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Ich bin kein Motorradfahrer . . .

Erstellt von assindia, 13.08.2009, 13:42 Uhr · 219 Antworten · 31.010 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #51
    Super geschrieben Holger, bitte mehr davon

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    #52
    Vieleicht kann mich jetzt einer verstehen, das ist mit einer der Gründe warum ich die Harley wieder weg habe. Einmal nicht geputzt und beim HOG Stammtisch 5€ in die Kasse. Dann die Ausfahrten in genauer Reihenfolge, und Wehe die wird nicht eingehalten. Dann kommen die Silberrücken aber aussem Kreuz. Um mitreden zu können jeden Samstag beim freundlichen zum Kaffee und danach erstmal ein neues Shirt für 46€. Brauch ich nicht mehr.

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    #53
    "Der typische BMW-Fahrer hat's eigentlich hinter sich. Meist mit Vollbart und weit über 40, unauffällig auf jugendlich getrimmt (man ist ja schließlich Motorradfahrer), oft mit Brille, aber immer mit dem peinlich aussehenden Schubert-Klapphelm unterwegs..."

    Damn, ich bin 39, hab nen Stoppelbart... dafür aber nen Schuberth-Klapphelm - darf ich trotzdem mit meiner GS fahren?

  4. ArmerIrrer Gast

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    #54
    Zitat Zitat von concho Beitrag anzeigen
    "Der typische BMW-Fahrer hat's eigentlich hinter sich. Meist mit Vollbart und weit über 40, unauffällig auf jugendlich getrimmt (man ist ja schließlich Motorradfahrer), oft mit Brille, aber immer mit dem peinlich aussehenden Schubert-Klapphelm unterwegs..."

    Damn, ich bin 39, hab nen Stoppelbart... dafür aber nen Schuberth-Klapphelm - darf ich trotzdem mit meiner GS fahren?

    wenn Du so fragst... Nöö...

  5. HP2Sascha Gast

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    #55
    Klar darf er, aber die Stoppeln sollten wenigstens angegraut sein...

  6. Registriert seit
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    #56
    Der typische BMW-Fahrer hat's eigentlich hinter sich
    ... deswegen tut mir immer der Puckel weh... ich habe vergessen umzufallen.

    oder ob es doch eher am Rollerfahren liegt?

  7. Registriert seit
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    #57
    Das haste aber supä geschrieben Holger .

    Gruß
    Bernd

  8. Registriert seit
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    #58
    Ja von da ab bin ich regelmäßig zum Treff gefahren – jeden Tag – immer nach den Trainingsrunden durch`s bergische Land mit meiner Frau. Den Karl habe ich da immer getroffen. Wir haben nie zusammen telefoniert – E-Mail gab es ja noch nicht. Schnell hatte er auch sein Traum Motorrad – eine Yamaha XS 650. Karl war damals Anfang/Mitte vierzig. Er wird später mal bei einem der zahlreich besuchten Motorradtreffen, allesamt kleine private Treffen mit überschaubarer Teilnehmerzahl und familiärem Ambiente den Pokal für den ältesten Teilnehmer bekommen – da wird er lange dran zu knacken haben.

    Meine Frau hatte ja auch mit mir zusammen den Einser gemacht. Die Suzukis haben wir uns geteilt. Als die TR.1 im Haus war und meine Frau das erste Mal damit am Entenfang an der sechs Seen Platte damit gefahren ist – so ca. 300 Meter – hat sie die Maschine abgestellt – kam zu Fuß zurück mit den Worten: „Da fahre ich keinen Meter mehr mit“ (im Sinne von selbst fahren) – sollte mir recht sein. Sie hatte, wie bei der Suzuki gewohnt so bei 3500 U/Min eingekuppelt und das hatte sie eben diese 300 Meter weiterkatapultiert, wo dann die Maschine Mangels gezogener Kupplung mit blockierenden Hinterrad zum stehen gekommen ist. Der Untergrund des Parkplatzes war Schotter.

