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Führerschein A2 im Ausland, wenn Ausgangsleistung > 70 KW

Erstellt von camper24, 10.02.2013, 18:34 Uhr · 30 Antworten · 13.449 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    Leider sehe ich das nicht ganzo einfach mit der Übertragbarkeit der deutschen Rechte in andere Länder. So durften in der Vegangenheit auch 16 Jährige nicht mit ihren 125ern in Österreich fahren, da dort das Mindestalter 18 war.

    Wenn ich das richtig verstanden sollte gerade mit der einheitlichen Führerscheinregel mehr Klarheit in Europa geschaffen werde. Durch den Alleingang Deutschland´s in Bezug auf die Drossellung (>70KW) ist zumindest die Einheitlichkeit nicht mehr gegeben. Die Kernfrage ist im Prinzip wie sehen die anderen EU Staaten das uns was bedeutet das für den Fahrer...........


    Gruß

    Dirk

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    #12
    Es geht nicht um die Zulassung eines Fahrzeugs sondern darum mit dem Führerschein A2 (beschränkt auf 35 kW) in's Europäische Ausland zu fahren, wenn die gedrosselte Maschine original über 70 kw hat. Da hat Deutschland nämlich eine Ausnahmeregelung. In D darf ein Fahrer mit einem A2 Führerschein theoretisch auch eine auf 35 kW gedrosselte Suzuki Hayabusa (original 145 kW) oder BMW S 1000 RR (original 142 kW) fahren. Im Europäischen Ausland ist das allerdings nicht erlaubt. Dort darf die ungedrosselte Maschine maximal 70 kW haben.

    Wie RA Jan Schweers, Bremen dazu schreibt (Link: Rechtstipp - Führerscheinrecht Änderung ab 19.1.2013 | bma - DAS kostenlose Motorradmagazin):

    "Folglich besteht die Gefahr des Fahrens ohne Fahrerlaubnis im Ausland. Wer eine solche Reise vorhat, sollte sich zuvor nach eventuellen Sanktionen in anderen Ländern erkundigen, damit er nicht hohe Geldstrafen oder gar Gefängnisaufenthalte zu befürchten hat."

    Bleibt tatsächlich im Moment nur abzuwarten, ob und wie "Verstöße" im jeweiligen Ausland gehandhabt werden.

    Gruß
    Uwe

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    #13
    Zitat Zitat von Hermann (aus E) Beitrag anzeigen
    Die Niederlande und Östereich haben häufig Leute, die mit dem grauen oder rosanen Führerschein kräftig abgezockt weil sie keinen "gültigen" Führerschein haben.
    Hermann, sei so gut, das glaubst Du doch selber nicht.

    Millionen deutscher Rentner, wahrscheinlich die Hälfte noch mit grauer Pappe unterwegs (ich hab auch noch eine, bin aber noch weit vom Rentenalter weg ;-) fahren also alle mit ungültigem Führerschein via Österreich gen Meran und Gardasee?

    Erst aktuell ist doch festgelegt worden, daß die alten (auch grauen und rosanen) Führerscheine bis 19.1. 2033 Gültigkeit behalten und erst dann in Plastikkarten umgetauscht werden müssen.

    Ich werde meinen Grauen ganz gepflegt kurz vorher "verlieren", den geb ich nicht her

    Ciao
    Alex

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    #14
    Hi
    Zitat Zitat von enduro43 Beitrag anzeigen
    Hallo
    verstehe ich jetzt ehrlich nicht. Ich kann doch ein Fzg. zulassen auf meinen Namen "ohne" einen FS zu besitzen, oder etwa nicht?
    M.W. braucht man doch nur eine Adresse, ein Konto, und den gültigen Reisepass/Personalausweis um ein Fahrzeug anmelden zu können. Plus Versicherungs-Nachweis (früher Doppelkarte).
    Grüße Eugen
    Jein. Du brauchst erst mal einen Wohnsitz in DE. Eine Hoteladresse und ein Tourivisum genügen nicht. Es geht schlicht und ergreifend darum, wohin Tickets geschickt werden können :-). Mit einem deutschen Wohnsitz ist aber Dein ausländischer FS in DE nach kurzer Zeit ungültig!
    Andernfalls bekommst Du bestenfalls ein Ausfuhrkennzeichen.
    Der Pass offenbart Deine Nationalität und das interessiert die Versicherung. Dann kann es schwierig werden . . Das beginnt bereits wenn deutsche Fahranfänger von Papi einen Porsche bekommen. Deshalb und nicht nur wegen der horrenden Anfängerprämien läuft der Karren auch häufig auf Papis Namen.

