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Fahrstil der Motorradgemeinde

Erstellt von joergh, 15.09.2008, 18:03 Uhr · 272 Antworten · 23.746 Aufrufe

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    #71
    Zitat Zitat von Larsi99 Beitrag anzeigen



    wasn jetzt wieder los???

    da freue ich mich die ganze nacht auf eine kontroverse diskussion bezüglich des vollen ausnutzens der schräglagenmöglichkeit und was kommt?? NUR ZUSTIMMUNG

    leute, das könnt ihr nicht bringen!!
    wo sind die ganzen sicherheitswestenfahrer??
    da muss doch mehr potential in diesen fred liegen?!?

    Die Sicherheitswestenfraktion ist in Oranjeland

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    Standard maschine perfekt-fahrer überfordert?

    #72
    hi zusammen,
    wenn ich so durch die motorradläden schau...die maschinen sind eigentlich mittlerweile absolut perfekt in punkto fahrwerk, bremsen, motor und rahmen. was früher mit knapp 100ps ein absolutes höllengerät war, zb. eine honda bol d´or, scheint heute völlig bedeutungslos. gar keine aufreger, sich eine fireblade mit 160(!)ps beim händler abzuholen und loszukacheln. kein rahmenverwinden, hinterradstempeln, bremsenblockieren. also kann man als schwachpunkt eigentlich recht schnell den fahrer festmachen. und natürlich muss der bock möglichst aggressiv und böse aussehen. und das ist dann das, mit dem die jungs auf die menschheit losgelassen werden. das kommt dann so wie es kommen muss.
    ich habe viel mit dem rettungsdienst zu tun und muss sagen, es kommt bei den eigenverschuldeten unfällen selten vor, dass das unfallopfer über 35 ist und nen klassiker oder ein "gemäßigtes" motorrad zersemmelt. meistens ist es ein junger kerl, der über seine yamakawahonzuki einfach die kontrolle verloren hat (wenn er je kontrolle darüber hatte) und irgendwo eingeschlagen ist. es ist schon traurig...aber anscheinend will es die gesellschaft so: höher,schneller weiter und vor allem rücksichtslos und aggressiv.
    gruss vom schorsch

  3. Nero8 Gast

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    #73
    Zitat Zitat von Brummer Beitrag anzeigen
    ..........wobei diese Fahrweise im gruppendynamischen Großereignis in der Fahrschule so weder gelehrt noch geprüft wird, sollte man vielleicht tun, bei der Lust der Leute so zu fahren......

    ...was ich nicht verstehe bei dieser Art von Gruppendynamik...vorne fährt als 1. eine GS...in der Mitte R1...Gixxer...usw. und am Schluß gondeln irgend welche Softail Harley`s... aber alle mit den identischen KFZ-Kennzeichen !!

    Fange ich dann von hinten vooooooorsichtig an die Gruppe zu überholen dann zieht doch Grundsätzlich jemand von der Gruppe mit mir mit...nur daß ich nicht bei einem entgegenkommenden Verkehr einscheren kann...Beschützerinstinkt der Leistungsschwächeren des Rudels gegenüber...oder was ?

    @ Brummer...Danke für Deine obrigen Worte

  4. Registriert seit
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    Standard

    #74
    Ich kopier mal einen Text von Ulf Penner hier rein, der ziemlich genau das trifft, wozu ich vor einigen Jahren durch eigenes Nachdenken gekommen bin:

    Nachzulesen im zweiten "Gaskrank".
    ---------
    „Ihrem Meister dient sie, den Knecht tritt sie in den Staub“.
    So ähnlich hat sich Klacks mal geäußert.

    Das ist schon lange her und es ging – selbstverständlich - um Motorräder und einen Grundgedanken, der immer noch aktuell ist, wenn auch mit anderen Vorzeichen. Damals war es schwer, eine starke Maschine zu beherrschen. Die Fahrwerke und die Bremsen waren von der Motorleistung hoffnungslos abgehängt worden.
    Heute sind auf den Straßen 180 PS starke Rennmotorräder unterwegs, die fast schon überirdisch gut funktionieren.

    Ich hatte mein Aha-Erlebnis 1994 oder 95 am Bremer Kreuz, als ich auf einer Vorführer-Fireblade die langgezogene Auffahrt Richtung Osnabrück mit gut 200 Km/h in heldenhafter Schräglage runterbretterte und das Motorrad wie auf Schienen lief. Dabei gab es keine Sekunde, in der das Fahrwerk nicht zurückmeldete, daß es immer noch völlig unterfordert war. Ein tolles Gefühl, wenn du vorher an der gleichen Stelle auf deiner XS 400 schon mit 150 Km/h allen Mut und nach jeder Querfuge zwanzig Meter gebraucht hast, die Karre wieder in den Griff zu bekommen. Oder die Kurven, in denen die alte 450er Honda bei nur mäßig sportlicher Schräglage laut und bis in die Lenkerenden spürbar mit den Auslegern der Fußrasten weiße Schrammen in den Asphalt kratzte. Bei gleicher Geschwindigkeit signalisierte mir die Fireblade, ohne sich groß um Diskretion zu bemühen, bestenfalls Langeweile. Und schlimmstenfalls Mitleid. Also habe ich nochmal alles gegeben, eine persönliche Bestzeit nach der nächsten aufgestellt und es ist mir trotzdem nie gelungen, sie in Bedrängnis zu bringen.


