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Geldbußen Schweiz

Erstellt von Strong, 04.01.2013, 10:05 Uhr · 634 Antworten · 41.715 Aufrufe

  1. TomTom-Biker Gast

    Daumen hoch

    #41

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    #42
    Ein Gruß aus Deutschland an meine Schweizer Freunde:
    Ich bin immer wieder sehr gerne bei Euch in der Schweiz. Mir gefällt es dort. Und das trotz 80km/h auf der Landstraße und horrenden Strafen. Habe aber noch keinen einzigen Rappen Strafe zahlen müssen. Und ich bin auch kein Engel.





    Gruß
    Jochen

  3. Registriert seit
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    #43
    Das Ganze hat weder mit Stammtischparolen noch Mehrheitsbeschluss zu tun, da wir nie über eine Verschärfung der SVG, analog StVo abgestimmt haben. Wie schon gesagt, sind diese verschäften Gesetzt aus dem Massnahmenkatalog "Vision Zero" der schweizerischen Landesregierung hervorgegangen. Eigentlich wären noch weiterreichende Forderungen auf dem Papier gewesen, so die technische Begrenzung von Motorrädern auf 80 km/h, da hätten uns auf der Autobahn die LKW's überholt. Dieses Horrorzenario kam glücklicherweise nicht, auch andere Punkte wurden nicht umgesetzt.

    Ein Wort reden auch Opferhilfeorganisationen wie Roadcross oder der eher linke und obergrüne VCS (Verkehrsclub Schweiz) mit, der entgegen seinem Namen jeglichen Verkehr behindern und verhindern will. Auch das ASTRA, Amt für Strassen, dieses hat das Durchsageverbot von Radarkontrollen von Lokalradiosendern erreicht, sowie das Verbot von Radarwarngeräten oder entsprechende POI's in Navigationsgeräten.

    Wie gesagt, ich habe keine Probleme damit und finde es den falschen Weg, im benachbarten Schwarzwald die Sau rauszulassen. Ansonsten sind wir hier dann nicht mehr weit von Wochenend-Fahrverboten und Streckensperrungen. Aber die deutsche Polizei macht im Sommer ab und an gemeinsam mit Schweizer Kollegen Jagd auf schwarze Schafe, noch versucht man, die Lage so in den Griff zu bekommen und bestraft nicht alle wie anderswo.

  4. GSATraveler Gast

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    #44
    Zitat Zitat von BMW-Hans Beitrag anzeigen
    Das Ganze hat weder mit Stammtischparolen noch Mehrheitsbeschluss zu tun, da wir nie über eine Verschärfung der SVG, analog StVo abgestimmt haben.
    Aber sicher doch Hans, hätten wir durchaus können, aber niemand wollte, weil das Ergebnis klar war:
    Zitat Zitat von GSATraveler Beitrag anzeigen

    Für die, die's interessiert: Die Verschärfung geht auf eine Volksinitivative (100t Unterschriften in 18Mt) zurück, die zusatndgekommen zur Volksabstimmung bereit lag. Das Parlament hat angesichts der öffentlichen Meinung wesentliche Punkte dieser Initivative in ein Gesetz gegossen. Gegen dieses Gesetz hätte das Referendum (50t Unterschriften in 100 Tagen) ergriffen und damit eine Volksabstimmung erzwungen werden können, worauf aber angesichts des absehbaren Ergebnisses keiner Lust hatte.
    Der Rest der Initiative hätte bei der Volksabstimmung keine Chance gehabt, weshalb die Initianten ja dann auch darauf verzichtet haben.

  5. Registriert seit
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    #45
    Zitat Zitat von GSATraveler Beitrag anzeigen
    Aber sicher doch Hans, hätten wir durchaus können, aber niemand wollte, weil das Ergebnis klar war:


    Der Rest der Initiative hätte bei der Volksabstimmung keine Chance gehabt, weshalb die Initianten ja dann auch darauf verzichtet haben.
    Einen Erfolg gegen "Vision Zero" konnten wir mit Hilfe der IG Motorrad verbuchen, die Limitierung der Motorräder, da war ich auch aktiv. Aber da gebe ich Dir Recht, gegen die anderen Punkte hätte eine Volksabstimmung nichts gebracht.

