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Getriebeschaden nach 8 Monaten- Muss der Händler die Reparatur bezahlen?

Erstellt von Ichbingsfan, 28.12.2013, 14:06 Uhr · 103 Antworten · 12.288 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #31
    Zitat Zitat von bernyman Beitrag anzeigen
    ... jetzt mal ganz ehrlich, wie willst du als Händler den sowas garantieren ...
    kann er nicht garantieren ... völlig klar.

    muss er aber tun.

    daher gibts für mich nur zwei sinnvolle szenarien, wie der händler hätte vorgehen sollen:
    a. er verkauft das ding irgendwohin, wo er keine gewährleistung geben muss
    b. er verkauft das ding mit gebrauchtfahrzeuggarantieversicherung

    im vorliegenden fall hat er beides nicht gemacht und glück gehabt, dass der getriebefehler beim kunden nicht in den ersten sechs monaten auftrat. dann nämlich wäre der händler ziemlich sicher der leidtragende gewesen.
    so hängts jetzt mit ziemlicher sicherheit am käufer, der hier seine chancen abwägt.

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    #32
    Zitat Zitat von lillo Beitrag anzeigen
    Mein Denkansatz wäre hier, der Händler muss garnichts machen.Es handelt sich hier um einen normalen Gebrauchsgüterkauf, mit der gesetzlichen Sachmangelhaftung.Es wurde hier ja schon geschrieben, dass die Beweislastumkehr nach 6 Monaten nicht mehr greift und bei einem 18 Jahre alten Gebrauchsgegenstand wird hier jeder Richter eine normale Beschaffenheit annehmen und eine Händlerverantwortung ablehnen.Verschleiß ist von der Sachmangelhaftung ausgeschlossen!!! Den Gutachter möchte ich sehen, der bescheinigt,das bei Übergabe, der Mangel schon vorhanden war.Irgendwo müssen wir ja auch mal von dieser Vollkaskomentalität abkommen, wo immer nur der verkaufende Händler bluten soll.Wer gebraucht kauft, der bezahlt auch nur gebraucht, wer das nicht möchte, kauft halt neu und hat das freiwillige Haltbarkeitsversprechen ( Garantie) des Hersteller.
    Leider falsch. Das Getriebe ist kein Verschleißteil. Die Gewährleistung gilt immer, die Garantie ist ein Bonbon und hat nichts mit Neu oder Gebraucht zu tun.

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    #33
    Der ist ein `Guter` und hat auch gleich, wenn mich nicht alles täuscht,
    bald nach Übergabe den KurbelWeDi (und Kuppelding?) erneuert.

    Leider kam die Kaufempfehlung

    Hallo,
    wer beabsichtigt, seine ehrliche
    11er GS zu verkaufen?
    gedacht ist an
    bj ab '98 ,
    km bis 90'000
    mögl mit Koffer,
    Max 2 Besitzer ,
    und unverbastelt
    gern mit sinnvollem Zubehör....
    zu spät....


    Und haut euch doch bitte nicht die Köpfe ein. Der TE hat´s doch nicht so g´meint - und nur gefragt.

    Gr, cowy

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    #34
    Bevor ich den Rechtsanwalt bemühe, würde ich mich erst ein Mal mit dem Händler auseinandersetzen.

    Die Lage ist mit nichten so einfach, wie sie hier dargestellt wurde.

    Bei der Sachmängelhaftung ist es grundsätzlich so, das der Gesetzgeber davon ausgeht, dass ein Sachmangel der innerhalb der ersten 6 Monate auftritt, grundsätzlich beim Verkauf schon vorhanden war und der Händler zur Abwehr der Ansprüche nachweisen muss, das dem nicht so ist. Umgekehrt musst Du nach Ablauf von 6 Monaten, für den Fall des Bestreitens durch den Händler, beweisen das der Mangel bereits bei Verkauf (Übergabe an Dich) dem Grunde nach bestand. Das gilt unabhängig davon ob Neu oder Gebraucht.



    Ist doch wunderbar.
    18 Jahre alt und 91.000km, Du fährst die durchschnittliche Jahresleistung drauf, und Dein Getriebe verreckt. Zum Zeitpunkt der Übergabe an Dich war der Mangel bereits dem Grunde nach vorhanden (Alter des Getriebes mit entsprechender Abnutzung). Der Beweis ist einfach zu fühhren. Kein Getriebe geht binnen 8 Monaten und 2000km kaputt, es sei denn, der Mangel war bei Übergabe schon dem Grunde nach vorhanden.
    Es ist völlig egal, ob der Mangel durch ein fehlerhaftes Teil besteht oder durch das Alter und den vorherigen Gebrauch.