    Das soll natürlich nicht heißen, daß es nicht eine Menge großartiger Jungs gäbe, die es schaffen, einen aktuellen Supersportler am Limit zu fahren und mit allem Recht der Welt darüber diskutieren, ob die Zugstufe am Federbein sieben oder acht Klicks zugedreht werden muß, damit das Hinterrad beim Rausbeschleunigen ein bißchen weniger pumpt. Sie holen sich ihren Kick, indem sie im Kurvenscheitel mit dem Ellenbogen über die Curbs rattern, am Kurvenausgang lange schwarze Striche malen und dabei das Vorderrad konstante zehn Zentimeter über der Straße halten. Respekt. Obwohl eine solche Fahrweise wahrscheinlich vollkommen bescheuert ist - die sind auf dem richtigen Motorrad unterwegs.
    Mir persönlich wird bei so etwas Angst und Bange. Und ich bin offensichtlich nicht der einzige.

    Im Sommer erlebe ich es fast täglich, daß Fahrer mit modernem Sportgerät die Kurven zuparken. Wenn ich meinen fiesen Tag habe, gönne ich mir den Spaß und ziehe mit meinem alten Geraffel innen vorbei. Auf der folgenden Geraden teilen sich die Überholten dann in zwei Gruppen. Die einen geben jetzt richtig Gas und zeigen dem dreisten Sack, was ne Harke ist.. Die nächste Kurve durchfahren sie dann mit zwei Grad mehr Schräglage und zusammengekniffenen Arschbacken. Wenn sie Pech haben, ist die Gerade aber nicht lang genug. Die anderen bleiben zurück und halten konzentriert Ausschau nach dem nächsten Parkplatz.


    Natürlich könnte ich nach solchen Erlebnissen testosterongeflutet zum nächsten Stammtisch fahren und von meinen Heldentaten berichten. Und es wäre nicht besonders ehrlich und würde nach dem eben Geschriebenen wohl auch kaum glaubhaft klingen, wenn ich bestreiten würde, so etwas jemals getan zu haben. Trotzdem schwingt inzwischen auch immer etwas altersbedingtes Mitgefühl mit, wenn ich mich frage, warum Menschen sich auf Maschinen setzen, die von ihnen etwas verlangen, was sie gar nicht geben können oder wollen. OK, diese Motorräder liegen perfekt, haben perfekte Bremsen, verfügen über unglaublich starke Motoren, sehen schon im Stand wahnsinnig schnell aus und sind Testsieger.
    Image? Na klar, Image ist schon wichtig.

    Aber ist es auch das richtige? Und was ist ein geborgtes wert? Was nützt es, die Rennstrecke zu besitzen, wenn du dort nie auftauchst und wenn doch, dann keine Sonne siehst und, vor allem, keine Sekunde wirklich Spaß hast? Ist es befriedigend, einen mattschwarzen Chopper zu kaufen, offene Tüten dranzuschrauben, das Halstuch über die Nase zu ziehen und alte Leute zu erschrecken, obwohl du doch eigentlich ein ganz netter Kerl bist? Vielleicht, ab und zu mal.


    Aber wie befriedigend ist es, ein Motorrad zu fahren, vor dem du Angst hast? Das dich ständig herausfordert und nie gewinnen läßt? Und wie schön wäre es zur Abwechslung mal anders herum? Wie wärs mit einer Maschine, die du fordern kannst, deren Grenzen du nicht nur aus Zeitungsberichten kennst, auf der du bequem sitzt? Die alles kann, was du brauchst. Die du aber, wenn du möchtest, rannehmen kannst, bis sie nicht mehr weiterweiß?

    Wenn auf einmal nicht mehr du der Knecht bist?

    Eine Menge Fragezeichen. Und keine Antwort.

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    #75
    @trabbelju:
    du bringst es ganz genau auf den punkt. genau so siehts aus.
    gruss vom schorsch

  6. Registriert seit
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    #76
    Und genau deshalb (und wegen einiger anderer Kleinigkeiten natürlich auch .. ) hab ich die Duc 749s testastretta verkauft.

    Die war besser als meine Nerven je sein werden. Da war die Grenze des machbaren für mich erreicht, als die immer noch tiefer runter wollte.

    Also wieder auf die alte GummiQ und damit an die Grenzen des Fahrwerks
    DAS schaff ich und da ich mir nix beweisen muss, sondern es einfach nur geil finde wenn es funkt bzw kurvelt, is das auch genau das richtige für mich.

    Wenn dann ab und an mal ein Sechzehnzollvorderradbeweger unter Zurücklassung seiner suppentellergroßen Augen hinterm Visier und nach vorn flatternden Haaren unterm Helm überholt werden kann, dann is das natürlich auch was feines

  7. Registriert seit
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    #77
    Zitat Zitat von Di@k Beitrag anzeigen
    Und genau deshalb (und wegen einiger anderer Kleinigkeiten natürlich auch .. ) hab ich die Duc 749s testastretta verkauft.

