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Im Stehen fahren

Erstellt von sampleman, 21.06.2013, 19:35 Uhr · 39 Antworten · 5.646 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #21
    Der Schwerpunkt vom Motorrad allein wird nur relevanter.
    Der stehende Fahrer geht ja keine so fixe Verbindung mit dem Mopped ein

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    #22
    Na, sind wir wieder in der Pseudowissenschaft angelangt? Wunderbar

    Ich befasse mich mit so hochtrabenden Themen nur peripher. Ich bin da eher der Praktiker.
    Fahre ich die 4 KM Schotterpiste zwischen Hauptstrasse und Pension im Sitzen, kann ich die Chips im Topcase wegwerfen bzw. mit dem Strohhalm aufnehmen. Fahre ich im Stehen, sind sie noch komplett heil. Der Töff nimmt ohne meinen Ballast im Sattel die Bodenwellen und rumänischen Schlaglöcher ganz erheblich sanfter als sonst. Da ich aber von Natur aus faul bin, hocke ich mich dann oft schnell wieder hin. Bis der nächste Schlag in die Wirbelsäule mich wieder daran erinnert, dass ich auf einer Enduro und nicht auf dem Sofa hocke
    Gestern waren es knapp 60 km Schotter und Grasnabe sowie fast alle anderen Untergründe ausser Teer. Zirkelei gern im Sitzen, schnelle Passagen eher im Stehen. Wobei man ab 80+ von den Schlaglöchern nichts mehr mitbekommt und sich eigentlich auch wieder abhocken kann.
    Sample, wenn du dich wie Affe auf Schleifstein fühlst, kann eine Lenkererhöhung Wunder bewirken. Tat es jedenfalls bei mir. Dann bekommst du mit etwas Übung ein ganz hervorragendes Gleichgewicht zwischen den beiden Rädern hin.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Canario Beitrag anzeigen
    Warum sich der Schwerpunkt (sei es der des Mopeds, der des Fahrers oder der resultierende Gesamtschwerpunkt) nach unten bewegt, wenn der Fahrer aufsteht, ist mir nicht ganz klar.

    Canario
    Sitzen= Gewicht auf dem Sattel.
    Stehen= Gewicht auf den Rasten.

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    #23
    definitiv richtig, was Nordlicht beschreibt und das Beispiel mit den Chips ist perfekt!

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    #24
    Zitat Zitat von Nordlicht Beitrag anzeigen
    Sitzen= Gewicht auf dem Sattel.
    Stehen= Gewicht auf den Rasten.
    das ist wohl weniger der Punkt, sondern vielmehr
    - die Q kann jetzt "leichter" federn" wenn der Fahrer in den Rasten steht und selbst über die Beine "den Menschen abfedert",
    es fährt ja keiner mit durchgedrückten Knieen, oder?

    ist leider schwer zu beschreiben, aber darin liegt sicher ein wesentlicher Unterschied zwischen sitzend und stehend fahren

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    #25
    Hi
    Kurze Anmerkung zum Sitzen und Stehen,
    schaut euch mal ein Crossrennen an und jetzt stellt euch vor
    die würden alle sitzen bleiben ........
    Als ich noch aktiv Crossgefahren bin ists mir einmal passiert
    das ich den A.... nicht schnell genug hoch und nach vorne bekommen habe.
    Ergebnis war ein Tritt in denselbigen das es mich nach vorn auf denn
    Lenker und anschliessend aufs Wellblech gelegt hat.
    Ich war platt gebrochen Rippen, Prellungen ohne Ende u.s.w.
    Ausserdem erhöht Stehen die Lebensdauer der Dämpfer.


    Noch ein kurzer Beitrag zum Schalten ohne Kupplung.
    Kein Thema beim Crosseln hab ich immer ausser am Start ohne geschaltet,
    das das ab und zu mal knallt ist auch klar.
    Allerdings brauchte ich pro Jahr 1Getriebe und 1-2 Motoren (500er KTM)
    aber das hatte andere Gründe.

    Bei der Q würde ich nicht machen.

  6. Registriert seit
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    #26
    Hi
    Noch mal zum Schwerpunkt (alle Ausführungen zur GS(A))
    Der Schwerpunkt der Q liegt ziemlich genau über der Anlenkung des Hauptständers/der Fahrerrasten (ist nicht bei jedem Mopped so). Nachdem die Q recht symmetrisch aufgebaut ist, wird er sich auch auf der Längs-Mittellinie befinden. Erhebt sich noch die Frage in welcher Höhe er sich befindet. Da vermute ich etwa ihn in Höhe der Zylinderunterkante. Motor u. Getriebe sind gewichtsbestimmend. Oberhalb liegen vorne etwas Rahmenanteil, Tank und Lenker, in der Mitte ABS und Batterie, hinten wieder etwas Rahmen und Sitz.
    Unterhalb sind Teile der Räder,deren Naben und die Auspuffanlage.

