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Früher.....!!

Erstellt von Tammo, 13.02.2013, 15:44 Uhr · 29 Antworten · 4.239 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    Hi Tammo,

    ich kann Dich verstehen. Für mich persönlich habe ich festgestellt, dass man heutzutage Vieles einfach mitschleppt, weil man:
    a) inzwischen ein ausreichend großes Motorrad dafür hat
    b) man aus Faulheit, Bequemlichkeit bzw. Unüberlegtheit lieber mehr als zuwenig einpackt
    c) man auch etwas älter und anspruchsvoller gegenüber früher ist
    d) man eventuell auch aufgrund zwischenzeitlich gewachsener Verantwortung gegenüber Ehefrau und Kind(ern) ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis hat.
    Wenn ich mir eine frühere Tour auf`unserer 150er MZ in Richtung Balaton in Erinnerung rufe, dann sage ich aus heutiger Sicht - teilweise fahrlässig!
    Wir fuhren in Jeans und Turnschuhen - ohne richtige Regen- und jegliche Art von Sicherheitsbekleidung. Da unsere Zelte viel zu überdimensioniert waren, mußte eine Zeltbahn der Armee ausreichen. Letztlich sind das jedoch die Touren, von denen man noch seinen Enkeln vorschwärmen wird.
    Normalerweise müßte man in der heutigen Zeit mit noch deutlich weniger Dingen als früher (ohne jeglichen Verzicht auf Komfort, verglichen mit früher) auskommen! Letztlich ist man meist finanziell ja auch unabhängiger, so dass man wirklich fehlende Dinge meist immer unterwegs besorgen kann.
    Dennoch ist die auf ein Minimum an benötigten Dingen beschränkte Planung des Gepäcks für viele eine Herausforderung.
    Ich schätze mich aber diesbezüglich als sehr dual ein. 1 oder 0 - mehr gibt`s bei mir nicht. Alles, was ich bei einer vorhergehenden Tour in vergleichbare Gefilde nicht benötigt habe wird einfach weggelassen. Das betrifft jedoch keine (aus meiner heutigen Sicht) wesentlichen - wenn auch bisher noch nicht benötigten - Dinge wie z.B. Erste - Hilfe - Pack, Zweithandschuhe, Reifen-Reperatur-Set, Handy. Nein es sind eher Dinge wie ein Campingstuhl, da sich irgendwie immer eine moderate Sitzgelegeheit improvisieren läßt, Zweit-Kochtopf, unnötige Wäsche (z.B. Viert- und Fünft- T-Shirt), die elektirsche Zahnbürste etc.

    Inzwischen mache ich bei Touren mit meinen Kumpels meist ein Incentive. Derjenige mit dem wenigsten Gepäck ist Sieger. Als Preis zahlt der Verlierer dem Gewinner eine Tankfüllung. Das hat bei den letzten Touren schon ein paar Mal zu lustigen Situationen geführt. Wenn z.B. jemand aus Sparwahn ein einfaches Utensil wie ein Zelt vergessen oder absichtlich weggelassen hat...

    Beste Grüße
    Tobias

  2. Registriert seit
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    #12
    ...schön, das ich nicht allein mit diesen Gedanken bin.
    Und so schön auch die Erinnerungen an diese Reisen früher sind, möchte ich jetzt nicht mehr non stop von der Cote d'Azur bis an die dänische Grenze mit einer XT 600 fahren!
    Ich denke gern daran zurück, aber es reizt mich jetzt nicht mehr wieder Einzylinder zu fahren, ev. vielleicht noch mal XT 500 oder
    XR 600R. Zum Wheelie fahren einfach klasse.
    Ich wiege jetzt ca. 25-30 Kg mehr als damals, und so eine XT oder XL ist auch nicht jünger und kräftiger geworden

    Man sollte sich einfach ab und an an früher erinnern, und das Gute daraus ziehen, bedeutet für mich einfach für das Thema Motorrad - weniger Gepäck und weniger alles durchdenken zu müssen/wollen!
    Spontaner eine Tour einfach fahren und nicht mit allen einen Termine vereinbaren zu wollen.
    Einen Termin setzen, wer es schafft kommt mit, wer nicht bleibt zu Haus.

    Funktioniert übrigens besser als gedacht.
    Bei vielen meiner Freunde ist einfach Familie da, Kinder, Haus gebaut etc. und schon so manches Mal sind die spontanen Fahrten oder Touren einfacher zu bewerkstelligen als lange im voraus geplante Sachen.

    In diesem Sinne.............EINFACH MACHEN!!!

