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Ich weiß, ich weiß...

Erstellt von thomasL, 24.04.2011, 08:14 Uhr · 24 Antworten · 3.092 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    Zitat Zitat von thomasL Beitrag anzeigen
    Das Risiko, auf einem Motorrad getötet zu werden, ist 14-mal höher als im Auto. Bei besonders leistungsstarken Maschinen ist das Risiko sogar noch viel größer... Pro eine Million gefahrener Kilometer sterben 67 Motorradfahrer auf der Straße - und zwar meist in ihrer Freizeit...
    Pro Jahr kommen in Deutschland ungefähr 600 Menschen beim Motorradfahren ums Leben. Rund 10.000 bringen sich einfach so um. Wikipedia: "Suizide entsprachen 2007 1,1 % aller Todesfälle und 30,7 % der Todesfälle mit äußerer Ursache (Vergleich: Unfälle 60,4 %, darin Stürze 25,2 %, Verkehr 16,9 %)"

    Auf gut deutsch: Die statistische Wahrscheinlichkeit, im Straßenverkehr zu sterben, ist hab so hoch wie einfacher, banaler Selbstmord.

    Ich hatte gerade eine Angehörige einige Monate im Krankenhaus. Dort wurde sie dreimal mit einem hoch resistenten Krankenhaus-Keim infiziert. Wikipedia: "In Deutschland sterben jedes Jahr zwischen 10.000 und 15.000 Menschen, weil sie sich im Krankenhaus eine schwere Infektion zugezogen haben. Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) schätzt sogar, dass rund 20.000 Menschen jedes Jahr in Deutschland an den Folgen einer Infektion mit Krankenhaus-Bakterien sterben."

    Oder Alkoholmissbrauch. Wikipedia schreibt: "Der Drogen- und Suchtbericht 2009 der Drogenbeauftragten der deutschen Bundesregierung spricht sogar von mindestens 73.000 Toten als Folge übermäßigen Alkoholkonsums in Deutschland[7] (zum Vergleich: Drogentod durch illegale Drogen = 1477 Fälle, Tod als Folge des Tabakrauchens = 110.000 Fälle)."

    Noch 'ne Statistik: 2007 wurden im Stadtgebiet München 24 Menschen bei Verkehrsunfällen getötet. 16 davon (also zwei Drittel) waren ältere Fußgänger.

    Mit anderen Worten: Wäre Motorradfahren wirklich so gefährlich, wäre es vermutlich verboten;-)

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    #12
    Hi,

    das mit den Krankenhauskeimen ist einerseits wirklich erschreckend, andererseits werden einem aber auch manchmal die Augen geöffnet und man kann sich Manches besser erklären:

    Vor wenigen Wochen war ich zu einem nicht ganz unproblematischen 2-tägig stationären Eingriff in einer der sehr wenigen Kliniken in D die genau diesen Eingriff überhaupt machen.

    Als ich mein OP-Kittelchen anhatte kam irgendwann die Schwester und fuhr mich 2 Etagen tiefer in den OP Bereich.

    Dort musste ich noch einige Minuten warten. Irgendwann kam ein Pfleger und fuhr mich unmittelbar vor den offenstehenden OP-Raum, fragte mich ob ich eigentlich laufen könnte, was ich natürlich bejahte. Er sagte mir ich solle doch dann einfach die paar Meter zur OP-Liege hineinlaufen und mich schonmal hinlegen. Wohlgemerkt im OP-Kittelchen und selbstverständlich auch barfuß, ein Stück über'n Flur und dann einige Meter durch den OP.

    Da ich schon ein sch...egal Pillchen drin hatte, hab ich das dann auch gemacht.

    Hinterher ging mir das noch lange durch den Kopf und eigentlich wollte ich einen dicken Beschwerdebrief schreiben. Es handelte sich um eine renommierte Universitätsklink die gerade etliche Lorbeeren einheimste wegen genau der Behandlungsmethode die bei mir zum Einsatz kam. (Ob erfolgreich wird sich in den nächsten Monaten zeigen).

    Irgendwie schaudert es mich heute noch, wenn ich bedenke wie ausgebildetes Pflegepersonal mit Hygiene und Sterilhaltung umgeht.

    Sorry, war jetzt total off-topic, fiel mir aber auf Grund Deiner Schilderung gerade ein.

    Gruß
    Thomas

  3. Registriert seit
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    #13
    Zitat Zitat von Quhpilot Beitrag anzeigen
    Ja Motorrad fahren ist gefährlich. Aber auch unheimlich schön. Also muss
    ich was tun um die Gefahren zu minimieren. Sehr gute Ausbildung, Weiter-
    bildung, Fahrkönnenperfektion sind so sinnvolle Dinge. Wenn ich in Gefahren-
    situationen und im Grenzbereich eine coole Sau bin und gelassen richtig
    reagiere habe ich viele Risiken schon minimiert bzw. ausgeschaltet. Das ist
    so. Wir haben keine Knautschzone und keine Airbags, zumindest keine technischen. Dadurch sind wir für viele Fehler von anderen Verkehrs-
    teilnehmern, aber auch Fehlern von uns selbst da viel anfälliger. Ich mache
    auch viele Fehler. Ich erkenne das, reagiere, und es passiert nix. Ich kann
    dann damit umgehen. Und ich will niemals auslernen, mich ständig verbessern
    und allem technischen und dem Vortschritt aufgeschlossen sein. Stillstand
    ist Rückschritt. DAS ist meine persönliche Prävention um gesund zu bleiben.