    Meine Erklärungsversuche auf naturwissenschaftlicher Basis – Drehzahl in Abhängigkeit vom Drehmomentverlauf bei einem V-Zwei – ich hätte es genau so gut den Tretbooten erklären können – nix mehr zu machen - das war`s. „Ich will ein eigenes Moped haben.“ Diese Worte klangen mir noch viele Tage im Ohr.

    Wir hatten noch einen quietsche gelben VW Käfer 1303 LS in der Garage stehen. Der wurde stehenden Fußes verkauft und gegen eine Black Suzuki 400 Spezial Edition mit der Nummer 073 eingetauscht. 27 PS – na wenigstens ein 2 Zylinder.

    Immer wenn wir dann abends zum Cooldown (heute würde es Qooldown heißen) an den See gefahren sind, hat sich nämlich dort klammheimlich eine Szene entwickelt – die 2-Zylinder und die Mehrzylinderfahrer. Wobei die 2-Zylinder natürlich nicht zu bremsen waren in blumigen und „wissenschaftlich“ begründeten Vorträgen von den Vorzügen eben dieses Motor Konzeptes zu berichten, ach was rede ich - zu schwärmen – schlicht einen solchen Blödsinn zu erzählen, dass ich es selbst sogar geglaubt habe und noch heute ein mehrzylindrisches angetriebenes Fahrzeug mehr als kritisch beäuge. Ich habe halt meine Vorurteile in dieser Sache gut gepflegt.

    Es war früher aber auch durchaus üblich mal eine Frage zu stellen. Auch wenn man damit seine Schwierigkeiten offenbarte. Ich jedenfalls hatte echte Probleme im Dunkeln schnell Motorrad zu fahren. Mein Freund, Lehrer, Mentor und Tudor Peter wusste auch sofort Abhilfe – da hilft nur Training – er war von seiner Begegnung mit dem Auto mehr recht als schlecht genesen – aber mit den Winterstiefeln und wenn er das ganze Bein für den Schaltvorgang anhob, dann klappte es auch mit dem schnellen schalten. Er konnte wegen eines Nervenabrisses den Fuß noch nicht richtig bis gar nicht bewegen.

    Teststrecke - wie immer – Felderbachtal Elfringhauser Schweiz – bei Spitznas links rein. Das war noch nicht so ein erbarmungswürdiger peinlicher Acker wie heute – Topfebener 1A Qualitätsasphalt und freie Bahn mit Marzipan. Meine Frau und ich hatten im Landhaus Huxel unsere standesamtliche Hochzeit gefeiert – an einem so heiligen Ort da waren wir unverwundbar. Meine Frau hinten drauf – sie wollte sich das Training quasi aus der ersten ähem zweiten Reihe ansehen - sie hatte zwar ihr eigenes Motorrad – fuhr aber damals noch ab und an gerne und vor allem komentarlos und furchtlos mit. Das sollte sich im Laufe unserer mittlerweile mehr als 30 jährigen Beziehung noch grundlegend ändern.

    Ahne mit seiner 550er Suzuki war auch dabei – als langjähriger Freund vom Peter musste ich ihn hinter`m Peter fahren lassen. War mir auch recht – vor
    dem wollte ich mir keine Blöße geben.
    Dämmerung abgewartet und ab die Post. Ich möchte jetzt hier nicht ausschweifen – aber standesgemäß sind wir durch das Tal gehämmert. Es gehörte damals zum guten Ton, wenn der Führende aufsetzte – hatte man gefälligst auch die Rasten oder Hauptständer, Seitenständer egal was auch zum Schleifen zu bringen – das war auch ganz gut so – die Funken erleichterten mir bei abnehmender Sehleistung die Orientierung.
    2/3 der Strecke waren vollbracht – der Landgasthof Huxel ist an uns vorbeigeflogen – die lang gezogenen Kurven – jetzt das Geschlängel um die Festscheune – wird ja wohl hoffentlich keiner jetzt schon auf der Straße torkeln? Da ist heute eine Beschränkung auf 30 km/h – ich schmeiß mich weg – also bildlich gesprochen.