    Gruss Tammo

  3. Registriert seit
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    #13
    so ist es Tammo....einfach machen....an "früher" zu denken und schönes Gefühl zu haben ist toll..... :-)
    doch das einfach "wieder" oder weiter zu machen, auch wenn neueres Moped mit etwas hochwertigeren Sachen ist auch toll....:-))
    LG

  4. Registriert seit
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    #14
    Das gute ist doch, wir haben es gemacht
    Allerdings bei ein paar Sachen schüttel ich heute den Kopf. Nonstop auf KLR600 nach Biarizz brauch ich auch nicht mehr.
    Der erste Motorrad-Urlaub mit meiner Ex-Verlobten war schon ein Schock für sie. Sie hat eine Satteltasche (25L ?) zur Verfügung gehabt. Was passte durfte mit. Die zweite Tasche war für mich, Gepäckrolle für Zelt, Schlafsack, usw. und der "Tankrucksack", BW-Kampftasche gross, für Werkzeug, Öl, Karten etc.

  5. Registriert seit
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    #15
    einer meiner absoluten Lieblings Lebensweisheiten lautet: Jegliches hat seine Zeit. Wenn die Zeit jetzt wieder ist, dann ist sie es. Ist sie es nicht, ist mir das auch egal

  6. Registriert seit
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    #16
    Schöner Thread.... ist kein Einzelfall.
    Auch ich schwelge hin und wieder in meiner Motorradvergangenheit und habe selbiges festgestellt: Es war irwi spannender, puristischer... meine erste Enduro, die DR 650, nur mit Kickstarter, ohne jegliches Zubehör, Reisetasche, Zelt,Schlafsack, Kochgeschirr auf den Sozius mit mehreren Spanngurten befestigt und los! Handy? Navi?Kreditkarte?... nix! Nur Bordwerkzeug und Bowdenzüge mit Schraubnippel für den Fall der Fälle, Öl brauchte ich keins.
    Null acht fuffzehn Straßenkarten.
    Straße und über Stock und Stein. Und wenn wir abends "fertig" waren: Zelt aufbauen und dann ESSEN.



    Und heute??? Bin ich wieder step by step auf dem Weg "back to the roots"!!! Ich lebe sie wieder, diese vergangenen Träume.
    Allerdings mit einer moderneren Enduro.



    Okay... Handy für den Notfall und ein GPS zum üben ist dabei.
    Hab mir auch gerade erst ein EIN-MANN-ZELT gekauft... mehr braucht es nicht, ich nehme ja nicht viel Gepäck mit.

    Wurde ja schon geschrieben...., leider haben die meisten wenig Zeit oder Familie.... bei mir ists halt umgekehrt... z.Zt. tuts mir gut..., aber weiss, wie es mal kommt...

    Wenn sich gleichgesinnte finden, die "back to the roots" wollen... nicht REDEN, einfach MACHEN.

    NUR über eins sollte man(n) im klaren sein: Die Vergangenheit kommt nicht zurück, es wird nicht das SELBE Feeling sein, wie früher, aber ein neues,schönes Erlebnis... entstanden aus gelebten Träumen.... und auch DIESE werden mal Vergangenheit sein, an die man sich später wehmütig erinnert.


    Gruß aus Mahlow
    Jürgen

  7. Registriert seit
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    #17
    .......dem ist nichts weiter hinzuzufügen!

  8. Registriert seit
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    #18
    Siehe auch Reiseecke "5 Männer im Piemont" und vorletztes Jahr "4 Männer im Piemont" - allerdings Anreise mit dem Autozug.

    Aber Wild zelten im Wald, Dosenbier und Lagerfeuer - macht immer wieder Spaß!

  9. Registriert seit
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    #19
    Irgendwie erinnert mit das alles hier an früher, komisch .
    Erste lange Tour mit Motorrad (Victoria V35 "Bergmeister") '71 nach Spanien. An Bord (außer mir nat.) ein originaler, leicht verschlissener, BW-Seesack, den es für kleines Geld (war trotzdem viel für einen Ex-Abiturienten mit 18.-DM monatlichem Taschengeld) bei Räer gab. Zusätzl. ein Tankrucksack, der damalige (m.E. bisher unereichte) Standard: Harro "Elefantenboy" (ich hab ein unbenutztes Original, mit allerdings ausgeschnittener Bodenplatte. Nichts, was nicht in kurzer Zeit ersetzt/repariert werden könnte) und ein "Affe" (Felltornister, durch Soldaten in WWI/II etc. verwendet, daggn sind heutige Tornister erstaunlich unpraktisch) als seitlich angebrachte Packtasche.
    Inhalte genannter Dinge:
    Ein "Enders 'Baby'", m.E. DER Benzinkocher schlechthin (EIN Teil, rechteckig, praktisch, gut! Nicht irgendwas mehrteiliges, sperriges, rundes, mit zusätzl. Schlauch u. zusätzl. Benzinflasche , wahrsch. von meinen Eltern für die "Nordkapexpedition" von 1956 erstanden. Teilnehmer: VW-Käfer '54, meine Eltern u. ich ).
    Ein Aluminium Kochgeschirr, Vorkriegsware, bestehend aus Windschutz, Topf "groß", Topf "klein", Wasserkessel!!! -ich hasse Tee, der nach der vorher im Topf bereiteten Suppe schmeckt - und den als Pfannen dienenden Deckeln der Töpfe u. des Windschutzes (Alles habe ich/nutze ich noch heute, auch wenn die Alutöpfe langsam mal Lötungen brauchen, weil zudengeln der, infolge Fehlreinigung/-lagerung mit basischen Reinigern durchgefressenen Löcher, nicht auf Dauer hilft)
    Essbesteck
    Ein armeegrünes Zelt, von meinen Eltern -für die zuvor erwähnte "Nordkapexpedition"- aus Armeezeltbahnen genäht, MIT Gummiboden echt komfortabel für damalige Verhältnisse, nur nicht kompakt u. leicht.
    Eine Luftmatraze (die sind Scheixxe kalt, sauschwer u. haben ein übel großes Packmaß, nur gab's nicht besseres damals)
    Etwas Unterwäsche
    Etwas Oberbekleidung
    Einen BW-Parka (obwohl, den trug ich beim Fahren zumeist "am Leibe")
    Gelber "Ostfriesennerz" ggn hohe Luftfeuchtigkeit
    WERKZEUG!!!!
    Zündkerzen!!!

