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Hydrostößel

Erstellt von frank69, 27.01.2012, 19:18 Uhr · 20 Antworten · 4.742 Aufrufe

  1. frank69 Gast

    Standard Hydrostößel

    #1
    Hallo !!

    Ich frage mich eigentlich schon seitdem ich Moppeds mit Viertaktern fahre, warum so wenige Motorradmotoren Hydrostößel zum Ventilspielausgleich haben. Jeder Auotomotor hat sowas seit Urzeiten.
    Zu teuer kann das ja nicht sein, so ein Brot-und-Butter Motorrad wie die Honda CB 750 (Sevenfifty) hatte das doch auch.
    Mich nervt das bei manchen Modellen (bei Boxern ist es ja spielerei, wenn ich aber so an meine Ex-Pegaso denke...) ziemlich frickelige Prüfen des Ventilspiels einfach.

    Hat da jemand eine Idee ?????

    Frank

  2. Registriert seit
    22.09.2010
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    673

    Standard

    #2
    Zitat Zitat von frank69 Beitrag anzeigen
    Hallo !!

    Ich frage mich eigentlich schon seitdem ich Moppeds mit Viertaktern fahre, warum so wenige Motorradmotoren Hydrostößel zum Ventilspielausgleich haben. Jeder Auotomotor hat sowas seit Urzeiten.
    Zu teuer kann das ja nicht sein, so ein Brot-und-Butter Motorrad wie die Honda CB 750 (Sevenfifty) hatte das doch auch.
    Mich nervt das bei manchen Modellen (bei Boxern ist es ja spielerei, wenn ich aber so an meine Ex-Pegaso denke...) ziemlich frickelige Prüfen des Ventilspiels einfach.

    Hat da jemand eine Idee ?????

    Frank
    Hi Frank,
    also so viel ich weiß werden bei Motorrädern keine Hydrostößel(hydraulische Ventilspiel Ausgleichselemente) verbaut, weil sie zu träge ansprechen bei höheren Drehzahlen, wie sie bei Motorrädern ja nicht unüblich sind. Und dadurch plötzlich das Ventilspiel viel zu groß/klein wird. Deshalb werden sie auch bei Rennmotoren nicht eingesetzt...aber ich lass mich auch eines besseren belehren

    lg Ben

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    Standard

    #3
    Frank die Antwort warum nicht mehr Motorradmotoren,besonders Solche mit relativ niedrigen Drehzahlen wie unsere Boxer,keine Hydrostoessel haben weiss ich auch nicht aber stelle mir oefters diesselbe Frage wie Du.
    Vielleicht hat der neue Wasserboxer ja Welche...
    Schoen praktisch waer's!

  4. frank69 Gast

    Standard

    #4
    Ja, das wäre sehr praktisch.
    Die höheren Drehzahlen könnten bei den üblichen 600er Vierzylindern eine Erklärung sein, beim Boxer eher nicht. Oder den anderen, nicht so hoch drehenden Moppedmotoren mit großem Hubraum. Bei einer BT 1100 mit 61 PS zum Beispiel. Da kann weder Drehzahl noch Gewicht eine Rolle spielen. Also entweder Kosten oder der Kunde verlangt einfach nicht danach. 6000km Wartungsintervalle aus den 90er Jahren oder jetzt 10-12tkm wären für ein Auto unmöglich. Bei den Jahresfahrleistungen der durschnittlichen Motorradfahrern (natürlich nur außerhalb dieses Forums) ist das wohl egal, die Kiste muß eh einmal im Jahr in die Werkstatt...

    Frank

  5. Registriert seit
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    #5
    Der BMW M3-8400U/min Hoechstdrehzahl hat auch Hydrostoessel...

