Seite 2 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 40

Im Stehen fahren

Erstellt von sampleman, 21.06.2013, 19:35 Uhr · 39 Antworten · 5.647 Aufrufe

  1. Registriert seit
    17.04.2004
    Beiträge
    12.709

    Standard

    #11
    Hi
    >>>Man steht in den Rasten, um den Schwerpunkt der Maschine so tief wie moeglich zu legen! <<<
    Nachdem mein Schwerpunkt unzweifelhaft höher kommt wenn ich aufstehe, der Schwerpunkt des Mopped bleibt wo er ist, wird durch das Stehen der Gesamtschwerpunkt wohl kaum tiefer kommen.

    >>>Ausserdem "lenkt" man im Gelände nicht durch das Drücken am Lenker sondern durch Gewichtsverlagerung auf den Rasten...<<<
    Das kann man machen wie ein Dachdecker. Das vermeintliche Drücken am Lenker bewirkt nichts Anderes als eine Gewichtsverlagerung. Ebenso ist das Impulsgeben durch Gegenlenken ("die obere Hälfte...") lediglich eine Interpretationsfrage. Physikalisch ist es immer das Gleiche. Es braucht einen Impuls damit die Maschine kippt. Trete ich z.B. bewusst auf die rechte Raste, so wird der Lenker nach links(!) zucken. Zum Ausgleich kippt das Mopped nach rechts.

    Ich stehe um durch mein Gewicht den Gesamtschwerpunkt und die Massenverteilung bewusst verlagern zu können.
    Je weiter vorn der Gesamtschwerpunkt ist, desto weniger kümmert mich was das Hinterrad tut. Bricht es auf losem Untergrund aus, ist das nicht so tragisch als wenn ich sitzen würde. Im Sitzen ist der Schwerpunkt hinten. Zuerst ist die Fuhre stabiler, doch wenn das Hinterrad erst mal rutscht, dann verstärkt der hintenliegende Schwerpunkt diesen Effekt.
    Nehmt mal etwas Langes auf die Schulter (lange Leiter), dreht Euch schnell um die Körperachse und versucht schlagartig zu stoppen. Die Leiter dreht erst mal weiter und es sind Muskeln notwendig um sie zu stoppen. Dann mal die Leiter aufrecht am Körper und der gleiche Versuch. Das funktioniert problemlos. Am Gewicht kann's also nicht liegen (aber an der Massenverteilung)!

    Ähnliches gilt für Steilauffahrten. Mache ich das im Sitzen, wird das Vorderrad "leicht" und die Rolle rückwärts ist geplant. Stehe ich nach vorne gebeugt und hämmert mir das Windschild gegen die Brust, gibt es dabei kein Problem (Scheibenspoiler sind im Weg!)

    Auf rutschigem Untergrund kann ich viel Masse über dem Vorderrad konzentrieren um es lenkbar zu halten. Natürlich geht das Hinterrad dann schneller weg. Das macht nichts aus. Zu Einen bekommt man es kaum mit, zum Anderen schwenkt es in die passende Richtung. Über meine Verlagerung kann ich den Effekt regeln.
    Ein höher liegender Schwerpunkt hat auch den Vorteil, dass die Hebelwirkung günstiger wird
    gerd

  2. Registriert seit
    27.02.2008
    Beiträge
    3.052

    Standard

    #12
    Zitat Zitat von 1100gs Beitrag anzeigen
    Alsoooo...

    Druck auf die rechte Fußraste... rechts rum. Und umgekehrt...
    Ich gebe den Impuls (kann man auch mit dem Knie am Tank....oder oder),

    aber in der Kurve sollte die Aussenfußraste belastet werden,

    um den Schwerpunkt ins Kurveninnere zu verlagern.