    Die war besser als meine Nerven je sein werden. Da war die Grenze des machbaren für mich erreicht, als die immer noch tiefer runter wollte.

    Also wieder auf die alte GummiQ und damit an die Grenzen des Fahrwerks
    DAS schaff ich und da ich mir nix beweisen muss, sondern es einfach nur geil finde wenn es funkt bzw kurvelt, is das auch genau das richtige für mich.

    Wenn dann ab und an mal ein Sechzehnzollvorderradbeweger unter Zurücklassung seiner suppentellergroßen Augen hinterm Visier und nach vorn flatternden Haaren unterm Helm überholt werden kann, dann is das natürlich auch was feines
    Der hat dann die Fliegen hinten auf dem Helm, nämlich die, die nicht mehr bremsen konnten

  8. Registriert seit
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    Daumen hoch 150 PS Hobel verkauft...

    #78
    Zitat Zitat von XVIPER1303 Beitrag anzeigen
    @trabbelju:
    du bringst es ganz genau auf den punkt. genau so siehts aus.
    gruss vom schorsch
    Genau das ging mir durch den Kopf, als ich vor 8 Jahren meine
    1100er ZZR gegen eine R1150GS getauscht habe....-
    OK, 1993 war ich der Schnellste auf der Dosenbahn(ohne Spaß*..),
    dann kam die Hayabusa, später die ZX12R...Bei über 270km/h locker
    deklassiert zu werden, macht überhaupt keinen Spaß!- Zumal ambitionierte
    Sportdosenfahrer auf der Bahn total geil darauf waren,
    bei wahrgenommener Behinderung meinerseits
    durch Linksspurschleicher, mir bei 120km/h mal fast bis an´s Kennzeichen zu fahren.....(220-240km/h hat diese Typen wohl schon heftig gereizt,obwohl das damals für mich ein "normales" Tempo auf freier, unbeschränkter Bahn war!)
    Kurz: Ich bin jetzt glücklich mit meiner GS !
    MfG,Mattin

    *Spaß am Fahren

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    #79
    Zitat Zitat von Brummer Beitrag anzeigen
    Da frage ich mich, ob ich nicht sicherer unterwegs bin, wenn ich auf freier Landstrasse am Kabel ziehe und mit dem Sport-Boxer mal die Sau fliegen lasse, in Kauf nehmend, dass der eine oder andere Autofahrer, an dem ich vorbeifeile (ohne ihn zu gefährden) mich für blöd hält.

    Jetzt müssen sich bitte nicht gleich wieder Leute aus der von mir angesprochenen Gruppierung echauffieren, weil sie sich angegriffen fühlen, sondern sich eher fragen, was an meiner Meinung dran ist. Bevor solche Leute von Fahr-Physik reden, sollten sie sich zunächst mal die Fahrzeug-Physik aneignen. Manche sind ja nicht einmal in der Lage eine Zündkerze zu wechseln und rennen wegen jedem Wehwehchen in die Werkstatt.
    Ja, da gebe ich dir recht, ist ja jeder von uns mal etwas schneller unterwegs. Aber... (Oberlehrerton an) die Freiheit des Individuum hört da auf, wo es in eine Gefährdung anderer mündet (Oberlehrerton aus).

    Da ich selber seit nunmehr 20 Jahren fahre (und auch schon mal eine Zündkerze selber gewechselt habe, oder Moment... waren es nicht 2 beim Boxer ) maße ich mir jetzt einfach mal an zu sagen, dass es bei den oben genannten Dr.Meiers und diversen Nachbarn an dem Sicherheitsaspekt und vielleicht nach jahrelanger Abstinenz an der Erfahrung mangelt. Und genau da setzt doch das Problem an. 20 Jahre kein Mopped gefahren, Riesenkiste mit >100PS kaufen, draufsetzen, Baum wickeln. Ist jetzt sicherlich ziemlich polarisiert, aber sicherlich nicht in den Bereich der Fabeln zu verweisen.

  10. Registriert seit
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    Standard

    #80
    Das Zitat von Trabbelju spricht mir wirklich aus der Seele. Hatte am WE das Vergnügen eines späten Trainings und hab dabei auf der Kreisbahn die Angststreifen ab und die Stiefelspitze angeschliffen. Hätte ich mit meinen spärlichen 3 Jahren Moppederfahrung nie gedacht und hatte Riesenspaß. Aber ganz ehrlich: fast noch ein bißchen mehr hat mich gefreut das ein R1-Fahrer mit schnieker Kombi und blitzeblankem Mopped noch dicke Streifen draufhatte und als Hindernis durch den Kreis rollte.
    Zugegeben Schadenfreude, steh ich aber zu. Nebenbei hat der dann in der Pause von seinen 250km/h + -Exzessen auf der BAB erzählt. Ich hab´s bei einem stillen Kopfschütteln belassen.....


 
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