Seite 9 von 22 ErsteErste ... 789101119 ... LetzteLetzte
Ergebnis 81 bis 90 von 220

Ich bin kein Motorradfahrer . . .

Erstellt von assindia, 13.08.2009, 13:42 Uhr · 219 Antworten · 30.971 Aufrufe

  1. Registriert seit
    25.02.2009
    Beiträge
    7.458

    Standard Zwischenspiel

    #81
    Nochmals vielen Dank - der Thread war ja ein bisken eingeschlafen - ich war mir nicht sicher, ob ich weiterschreiben soll. Nützt ja nix wenn ich Euch die Zeit stehle - ist zwar nicht direkt verboten - abba nich schön.
    In der nächsten Woche bin ich aber auf Sardinien und da bin ich offline.
    Ich kann Euch eine Geschicht anbieten, die indirekt mit dem Motorrad fahren zu tun hat - ein Frühwerk sozusagen - im zarten Alter von 51 Jahre geschrieben - viel Spaß:

    Schwein gehabt! oder Schwein gehabt?

    Der erste Tag des Verkaufstrainings war zu Ende. Es stand die Heimfahrt an.
    Berufsverkehr: „Wir sehen uns dann im Stau!“

    Das war mein humoristischer Wortbeitrag zur bekannten Verkehrssituation auf der A52 von Düsseldorf nach Essen.

    Es war zwar „ächt watt los“ wie man so im Ruhrgebiet sacht, aber es lief aber trotzdem recht flüssig.

    Aber immer wenn die Geschwindigkeit meiner Gedanken mit den realen Verhältnissen auf der Autobahn nicht zu synchronisieren sind, die Schulung hatte Tempo und die von Geburt an lernbegierige Festplatte in meinem Kopf, sie ist ja gar nicht fest, sondern faltig und lappig, damit nix passiert ist sie sogar flüssig gelagert, läuft jedenfalls noch nach und sucht geeignete Speicherorte für das Erlernte, besser gesagt, erlebte, dann schaue ich mir die Nummernschilder der Autos an und assoziiere was das Zeug hält.

    Als Beispiel ein Essener Fahrzeug E SC 1234, denke ich an die Escape Taste auf meinem Rechner. Ein in Recklinghausen zugelassenes Fahrzeug: RE SC 432, RESCUE !! Rettung.

    Ja so ging das eine ganze Weile und ich dachte angesichts der Verkehrsverhältnisse:

    „Schwein gehabt“ – läuft doch gut!

    Irgendwie hatte ich ein T oder R auf einem der Nummernschilder gesehen – das bringe ich immer mit meinem Moped in Verbindung. Also kam ich in Gedanken schnell zum Mopedfahren.

    Also mit meinem Moped fahre ich auf einer Landstrasse an einer Wiese mit Kleeblättern vorbei. Die Steigerung von Schwein gehabt, ist ja die Sache, wenn das Schwein ein vierblätteriges Kleeblatt im Maul hat, sozusagen ein 6er mit Superzahl.

    Und ich denke an meinen bevorstehenden Geburtstag, wo ich ein Sparschwein aufstellen werde. Davon werde ich mir nämlich ein Federbein für mein Moped kaufen, damit es mir noch leichter fällt, diesen vor mir fahrenden Aussendienstler in seinem Daimler zu überholen. Der hat echt Schein gehabt mit seinem Dienstwagen.

    In dem Augenblick wo ich Ihn überhole, denke ich, habe ich die Susanne eigentlich zu meinem Geburtstag eingeladen – am letzten Wochenende waren mir mit einigen Freunden zum Essen – da vielleicht?

    Da fragte sie doch der Kellner beim Bezahlen: „Schwein gehabt?“ und ich sah Sie an – ich glaube Sie dachte gerade an Ihren Ex – sie hatte das Rinderfilet, watt sollte Sie getz sagen?!

    Nein, ich hatte das Rinderfilet – hörte ich sie sagen – es fiel Ihr sichtlich schwer.

    Hatte sie ja wohl ein Schwein gehabt, als Ex meine ich und ein Rinderfilet als Gericht.

    Ja – ich denke ich hatte sie an diesem Abend meiner Geburtstagsfeier eingeladen. Schwein gehabt!