    Cowy

  3. Registriert seit
    14.09.2011
    Beiträge
    4.057

    Standard

    #13
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    Hi
    >>>Man steht in den Rasten, um den Schwerpunkt der Maschine so tief wie moeglich zu legen! <<<
    Nachdem mein Schwerpunkt unzweifelhaft höher kommt wenn ich aufstehe, der Schwerpunkt des Mopped bleibt wo er ist, wird durch das Stehen der Gesamtschwerpunkt wohl kaum tiefer kommen.
    Als Ahnungsloser hab ich aber eine etwas andere Meinung...
    Durch das Aufstehen werden Mopped und Fahrer "getrennt", das Mopped kann unter einem fast autonom arbeiten.iefer
    Dadurch ist der Schwerpunkt (zumindest nur vom Mopped) tiefer als wenn Du auf dem Mopped sitzt
    Der stehende Fahrer ist dann sogar noch als Ausgleichsgewicht anzusehen

    Gruß
    Berthold

  4. Registriert seit
    21.12.2009
    Beiträge
    4.110

    Standard

    #14
    Hallo Gerd,

    zu Deinem ersten Abschnitt hab ich mal einen eigenen/anderen Gedankenansatz:

    Wenn man sitzt, leitet man sein Körpergewicht hauptsächlich über die Sitzbank ein, beim stehen über die Rasten ...und somit tiefer.
    Als Vergleich nehme ich mal einen Lkw mit Kühlkoffer, welcher bei Schlachthäusern verwendet wird: Dort werden beispielsweise die Schweinehälften über Laufschienen an der Decke vom Kühlhaus in den Lkw transportiert ...hängen also auch dort an der Decke des Kühlkoffers ..und leiten ihr Gewicht somit auch übers Dach in den Lkw ein. Die Lkw's sind viel kippanfälliger, als wenn die Ladung auf dem Boden des Koffers lagern würden...
    Etwas umständlich formuliert, hoffe trotzdem, man kann es nachvollziehen...

    Stehend fahren hat natürlich auch den nicht zu vernachlässigenden Vorteil, dass man die Füße nicht von den Rasten nimmt/nehmen kann!
    Denn: Die Füße verlassen erst die Rasten, wenn der Lenker den Boden berührt ! (Gilt natürlich hauptsächlich für die fetten Reiseenduros/Rallybrummer; Sportenduro/Moto Cross is ne andere Nummer)

    Aber allgemein ist das Thema so komplex, auch mit der richtigen Körperhaltung, dass dies schwer "theoretisch vermittelbar" ist. Ein Geländetraining bei den "üblichen Verdächtigen" oder unter Betreuung "alter Hasen" bringt viel mehr, als sich nach dem Motto learning by doing seine Fehler solange zu "kultivieren", bis man damit einigermaßen, aber immer noch mehr schlecht als recht über die Runden kommt!

    Gruß

    der Kurze

  5. Registriert seit
    26.02.2011
    Beiträge
    7.108

    Standard

    #15
    .... Schweinehälften im LKW ........gar nicht mal so abwegig , wenn man sich das Bildlich vorstellt

    So als Touren.......... und Normalofahrer so wie Jahrelange auf der Supermoto auf Kartbahnen und Flugplätzen und seit einiger Zeit nenne ich einige Trialmotorräder mein eigen
    Ich fahre auch damit , muss man schon ein bisschen Übung und Gleichgewichtssinn trainieren um auf den Rasten fahren zu können denn bei einem kurzer Gasstoss oder einer Vollbremsung ,könnte das Thema schnell erledigt sein wenn man seine Balance nicht kennt oder hat.
    Da ich ja Anfängerkurse auf Trialmotorräder veranstalte siehe Pitmoto und schon einige hinter mir habe , muss ich leider feststellen das die meisten Männlichen Teilnehmer kein Gefühl haben für die Sache ...Anders die Frauen ...!!!!

    Wer es mal Probieren möchte , gerne ....!!! demnächst auch im Bereich von Berlin bis Mannheim ,falls Genug Teilnehmer da sind.

  6. Registriert seit
    14.09.2011
    Beiträge
    4.057

    Standard

    #16
    Zitat Zitat von Nolimit Beitrag anzeigen

    Wer es mal Probieren möchte , gerne ....!!! demnächst auch im Bereich von Berlin bis Mannheim ,falls Genug Teilnehmer da sind.
    Termine? Orte?