    Das Andere was uns belastet kann man nicht ändern oder beeinflussen.
    Aber man kann die Fähigkeit dem zu entgegnen ständig verbessern.
    Bin ich zu dieser Leistung nicht bereit darf ich wirklich kein Motorrad mehr
    fahren. Dann gefährde ich mich selbst und Andere. Leider heutzutage ist
    das so. Früher nachm Krieg war alles leer, unreglementiert und lockerer.
    Aber heute ist Krieg auf der Straße. Da muss ich vorbereitet sein, damit
    ich genügend Reserven habe und das tolle,faszinierende Hobby auch
    geniesen kann.

    So sehe ich die Zweiradwelt.


    Gruß vom Quhpilot
    Volle Zustimmung!

    In den letzten 20 Jahren habe ich 2 K100RS eine R100R und eine K1200RS verbraucht... ohne Unfall!!!

    Die linke Hand zum Gruße

  4. Registriert seit
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    Unglücklich

    #14
    Zitat Zitat von thomasL Beitrag anzeigen
    ...das will keiner lesen.

    [...]

    Aber eins nach dem anderen. Hier im Taunus (B54) sind vor zwei Tagen wieder 2 Motorradfahrer ums Leben gekommen. Wenn man dem Rundfunk glauben darf, eine 28-jährige Fahrerin die in einer Kurve in den Gegenverkehr kam
    Hallo Thomas,

    ich kam genau an dem Freitag Abend gegen 20:30 Uhr auf der Rückfahrt vom Besuch der "Brücke von Remagen" an der Absperrung in Höhe Lauberstegmühle vorbei. Man weiß sofort, daß auf der Strecke etwas passiert sein muß, aber bereits 100m nach Beginn der Umleitungsstrecke hoch Richtung Born hatte ich diesen Gedanken schon wieder aus dem Kopf verdrängt.

    Nun ist mir vor Augen geführt worden, was dort wirklich passiert ist und mir gehen ähnliche Gedanken durch den Kopf wie Dir Thomas. Um aus der Sache die richtigen Rückschlüsse ziehen und lernen zu können müßte man allerdings die genaue Unfallursache kennen. Gerade diesen Streckenabschnitt wo sich der Unfall ereignete, hätte ich bisher als recht unproblematisch eingeschätzt (breite Straße, guter, griffiger Fahrbahnbelag, Tempolimit mit elektronischer Anzeige, recht große Kurvenradien).

    Man kann wirklich nie wissen und es bleibt nur die Möglichkeit permanent an sich selbst (physisch und psychisch) und seinen Fahrkünsten zu arbeiten sowie das Moped technisch in Top-Zustand zu halten.

    Gruß
    Stefan

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    #15
    unglaublich schwieriges Thema !!!!
    jetzt schreiben hier viele von defensiv fahren , Risiko minimieren,bewußter fahren - funktioniert bei mir wirklich nicht !!!
    Es gibt bei uns eine Strecke von Warstein über den Stimm-Stamm nach Meschede - für mich eine absolute Luststrecke !!Sehr,sehr breite und griffige Fahrbahn - weit einsichtig und es macht einfach Spaß,dort bis auf die Fußrasten abzuwinkeln ( so ungefähr bei 160 ) . Oftmals hab ich mich während solcher Aktionen gefragt : " warum machst du das jetzt ?"
    darauf gibt es wohl keine Antwort - muß wohl Sucht sein .

  6. Registriert seit
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    #16
    Hallo Thomas und alle Anderen

    Ich habe jetzt alle Beiträge gelesen.
    Wie du/ihr vielleicht gesehen habt, komme ich grad aus den Ferien zurück. 3200 km in 5 Fahrtagen bis fast nach Albanien und zurück.
    Für mich ist eines wichtig:
    Immer eine Schnitte Sicherheit bis zum Anschlag.
    Das gilt im ganzen Leben. Ich gehe praktisch nie ans Limit. Es muss noch ein bisschen Reserve Platz haben. Das ist meine Fahr- und Denkweise.

    Bei einem FST erklärte uns der "Lehrer", dass wir bis zum Angsnippel in die Kurve stechen können (bei meiner Kawa ZZR 1100).
    Ich sagte ihm, dass meine Zäpfchen noch nie am Boden geschliffen hätten und ich schon ein bisschen Angst hätte, weil zu schräg für meine Begriffe.
    Er meinte dazu nur:
    Charly, das ist deine Lebensversicherung - behalte die bei.
    Jemand hat es geschrieben - BAUCHGEFÜHL!!
    Darauf hören und dann kommt vieles Gut.