    Wir laufen auf 2 Enduros auf, die irgendwo aussem Gebüsch auf die Straße geschossen kamen. Enduros = Stollenreifen = keine Gegner – FALSCH. Die Jungens waren zäh – in Ermangelung von aufsetzbarem haben die dann in den Kurven ihre Eisenabsätze auf der Straße schleifen lassen, damit sie da auch mitsprühen konnten. Vorbei kamen wir jedenfalls nicht. Enduros waren mir zu der Zeit suspekt – meist nur ein Zylinder – definitiv einer zu wenig – die konnten sich nämlich nicht mit einem defekten Zylinder in die Homebase schleppen. Außerdem setzten die nie auf woher sollte man da wissen wann Schluss ist? Stollenreifen – um Himmels willen – niemals – ich fuhr ja vorne Rille 16 und hinten den ME 99A – quasi die Krone der Reifenentwicklung von Metzeler für den ambitionierten Tourensportler.

    Na egal – die letzte bergauf links – es war auch ein wenig feucht – kam mir ein ziemlich großer Scheinwerfer in atemberaubender Schräglage so aus Richtung 10:00 Uhr entgegen. Zwischen mir und Ahne hatte ich ein wenig Abstand gelassen. Der große Scheinwerfer schoss mir also quer durch`s Bild. Im Rückspiegel erkannte ich am Verlauf der Funken, dass es sich hier um eine Schräglage handelte, aus der dieser Kollege ohne fremde Hilfe nicht mehr von alleine hochkam.
    Ich habe dann umgehend gedreht und bin zurück. Die Maschine lag mit den Rädern nach oben im kleinen Straßengraben. Der Fahrer bekrabbelte sich und zehrte schon an dem Teil um es wieder hinzustellen – nein falsch gesehen – er versuchte an das kleine Fach an dem Gepäckträger ranzukommen. Da waren seine Zigaretten drin. Ja als wir uns dann eine angesteckt hatten – stellte ich fest, dass es eine TR.1 ist.

    Ja so habe ich den Uwe (Boing!) kennengelernt.

    Uwe wird später unser erster GS Fahrer. Er wird sich eine
    R 80 GS Paris Dakar kaufen und sich damit so oft auf`s Maul legen, dass ich es aufgegeben habe nachzuzählen. Es könnte auch am Motorrad gelegen haben: Gaston Rahier hat damit auch ne Bodenprobe vom BMW Gelände in Essen genommen. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.

    Wir haben dann mit vereinten Kräften das Moped auf die Beine (Räder) gestellt und ich habe ihn noch bis nach Hause gebracht.

    Irgendwann hat Peter mir auch erklärt, was es mit meiner
    mangelnden Fähigkeit auf sich hat, dass ich bei Dunkelheit nicht richtig schnell fahren kann.

    „So ein dunkles getöntes Visier ist bei Sonnenlicht ganz gut, aber im Dunkeln kannste damit nich gut gucken! Nimm doch ein klares Visier und setze bei Bedarf eine Sonnenbrille auf.“

    Wieder was gelernt – wir sehen uns am Treff . . . .

    Glück auf
    Holger

  9. Registriert seit
    01.07.2008
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    #59
    klatschklatschklatsch

    klasse, danke, hab mich sehr amüsiert...

    ruhig weitermachen...

  10. Registriert seit
    18.02.2009
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    5.408

    Standard

    #60
    absoluter Applaus!

    Wegen mir kanns weitergehen!

    und noch heute ein mehrzylindrisches angetriebenes Fahrzeug mehr als kritisch beäuge. Ich habe halt meine Vorurteile in dieser Sache gut gepflegt.
    ja, wie geil! Ich denke auch immer noch, daß mehr als zwei Zylinder Materialverschwendung ist!


 
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