    Daher fahre ich im Hinblick auf schwerere Strafen keinen Wetzhobel mehr oder wie früher, leistungsstarke Tourer, sondern eine entschleunigte kleine G650GS, aber auch mit der kann man noch böse zu schnell sein.

  6. Registriert seit
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    #46
    @BMW-Hans und GSA Traveller.

    Ist einfach interessant, wie immer in der CH ausschliesslich über Tempolimit und Sanktionen debattiert wird. Das Andere aussendrum wird ausgeblendet.

    Trotz strengster Gesetze und Tempolimits starben 2010 in der CH 20% mehr Töffler als in D oder der Alpenrepublik Österreich. Die Grafik anbei stammt vom BFU, http://www.bfu.ch/PDFLib/1795_75.pdf, Seite 28.

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    Das Problem der CH ist der Strassenbau. Es gibt kaum Ortsumfahrungen, eine ungenügende Infrastruktur bei den Nationalstrassen und es existiert ein Fussgängervorrang. Deswegen werden in der Eidgenossenschaft auch 30% mehr Fussgänger je Millionen Einwohner vom Strassenverkehr getötet als in D.

    Man muss sich an die Gesetze halten um kein unglücklicher Mensch zu werden. Das ist keine strittige Frage. Aber was ist im Schweizer Strassenverkehr durch Staat, Verwaltung und den endlos trägen Prozessen verzapft wird ist hanebüchend. Hier könnte wirklich noch sehr viel optimiert werden. Via Secura fängt bei Strassenbau an und ist nicht die alleinge Obliegenheit des Automobilisten.

    Die Behauptung Kinder seien innerorts sicherer unterwegs als in D, ist mit dem obigen Zahlen widerlegt.

    VG

    Joachim

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    #47
    Zitat Zitat von soaringguy Beitrag anzeigen
    @BMW-Hans und GSA Traveller.

    Ist einfach interessant, wie immer in der CH ausschliesslich über Tempolimit und Sanktionen debattiert wird. Das Andere aussendrum wird ausgeblendet.

    Trotz strengster Gesetze und Tempolimits starben in der CH 20% mehr Töffler als in D oder der Alpenrepublik Österreich. Die Grafik anbei stammt vom BFU, http://www.bfu.ch/PDFLib/1795_75.pdf, Seite 28.

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    Das Problem der CH ist der Strassenbau. Es gibt kaum Ortsumfahrungen, eine ungenügende Infrastruktur bei den Nationalstrassen und es exisiert ein Fussgängervorrang. Dewsegen werden in der Eidgenossenschaft auch 30% mehr Menschen je Millionen vom Strassenverkehr getötet als in D.

    Man muss sich an die Gesetze halten um kein unglücklicher Mensch zu werden. Das ist keine strittige Frage. Aber was ist im Schweizer Strassenverkehr durch Staat, Verwaltung und den endlos trägen Prozessen verzapft wird ist hanebüchend. Hier könnte wirklich noch sehr viel optimiert werden. Via Secura fängt bei Strassenbau an und ist nicht die alleinge Obliegenheit des Automobilisten.

    VG

    Joachim
    Das mag so sein, wir haben in der ohnehin schon zugebauten Schweiz nicht überall Platz für Ortsumfahrungen, ebenso für neue Autobahnen. Dies alles vor dem Hintergrund jährlicher Verkehrszunahme, will sagen, immer mehr Verkehr muss sich die gleichen Strassen teilen. Aber auf der Tabelle ist ersichtlich, dass die Zahl der Getöteten in den dreissig Jahren doch markant zurückging.

    Die trägen Prozesse im Ausbau des Strassennetzes verdanken wir weitgehend Natur-und Landschaftsschutz, einiges ist sicher berechtigt und ich bin selber nicht dafür, die schönsten Gebiete und Landschaften dem Verkehr zu opfern und dadurch zu verschandeln. Ich bin dafür, das bestehende Netz zu optimieren, so auch für den vierspurigen Ausbau des Gotthardtunnels. Damit würde einerseits das Urnerland von den meist an Feiertagen und Urlaubszeit sich durch den zweispurigen Tunnels ergebenden langen Staus entlastet und das Risiko schwerer Unfälle im Tunnel verringert. Andererseits verlagert sich dann das Stauproblem ins Tessin bei den Grenzübergängen.

