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Gedanken zum Kurvenlicht

Erstellt von sampleman, 22.02.2015, 00:05 Uhr · 111 Antworten · 14.200 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Gedanken zum Kurvenlicht

    #1
    Werte Gemeinde,

    die neue KTM 1290 Super Adventure ist meines Wissens das erste Serienmotorrad mit Kurvenlicht. Das wird dort mit LEDs gelöst, die in drei Gruppen links und rechts von der Gabel angeordnet und mit dem Schräglagensensor gekoppelt sind. Sobald die Schräglage 10° erreicht, geht eine Gruppe an, sind 20° erreicht, gehen zwei Gruppen an, sind 30° erreicht, gehen alle Kurvenlicht-LEDs auf einer Seite an. Ich habe das in der Praxis noch nicht ausprobiert, aber ich gehe davon aus, dass die drei LED-Gruppen so angeordnet sind, dass die dritte Gruppe, also die, die erst bei 30 Grad anspringt, am stärksten "zur Seite" leuchtet, also der Winkel zur Fahrtrichtung am größten ist. Sonst würde das ja irgendwie gar keinen Sinn machen.

    Die Frage ist jedoch: Macht das überhaupt Sinn?

    Ich meine: Warum könnte man überhaupt Kurvenlicht wollen? Ganz klar, weil der Blick des Fahrers in der Kurve nicht dahin geht, wo der Hauptscheinwerfer hinleuchtet. Selbst bei einem an der Gabelbrücke befestigten Scheinwerfer leuchtet das normale Motorrad im Wesentlichen geradeaus, weil die Gabel selbst auf kurviger Strecke nur wenig verdreht wird. Selbst bei einer extrem engen Kurve (Wenden auf der Straße) wird die Gabel (und damit der Scheinwerfer) vielleicht um 15 Grad verdreht, der Blick des Fahrers geht aber über die Schulter zurück - und dahin leuchtet der Scheinwerfer nicht. Das ganze an die Schräglage zu koppeln, halte ich für wenig sinnvoll, weil man eben auch sehr enge Kurven fahren kann, ohne dabei große Schräglagen zu erreichen - wenn man langsam unterwegs ist.

    Ich frage mich, ob es nicht am sinnvollsten wäre, einen Scheinwerfer am Helm des Fahrers zu befestigen. Der würde dann dort hinleuchten, wohin der Fahrer seinen Kopf dreht. Heute gibt es ja kleine und leichte LED-Scheinwerfer, das müsste eigentlich gehen. Und eigentlich braucht man als Fahrer sein Kurvenlicht ja auch nicht um gesehen zu werden, sondern um zu sehen. Solange es noch hell genug ist, dass man die Straße auch ohne zusätzliches Licht sehen kann, braucht man es nicht.

    Viele Leute haben doch an ihrem Helm eine Halterung für eine Action Cam. Die kann man nur brauchen, wenn es hell genug ist, um Filmaufnahmen zu machen. Jetzt könnte man doch einen LED-Zusatzscheinwerfer mit einer solchen Actioncam-Halterung ausstatten, und nachts steckt man sich eben statt der Kamera einen Scheinwerfer an den Helm. Fragt sich, wie lange ein solcher LED-Zusatzscheinwerfer mit einem kompakten Akku läuft, oder ob man ihn nicht lieber gleich per Kabel vom Mopped aus mit Strom versorgt.

    Ich gehe mal davon aus, dass das nach der StVO nicht erlaubt ist, aber davon abgesehen: Hat das schon mal jemand ausprobiert? Ist das praktikabel?

    Sampleman

  2. Registriert seit
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    Standard

    #2
    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    die neue KTM 1290 Super Adventure ist meines Wissens das erste Serienmotorrad mit Kurvenlicht.
    Das ist ein Irrtum. Bei der BMW K1600 gibt es optional Kurvenlicht. Ein "richtiges" mit Schwenkspiegel, kein LED-Gruppen-Schalten.

    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Die Frage ist jedoch: Macht das überhaupt Sinn?
    Deine Erklärung klingt für mich wie eine theoretische Herleitung und so, als ob Du es noch nicht ausprobiert hättest.
    Und das mit dem Winkel stimmt nur, wenn der Scheinwerfer lenkerfest montiert ist. Oft ist er aber rahmenfest.
    Ich bin letztes Jahr mal nachts eine sehr kurvige Straße gefahren und war erschrocken, wie sehr der Scheinwerfer kurz vor mir auf den Boden zeigte. Ich brauche Kurvenlicht nicht, weil ich fast nie im dunkeln fahre. Aber vom Prinzip halte ich es beim Motorrad für noch besser als beim Auto. Und da will ich es nicht mehr hergeben.

    Gruß Martin

  3. Registriert seit
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    #3
    K1600.
    Wie soll man bei Deinem Vorschlag das Thema Blendung in den Griff bekommen?

