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Gefühl fürs Motorrad aufbauen

Erstellt von maxquer, 15.09.2013, 18:33 Uhr · 102 Antworten · 8.275 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Gefühl fürs Motorrad aufbauen

    #1
    Hallo Zusammen,
    bin gerade von einer 3 tägigen Rhön-Thüringen-Tour mit motorradfahrenden Arbeitskollegen zurück. Das Wetter war schon mächtig durchwachsen. Von Sonne bis Nebel mit Dauerregen. Naja, Spaß hat ´s trotzdem gemacht.
    Jetzt das Problem bei dem ich hoffe, dass mir hier vielleicht jemand weiterhelfen kann. Wir hatten auch 2 Kollegen dabei, die erst vor 3 Jahren ( Der eine 45J, der andere 40J) den Mopedführerschein gemacht haben. Dass Sie sehr unsicher fuhren, war relativ schnell klar. Die Geschwindigkeit wurde also gedrosselt und es kam wie es kommen musste, einer der Beiden (45J) hatte in einer 90° Rechtskurve, trotz der reduzierten Geschwindigkeit, das Hinterrad überbremst und ist geradeaus über einen Bordstein ins Gras geknallt. Ich möchte überhaupt nicht darüber nachdenken, was bei Gegenverkehr passiert wäre.
    Abends haben wir über den Unfall gesprochen und dabei von ihm erfahren, dass er zwar schon in ADAC-Sicherheitstraining gemacht hat, aber dabei nicht einmal die Grundlagen zur Fahrdynamik erklärt oder aber auch begriffen hat. Wir haben ihm dann nocheinmal das 1mal1 des Motorradfahrens mit dynamischer Radlastverteilung und entsprechendem Einsatz der Bremsen erklärt, aber so ganz sicher bin ich mir nicht, ob er dem folgen wird. Ich habe auch versucht ihm durch hinter mir herfahren Bremspunkte und die richtige Kurvenlage mit Blickführung zu verdeutlichen. Hat aber nicht den Erfolg gebracht. Wir haben ihm dann schlußendlich mit auf den Weg gegeben, dass nur Übung, will heißen fahren, weiterhilft. Aber ehrlich gesagt, würde ich ihm am liebsten raten sich ein neues Hobby zu suchen.
    Leider will er bei dem Hobby bleiben und nun meine Frage:
    Hat hier irgendjemand eine Idee, wie man ihm durch ein spezielles Training mehr Gefühl für das Motorradfahren rüberbringt. Trail etc. meine ich damit nicht. Er sollte schon mit seinem Motorad (Kawasaki 550) passieren.
    Danke im Voraus.

    Gruß,
    maxquer

  2. Registriert seit
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    Standard

    #2
    Moin,

    vielleicht hilft ihm ein Training mit dem Auslegermotorrad.

  3. Registriert seit
    15.07.2011
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    Standard

    #3
    Moin

    Sicherlich sollten man sich erst mal langsam an das Motorradfahren rantrauen und erst mit einer gewissen Sicherheit sich mit mehreren Leute auf eine mehrtägige Tour begeben. Aber auch hier gilt - Übung macht den Meister. Es gibt Naturtalente und Biker, die sollten sich lieber einen anderen Zeitvertreib suchen. Ich persönlich kenne zwei, die trotz jahrelanger Praxis nicht fahren können und sehr sehr sehr unsicher und damit eingehend sehr langsam fahren. Aus Eigenschutz und Schutz gegenüber Anderen sollten diese Aspiranten die nötige Selbsteinsicht erlangen und sich vielleicht ein schönes Cabrio kaufen, und das Motorradfahren sein lassen.


    MfG
    Boxerdriver

  4. Registriert seit
    14.09.2011
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    Standard

    #4
    Zitat Zitat von Jan-Gerd Beitrag anzeigen
    Moin,

    vielleicht hilft ihm ein Training mit dem Auslegermotorrad.
    Wenn das Dingen für den öffentlichen Strassenverkehr zugelassen wäre, ist das auf jeden Fall eine Lösung!