    Ich befand mich jetzt auf gleicher Höhe mit dem Daimler als ich einen länglich, runden rosa Schatten sah. Der von rechts kurz vor dem Wagen hervorschoß. Jetz` brat mir doch einer nen Storch – wo kommt datt Viech denn her?

    Ein Schwein – vom Mercedes knapp verfehlt. Kein Schwein gehabt – oder doch? – weil er es ja verfehlte.

    Jetzt hätte ich gerne die ESCAPE Taste gedrückt, damit das RESCUE Team kommen kann, um mich aus dieser Situation zu retten.

    Pustekuchen - ich jedenfalls hab das arme Vieh überfahren – also Schein gehabt?

    Sofort hob es mich in hohem Bogen aus dem Sattel meines treuen Schlachtrosses aus Stahl und ich landete so unglücklich auf der Wiese, genauer gesagt auf den Kleeblättern, dass ein vierblättriges Kleeblatt in meinem Backenzahn hängen blieb und mit den vier Blättern nach außen jetzt aus meinem Mundwinkel hing.

    Ich hatte ins Gras gebissen. Also ich will Euch hier keinen Bären aufbinden.

    Als meine Seele zum Himmel fuhr, zu mindestens in die Richtung, sah ich noch den Bauer, dem offensichtlich das Schwein gehörte – der hatte jetzt mal ein Schwein gehabt!

    Mit meinem vierblättrigen Kleeblatt, also die Superzahl quasi, konnte ich nix mehr anfangen. Den Sechser hatte ich ja gerade erlegt.

    Aus diesem Tagtraum erwachte ich vor meiner Haustüre – ich hatte einen Parkplatz vor der Tür – Schwein gehabt.

    Nach diesen Erlebnissen – Klamotten gewechselt – Bier aus`m Kühlschrank à Fernsehen.

    Jörg Pilawa „Das Quiz“ - Einstandsfrage:

    Welche Redewendung wird umgangssprachlich als Glück bezeichnet?

    A. Kuchen gepustet
    B. Storch gebraten

    C. Bären aufgebunden
    D. Schwein gehabt


    Setze mein Bier an – mir fällt nix mehr ein - beim Öffnen meines Mundes fällt das Kleeblatt raus – watt` iss die richtige Antwort?

    Sach` ma ist das Leben nur ein Zufall – eine Laune der Natur? Leben wir alle in der Matrix – parallel Universum und so?

    Schweine sind ja gar nicht so dumm wie man meint.

    Was wird meine Frau in Zukunft zum Kellner sagen und so ein Mercedes – ich weiß nicht – Schweinefleisch is ja nich gesund – wegen der Hormone und so, soll man sich als Mopedfahrer das Rauchen abgewöhnen?

    Kommt der Nikolaus wirklich durch den Kamin gefahren und können seine Rentiere sprechen?

    Kann man die Zeit anhalten – wenn man es könnte, sollte man es tun?

    Sollte man nach einer Verkaufsschulung mit dem ÖPNV nach Hause fahren – oder Fahrgemeinschaften bilden?

    Und was ist dahinter . . . . ?

    Das sind doch die wichtigen Fragen im Leben.

    Glück auf bis späta
    Holger

  2. Registriert seit
    18.04.2008
    Beiträge
    20.644

    Standard

    #82
    Holger, zwei Monate Pause hasse gemacht, bist im Urlaub gewesen, bist mit'm Roten Oktober durchs WBL gekreutzt, hast mit Koma und Anderen ne Runde gedreht, sogar gearbeitet hasse in die zwei Monaten.

    Un getz hasse neu geschreibstelt.......un nix verlernt Muß ich getz wieder zwei Monate warten

  3. Registriert seit
    28.09.2009
    Beiträge
    9.459

    Standard

    #83
    danke für die geschichte(n)!!
    schreib einfach weiter.
    es ist gut so!

    gruesse
    ralf

  4. Registriert seit
    27.08.2009
    Beiträge
    8

    Standard

    #84
    Kann mich nur der Aussage von Wogenwolf nur anschließen! Und für mich
    ein oder zwei mal im Jahr zu einem "Treff" das reicht .....
    @ assindia, gut geschrieben, bitte weiter machen freu`mich schon auf weiter "Geschichten"!

