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Helmpflicht

Erstellt von gerd_, 28.07.2016, 11:05 Uhr · 207 Antworten · 15.289 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #81
    Zitat Zitat von Gerlinde Beitrag anzeigen
    Unabhängig davon, daß ich das Tragen eines geeigneten Helmes für sinnvoll halte, steckt für mich in Samplemans Beitrag, die viel kritischer zu betrachtende Frage, ob, das rein dem individuellen Schutz dienende Tragen von Helm oder auch einem S- Gurt, überhaupt per Gesetz/Vorschrift geregelt werden darf.
    Vielleicht bin ich da auch etwas empfindlich und um es auf die Spitze zu treiben, ein eigener Suizid ist ja auch nicht durch irgendein/e Gesetz/Vorschrift verboten.

    -In Deutschland gibt es, je nach Bundesland, bei einem drohenden Suizid lediglich über das UnterbringungsGesetz/PsychKG, zur Verhinderung der Eigengefährdung im Sinne einer Krisenintervention die Möglichkleit eine Unterbringung in einem psychatrischen Fachkrankenhaus auf 24 h zu erwirken. Danach darf dort nach Vorstellung beim Amtsrichter der "nicht freiwillige Aufenthalt" nur noch auf 6 Wochen verlängert werden. Das ist nur die Lage, wie ich sie zB für Niedersachsen in Erinnerung habe, wenn sich das jetzt wieder mal geändert hat, bitte gerne korrigieren.
    Der Vergleich Fahren ohne geeigneten Helm mit einem Suizid ist schon sehr merkwürdig. Und ja, der Gesetzgeber darf eine Helmpflicht vorschreiben, wie auch eine Gurtpflicht etc. Darüber lohnt sich keine Diskussion, denn wenn der Gesetzgeber solche Vorschriften nicht erlassen und seit Jahrzehnten durchsetzen dürfte, hätten wir sie nicht.
    Auch bei einem drohenden Suizid schreitet die Exekutive also zum Schutz des Bürgers ein, auch gegen seinen Willen, weil der Gesetzgeber den Schutz des Lebens höher stellt als den Willen des Betreffenden, seines zu beenden.

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    #82
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    wieso sollte ich die unterstützen?

    obwohl schon immer überzeugter Nichtraucher, finde ich dieses Verbot kleinkariert und unnötig. es zieht nur andere Verbote nach sich, Stück für Stück werden die kleinen Freiheiten zu Tode geregelt.
    Und das Rauchverbot in Gaststätten, so rigide, wie es in Bayern gehandhabt wird, hat Nachteile für alle Anlieger von Kneipen: Da steht nämlich jetzt nachts vor jeder Kneipe eine Traube von laut gackernden und lärmenden Besoffenen, die draußen rauchen müssen. Um das einzudämmen, musst du noch viel mehr in die Rechte der Leute eingreifen: Rauchen nur noch draußen, aber Alk auf der Straße wird verboten. Oder die Anlieger können halt auch im Hochsommer nicht mehr bei offenem Fenster schlafen. Und warum? Wegen einer Bürgerinitiative.

    Man darf nicht vergessen: Der Drang, anderen Leuten vorzuschreiben, wie sie zu leben haben, scheint gerade in Deutschland übermächtig. Wenn man dagegen das Credo hat: "Mach was du willst, aber geh' mir nicht auf den Sack!" dann wird vieles entspannter.

    Dazu gehört auch das Tragen von Motorradhelmen. Das sollte jedem selbst überlassen bleiben, ob er das tun will oder nicht. Ich bin sicher, der Gesellschaft entsteht allein durch Frauen, die sich aufgrund von ungenügender Kleidung Blasenentzündungen und Rückenprobleme zuziehen, ein höherer Schaden als durch Motorradfahrer ohne Helm.


    Beste Grüße vom Sampleman und seinem Tatschpätt

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    #83
    Auch wenn es schon abgedroschen ist. Die Helmpflicht wird überbewertet. Eine Studie einer Universität in Ostfriesland hat eindeutig ergeben, dass eine Pudelmütze der bessere Schutz ist.

    Abgeleitet von folgendem Versuch:

    Es wurden diverse der Norm entsprechende Helme aus 50 Höhe auf den Asphalt geworfen. Sie sind samt und sonder zerbrochen. Dann hat man den gleichen Versuch mit einer Pudelmütze gemacht, sie war nach dem Versuch ohne jede Beschädigung. Das müsste doch jetzt der Anlass sein, die Heimtragepflicht zu kippen.

    Noch ein Wort zum Braincap. Wenn ich nicht ganz falsch liege, heißt das dann Gehirnkappe. Und da fällt mir die Frage ein, wie bringt man das Gehirn eines ..-Fahrers auf Erbsengrösse? Antwort, tüchtig aufblasen! Wozu wird dann bei den Braincaps so viel Material verschwendet? Da würde doch eine Plastikflaschenverschluss passender sein. Passt zur Flasche drunter und ein wirkungsvoller Geruchsverschluss ist es dann auch noch.

