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Ich weiß, ich weiß...

Erstellt von thomasL, 24.04.2011, 08:14 Uhr · 24 Antworten · 3.094 Aufrufe

  1. Registriert seit
    22.08.2007
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    547

    Standard Ich weiß, ich weiß...

    #1
    ...das will keiner lesen.

    Müsst Ihr ja auch nicht!

    Aber ich musste es schreiben. Sorry!

    Aber eins nach dem anderen. Hier im Taunus (B54) sind vor zwei Tagen wieder 2 Motorradfahrer ums Leben gekommen. Wenn man dem Rundfunk glauben darf, eine 28-jährige Fahrerin die in einer Kurve in den Gegenverkehr kam und ein 50-jähriger der vor seinem Sohn herfuhr und irgendwie (hab ich nicht genau mitbekommen) ungebremst gegen ein Verkehrsschild fuhr. Auch er war sofort tot.

    Und nennt mich weicheiig oder was auch immer, aber ich kann bei solchen Nachrichten nicht zur Tagesordnung übergehen. Hab die beiden nicht gekannt. Aber mir gehen dann so Gedanken durch den hohlen Kopp wie "der wollte mit seinem Sohn einfach nur eine schöne Tour machen..." oder "das 28-jährige Mädel hätte noch das ganze Leben vor sich gehabt".

    Verdammte Sch... wie geht Ihr mit sowas um ???

    Das geht mir jedesmal wieder genauso. ICH WILL DAS NICHT!

    Dann hab ich beim googlen auch noch das gefunden, was ich mir eh schon seit langem dachte:

    Zitat:
    Das Risiko, auf einem Motorrad getötet zu werden, ist 14-mal höher als im Auto. Bei besonders leistungsstarken Maschinen ist das Risiko sogar noch viel größer... Pro eine Million gefahrener Kilometer sterben 67 Motorradfahrer auf der Straße - und zwar meist in ihrer Freizeit...


    ...Mit umfangreichen Daten kann die Studie auch ein altes Vorurteil entkräften: Nicht die Autofahrer sind an den meisten Motorradunfällen schuld, sondern die Zweiradfahrer selbst. Die Fahrer kommen laut der Studie vor allem in der Kurve von der Straße ab oder verursachen schwere Kreuzungsunfälle. 'Motorradfahrer sollten aufhören, sich als unschuldige Opfer zu sehen', fordert Brockmann. Nur diese Einsicht helfe, das eigene Verhalten zu überdenken. In rund 67 Prozent aller Unfälle seien Motorradfahrer nicht schuldlose Opfer.
    Zitatende


    Und dann denk ich mir oft: die Meisten von uns verdrängen diese Gedanken wohl einfach, ja Manche ziehen sie sogar ins Lächerliche, oder versuchen mit aberwitzigen Vergleichen ("am besten garnicht mehr aus'm Haus gehen") abzuwiegeln.


    Aber hinterher ist der Katzenjammer groß und nichts ist mehr umkehrbar. Wenn man das Besteck abgibt ist das eine Sache, wenn man allerdings den Rest seiner Tage hilflos, bewegungsunfähig und rund um die Uhr auf Hilfe angewiesen verbringen muss, eine ganz andere!


    Sorry nochmals. Musste sein!


    Vielleicht sollte ich aufhören zu fahren....


    Trotzdem Euch allen schöne Ostern
    und fahrt vorsichtig
    Thomas

  2. Registriert seit
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    10.966

    Standard

    #2
    ja, vielleicht solltest Du aufhören zu fahren

  3. Registriert seit
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    1.052

    Standard

    #3
    Wenn Du bewußt Motorrad fährst ist das niemals falsch.
    Falls Du mit Angst auf dem Bock sitzt, würde ich überlegen ob das Hobby für Dich das Richtige ist.

    Im letzten Jahr hatte ich eine "Situation".
    Links abbiegen von der Bundesstrasse, mir entgegen kamen drei andere Moppedfahrer die rechts in meinen Weg einfuhren.
    Habe mich ´rangehängt, die haben mir aber zuviel "Ballett" gemacht, so ließ ich es ruhiger angehen.
    Habe dann noch eine kleine Getränkepause eingelegt und meinen Weg fortgesetzt.

