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Helmpflicht

Erstellt von gerd_, 28.07.2016, 11:05 Uhr · 207 Antworten · 14.543 Aufrufe

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    #91
    "Da frage ich mich schon, warum eigentlich in Italien noch niemand auf den Gedanken gekommen ist, Gesetze zum Wohle des Staates (Steuern, organisierte Kriminalität) ähnlich konsequent anzugehen, vielleicht ginge es Italien dann heute besser..."
    Nicht nur in Italien sind offensichtlich die bevorzugten Aktivitäten von Politikern die pipifax Probleme bei denen man sich publikumswirksam profilieren kann. Alles andere macht Arbeit und birgt den Misserfolg in sich. In Berlin scheint es im Augenblick das absolut Wichtigste zu sein Uni5ex Toiletten einzuführen für eine absolute Minderheit, die nicht weiß wo sie pinkeln soll. Liegt eben im Mainstream, alles andere kriegt man sowieso nicht auf die Reihe.


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    #92
    @ Larsi & Gerlinde: Ihr habt natürlich Recht, international ist per Definition mehr Länder als nur das "eigene" nationale, es ging mir mehr darum zu sagen, daß die europäische (nicht italienische) ECE 22.05 nicht unbedingt das non-plus-ultra an Prüfkriterien darstellen muss; vielleicht ist ja ein Helm nach Snell-Norm sicherer?

    Thema Haltbarkeit: da geht es neben der Außenschale auch sehr um die EPS-Innenschale, die im Laufe der Jahre verhärtet und dadurch ihre Schutzwirkung mehr und mehr verliert - egal ob sie in einer thermoplastischen oder duroplastischen Schale sitzt.

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    #93
    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Sagt wer?

    Ein Test in "Motorrad" vor ein paar Jahren hat ergeben, dass selbst 20 Jahre alte, regelmäßig benutzte Helme (aus den unterschiedlichsten Materialien) immer noch hoch manierliche Schlagwerte aufweisen. Dem Text war damals förmlich anzumerken, wie sie nach Argumenten suchten, dass sich die Leser dennoch regelmäßig einen neuen Helm kaufen sollen - wär sonst blöd für die Werbekunden.

    Ich halte die ganzen Aussagen, dass man einen Thermoplast-Helm nach fünf Jahren wegen Alterung austauschen muss, für eine Schutzbehauptung im Interesse der Helmindustrie.



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    Du solltest den Test aus dem Heft 13/2000 nicht gefärbt mit einer "verschwörungsgläubigen Sampelman Brille" durchlesen und nicht das Fazit sinnentstellt wiedergeben.
    Fazit des Testberichtes, war ausdrücklich, daß je nach Nutzungsbedingungen sehr unterschiedliche Belastungen auf einen Helm zukommen. Ein Helmtausch sollte nicht auf ewig aufgeschoben werden und es wurde ausdrücklich vermerkt, daß der Test nicht als repräsentativ gelten darf. Wer es genau wissen will kann sich hier mit der Zusammenfassung in Motorradonline selber eine Meinung bilden.


    Ich weiß auch nicht woher Du jetzt Deine 5 Jahre hast. Ich kenne allgemeine Tauschempfehlungen zwischen 3 und 5 Jahren aus dem Industrie- und Baubereich, für dort verwendete Schutzhelme. Da wird aber zusätzlich der "Knacktest" empfohlen, den einige viel der Wärme (zB in der Stahlproduktion) oder der UV Strahlung (zB im Gerüstbau) ausgesetzte Exemplare, schon nach einer Saison nicht mehr bestehen und deshalb dann schon getauscht werden.

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    #94
    Zitat Zitat von Gerlinde Beitrag anzeigen
    Du solltest den Test aus dem Heft 13/2000 nicht gefärbt mit einer "verschwörungsgläubigen Sampelman Brille" durchlesen und nicht das Fazit sinnentstellt wiedergeben.
    Und du solltest geringfügig an deiner Wortwahl feilen, wenn es schon nicht reicht, um meinen Nick richtig zu schreiben;-)

    Ich glaube, wir werden uns da im Grundsatz nicht einig. Aber in meinen Augen geht es bei vielen "Sicherheits-Features" vor allem ums Geldmachen. Ein durchschnittlicher Vollvisierhelm kostet 200 Euro, das macht bei 5 Millionen Motorradfahrern eine Milliarde Euro Umsatzvolumen allein in Deutschland. Und wenn man die Leute dazu bringt, ihren Helm bereits nach drei Jahren wegzuschmeißen und nicht erst nach 5, dann macht das pro Jahr 130 Millionen Euro mehr Umsatz.

