen in der Kurve stehen lassen würde... Aber nur manchmal...

    Zitat Zitat von -scout- Beitrag anzeigen
    ... Die Wirklichkeit sieht dann anders aus. In der ersten Pause kommen die ersten angeknatscht und bezeichnen dich als Heizer (wobei ich mich wirklich nur um einen runden, flüssigen Fahrstil bemühe, den sogar schon einmal ein MZ Fahrer mithalten konnte).
    Sprichst Du dann mal einzelne Leute an, die vor sich, in der Gruppe eine Riesen Lücke lassen, sagen sie meistens: "Ja, das merke ich auch, deswegen werde ich das nächste Mal mit 'ner 1000er kommen und die 650er verkaufen...
    Das ist eben der Unterschied zwischen gasgeben und fahren können. Die meinen dann, wenn sie mehr Power zum Gasgeben haben, können sie auch besser fahren...

    War letztens mit Jemandem auf 'ner 1150er GS zusammen unterwegs, der mir erzählt hatte, daß er schon angemacht wurde, weil er zu zügig unterwegs sei. Ich fuhr vorne und habe dann immer auf ihn gewartet, wenn wir eine schöne Kurvenstrecke hatte und ich mich nicht bremsen konnte. Und ich habe nur eine 19 Jahre alte 100er...
    Also, an den PS alleine kann es wirklich nicht liegen, da hast Du wohl Recht...

    Bei dieser Tour habe ich mich allerdings auf der unbekannten Stecke auch mal verschätzt... Wollte mir die Kurvenstrecke nicht von der Schnarchsack-Dose vor mir versauen lassen. Als dann endlich eine klitzekleine Möglichkeit zum Überholen bestand, gab ich Gas und die Schnarchsack-Dose auf einmal auch. Konnte es wohl nicht verknusen, überholt zu werden... Bin dann direkt vor der Kurve wieder eingeschert, von der Dose fast angeschoben worden und von einer fast Haarnadelkurve überrascht worden. Da hatte ich dann auch Schweiß auf der Stirn, der nicht von den Außentemperaturen hervorgerufen wurde... Aber ist alles gut gegangen .

    Zitat Zitat von mind Beitrag anzeigen
    ...ja!

    Deine "Idioten" kannst Du Dir getrost an den Hut stecken!

    Wem, von denen, die hier posten, würdest du das direkt ins Gesicht sagen?
    Aber mind, DAS ist doch einer der großen Vorteile eines solchen Forums...

  10. VoS
    Registriert seit
    27.09.2006
    Beiträge
    250

    Daumen hoch Genau so ist es...

    #40
    Hallo Doro,

    herzlichen Dank.

    Genau so ist es. Wobei sicherlich nicht jeder mit den Knien am Boden schraddeln muß. Ich bin da übrigens auch weit von entfernt.

    Aber genau so ist Motorradfahren.

    Grüße

    Volker


 
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