    Vier Dörfer später stand der Notarzt.
    Ein Autofahrer hatte den dritten Moppedfahrer umgenietet.

    Mir ging lange durch den Kopf das ich das hätte sein können.
    War es Instinkt ? Glück ? Schicksal ?

    Egal. Vielleicht eine Mischung aus Allem, aber sobald ich Angst verspüren sollte lasse ich es. Auch wenn es weh tut.
    Aber dem ist nicht so.
    Ich kann einfach nicht anders, ich fahre zu gern Mopped.

  4. Registriert seit
    28.02.2011
    Beiträge
    285

    Standard Ist

    #4
    mir ähnlich ergangen wie meinem Vorredner und habe die Sache abgehakt.
    Damals starben 2 Kollegen und wollte an diesem Tag mit Ihnen ausfahren.Wir haben wohl alle schon so oder so Erfahrungen sammeln dürfen,aber die Lust am fahren hindert uns daran sich damit näher zu befassen.Wahrscheinlich würden Wir dann unser Bike einmotten.
    Bin Handwerker und stehe selten unter 10 Meter über dem Boden.Mich hats auch schon runtergehauen und nach dem Unfall war ich wieder auf Arbeit.
    Das ist Leben und hält uns am Leben.
    All Zeit gute Fahrt und die Linke zum Gruß
    Rainer

  5. Registriert seit
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    Standard

    #5
    Das nicht immer die Autofahrer schuld sind ist doch klar!! Wenn ich diese Idioten (sorry) sehe, T- Shirt, Jeans, Turnschuhe und dazu PS- Starke Mopeds krieg ich nen Vogel! Selbst sicher angezogen bringt die beste Kleidung nichts wenn man nicht fahren kann, sich überschätzt bzw. die Kiste unterschätzt!
    Fahre jetzt seit ´87 und hab mich (teu,teu,teu) erst 1 mal gelegt!
    Mache regelmäßig ein Sicherheitstraining bei den Gelben. Es werden doch immer wieder einige Sachen aufgefrischt die man mit der Zeit vernachlässigt. Kann ich bloß empfehlen, oft wird das Training sogar von der Berufsgenossenschaft bezahlt!!
    Zu den Autos kann ich nur sagen, das mich "Städter" ankotzen die sicherlich auch nur ihr Wochenende geniessen wollen und z.B. in den Schwarzwald kacheln. Dies tun Sie in aller Seelenruhe und meistens konstant mit ca. 70km/h, Innerorts wie Außerorts! Kurven kennen Die, glaub ich, gar nicht! Ein Grauen auf 4 Rädern, man muß schon heftig aufpassen, Die machen zum Teil Sachen die gehn gar nicht!
    Naja, sich selber nicht zu viel zumuten, wenigstens einigermaßen an die Regeln halten und auf die "Städter" acht geben!

    Wünsche viele Unfallfreie km und ne schöne Saison

    P.s. Es tut mir echt leid für jeden verunfallten Mopedfahrer aber das warum müssen Sie sich oft selber stellen!

    (Is nur meine Meinung)

  6. Registriert seit
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    4.888

    Standard

    #6
    Ja Motorrad fahren ist gefährlich. Aber auch unheimlich schön. Also muss
    ich was tun um die Gefahren zu minimieren. Sehr gute Ausbildung, Weiter-
    bildung, Fahrkönnenperfektion sind so sinnvolle Dinge. Wenn ich in Gefahren-
    situationen und im Grenzbereich eine coole Sau bin und gelassen richtig
    reagiere habe ich viele Risiken schon minimiert bzw. ausgeschaltet. Das ist
    so. Wir haben keine Knautschzone und keine Airbags, zumindest keine technischen. Dadurch sind wir für viele Fehler von anderen Verkehrs-
    teilnehmern, aber auch Fehlern von uns selbst da viel anfälliger. Ich mache
    auch viele Fehler. Ich erkenne das, reagiere, und es passiert nix. Ich kann
    dann damit umgehen. Und ich will niemals auslernen, mich ständig verbessern
    und allem technischen und dem Vortschritt aufgeschlossen sein. Stillstand
    ist Rückschritt. DAS ist meine persönliche Prävention um gesund zu bleiben.