    Bei der Heimreise über Österreich gibt es vor Kitzbühl einen Pass (Thurnpass oder Jochberg) ist jetzt egal.
    Eine absolut geile Strasse.
    Da kam einer auf einer gelben Mschine um die Kurven, so was habe ich noch nicht gesehen. Er ist fast gelegen in der Kurve und hatte mindestens 160 Sachen drauf - MINDESTENS.
    Ob der noch lebt, weiss ich nicht, aber ich frage mich?

    Bei jeder unübersichtlichen Kurve begleitet mich der Gedanke: Wäre es möglich, dass hinter der Kurve etwas steht? Kann ich ausweichen oder halten?

    Wenn man mit so einer Grundeinstellung fährt und wie Quhpilot schreibt - "Weiterbildung" betreibt, ist schon viel Sicherheit für einem selber dabei.

    In diesem Sinne - gute, unfallfreie Fahrt für euch und eure Maschinen.

  7. Registriert seit
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    #17
    Armer Irrer ist ein statistischer Glückvogel, aber mal schauen ob er sich zu dem Thema äußert.

    Wie heißt es so schön: Ohne Risiko, kein Spaß

    So ist es mit dem Motorradfahrer, so ist es mit dem Fahrradfahren, so ist es mit dem Autofahren, so ist es mit dem Alkoholkonsum, so ist es mit dem Zigarrettenkonsum usw. usw. usw. usw.

    Du kannst bloß das Risiko minimieren, aber es wird immer eins bleiben und DARAN musst du nicht umbedingt Schuld sein

    Dich kann ein LKW umnieten der die Kurve zu großzügig nimmt. Dir ein Auto hinter drauf fahren, weil er gerade etwas unaufmerksam ist. Du kannst auf einer Ölspur ausrutschen und gegen einen Baum knallen..oder dir schneidet die Postfrau die Vorfahrt usw usw usw.. also bekannte Forenfälle..

    Du kannst auch einfach Glück haben und dir passiert nichts.

    Wenn du auf Nummer Sicher gehen willst, bau dir einen gepolsterten Raum und verlasse ihn nie, dann bist du fast sicher


    Nachtrag: Übrigens habe ich einen Bekannten den war Motorradfahren zu gefährlich, schließlich wurde er bei einem stärkeren Wind von einer Dachschindel erschlagen :-/
    Was will ich damit sagen? Dich kann es jeden Tag auf x verschiedene Möglichkeiten umbringen..

  8. Registriert seit
    20.01.2009
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    2.662

    Standard

    #18
    Oh mann.....

    Ich glaub hier denken viele einfach zuviel nach beim fahren....

    "wie überhol ich richtig, soll ich überhaupt überholen, fahr ich zu langsam durch die kurven, was mach ich wenn einer dicht auffährt, die neue Unfallstatistik ist auch schon wieder raus.......blablabla"

    Fahrt einfach oder lassts bleiben......

  9. Registriert seit
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    Standard

    #19
    Zitat Zitat von Christian RA40XT Beitrag anzeigen
    Oh mann.....

    Ich glaub hier denken viele einfach zuviel nach beim fahren....

    "wie überhol ich richtig, soll ich überhaupt überholen, fahr ich zu langsam durch die kurven, was mach ich wenn einer dicht auffährt, die neue Unfallstatistik ist auch schon wieder raus.......blablabla"

    Fahrt einfach oder lassts bleiben......
    Und ich denke, genau weil viele nachdenken beim fahren, leben sie noch........

  10. Registriert seit
    21.04.2008
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    73

    Standard Satistiken?

    #20
    Die Diskussion über die Gefährlichkeit des Mopped Fahrens führt, glaube ich, jeder in seinem Bekanntenkreis. Natürlich ist es gefährlich, wenn man seinen Verstand ausschaltet oder man einfach nur Pech hat.
    Bei Diskussionen über die Gefährlichkeit des Mopped Fahrens, führe ich zum Beispiel immer an, dass nur in Deutschland jedes Jahr zwischen 440 und 680 Menschen ertrinken, oder das zum Beispiel letztes Jahr über 1000 Fahrradfahrer auf deutschen Straßen starben. Ich habe kurioser Weise noch eine Diskussion darüber gehört, wie gefährlich Schwimmen ist oder das Fahrradfahren.
    Wenn man diese Statistiken oder auch die von Vorrednern heran zieht, ist es müßig darüber zu lammentieren. Solange man einigermaßen seinen Verstand einsetzt und versucht dem "Pech" aus dem Weg zu gehen, betreiben wir das schönste Hobby von der Welt.
    Und wenn Dir doch einer die Vorfahrt nimmt oder, wie oben beschrieben, eine Dachziegel Dir auf den Kopf fällt, c´est la vie!!

    Mit besten Grüßen aus dem Rheinland

    Klaus


 
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