    Bei den Fahrradhelmen ist der Nachweis der Wirksamkeit noch dünner als bei den Motorradhelmen. Der Gesetzgeber befürchtet (zurecht), dass viele Leute das Fahrradfahren sofort aufgeben würden, wenn man eine Helmpflicht einführen würde, sonst gäb's schon längst eine. Denn im Gegensatz zum Motorradfahren gilt Fahrradfahren ja als gesellschaftlich erwünscht.

    Davon abgesehen: Ich finde einen vernünftigen Sturzhelm auf dem Kopf beim Motorradfahren nicht verkehrt. Ich fahre auch keinen Meter ohne vernünftige Handschuhe, obwohl die nicht vorgeschrieben sind. Ich empfinde nur die Helmpflicht als Übergriff des Staates in einem Bereich, der ihn nichts angeht.


    Beste Grüße vom Sampleman und seinem Tatschpätt

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    #95
    In Leer (Ostfriesland) hat man kürzlich in einer Testreihe folgendes festgestellt:
    Wollmützen sind sicherer als Helme.
    Man hat verschiedene Helmmodelle von einem 30 Meter hohen Turm fallen lassen.
    Ergebnis: Alle Helme waren danach kaputt
    Die Wollmützen waren vollkommen unversehrt.

    .......okay blöder Witz.

    Aber das hier ist kein Witz:
    In Belgien gibt es seit ein paar Jahren ein Gesetz, das Motorradfahrern das Tragen von knöchelhohen Schuhen, langen Hosen und Jacken mit langen Ärmeln vorschreibt. Über die Sinnhaftigkeit solcher Vorschriften kann man wohl geteilter Meinung sein.

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    #96
    Zitat Zitat von m.a.r.t.i.n Beitrag anzeigen
    In Belgien gibt es seit ein paar Jahren ein Gesetz, das Motorradfahrern das Tragen von knöchelhohen Schuhen, langen Hosen und Jacken mit langen Ärmeln vorschreibt. Über die Sinnhaftigkeit solcher Vorschriften kann man wohl geteilter Meinung sein.
    Das versucht man ja hier in Deutschland auch schon durch die Hintertür einzuführen, indem Gerichte Motorradfahrern bei unverschuldeten Unfällen das Schmerzensgeld kürzen, wenn die ohne ausreichende Schutzkleidung unterwegs waren. Ist in meinen Augen ein Unding.


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    #97
    Hi
    Zitat Zitat von Henryt Beitrag anzeigen
    "Da frage ich mich schon, warum eigentlich in Italien noch niemand auf den Gedanken gekommen ist, Gesetze zum Wohle des Staates (Steuern, organisierte Kriminalität) ähnlich konsequent anzugehen, vielleicht ginge es Italien dann heute besser..."
    Einfach zu beantworten: Weil in Italien die Politik soweit von "Interessengruppen" durchsetzt ist, dass die gefragten Gesetze nicht durchkommen. Ich erinnere an die Lex Berlusconi wo der sich ein paar passende Gesetze zauberte und mit Hilfe von ebenfalls profitierenden Sympatisanten realisierte.
    Relativ einfach wäre es ja den Schwachsinn "nur ein verputztes Haus ist ein fertiges Haus für welches Grundabgaben fällig sind" abzuschaffen. Auf diese Art werden in Landesteilen Italiens und Griechenlands in denen es wenig regnet die Häuser niemals fertig.
    "verputzt" durch "erstmalig bewohnt" ersetzen und schon sind Steuern fällig. Die Änderung wird nicht umgesetzt weil zu viele Politiker unverputzte Häuser besitzen. Verarscht sind der Staat und die Norditaliener( weil man dort die Häuser eben sinnvoller Weise verputzt).
    Wir fluchen (zurecht) über unser überfrachtetes Steuersystem mit Lücken für Reiche, kennen aber die Systeme anderer Staaten gar nicht. Wobei ich diejenigen Italiens und Griechenlands für eher lustig als effizient halte.
    Dazu kommt:
    Wenn ich Gesetze mache muss ich sie auch durchsetzen. Auch dabei gibt es in Südeuropa massenweise und bei uns zu viele "Schwager..." und "Lückenspezialisten".
    Folglich macht man Gesetze die auch Kohle einbringen. Helme (auch Winterreifen) kann man kontrollieren, Verkehrsstrafen sehr hoch ansetzen und dann bar abkassieren.