  5. Registriert seit
    11.09.2008
    Beiträge
    4.128

    Daumen hoch ...gezz startet der Holger durch...

    #85
    Bravo!-Bravissimo!-Holger,Du bist doch mein allerliebster Autor!-Ich schwör!
    -Holger...,gezz ma unter uns..:super geschrieben!...ich habe auch gelegentlich schonmal soviel Zeuch auffe Bio-Festplatte...-abba nur immer dann, wenn ich ma wieda inna Lounge zu tief inhaliert habe...-dann vergess ich meist anschließend die Hälfte ...und geschrieben krich ich schon rein ganix mehr...bin eher beschäftigt,nich vonne Couch zu rutschen...
    Weiter so! ...-und ich brauch nich mehr inne Lounge....

  6. Registriert seit
    25.02.2009
    Beiträge
    7.458

    Standard Danke . . .

    #86
    . . für die freundlichen, teilweise überschwengliche Resonanz.
    Ihr wisst ja - Applaus ist das Brot des Künstlers.

    Bis gleich - ma eben die Geschichte holen . . . .

    Glück auf Holger

  7. Registriert seit
    25.02.2009
    Beiträge
    7.458

    Standard

    #87
    Teil 5
    Langsam öffne ich die Augen ich liege in einem Bett. Die reine weiße Decke liegt auf mir, jedoch spüre ich diese gar nicht. Ein Geschmack im Mund, wie ich ihn seit mindestens 15 Jahren nicht mehr kannte. Allmählich wird es heller – die Vorhänge gehen zur Seite – nein sie werden lichtdurchlässiger und die Konturen der Ruhrstadt werden in der Morgendämmerung schärfer, nehmen Gestalt an und vermitteln mir ein Gefühl der Geborgenheit. Langsam nehmen meine Ohren Geräusche wahr, Vogelgezwitscher, ein Hauch von Straßenlärm und die sanfte Atemgeräusche meiner noch schlafenden Frau. Ich stehe auf – langsam und bedächtig – leichte Schwindelgefühle begleiten mich auf dem Weg ins Badezimmer.

    Ich stehe vor dem Waschbecken und sehe in den Hightech Spiegel – oh jeh oh jeh. Na erst mal Wasser lassen – in das dafür neben dem Waschbecken liegende Pissoir. Innerhalb von 15 Sekunden muss ich jetzt wieder am Becken sein. Ich schaue in den Spiegel – eine Computerstimme (verdammt echt klingend) – „bitte in die Sonde atmen“ (CO2 Kontrolle der Atmung) - „Bleiben sie bitte ruhig stehen“ – ein Ganzkörper Laser Screening – in die Fliesen eingelassene Sensoren ermitteln mein aktuelles Gewicht und den Fett- und Wassergehalt meines Körpers - „Untersuchung abgeschlossen“.

    Eine an der linken Seite des Spiegels angeordnete Ampel – rot, gelb und grün. Ein durchdringender Alarm Ton erklingt, dass es mir die Körperhaare zu Berge stehen lässt.

    Die Ampel zeigt ROT – eine Meldung mit den wichtigsten soeben analysierten Daten meines Atems, Urins und das Ergebnis des Ganzkörperscreens werden online an meine Krankenkasse gesendet. Toll – jetzt ist der Beitrag für diesen Monat bereits auf 60% meines Bruttolohnes von 7.000,00 € pro Tag gestiegen. Na gut - Geld ist nicht (mehr) alles im Leben eines 72-jährigen. Jetzt folgt auf dem Folienbildschirm neben dem Spiegel eine live Schaltung zu meinem Hausarzt. Er hat wieder diesen lasziven, spöttischen Klugscheißerblick drauf. Ich könnt kotzen – besser nicht, wer weiß was diese Analyse hervorbringen würde. Es folgt – anders als beim aufleuchten der gelben Warnlampe – eine ausführliche Gesundheitsberatung. Die gelbe würde nur eine Kurzberatung durch seine 5exy Assistentin zur Folge haben. Und der Krankenkassenbeitrag würde geringer ausfallen.

