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Hobbyaufgabe

Erstellt von maxp, 10.05.2014, 12:25 Uhr · 47 Antworten · 7.927 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #31
    Hallo, ein tragisches Ereignis, habe in der Lokalpresse davon gelesen. Ich hatte mal die gleiche Situation, hatte mir gerade eine gebrauchte R 1100 R aus Innsbruck geholt als mir meine Nachbarin vom Tod eines Freundes berichtete. Habe sofort das Motorrad verkauft. Es geschehen immer irgendwelche Unfälle, die einen persönlich betreffen, und sei es nur am Rande.
    Bekannte von mir hat ein Pferd probegeritten. Pferd stolpert, stürzt auf die Reiterin - mit knapper Not und sehr schwer verletzt hat sie überlebt. Ob sie jemals wieder reiten wird, wer weiß. Ich verstehe Deine Beweggründe.

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    #32
    Hallo miteinander,
    Mann lebt zweimal: das erste Mal in der Wirklichkeit, das zweite Mal in der Erinnerung.
    Auch von mir: mein Mitgefühl und Beileid. In meinem ganzen Leben habe ich auch schon Leute verabschieden müssen, die im Straßenverkehr, im Wasser oder im Schnee ihr Lebenverloren haben. Und es waren nicht weinige, jedes Mal sind die Umstände und die Art wie man im Nachhinein damit umgeht unterschiedlich, aber die Gedanken an die alle die gegangen sind, sind meistens nur traurig.


    Gruß Bernard

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    #33
    Mein aufrichtiges Beileid, Max. Deine Entscheidung, das Hobby aufzugeben, kann ich gut verstehen, aber die Zeit heilt Wunden, und vielleicht kommt der Tag, an dem Du doch Euren gemeinsamen Traum wahr machst, und Du mit einer Harley die Route 66 runterfährst. Dein Freund wird dabei sein, ganz sicher. Viel Kraft Dir und allen Betroffenen...

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    #34
    Hallo,
    auch von mir mein aufrichtiges Beileid! Es ist sehr schwer in dieser Situation die richtigen Worte zu finden. Eine sehr tragische Sache! Da ist natürlich für Dich im ersten Moment alles wichtiger als das Motorrad, das kann ich verstehen!
    Die Zeit wird es Dir sagen, wann und ob Du bereit bist wieder zu fahren!
    Grüße Kedder

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    #35
    Hallo Max,
    deine Geschichte ist traurig und auch bewegend. Mein Beileid für dich und besonders für den Witwer.
    Ich bin seit einem Jahr auch Witwer und erst durch den Tod meiner geliebten Frau zum Motorrad fahren gelangt. Sie war eine eingefleischte Bikerin und um ihr Andenken zu ehren und meine Trauer zu bewältigen habe ich den Führerschein gemacht.

    Auch in der Wahl meiner Maschine wusste mein Schatz ganz genau was zu mir passt.

    Ich würde wahrscheinlich den Boden unter den Füssen verloren haben, wenn das Ende plötzlich gekommen wäre. Doch ich konnte mich durch die Krankheit und das Aufgeben meiner Frau von ihr verabschieden. Irgendwie.

    In deinem Fall ist der Schock doch um einiges grösser, was ich durchaus verstehe. Aber das ist Leben. Leben heißt Wandel, Abschied, aber auch Erneuerung.
    Und jede Wunde auf der Seele kann zur Narbe heilen, oder zur offenen Baustelle mutieren, was man selber beeinflussen kann. Dabei machen gerade die Narben uns erst aus.

    Deine Entscheidung, mit dem Fahren aufzuhören ist nachvollziehbar und für dich bestimmt richtig. Obwohl ich nicht glaube, dass du dies noch lesen wirst, da sich dein Gruß endgültig las.

    Trotzdem die linke Hand zum Gruß!

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    #36
    kurz und schmerzlos



    haben ja schon geschrieben, sind für dich da

  7. X-Moderator
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    #37
    Schlimme Sache, das hat niemand verdient.....

    -wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein-
    Friedrich Nietzsche


    Gruß Andreas

  8. Registriert seit
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    #38
    Hallo Max,

    dir und allen anderen, die den Verunglückten nahe standen, mein aufrichtiges Beileid und viel Kraft, dieses schlimme Erlebnis möglichst gut zu verarbeiten.

    Beruflich (Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Verkehrsrecht) habe immer wieder mit Personen zu tun, die ein hartes Schicksal trifft, entweder ein eigener Unfall oder der Verlust von Angehörigen oder sehr guten Freunden. Daneben gibt es natürlich die krankheitsbedingten Tiefschläge. Danach ist es nicht mehr wie zuvor, einige kommen auch nur sehr schwer darüber weg, andere packen das besser.

    Hier in dem Forum gibt es nicht wenige, die hat es selbst schon irgendwie mal ernsthaft erwischt. Die größere Zahl ist dem Hobby Motorrad treu geblieben.

    Fast niemand hier fährt weil er fahren muss, sondern aus Spaß. Mobilität per Auto ist für die meisten unverzichtbar, also fährt man nach einem eigenen Unfall oder einem schlimmen Autounfall von Angehörigen weiter, geht ja nicht anders. Das zeigt aber auch, dass es geht.

    Jetzt kannst du kaum Spaß am Motorrad haben, also ist es auch kein Thema, nicht zu fahren. Kommt irgendwann doch wieder die Lust, probiere es einfach aus. Mit dem Verkauf würde ich jetzt noch warten, für deine GS bekommst in 3 Monaten auch nicht weniger.