  6. Registriert seit
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    Standard

    #6
    Ich empfehle dazu Kapitel 3.7.3 "Gestaltung von Zylinderkopf und Ventiltrieb" aus "Motorradtechnik" von Jürgen Stoffregen, der lange Zeit Entwicklungsingenieur bei BMW Motorad war und heute u.a. als Dozent für Motorradtechnik tätig ist.
    Sinngemäß zum HVA: Wegen der bei Motoröl nicht ausreichenden Inkompressibilität (wg gering. Luftanteil) für höchste Ventilbeschleunigung, wie sie bei Motoradmotoren üblich ist...
    HVA Elemente können wg. des hohen Gewichtes nur zusammen mit Schlepphebeln eingesetzt werden... In Tassenstößeln sind sie wg. der hohen Drehzahlen... nicht verwendbar.
    Kurzum: in modernen Hochleistungsmotoren mit seinen engen Toleranzen bei hohen Drehzahlen sind HVA nicht verwendbar bzw. ist ein Tassenstößeleinsatz zweckmäßiger.
    Und beim DOHC-Boxer ist es mit dem "einfach einstellen" genau deswegen auch vorbei...
    Gruß
    Berndt

  7. Registriert seit
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    #7
    Eines meiner Motorräder,Bj.1953,hat Boxermotor mit Hydrostössel...

    Gruß Klaus

  8. Registriert seit
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    #8
    Und daraus lernen wir, dass der M3 auf dem Niveau der Boxermotoren von 1953 liegt

    Gruß
    Berndt

  9. Registriert seit
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    #9
    'S möcht ja sein, daß ihr Harleys nicht für Motorräder haltet, nichtsdestotrotz verwendet Harley seit vielen Jahrzehnten Hydrostößel (nichts einzustellen, außer, bei verstellbaren Stoßstangen, einmalig bei der Montage deren Länge, damit die Stößel innerhalb ihres Arbeitsbereiches arbeiten).
    Schlepphebel hat's auch keine, die Hydros haben Rollenlager eingebaut (dickwandige Außenringe, dicke Rollen, dickwandiger Innenring, oder noch dickere Rollen u. Lagerung direkt auf dem dicken, eingepressten Zapfen, der das Lager im Stößel hält). Hydros gab's auch in Autos ohne Schlepphebel, mit direktem Antrieb über die Nockenwellen. Grundeinstellung wie bei klassischen Tassenstößeln über Shims angepasster Stärke. Wenn ich das noch recht erinnere, war das beim 1.5l Boxermotor des Alfa Sud so (falls noch jemand unter uns weilt, der ein solches KFZ kennt. Die sind nämlich so fürchterlich schnell weggerostet, daß nichtmal ihre Eigner sicher waren, jemals ein solches Fzg. besessen zu haben).
    Drehzahlen mit dem abgebildeten Stößel so ca. 7.5k/min (was nicht wirklich hochdrehend ist, aus heutiger Sicht). Wenn's mehr sein soll, ist's aus mit Hydros, braucht ohnehin recht harte Ventilfedern wg. der zu bewältigenden Massen ...

    Grüße
    Uli

    @Ben
    Hydros "sprechen nicht träge an". Solange ihr Leckölanteil nicht zu hoch wird, um die korrekte Länge einhalten zu können (spielfrei), solange funktionieren sie einwandfrei. Träge nur wg. ihrer Masse, die, in Verbindung mit den langen Stoßstangen und den schweren Kipphebeln der Harleys Drehzahlen deutl. über 8k/min einfach im Wege steht. Mit hydraulischen Tassenstößeln u. obenliegenden Nockenwellen lassen sich Drehzahlen bis zu 10k/min realisieren (relativ "zahme" Nocken vorausgesetzt, was dem Leistungshunger des gemeinen Mopedfahrers im Wege steht und sich nicht gut im Verkaufsprospekt macht).
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken hydrostoessel_buell.jpg  

  10. Registriert seit
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    Standard

    #10
    sind ja nicht alle hersteller so nasenbohrer wie bei bmw

    bei den meisten moppeds mit 6000er oder 12000er wartungsintervall steht das prüfen des ventilspiels alle 24000km auf dem plan. teils noch später.

    und jetzt rechne mal mit der durchschnittlichen jahresfahrleistung von 3 - 4000km ...
    alle 6-8 jahre einstellen ...

    wozu dann teure hydrostössel?
    dann doch lieber die werkstätten auslasten.


 
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