    Das Andere was uns belastet kann man nicht ändern oder beeinflussen.
    Aber man kann die Fähigkeit dem zu entgegnen ständig verbessern.
    Bin ich zu dieser Leistung nicht bereit darf ich wirklich kein Motorrad mehr
    fahren. Dann gefährde ich mich selbst und Andere. Leider heutzutage ist
    das so. Früher nachm Krieg war alles leer, unreglementiert und lockerer.
    Aber heute ist Krieg auf der Straße. Da muss ich vorbereitet sein, damit
    ich genügend Reserven habe und das tolle,faszinierende Hobby auch
    geniesen kann.

    So sehe ich die Zweiradwelt.


    Gruß vom Quhpilot

  7. Registriert seit
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    1.272

    Standard

    #7
    Ich denke das wir uns alle schon einmal damit auseinander gesetzt haben und wir auch alles wissen wie gefährlich es ist mit dem Motorrad unterwegs zu sein.
    Aber ich schaue mir auch gern einmal andere Motorradfahren an die so unterwegs sind muss auch immer wieder feststellen das sehr viele ein Altes Bike besitzen was schlechtere Bremsen und und und hat und sie damit mal gerade 1000km im Jahr fahren wenn überhaupt aber teilweise schon recht zügig unterwegs sind und dann die Jungen wilden für die nur die Leistung wichtig ist ihr Bike aber nicht unter Kontrolle haben mir ist gestern auch wieder einer auf meiner Fahrbahnseite entgegen geflogen gekommen sollen sie machen habe ich ja auch alles hintermir

    Und was ich dir noch ans Herz legen würde ist ein Bauchgefühl !!

    Ich wollte am Freitag eigentlich eine schöne Große runde durch den Teuto drehen und habe beim Frühstück so ein Komisches Gefühl im Bauch bekommen hatte schon fast etwas Angst zu Fahren bin dann zu hause geblieben und habe den Tag auf der Terrasse verbracht war auch schön

    Frohe Ostern und allen immer gute Fahrt !!!!

  8. Registriert seit
    22.08.2007
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    547

    Standard

    #8
    Danke Euch!

    Also Angst habe ich beim Motorradfahren nicht. Nie gehabt. Dann würde ich wirklich sofort aufhören. SHT mache ich auch regelmäßig und habe bisher jedesmal was gelernt oder zumindest auffrischen können.

    Und ja, ich gebe Euch recht. Es ist einfach fast unmöglich es bleiben zu lassen - und ich will es auch garnicht bleiben lassen.

    Nur manchmal - manchmal kommen diese Gedanken. Bisher sind sie auch immer wieder verschwunden.

    Schönen Sonntag (und Montag) noch und passt auf
    Gruß
    Thomas

  9. Registriert seit
    05.07.2010
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    570

    Standard

    #9
    Ich glaube du denkst und fühlst wie wir alle. Ich versuche das eine oder andere Manöver zu lassen um beruhigter unterwegs zu sein. Für mich spielt es auch eine große Rolle, wie die Unfälle zu Stande gekommen sind.Z.B mein Bruder wollte immer den "Kick" und hat ihn auch bekommen.Mit dem Kopf gegen einen Baum. Nach zwei Jahren Krankenhaus und Reha ist er schon über zwanzig Jahren Rentner und läuft neben der Mütze. Er kann sich zum Glück noch selbst versorgen.
    Drumm, Du bist mit deinen Ängsten nicht alleine.

  10. Registriert seit
    17.09.2007
    Beiträge
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    Standard

    #10
    Angst? Ne denn dann müsste ich aufhören.
    Eine gehörige Portion Respekt, ja auf jeden Fall. Das hält wach und wach bleibt man am Leben.
    So seh ich das.

    Gruß
    Martin


 
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