    Beim Fahrer ist es etwas komplizierter. Im Stehen ist der Schwerpunkt eines Menschen etwa in Höhe des Nabels. Bei Menschen mit ausgeprägten Körperteilen (um das etwas neutral zu formulieren) wird er sich etwas verschieben. Auch im Sitzen wird er etwas nach oben "rutschen". Denkt man sich die Beine an die Ohren geklappt (ich schaff' das nicht), ist er wesentlich weiter oben!

    Der gemeinsame Schwerpunkt liegt auf der Verbindungslinie der beiden Einzelschwerpunkte. Das Gewichtsverhältnis bestimmt wo auf dieser Linie er liegt. Wo irgendwelche Kraft eingeleitet wird (Rasten oder Sitz) ist dabei vollkommen egal.
    Allerdings wird sich der Schwerpunkt verlagern sobald man aufsteht. Zum einen wird er höher liegen weil eben der A... , und somit der Fahrerschwerpunkt höher kommt. Sieht man sich die Q von der Seite an, stellt man fest, dass Rasten/Sitz so angeordnet sind, dass der Fahrer über dem Schwerpunkt sitzt und Theoretisch auch steht. In der Praxis muss er sich etwas nach vorne beugen weil er den Lenker sonst nicht erwischt
    Die Verbindungslinie der Schwerpunkte ist im Stehen variabel. Das ist der Gag. Ich kann meinen und somit den Gesamtschwerpunkt verlagern.
    Fahrdynamisch haben da die gut Ernährten Vorteile weil sie den Schwerpunkt mehr beeinflussen können (der Nachteil ist allerdings, dass bei ihnen (uns :-( ) die Gesamtträgheit ansteigt).

    @jo
    >>>Ausserdem erhöht Stehen die Lebensdauer der Dämpfer<<<
    Naja, die Hinteren leben länger, dafür belastest Du die Vorderen mehr. Insgesamt sind gleiche Massen zu dämpfen, also gleiche Arbeit zu verrichten. Der hintere kommt allerdings seltener an seine Grenzen und so werden überproportionale Belastungen vermindert.
    gerd

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    #27
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    [...]
    Der gemeinsame Schwerpunkt liegt auf der Verbindungslinie der beiden Einzelschwerpunkte. Das Gewichtsverhältnis bestimmt wo auf dieser Linie er liegt. Wo irgendwelche Kraft eingeleitet wird (Rasten oder Sitz) ist dabei vollkommen egal.
    Allerdings wird sich der Schwerpunkt verlagern sobald man aufsteht. [...]
    Besten Dank für die Erläuterungen Gerd. So passt es.

    Gruß
    Canario

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    #28
    Die Schwerpunktgeschichte ist ja wirklich super beschrieben, leider gehst Du (Gerd) wieder nicht auf die "flexibele Verbindung" zwischen Mopped und stehendem Fahrer ein.

    Bei Bodenwellen/Stößen muß das Mopped mit den "relativ kurzen Federwegen" die Gesamtmasse beimsitzenden Fahrer abfedern.
    Auch die seitlichen "Stöße" (Spurrillen) gehen beim sitzenden Fahrer eigentlich direkt in die Gesamtmasse.

    Bei einem stehenden Fahrer dämpft der Fahrer seine eigene Masse zum großteil mit seinen Beinen.
    Und für die seitlichen Stöße dient der stehende Fahrer als Träge Masse, das Motorrad bracht (fast) nur die eigene Masse wieder "einfangen"

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    #29
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    Wo irgendwelche Kraft eingeleitet wird (Rasten oder Sitz) ist dabei vollkommen egal.
    Moin Gerd,

    dem möchte ich freilich aufs Heftigste widersprechen.

    Gruß
    Serpel

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    #30
    Hallo, schaut euch doch einfach mal auf joutube unter enduro ein paar filmchen an. Dann könnt Ihr sehen wie der Fahrer auf dem Mopped arbeitet. Ich war gestern wieder mit ein paar Kumpels auf meiner KTM unterwegs, dagegen ist die GS einfach ein Dampfer,
    geeignet für Feld und Schotterwege. Dort wo wir unterwegs waren (mit meiner GS würde ich da nie hinkommen, schon wegen der Zylinder) , würde man im Sitzen einfach mal in den Lenker beißen, im stehen kann man die Bewegung vom Mopped einfach leichter ausgleichen.

    Grüße Andi


 
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