    Ich weiß nicht, wie intensiv du Motorrad gefahren bist. Viele hier machen von Frühjahr bis Herbst nicht viel anders in der Freizeit, also Wochenendtouren, Urlaube usw. Fällt das komplett weg stellt sich erst mal die Frage, was man stattdessen machen. Wir das riskante Hobby Motorrad durch ein Riskanteres ersetzt erzielst du keinen Sicherheitsgewinn. Ich denke, du kannst jetzt nur schwer beurteilen, ob du in 2 Monaten wieder Spaß auf dem Motorrad haben kannst, also lass es ruhig angehen. Alleine schon ein Verkauf des Motorrades in der derzeitigen emotionalen Situation wäre wohl ziemlicher Stress für dich.

    Hallo Max,

    fahre nach deinen Prüfungen in Memorandum für deinen Freund die Route 66.
    Er wäre stolz auf dich!


    So könnte man das Erlebnis auch verarbeiten


    Es mag deplaziert wirken und dir auch deinen Freund nicht wieder ins Leben holen, aber Sprüche wie "wenn die Zeit gekommen ist....." tragen nicht zur Ursachenforschung bei, deswegen lasse ich die (für mich) nicht gelten.
    Wald, Wildwechsel, Fahrfehler, etc. mag evtl. richtig sein und zum Unfall beigetragen haben, jedoch zeigt mir die Bremsspur (sofern sie von diesem Motorrad stammte) dass hier ein technischer Defekt vorlag. Wie und weshalb es dazu kam..., das zu ergründen ist der Job eines fähigen Sachverständigen, alles andere nur reine Spekulation.
    Ich denke, dass kann man den Spuren nicht entnehmen. Auf Bild 6 sieht man eine Reifenspur. Ich würde mal sagen, dass ist keine Bremsspur sondern der Abrieb des Reifens im Rahmen eines Sturzes, warum auch immer. Es kann viele Ursachen geben (Schreckreaktion wegen Gegenverkehr, Unaufmerksamkeit oder theoretisch auch ein technischer Defekt, aber für gewöhnlich Blockieren Reifen nicht einfach so). Letztlich wird die wirkliche Ursache des Sturzes nicht mehr geklärt werden können.

    Kopf hoch, ich drück die Daumen für eine für dich richtige Entscheidung.

  9. Registriert seit
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    #39
    Ich habe auch meinen besten Freund durch einen Schicksalsschlag verloren, lesen gerade dieses Beitrage und mir laufen die Tränen durchs Gesicht.

    So etwas wird man nie vergessen!

    In tiefer Anteilnahme

    Thorsten

  10. Registriert seit
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    #40
    Vielen Dank für eure herzlichen Worte.

    Vergangenen Freitag war das Doppelbegräbnis von Mutter und Sohn - so etwas schlimmes habe ich noch nie erlebt.
    Der erste Schritt in die Kirche und vor dir zwei Särge nebeneinander... darauf zwei Bilder von Menschen, die dir unheimlich nahe standen. Da wurde mir alles erst so richtig klar und bewusst.

    Die Trauerfeier war für mich sehr schmerzhaft, doch muss ich sagen, dass es ein "abschließendes" Ereignis war.
    Ich bin seit heute mehr als 2 Wochen nicht mehr am Bike gesessen ... es fehlt mir schon sehr, das kann ich nicht leugnen. Als Ersatz dient mir im Moment meine Vespa - die natürlich um kein Eck mehr Sicherheit bietet als die GS - aber mit ihr verbinde ich das ganze Ereignis nicht so sehr.

    Erst heute, als ich in der Sonne gesessen bin, hab ich wieder von einem Motorradunfall gehört: in ein parkendes Auto gefahren und tot... früher fand ich solche Nachrichten natürlich auch schrecklich, aber heute zuckt mein ganzer Körper zusammen. Es wird nie wieder so sein wie früher, dass mir das Motorradfahren alle Sorgen vergessen lässt.

    ich bin früher doch fast jede Woche um die 200 - 300km gefahren - das meiste natürlich mit dem Sebastian.
    Bin jetzt seit Tagen auf der Suche nach einem neuen Hobby - wirklich sehr schwer eines zu finden... denke ich werde wieder anfangen mit dem Kitesurfen.

    Es wird nie jemand wissen, was genau passiert ist. Von den Ersthelfern weiß ich, dass der Sebastian auf seiner Mutter gelegen ist und noch bei Bewusstsein war und versucht hat sich aufzurichten. Anschließend wurde er noch an der Unfallstelle ins künstliche Koma versetzt... einfach nur schrecklich. Für mich ist klar, dass der Unfall nicht aufgrund überhöhter Geschwindigkeit oder anderem Eigenverschulden zustande kam, so gut kenn ich seinen Fahrstil. Es war sein erster und letzter Unfall...

    Durch diesen Vorfall hab ich nicht nur meinen besten Freund verloren, sondern auch meinen Studienkollegen und letzten Endes auch mein Hobby.... es ist im Moment für mich ein Neuanfang. Ich denke dass ich den Verkauf meines Motorrades auch einfach brauche um mit der Sache komplett Abschließen zu können. Die Faszination für das Motorrad wird immer da sein, so viel ist klar.

    Tausend Dank nochmal für jeden einzelnen eurer Beiträge und euer Mitgefühl, das weiß ich wirklich sehr zu schätzen.

    Gruß
    Max

    P.S.: Das mit der Route 66 werd ich in meinem Leben sicher noch machen zu Ehren meines besten Freundes - damit habt ihr vollkommen Recht.


 
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