    Der Mangel war durch die Laufleistung des Getriebes bei Übergabe an Dich bereits in der Sache angelegt vorhanden. Die Kausalkette muss nicht mal konstruiert werden, sie ergibt sich offensichtlich alleine durch die Historie. Und offensichtliches muss man vor Gericht nicht beweisen sondern nur vortragen.
    (Im Zivilrecht wird im Urteil nur berücksichtigt, was auch vorgetragen wurde)

    Dem Händler (der im Gegensatz zu Dir Fachmann ist) muss die Möglichkeit eines Getriebeschadens bekannt sein. Kann er bei einer Argumentation wie oben vor Gericht nicht beweisen, dass er das Getriebe zerlegt und überprüft hat und alles in Ordnung war oder beim Kauf explizit auf einen möglichen Getriebeschaden hingewiesen hat, hat er schlechte Karten.

    Die sogenannte "Beweislastumkehr" führt nicht zum Erlöschen der Sachmängelhaftung!

    Um es anders herum auszudrücken, der Händler wäre schön blöd, wenn er sich mit Dir auf ein Verfahren einläßt.

  5. Registriert seit
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    #35
    Na, dann hoffe ich, dass der vom Gericht bestellte Sachverständige den Sachverhalt ähnlich bewertet.

    CU
    Jonni

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    #36
    Das würde die Beweislastumkehr komplett aushebeln, oder welcher Defekt wäre dann bei einem Gebrauchtfahrzeug nicht schon beim Kauf im Keim vorhanden?

    Dann würden die Preise für Gebrauchtfahrzeuge ja massiv in die Höhe gehen, wenn jedes Fahrzeug vor dem Verkauf komplett zerlegt und überprüft werden müsste.

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    #37
    In Berlin ist vieles anders ...

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    #38
    ........... und meine Erfahrungen zeigen:
    Je teurer der Linksvertreter, desto besser dessen Argumentation und somit die Chance auf Sieg.
    Und als Beispiel dient mir hier die für mich logisch klingende Ausführung von C-Treiber, zumal unter dem Gesichtspunkt das Gangspringer bei M93 Getrieben bekannt sind!
    Aber andererseits, die Beweislastumkehr will auch erst ausgehebelt sein (wie geschrieben, wer besser argumentiert der gewinnt...)
    Ungeachtet all dieser -theoretischen- Denkanstöße, erst mal mit dem sich auch unterhalten, danach können immer noch die Waffen ausgegraben werden.
    Selbst wenn der keine Versicherung hat/hatte, so denke ich doch, das er freundlichen -und nicht: du hast mich besch... - Denkanstößen ala, wie kannst du mir nun weiterhelfen, sich nicht verweigert und dementsprechende "Hilfe" anbietet (und das ist schon mal ne Grundlage zur Verhandlung über die Größe dieser Hilfe dann).
    M.M.!

    lg
    Harald (was kostet so ein gebrauchte Getriebe übrigens?)

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    #39
    Nette Argumente gegen den Händler. Was ist eigentlich, wenn der Händler auch mal ne wilde Behauptung aufstellt ?
    Wenn er einfach mal sagt, dass der Käufer 8 Monate falsch geschaltet hat und damit das Getriebe zerstört hat ?
    Was ist die Kiste eigentlich noch wert ?
    1000 Euro? Also dafür würde ich gar keinen Aufriss machen, sondern die Karre bei Ebay verscherbeln und einfach mal was Anständiges holen.
    Nur mal ein Denkansatz. Was ich vom Haendler halte, sagte ich ja bereits.

  10. Registriert seit
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    #40
    Zitat Zitat von Wolfgang.A Beitrag anzeigen
    Das würde die Beweislastumkehr komplett aushebeln, oder welcher Defekt wäre dann bei einem Gebrauchtfahrzeug nicht schon beim Kauf im Keim vorhanden?

    Dann würden die Preise für Gebrauchtfahrzeuge ja massiv in die Höhe gehen, wenn jedes Fahrzeug vor dem Verkauf komplett zerlegt und überprüft werden müsste.
    Die Beweislastumkehr wird nicht ausgehebelt. Mit der Kausalkette trittst Du ja den Beweis an.

    Ja, bei einem Gebrauchtfahrzeug sind die Schäden im Keim vorhanden. Das ist das Risiko des Händlers. Er kann es verkaufen, ohne es zu zerlegen und davon ausgehen, das es die 12 Monate überlebt oder zerlegen, überholen und einen höheren Preis verlangen.


 
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