    Datt volle Programm – wieso ich mir illegal Bier besorgt hätte, wo doch die weltweit verbreitete Bio Limonade so gesund und lecker sei – wo ich doch der Generation angehören würde, die dieses Getränk um die Jahrtausendwende freiwillig getrunken hätte und so zum bahnbrechenden Erfolg dieses Getränkes beigetragen hätte. Mit hoher Wahrscheinlichkeit hätte ich mir auch auf dem Schwarzmarkt wieder Fleisch besorgt und das auf offener Flamme gegrillt – er machte einen angeekelten Gesichtsausdruck. Als Gegenmaßnahme gab er den Ernährungsplan für diesen Tag heraus – und er sendete schon die Daten an den Rechner in der Küche, der den Rapid-Prototyp-3D-Food Printer in Bewegung setzte um mir mein Frühstück aus zu drucken. Der Drucker zieht sich die allerbesten Zutaten aus einem Dreikammer System im Kühlschrank und baut daraus ein Sandwich – in diesem Fall natürlich nur ein Wrap Craddle mit reichlich Eiweiß, Ballaststoffen, Medikamenten und Vitaminen angereicherten kalorienarmen Snack. Irgendwann kam er dann auch zum Ende seiner Standpauke und machte mich noch auf die Wichtigkeit der Studie aufmerksam, an der ich teilnehme. Es handelt sich hierbei um ein großangelegtes Regierungsprogramm zur Auswilderung von domestizierten Männchen der Gattung Homo Sapiens. Mich hatte man, aus welchen Gründen auch immer ausgesucht, an diesem Projekt teilzunehmen. Das brachte mir ein paar Freiräume und Annehmlichkeiten, die meinen Artgenossen verwehrt sind. Allerdings das Renteneintrittsalter von 78 Jahren gilt auch für mich.

    Aber trotzdem, das Wochenende begann schon irgendwie scheiße, an diesem Samstag, den 27. Oktober 2029.

    Wo doch am Freitag meine Daimler/Siemens-BMW R12GS geliefert wurde. Ja eben und dieses Ereignis hatte ich auf konservative Art gefeiert – mit Bier und Gegrilltem.

    Alkoholische Getränke gibt es ja schon lange nicht mehr. Auf jeden Fall nicht mehr legal zu erwerben. Jede Flasche, die von dem Monopolisten, ein Konsortium unter deutscher Leitung von Dr. Oetker und Pizza Hut, abgefüllt wird und auf den Markt und in die Regale gestellt wird, ist mit einer eigen IP-Adresse versehen und durch das GPS System Gallileo kann man die Position der Flasche auf den Zentimeter genau lokalisieren und den Weg bis zu dem Verbraucher nachvollziehen. Der morgendliche Urinscann zeigt dann, wie das Getränk „gewirkt“ hat und wie lange es im Körper geblieben ist. So werden die Getränke, ausschließlich ein und derselbe Hersteller – aber in fünf Geschmacks Varianten, ständig optimiert und angepasst.

    Na ja und Essen – ich sage nur: Rapid-Prototyp-3D-Food Printer – alle erforderlichen Zutaten, es sind ja nur drei, werden automatisch online disponiert und vom Zusteller in das Dreikammersystem des Kühlschrankes gefüllt. Mit dem Drucker kann man sich dann das gewünschte Essen ausdrucken – außer, ja außer die morgendliche Gesundheitsanalyse macht einem einen Strich durch die Rechnung und der Hausarzt bestimmt die Speisekarte.

    Na ja egal - im Rahmen der Auswilderung wurde das Motorradfahren wieder eingeführt, nachdem es über 17 Jahre verboten war. Die Motorradfahrer waren dem Gesetzgeber ja schon lange ein Dorn im Auge. Zu laut, zu gefährlich, zu unangepasst und schwer zu kontrollieren. CO2 Belastung der Umwelt nur zum Vergnügen – die Ressourcen schwanden.

    Aber das Fass zu überlaufen hat ein Buch von einem gewissen Kuhjote gebracht. Er beschrieb da ein Wochenende in den Alpen, wo alle wie die entfesselten losgeballert sind und alles her gebrannt haben, was ihnen vor die Telelever Gabel kam. Hunderttausende haben dieses Buch gelesen und dieses Szenario in echt nachgespielt – bekloppt – aber wahr. Zigtausende tote Motorradfahrer, die auf der Strecke geblieben sind und in den unzugänglichsten Regionen dieser für das Weltklima wichtigen aber sensiblen Gegend nicht mehr geborgen werden konnten. Massive Proteste taten ein Übriges und haben dann schließlich zum sofortigen Verbot dieser Fortbewegungsart geführt. Der ausgelöste Klimaschock durch die CO2 Belastung der verwesenden Motorradfahrer und die Feinstaubbelastung durch die Verbrennungsmotoren der Boxerboliden sind heute noch um Schwarzbuch des Jahres 2012 nachzulesen.