    Anti-Mafia-Gesetze sind so weitläufig formuliert, dass man sie auch für Reisende anwenden könnte.
    Freihändig fahren ist verboten, beide Hände haben am Lenker zu sein. Das kann man auf einen Moppedfahrer anwenden der sein Visier öffnet oder einen der im Vorbeifahren ein Schrotgewehr bedient.
    Im Stehen fahren oder mitfahren ist auch verboten. Kann man für einen Reisenden anwenden der mal aufsteht weil ihm die Kombi am A.... pappt oder für den Beifahrer der aufsteht weil er dann mit der Flinte besser zielen kann.
    In den vier Fällen wird das Mopped eingezogen.
    gerd

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    #98
    Habe keine Ahnung, wie Gesetze der o.g. Art Eingang in die jeweiligen Regelwerke finden. Mal ehrlich gesagt, wer hat für einen derartigen Regelverstoß schon mal ein Bußgeld bezahlt oder kennt jemand (nicht, ich kenne da einen, der einen kennt und der hat, bla bla bla ..) dem es so ergangen ist? Ich sag's euch keinen.

    Bei uns gibt es einen Paragraphen, der lautes Zuschlagen einer Autotür oder sinnloses Hin- und Herfahren mit einem Bußgeld belegt. Wer hat dafür ein Bußgeld bezahlt? Also regt euch doch nicht über die Italiener auf, bzw. regt euch gar nicht auf, sondern genießt die geilsten Motorradstrecken, die es in den italienische Alpen gibt.

    Weiß jetzt nicht genau wie viel tausend Kilometer ich schon in diesem Land gefahren bin und mehrfach gegen diese sinnlosen Regeln verstoßen habe, bezahlt habe ich aber noch nichts und aus meinem Freundeskreis auch keiner. Von Carabinieris bin ich schon kontrolliert worden. Sehen in ihren Uniformen zwar sehr martialisch aus, meine Frau sagt, chic, waren aber durchweg freundlich. Wenn ich aber sehe, wie einige A........ auf zwei Rädern mit einem Braincap durch die Lande fahren und sich bei der Kontrolle wie das o.g. A...... benehmen und gemaßregelt werden, dann empfinde ich sogar eine gewisse Genugtuung und denke mir, hätte er mal das Sprichwort beherzigt: Wie man in den Wald hineinruft, so .....

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    #99
    Ich würde auch sagen, daß die kontrollierenden Organe, sprich Rennleitung, auch nur Menschen sind (....jaa es gibt Ausnahmen!).
    Und es gibt auch eine Sorte Motorradfahrer, die gehören eigentlich aus dem Verkehr gezogen.
    Und da sind die Schnittmengen zwischen regelwidrigem Verhalten und, sagen wir mal, einer großzügigen Auslegung von Vorschriften.

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    Hi
    Dabei war ich schon als zwei für ihre Hirnloskapperl gelöhnt haben. Auch "zu schnell" (59 in der Stadt) hab' ich mit 157 EUR betrachtet und Überholen bei durchgezogener Linie durfte ich selbst einmal "verargumentieren".
    Auch für einen absoluter Brülltopf wurde einmal nach irgendeinem Papier oder einer Eintragung gefragt, gerne auch nach deutschem Recht. Dazu kam der kleine Hinweis, dass man auch ein Messverfahren nach EU-Recht starten könne, das aber in Italien entsetzlich teuer wäre. Zur Wahl standen dann Anhänger oder anderer Auspuff und -o Wunder- zufällig war im Hotel der Gruppe grad' einer verfügbar und die fälligen Abgaben hielten sich in Grenzen.
    "Visieröffnen" und "Hose lockern" wurden mir von einem italienschen Spezl als "theoretisch möglich" erklärt (er ist-richtig geraten- Carabiniere) aber gleichzeitig mit dem Hinweis versehen "machen wir natürlich nicht. Bei Euch wären das drei Absätze mit Ausnahmen, bei uns ist es ganz einfach Ermessenssache".
    gerd


 
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