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    #84
    Die italienische Vorschrift mit der EN 22.05 enthält ja eine doppelte Perversion. Nicht nur werden alle Bürger gezwungen, sich einen Motorradhelm zu kaufen und den aufzusetzen. Nein, sie werden auch noch gezwungen, einen mit einer aktuellen Norm zu kaufen. Zum Eingriff in die höchstpersönliche Intimsphäre kommt also auch noch der Wegfall des Bestandsschutzes, obwohl ja Tests gezeigt haben, dass auch 20 Jahre alte Helme noch eine gute Schlagdämmung aufweisen. Das Ganze wird garniert mit drakonischen Strafandrohungen (Beschlagnahme des Motorrades für mehrere Monate, ggfs. sogar Versteigerung zugunsten des Staates).

    Da frage ich mich schon, warum eigentlich in Italien noch niemand auf den Gedanken gekommen ist, Gesetze zum Wohle des Staates (Steuern, organisierte Kriminalität) ähnlich konsequent anzugehen, vielleicht ginge es Italien dann heute besser...


    Beste Grüße vom Sampleman und seinem Tatschpätt

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    #85
    Nicht so viel pauschalisieren und auch nicht mit einem Vergleich "Pudelmütze" die Schutzwirkung aller Helme grundsätzlich in Frage stellen.

    Zur Haltbarkeit: Bei einem Duroplast kann auch nach 20 Jahren eine gute Schutzwirkung vorhanden sein. Bei einem Thermoplast dagegen nicht (vielleicht im nicht anzunehmenden Ausnahmefall bei einer sehr, sehr unwahrscheinlichen optimalen Lagerung).

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    #86
    Beim Rauchverbot ging es ja auch darum, andere zu schützen. Und die häufig gebrauchte Begründung, die Nichtraucher könnten dann ja in andere Lokalitäten wechseln, beweist mir, das ich für die Rechte der Raucher am Rauchen, nicht auf die Straße gehen würde.

    Die Arbeit der FEMA besteht halt darin, eine allgemein gültige Verpflichtung zum Tragen von genormter Motorradbekleidung, abzuwehren. Nur im Gegensatz zu den Herstellern von Motorradkleidung, ist Motorrad fahren Hobby. Dem entsprechend dünn ist die Beteiligung der Motorradfahrer an der Arbeit. Nur, da ist sonst niemand der sich dafür einsetzt. . .

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    #87
    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Man darf nicht vergessen: Der Drang, anderen Leuten vorzuschreiben, wie sie zu leben haben, scheint gerade in Deutschland übermächtig. Wenn man dagegen das Credo hat: "Mach was du willst, aber geh' mir nicht auf den Sack!" dann wird vieles entspannter.
    da bin ich bei dir!

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    #88
    Zitat Zitat von Bergler Beitrag anzeigen
    Gut, ich hab auch einen feinen weissen getrunken, einen wirklich leckeren .
    In dem Fall keinen Bündner.

    Josef

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    #89
    Zitat Zitat von Gerlinde Beitrag anzeigen
    Zur Haltbarkeit: Bei einem Duroplast kann auch nach 20 Jahren eine gute Schutzwirkung vorhanden sein. Bei einem Thermoplast dagegen nicht (vielleicht im nicht anzunehmenden Ausnahmefall bei einer sehr, sehr unwahrscheinlichen optimalen Lagerung).
    Sagt wer?

    Ein Test in "Motorrad" vor ein paar Jahren hat ergeben, dass selbst 20 Jahre alte, regelmäßig benutzte Helme (aus den unterschiedlichsten Materialien) immer noch hoch manierliche Schlagwerte aufweisen. Dem Text war damals förmlich anzumerken, wie sie nach Argumenten suchten, dass sich die Leser dennoch regelmäßig einen neuen Helm kaufen sollen - wär sonst blöd für die Werbekunden.

    Ich halte die ganzen Aussagen, dass man einen Thermoplast-Helm nach fünf Jahren wegen Alterung austauschen muss, für eine Schutzbehauptung im Interesse der Helmindustrie.



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    #90
    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Wenn man dagegen das Credo hat: "Mach was du willst, aber geh' mir nicht auf den Sack!" dann wird vieles entspannter.
    Da hast du (zumindest theoretisch) recht. In der Praxis liegt aber eben da der Hase im Pfeffer: Irgend ein Idiot mag eben nicht nach dem Credo "Liberalitas Bavariae" leben und zieht vor Gericht. Daraus folgt dann meist ein Gesetz, sofern nicht vorhanden.


 
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