    BMW hatte ja damals auf Druck der Express-Fahrer in zwei/drei Entwicklungsstufen den Triple-Boxer mit 3,6 Litern Hubraum und 360 kW auf den Marktgebracht mit einem 360er Hinterradreifen, da Ducati und KTM ebenfalls ein Leistungswettrüsten entfacht haben, dass dieses heute noch an die letzten Tage der Dinosaurier erinnert.

    Wobei Ducati noch ein faux pas unterlaufen ist. Pirelli konnte keinen 360 Reifen produzieren und hat zwei 180er auf Tandem Felge an Ducati geliefert. Die haben dann in Zusammenarbeit mit Piaggio die Hinterräder getrennt, eine Achse dazwischen gebaut und so aus Versehen ein Dreirad mit 420 kW konstruiert. Da war natürlich der Ofen quasi sofort aus. Die erste Kurve war für die Piloten schon meist tödlich.

    Das folgende weltweite Verbot Motorräder zu bauen und die exorbitant gestiegenen Lohnkosten und die Anhebung des Benzinpreises auf 126,99 € je Liter hat die sofortige Pleite aller Motorradhersteller zur Folge gehabt.

    Schon fast peinlich der letzte Versuch eines japanischen Konsortiums, Motorräder auf der mit 12, in Worten: zwölf, Besuchern, auf wenig Interesse gestoßene Mailänder Motorrad Messe, mit Kochbeutel Milch-Reis angetriebene Zweiräder zu präsentieren. Zumal bei Facebook-Twitter-MyVideo-YouTube anschauliches Material gab, wo es zu irreparablen Verklebungen im Einspritzbereich der komplizierten Simmertopf Einspritzung gekommen ist.

    In einem Zug wurden dann auch sofort gedruckte Bücher verboten. Angeblich um das Waldsterben aufzuhalten. Es gibt jetzt nur noch staatlich kontrollierte E-Books. Wo nur die beiden staatlich akkreditierte Autoren, Horst Schlämmer und Verona Pooth veröffentlichen dürfen.

    Ich beendete rasch meine Morgentoilette und betrachtete mein „Frühstück“. Tolle Wurst – au schitt – sofort erschien wieder auf eine der großen Folien mein Hausarzt und blickte streng zu mir rüber – dabei dieses leichte Kopfschütteln – (würg`) - mich schüttelte es auch – beim Gedankenscanning ist das Wort Wurst wohl missverstanden worden – na ja wäre ja auch zu viel verlangt, wenn eine Maschine jetzt Zweideutiges verarbeiten könnte.

    Gedankenverloren wollte ich mich meinem Schicksal ergeben und in den Snack beißen, da fiel mir ein, dass ich noch eine Tube Remoulade versteckt hatte. Die habe ich mir hemmungslos auf die Stulle geballert und das Ding hastig verschlungen. Das auf 0,01% Koffein reduzierte Kaffeeähnliche Getränk werde ich auch noch heimlich entsorgen müssen. Die leer Remouladen Tube auch – jetz` ma vorsichtshalber an nix denken.

    Moped fahren, ich kann es kaum erwarten. Die erforderlichen Sondergenehmigungen sind mir ja im Rahmen der Studie erteilt worden. Noch schnell den Rapid-Prototyp-3D-Cloth Printer angeworfen. Das Design meines Motorradanzuges hatte ich schon lange fertig, klassisch schwarz mit stilvollen Nähten und vielen Taschen. Das dazugehörige Programm zum drucken eines solchen Anzuges ist mir von der zuständigen Regierungsstelle in Brüssel verschlüsselt zugesendet worden. Es sind auch wieder drei Zutaten, die für die Herstellung eines solchen Anzuges notwendig sind. Es sind die gleichen Ingredienzien, die für normale Kleidung benötigt wird. Es sind Folien, die durch geringste elektrische Ladung Farbe, Design, Isolierung und Schutzwirkung verändern können.