    Doch denke ich darf man nicht das existierende Strassennetz für mehr oder weniger Verkehrstote verantwortlich machen. Viele dieser tödlichen Unfälle, ob Motorrad-oder Autofahrer gehen auf übersetzte Geschwindigkeit, Nichtanpassen an die Strassenverhältnisse und Alkoholkonsum zurück

  8. GSATraveler Gast

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    #48
    Zitat Zitat von soaringguy Beitrag anzeigen
    Man muss sich an die Gesetze halten um kein unglücklicher Mensch zu werden. Das ist keine strittige Frage.
    Das sehe ich dann doch etwas anders, Joachim

    Mich musst Du nicht überzeugen, ich bin dezidiert gegen derart drakonische Strafen, und zwar nicht bloss aus Eigennutz; typische Überreaktion des biederen Angst-Bürgers und insb. der Tatsache geschuldet, dass unsere geliebten Frauen halt auch stimmberechtigt sind. Aber wie gesagt, ist ein Mehrheitsentscheid und damit basta.

    Dass wir mehr Motorradtote haben als D und A, ist bekannt. Unsere Pässe sind, gerade weil die meisten ausgezeichnetes Belagswerk haben, richtige Rennstrecken. Und werden auch dazu benutzt, ist wirklich toll aber halt auch gefährlich. Die Verkehrsdichte dürfte im Durchschnitt hier zudem höher sein als in D und wohl auch als in A. Die Infrastruktur ist bestens unterhalten. Umfahrungsstrassen sind entweder von der einheimischen Bevölkerung nicht gewünscht (gerade in vielen Alpentälern, da das Gewerbe sonst eingeht) oder stehen wegen der tatsächlich beschränkten Landresourcen gar nicht erst zur Debatte. Was die Nationalstrassen angeht, findet sich seit längerer Zeit keine Mehrheit mehr für einen Ausbau, was zuweilen auch Blüten treibt (vgl. Diskussion über eine zweite Gotthard-Röhre). Der Kompromiss liegt dann tatsächlich darin, dass noch mehr Druck über die Geschwindigkeit ausgeübt wird. C'est la vie.
    rolf.

  9. Registriert seit
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    #49
    Zitat Zitat von BMW-Hans Beitrag anzeigen
    Doch denke ich darf man nicht das existierende Strassennetz für mehr oder weniger Verkehrstote verantwortlich machen. Viele dieser tödlichen Unfälle, ob Motorrad-oder Autofahrer gehen auf übersetzte Geschwindigkeit, Nichtanpassen an die Strassenverhältnisse und Alkoholkonsum zurück

    Oh, doch. Schweizer fahren nicht schlechter Töff als die Deutschen oder Österreicher, Alkohol ist in D, CH, AT vermutlich identisch, die Schweizer sind deutlich langsamer unterwegs und sterben dennoch 20% häufiger.

    Also woran könnte es ansonsten liegen?

  10. Registriert seit
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    Standard

    #50
    Zitat Zitat von soaringguy Beitrag anzeigen
    Also woran könnte es ansonsten liegen?
    Ob du darauf eine realistische Antwort bekommen wirst?
    Geht man nach der Tabelle dann wären die geringeren Tempolimits in anderen Ländern wie D nicht hilfreich in Bezug auf weniger Verkehrstote. Sind sie aber. Statistiken spiegeln nie den ganzen Sachverhalt wider.
    Nicht nur die Infrastruktur, auch die Sicherheit der Fahrzeuge trägt zu weniger Unfällen bei, und die ist anderswo viel schlechter als in mitteleuropäischen Ländern.
    Wobei man das auch noch aus anderen Blickwinkeln betrachten muss: 3648 Verkehrstote in D 2010 - dem stehen geschätzte 10000 Tote durch Behandlungsfehler von Ärzten gegenüber (statistisch soweit ich weiß nicht belegt). Auf anderen Gebieten sieht es wohl nicht besser aus. Das Leben ist an sich gefährlich, wenn man nicht aufpasst erwischt es einen schneller als wenn man vorsichtig ist. Es gilt das Risiko zu minimieren - Projekt Zero ist daher reines Wunschdenken, hüben wie drüben.


 
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