    Der Seesack ist kleineren Ortliebsäcken gewichen (bis zu drei, Klamotten, Zelt, Liegematte, Reserve(hand)schuhe/-hose, ...)
    Der "Elefantenboy" wich einem flexibleren, an den Harleytank sich anpassenden Billigexemplar aus Polyestergewebe mit Magnethalterung -Harleytanks sind weiterhin zumeist aus echtem Stahl ) .
    Ein ca. 30l Rucksack für Klamotten zusätzl. für ganz lange Touren (>>14Tg.e, für, auch Lang-WE-Touren reicht der ganz allein).
    Kein Ostfriesennerz, die Funktion ist in die heutige Motorradbekleidung eingearbeitet
    Kein Werkzeug
    Keine Zündkerzen

    Der Spaß ist geblieben, ich zelte auch heute noch gern u. immer wieder, das Enders "Baby" ist auch immer dabei (o. ein ähnlich kleines, leistungsstarkes, einteilges Äquivalent), ein original BW Essbesteck, ein kleineres Alu-Kochgeschirr (mit dem unverzichtbaren Wasserkessel!!!).
    Das selbstgenähte Zelt ist den Weg "alles irdischen" gegangen, vor Jahrzehnten ersetzt durch ein Jack Wolfskin "Timetunnel" (trotz Innenzelt leichter, kleineres Packmaß, dichter als das alte Baumwollzelt, kann aber auch mal wieder ersetzt werden)

    'Ne ADAC-Karte hatte ich auch '71 schon dabei, allerdings kein Handy (hän die damals net g'hett o.so ).


    Den "Geist" der alten Touren wieder zu finden, o. solche zu wiederholen, ist nicht ganz einfach. '71 sind wir "einfach so" losgefahren (3 Mann, Victoria V35, Ducati 450 Scrambler, BMW R69S), haben in D, F u. E wild gezeltet. In F den Pont du Gard auf der untersten Ebene befahren, auf der obersten, ohne schützendes Geländer überquert. Unten ist heute keine Durchfahrt mehr möglich, oben sieht's genauso aus. In N war damals zelten überall möglich, seither sind zu viele "Schweine" unterwegs gewesen, die ihren Dreck allerorten haben liegen lassen, so daß heuer jeder Weg, jede Lichtung ein Schild "Camping forbud" aufweist u. auch nicht mehr jeder Bauer am Wegesrand bereit ist, Leuten mal die Nutzung einer Wiese zum vorübergehenden zelten zu gestatten (o. ihnen Schutz vor erhöhter Luftfeuchtigkeit in einer Scheune zu gewähren). Die Kehrseite der hohen Mobilität.
    Ungeachtet dessen werde ich weiterhin zelten (u. auch "Hytter" in Skandinavien nutzen, o., egal wo, in den Schlafsack gerollt, neben der Maschine schlafen), auch wenn ich durchaus vorausgeplante Touren mit festen Unterkünften (u. exzellentem Essen u. Getränken) zu würdigen weis.
    Dann ist's fast "wie früher"

    Grüße
    Uli

  10. Registriert seit
    10.11.2011
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    Standard

    #20
    Früher war alles viel früher.
    Aber meine Einstellung hat sich nicht geändert. Habe nie Motoradtouren mit zelten verbunden. Waren in den 80-90zigern mit einer K100 RS unterwegs, im Elsass, Paris, den Alpen oder Schweden. Ein Zelt haben wir nicht vermisst, war schön nach einer Regentour die Klamotten im Hotelzimmer zum Trocknen zu verteilen. So halte ich es noch heute. Bei meiner letzten Tour nach Südtirol war der Koffer schon im Hotelzimmer bevor ich da war. Jeder so, wie es ihm gefällt. Hab die Idee in 2013 die Ostsee zu umrunden, werde einfach losfahren, aber auf jeden Fall ohne Zelt.

    .


 
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