    In der Garage steht sie die Daimler/Siemens-BMW R12GS. Ein 12 ccm Motor, der in Verbindung mit Radnaben Folien Motoren und Brennstoffzellen Antrieb so um die 100 konventielle PS entwickelt. Der 20 Liter Tank ist aufgeteilt in 18 Liter Aufbereitung. Kleine Turbo Bakterien produzieren aus organischen oder biologischen Abfällen eine Flüssigkeit, die dem damaligen Benzin recht nahekommt. Benzin gibt es ja praktisch nicht mehr. Diese Flüssigkeit wird mittels Impulseinspritzung dem Verbrennungsmotörchen zugeführt. Mit dem Hochleistungs 12 ccm Motor bei ca. 32.000 U/Min, der alleine schon um die 50 PS leistet, bei einem Verbrauch von ca. 0,1 bis 0,12 LIter auf 100 km stellte ich mir echtes Motorradfeeling vor. Jedes vierte Explosiönchen wird separiert und aufwändig zu einem Sound aufbereitet, der dem echten Geräusch früherer Motorräder schon recht nahe kommen soll.

    Die restlichen 50 PS werden mit den in den Radnaben integrierten Folien Motoren erzielt. Die Energie wird durch Solar-, Brennstoffzellen und integrierter Folienbatterien gewonnen. Die Energie aus Bremsrückgewinnung und Gedankenabfall inklusive der Druckunterschiede zwischen Front und Heckpartie werden für die umfangreiche Bordelektronik und zur Klimatisierung des Hightech Anzuges und der Versorgung des voll automatischen Helmes benötigt. Die Temperaturdifferenz zwischen Innenfutter und Außenhaut des Anzuges werden ebenfalls für als Reserve Energie für Sonderverbraucher genutzt.

    Ja könnte doch noch ein schöner Tag werden, dieser 27. Oktober 2029.

    Glück auf
    Holger


  8. Registriert seit
    13.04.2008
    Beiträge
    11.493

    Standard

    #88
    Klasse geschrieben deine Zukunftsvision, gut das Wir nicht in die Zukunft schauen können.

    Obwohl da ist schon was Wahres dran an deiner Schreibe.

  9. Registriert seit
    28.09.2009
    Beiträge
    9.459

    Standard du hast den neuen

    #89
    schätzing, "limit" ja schon durch! *staun*
    und obendrein ganz gut verwurstet!!

    dann ma weita so!
    gruesse
    ralf

  10. Registriert seit
    25.02.2009
    Beiträge
    7.458

    Standard

    #90
    Zitat Zitat von monopod Beitrag anzeigen
    schätzing, "limit" ja schon durch! *staun*
    und obendrein ganz gut verwurstet!!

    dann ma weita so!
    gruesse
    ralf
    Neh tut mir leid - ich habe den letzten Schätzing, irgendwas mit Gas auf`m Meeresboden und verwirrte Meeressäuger, irgendwann aufgehört zu lesen. Kam nicht klar damit. Das letzte Buch war "Die 13 1/2 Leben des Käpt`n Blaubär" - an einem Eifelkrimi lese ich seit 2007 - bin jetz` nicht die Leseratte.

    Ich habe am Mittwoch einen Vortrag von Dr. Mićić (Zukunftsforscher) gehört und der hat mich inspiriert. Ährlich . . .


 
Seite 9 von 22 ErsteErste ... 789101119 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Kein Zündfunke und kein Sprit an den Düsen
    Von Christian Martens im Forum R 850 GS und R 1100 GS
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 26.03.2009, 12:15
  2. norddeutsche Motorradfahrer ...
    Von Hans BHV im Forum Motorrad allgemein
    Antworten: 15
    Letzter Beitrag: 25.07.2007, 17:08
  3. Opfer Motorradfahrer
    Von Kroete im Forum Motorrad allgemein
    Antworten: 11
    Letzter Beitrag: 03.07.2007, 17:00
  4. Motorradfahrer verliert Zeh
    Von Draht im Forum Motorrad allgemein
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 08.06.2007, 11:52
  5. Motorradfahrer angeschossen
    Von nypdcollector im Forum Motorrad allgemein
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 22.08.2006, 17:58