    Wer schon mal bei einem Autovermieter ein Fahrzeug geholt hat kennt auch die Frage "FS?", und auch bei internationalen FS aus "weit entfernten Ländern" habe ich am Flugplatz schon "I am awfully sorry" gehört.
    Gleiches gilt für die Umschreibung eines ausländischen Scheins in einen deutschen. Bei Franzosen kostet das etwas Zeit, 2 Formulare, einige Euros und noch etwas Zeit. Bei einem Pakistani kostet es einen (ausführlichen) Fahrschulbesuch nebst Prüfung. Ob die Behörde das nach Augenmass fordern darf oder ob es Listen gibt weiss ich nicht
    gerd

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    #15
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    Gleiches gilt für die Umschreibung eines ausländischen Scheins in einen deutschen. Bei Franzosen kostet das etwas Zeit, 2 Formulare, einige Euros und noch etwas Zeit. Bei einem Pakistani kostet es einen (ausführlichen) Fahrschulbesuch nebst Prüfung. Ob die Behörde das nach Augenmass fordern darf oder ob es Listen gibt weiss ich nicht
    gerd
    Über die Anerkennung und in welchem Umfang die ausländische Fahrerlaubnis anerkannt wird, gibt es tatsächlich Listen.

    Für den Franzosen ist das überhaupt kein Problem mehr. Die ausländische Fahrerlaubnis muss innerhalb der EG-Mitgliedsstaaten nicht mehr umgeschrieben werden.

    Und ob ein Autovermieter die Fahrerlaubnis anerkennt ist vollkommen wurscht. Als freier Unternehmer kann er auch die Bedingungen festlegen, zu denen er seine Fahrzeuge vermietet. Viele vermieten ja auch erst ab einem Mindestalter von 21 Jahren. Das hat aber nichts mit der Gültigkeit der Fahrerlaubnis zu tun.


    Nochmal zur Anfangsfrage zurück:

    Die BRD sowie die anderen Mitgliedstaaten der EG haben die 3. EG-Führerscheinrichtlinie am 19.01.2013 in nationales Recht umgesetzt.
    Dabei hat Deutschland einen Spielraum der Richtlinie genutzt und für die Klasse A2 einen Teilsatz nicht umgesetzt.

    In Artikel 2 der EG-Richtlinie verpflichten sich die Mitgleidstaaten, die Fahrerlaubnis gegenseitig anzuerkennen.

    Wenn in Deutschland also eine Fahrerlaubnis der Klasse A2 erteilt wurde, ohne diesen Teilsatz, so ist diese erteilte Fahrerlaubnis gültig.
    Und nach Artikel 2 der EG-Richtlinie müssen die anderen Mitgliedsstaaten die hier erteilte Fahrerlaubnis uneingeschränkt anerkennen.
    Nur hinsichtlich des Mindestalters gibt es entsprechende Abweichungen, die aber ebenfalls in der EG-Richtlinie geregelt sind.

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    #16
    Zitat Zitat von on2wheels Beitrag anzeigen
    Hermann, sei so gut, das glaubst Du doch selber nicht.

    Millionen deutscher Rentner, wahrscheinlich die Hälfte noch mit grauer Pappe unterwegs (ich hab auch noch eine, bin aber noch weit vom Rentenalter weg ;-) fahren also alle mit ungültigem Führerschein via Österreich gen Meran und Gardasee?

    Erst aktuell ist doch festgelegt worden, daß die alten (auch grauen und rosanen) Führerscheine bis 19.1. 2033 Gültigkeit behalten und erst dann in Plastikkarten umgetauscht werden müssen.

    Ich werde meinen Grauen ganz gepflegt kurz vorher "verlieren", den geb ich nicht her

    Ciao
    Alex
    Hi Alex,
    doch, ich denke es kann Probleme geben, vielleicht mittlerweile nicht mehr, aber Anfang 2000 war es wohl eines...
    http://www.derwesten.de/reise/graue-und-rosafarbene-fuehrerscheine-sind-im-eu-ausland-weiterhin-gueltig-id5064698.htm
    oder dies hier:
    http://www.landkreis-augsburg.de/Dox...6-60012f7e723a

    Also so ganz weit hergeholt scheint es nicht zu sein...