    Gruß
    Berthold

  7. Registriert seit
    26.02.2011
    Beiträge
    7.108

    Standard

    #17
    Zitat Zitat von beiker Beitrag anzeigen
    Termine? Orte?

    Gruß
    Berthold
    Hi Berthold ,
    das weiß ich noch nicht , ich weiß nur das ich in Mannheim von einem auf den anderen Tag 8 Teilnehmer hätte ich Fahre jetzt (July) erstmal in den Harz ,dann zum Treffen nach Thüringen GS Deutschlandtreffen ..dann in die Toscana und Gardasee ...und werde mir mal Gedanken machen welchen Anhänger ich mir kaufe usw usw
    August -September wird das Spruchreif Sicherheitstraining und Trialfahren...!!!

    So nach dem Motto kommt der Prophet nicht zum Berg ,dann kommt der Berg eben zum Prophet.......

  8. Registriert seit
    28.03.2009
    Beiträge
    2.287

    Standard

    #18
    Zitat Zitat von beiker Beitrag anzeigen
    Als Ahnungsloser hab ich aber eine etwas andere Meinung...
    Durch das Aufstehen werden Mopped und Fahrer "getrennt", das Mopped kann unter einem fast autonom arbeiten.iefer
    Dadurch ist der Schwerpunkt (zumindest nur vom Mopped) tiefer als wenn Du auf dem Mopped sitzt
    Der stehende Fahrer ist dann sogar noch als Ausgleichsgewicht anzusehen

    Gruß
    Berthold
    Irrtum!
    Der Maschinenschwerpunkt bleibt unter allen Umständen da, wo er immer ist, daran ändert das Einleiten der Gewichtskraft des Fahrers über Gesäß o. Fußrasten gar nichts. Verlagert wird der Schwerpunkt des Fahrers, der zum einen durch die "Ausdehnung" des Fahrers leicht runter wandert, insgesamt hoch verlagert wird durchs aufstehen. Gleichzeitig verlagert sich der Gesamtschwerpunkt des Systems Maschine-Mensch nach oben. Nur der Gesamtschwerpunkt ändert sich gravierend, der Schwerpunkt des Menschen leicht (Änderung nach unten, wenn er aufsteht), der Maschinenschwerpunkt ändert sich gar nicht.

    Grüße
    Uli

  9. Registriert seit
    14.09.2011
    Beiträge
    4.057

    Standard

    #19
    OK, Uli

    Der (die) Schwerpunkt(e) als solches betrachtet ....da hast Du natürlich Recht.

    Aber beim fahren im Gelände ist ein sitzender Fahrer eher nachteilig für die Seitenführungskräfte.

    Da wirkt sich dann die Gesamtmasse (der gemeinsame Schwerpunkt) nachteiliger aus...
    Bei einem stehenden Fahrer ist der Schwerpunkt (nur) vom Mopped dann Fall ausschlaggebender, und der Schwerpunkt ist tiefer als der gemeinsame Schwerpunkt von Mensch und Maschine

  10. Registriert seit
    21.05.2009
    Beiträge
    1.060

    Standard

    #20
    Warum sich der Schwerpunkt (sei es der des Mopeds, der des Fahrers oder der resultierende Gesamtschwerpunkt) nach unten bewegt, wenn der Fahrer aufsteht, ist mir nicht ganz klar.

    Canario


 
Seite 2 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. FID ist stehen geblieben
    Von lemmi+Q im Forum R 1150 GS und R 1150 GS Adventure
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 30.11.2011, 12:17
  2. R1200GS Adv lässt M3 und M5 stehen
    Von AlexPepper62 im Forum Motorrad allgemein
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 05.06.2011, 13:55
  3. GSA 2009 bleibt stehen
    Von tenement2 im Forum R 1200 GS und R 1200 GS Adventure
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 10.09.2009, 11:25
  4. Diverse TÜV-Eintragungen stehen an
    Von stoe im Forum 2 Ventiler
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 09.02.2007, 14:07