    Gruß,
    maxquer

  5. fls
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    #5
    Der soll für 'nen Wochenende einen Kurs in einer Kiesgrube machen. Da lernt und begreift er Fahrphysik am schnellsten.
    Grüße Barney

  6. Registriert seit
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    Standard

    #6
    Zitat Zitat von maxquer Beitrag anzeigen
    ... Wir haben ihm dann nocheinmal das 1mal1 des Motorradfahrens mit dynamischer Radlastverteilung und entsprechendem Einsatz der Bremsen erklärt, aber so ganz sicher bin ich mir nicht, ob er dem folgen wird. ...
    Moin,

    vielleicht waren “wir“ einfach zu viele Leute mit zu vielen Tipps und Infos auf einmal.
    Nimm ihn doch in ein paar Tagen mal zur Seite und sprich allein mit ihm über deine Bedenken. Evtl ist er dann aufgeschlossener.

  7. Registriert seit
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    20.644

    Standard

    #7
    Das und das werden ihn voran bringen, sofern er denn will...er muß schon lernwillig sein, sonst ist seine Halbwertzeit nicht mehr sehr groß.

    Zitat Zitat von fls Beitrag anzeigen
    Der soll für 'nen Wochenende einen Kurs in einer Kiesgrube machen. Da lernt und begreift er Fahrphysik am schnellsten.
    Grüße Barney
    Zitat Zitat von -Larsi- Beitrag anzeigen
    Moin,

    vielleicht waren “wir“ einfach zu viele Leute mit zu vielen Tipps und Infos auf einmal.
    Nimm ihn doch in ein paar Tagen mal zur Seite und sprich allein mit ihm über deine Bedenken. Evtl ist er dann aufgeschlossener.

  8. Registriert seit
    13.08.2010
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    6.387

    Standard

    #8
    Es gibt glaube ich Leute, die eher kopfgesteuert an das Motorradfahren rangehen, und solche, die es eher bauchgesteuert machen. Den kopfgesteuerten würde ich das Buch von Bernt Spiegel "Die obere Hälfte des Motorrades" empfehlen. Da werden viele fahrdynamische Zusammenhänge gut und anschaulich erklärt. Und natürlich sollte jemand, der Schwierigkeiten mit Panikbremsungen hat, über den Kauf eines ABS-Moppeds nachdenken.

  9. Frederik Gast

    Standard

    #9
    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Den kopfgesteuerten würde ich das Buch von Bernt Spiegel "Die obere Hälfte des Motorrades" empfehlen.
    Das ist ein Buch das man nicht nur kopfgesteuerten empfehlen kann sondern jedem Motorradfahrer. Ansonsten bekommt man ein Gefühl für das Motorrad indem man viel fährt und sich auf leeren Straßen traut auch mal was auszuprobieren.

  10. Registriert seit
    02.12.2012
    Beiträge
    183

    Standard

    #10
    Fahren - Fahren - Fahren

    Hab 2011 den Führerschein mit 39 Jahren gemacht. Da wir alle wissen, dass man nur lernt wie das Motorrad bewegt wird und nicht wie man wirklich fährt, war ich entsprechend vorsichtig - nein langsam und unsicher - unterwegs und es kam wie es kommen mußte, nach 2000 km hab ich mich lang gemacht und die Saison war gelaufen.

    Im Jahr darauf also wieder rauf auf's Moped und wieder angefangen. Aber Schmerzen und eine OP (vom Vorjahresunfall) haben auch die Saison extrem verkürzt und mehr als 3000 km sind nicht zusammengekommen.

    Dieses Jahr ein anderes Motorrad. Jetzt hab ich knapp 6000 km gefahren und es wurde mit jedem km besser. Klar bin ich noch einiges davon entfernt so zu fahren wie diejenigen, die schon seit 30 Jahren unterwegs sind, aber das ist OK. Ein Mitfahrer von Anfang des Jahres ist kürzlich eine große Runde mitgefahren und hat bemerkt, dass ich viel flotter und sicherer unterwegs bin (naja, ab und zu hab ich mal nen Rückfall, dann brauch ich 5 Minuten Pause).

    FAZIT: Fahren Fahren Fahren

    Und zwar nicht alleine, denn da kann man vor sich hinstöpseln wie man will - meckert ja keiner.
    Es gibt auch so Trainer, die fahren mit Kamera hinter einem her und filmen. Dann wird auf der Strecke geschaut, verbessert und erneut gefahren. Kostet zwar sein Geld das Wochenende, aber bei einer Bekannten hat es super geklappt.


 
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