    Ich habe meinen grauen aus diesem Grund gegen die Scheckkarte ausgetauscht, weil ich meinen Urlaub bestimmt angenehmer verbringen kann, als mich mit vermeidbarem Firlefanz abzugeben. Ich durfte meinen grauen FS auch behalten...obwohl er wurde entwertet, oder wie man das nennt.
    Ich möchte nur drauf aufmerksam machen, das die Möglichkeit besteht, das nicht jeder Dorfpolizist in der EU weiß, das ausgerechnet Deutschland wieder einen Sonderweg eingeschlagen hat. Ihr mögt zwar das Recht auf eurer Seite haben, aber auch die Lauferei zum Anwalt usw...

    Gruß Hermann

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    #17
    Zitat Zitat von Hermann (aus E) Beitrag anzeigen
    Ich möchte nur drauf aufmerksam machen, das die Möglichkeit besteht, das nicht jeder Dorfpolizist in der EU weiß, das ausgerechnet Deutschland wieder einen Sonderweg eingeschlagen hat. Ihr mögt zwar das Recht auf eurer Seite haben, aber auch die Lauferei zum Anwalt usw...
    Eben jener Dorfpolizist wird die in der Zulassung eingetragene Leistung überprüfen und sich mit der Angabe begnügen.
    Oder Du findest den einen unter 1000, der zwar die Originalleistung aller Motorräder im Kopf hat, aber die gesetzlichen Grundlagen nicht kennt

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    #18
    ...und was ist wenn er die gesetzlichen Grundlagen gut kennt?
    Ein Fahrer mit einem A2 Führerschein darf laut EU kein gedrosseltes Motorrad mit 35kW fahren, dessen original Leistung größer als 70kW war (außer in D, aber weiß das jeder Dorfpolizist?) ... und schon hat er sich wieder ein Sternchen verdient.

    Gruß Hermann

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    #19
    Zitat Zitat von daniela sabine Beitrag anzeigen
    In Artikel 2 der EG-Richtlinie verpflichten sich die Mitgleidstaaten, die Fahrerlaubnis gegenseitig anzuerkennen.

    Wenn in Deutschland also eine Fahrerlaubnis der Klasse A2 erteilt wurde, ohne diesen Teilsatz, so ist diese erteilte Fahrerlaubnis gültig.
    Und nach Artikel 2 der EG-Richtlinie müssen die anderen Mitgliedsstaaten die hier erteilte Fahrerlaubnis uneingeschränkt anerkennen.
    Nur hinsichtlich des Mindestalters gibt es entsprechende Abweichungen, die aber ebenfalls in der EG-Richtlinie geregelt sind.
    Der Führerschein wird im Ausland sicherlich anerkannt,
    aber das benutzte Fahrzeug erfüllt außerhalb D die geforderten Voraussetzungen nicht.

    Deswegen vielleicht mal beim ADAC nachfragen, die haben doch für so etwas Juristen.

    Gruß Franz

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    #20
    Zitat Zitat von manghen Beitrag anzeigen
    Der Führerschein wird im Ausland sicherlich anerkannt,
    aber das benutzte Fahrzeug erfüllt außerhalb D die geforderten Voraussetzungen nicht.
    Das ist so nicht richtig.

    Die erteilte Fahrerlaubnis der deutschen Klasse A2 ist bezüglich der Einschränkung 70kw nicht beschränkt.
    Und in diesem Rahmen müssen die Mitgliedstaaten die erteilte Fahrerlaubnis anerkennen.

    Umgekehrter Fall. Ein Franzose hat die französische Fahrerlaubnis der Klasse A2 erworben. Er darf in Deutschland kein Kraftrad bis 35kw fahren, dass ursprünglich mehr als 70kw Leistung hatte, denn die Auflagen der Fahrerlaubnis des ausstellenden Staates sind auch in Deutschland gültig.

    Eine wirklich rechtsverbindliche Auskunft wird man nur beim Bundesverkehrsministerium erhalten.


 
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