  4. Registriert seit
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    #4
    Durch die fehlende Höhenbegrenzung würde man wohl oft den Gegenverkehr blenden.


    Gruss
    Berthold

  5. Registriert seit
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    #5
    Gueta nobig Herr Sampleman, Sinn macht das ganze Gedöns nur bei BMW, klar oderrr, bei Deinem Geschreibsel frag ich mich
    ob Du jemals im Dunkeln mit einen Töff gefahren bist, nicht in der Stadt, nein, sondern da wo es wirklich dunkel ist.

    Deine Meinung mal ausgeblendet, und meine zum Besten gegeben;


    Bei Nacht habe ich nie Licht genug, egal woher die Lichtquelle kommt, also lass die Kati leuchten.

    Du schadest BMW mehr als das Du nützts, hast das noch nicht realisiert?

    Schlof guet.

  6. Registriert seit
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    #6
    Ob das System von KTM so funktioniert wie die sich das vorstellen, weiß ich nicht. Ich sehe aber keinen Grund, es erst mal schlecht zu reden.
    Das aufwändige Kurvenlicht aus der K 1600 mag funktionieren, wird aber auf das Modell beschränkt bleiben. Selbst für die LC-RT ist es ja nicht verfügbar.
    Eine Leuchte am eigenen Helm halte ich für Unfug. Die leuchtet nämlich bei jeder Kopfbewegung woanders hin und im Zweifel nie dahin, wo sie hinleuchten soll.

  7. Registriert seit
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    Standard

    #7
    Hi
    Die LEDs für den engsten Kurvenradius müssen aber "nach oben" leuchten weil sie sonst nur die Fusspitzen beleuchten. D,h, sie dürfen wirklich nur in der Kurve leuchten weil sie sonst gnadenlos den Gegenverkehr blenden.
    Was ich schon mal näherungsweise probiert habe:
    Man macht den aufbaufesten Scheinwerfer drehbar. Und zwar nicht schwenkbar wie beim Auto (wo er ja li/re pendeln kann; "adaptives Kurvenlicht" heisst das bei VW), sondern in der Längsachse. Also, wenn man von vorne draufschaut in/gegen den Uhrzeiger.
    Beim Geradeausfahren fällt das Licht zwischen "9 und 3 "Uhr" auf die Strasse, in der Kurve von "11 und 5". Hält man jetzt den Scheinwerfer (mittels Gyro) gerade, wird die Kurvenausleuchtung sehr viel besser weil auch da der Scheinwerfer"strahl" von "9 nach 3" geht.
    Leider ohne TÜV :-( und nur bei runden Schweinwerfern wie dem der 1150 GS "einfach" machbar.

    Die Helmleuchte lässt sich ja einfach testen: Man leiht sich so ein Ding von einem Radfahrer und merkt schnell, dass man damit recht langsam fahren muss um Vorteile zu sehen. OK, muss man eben heftigere LEDs verwenden? Dann kauf' ich mir eine Flinte. Schiessen würde ich natürlich nur wenn das Teil unerträglich blendet :-) (aber ich bin empfindlich :-)).
    gerd

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    #8
    Morgen.
    Mein Möb hat Doppelscheinwerfer und die leuchten ein sehr breites Band auf die Straße. Jetzt nur noch eine Zusatzbirne in der Lampe, die dann in den Kurven angeht und damit breiter strahlt. Wäre mein Licht an der Gabel verbaut, wärs auch schon gut so.

  9. Registriert seit
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    #9
    Zitat Zitat von marss73 Beitrag anzeigen
    Das ist ein Irrtum. Bei der BMW K1600 gibt es optional Kurvenlicht. Ein "richtiges" mit Schwenkspiegel, kein LED-Gruppen-Schalten.

    Ich bin letztes Jahr mal nachts eine sehr kurvige Straße gefahren und war erschrocken, wie sehr der Scheinwerfer kurz vor mir auf den Boden zeigte.
    Gruß Martin
    Das tut gut zu hören! Es fiel mir bei der ersten Fahrt mit der neuen 14er GSA auch recht unangenehm auf. Habe es hier auch ganz am Anfang der LC-GSA geschrieben.

  10. Registriert seit
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    Standard

    #10
    ich denke, dass Kurvenlicht immer mehr gefragt sein wird, weil gerade die neuen Leuchtsysteme, wie Xenon oder jetzt LED eine ganz scharfe Hell-Dunkelgrenze haben. Da hat man das Gefühl, dass daneben noch schwärzere Nacht ist. Früher mit Halogen hatte man auch ne Menge Streulicht seitlich des Lichtkegels, da wurde es "sanfter" dunkel.
    Kurvenlicht soll eben dieses Manko mit ausgleichen helfen.


 
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