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Kein Mitverschulden bei Unfall ohne Motorradstiefel

Erstellt von Christian S, 05.06.2013, 22:32 Uhr · 126 Antworten · 7.811 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #91
    Zitat Zitat von joreku Beitrag anzeigen
    @GS-Bär: Brauchst Du für alles Gesetze? Schon 'mal etwas von EIGENVERANTWORTUNG gehört?
    Er hat Jehova gesagt

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    #92
    diese Diskussion ist so typisch deutsch, wie sie typisch GS-forum ist.

    M.E muß man das doch etwas differenzierter sehen und nicht alles über einen Kamm scheren.
    ein Motorradfahrer der z.b. mit Jeans und Bikerstiefelchen bei Hitze vom Bock geholt wird, vorschriftsmäßig behelmt, warum sollte dem ein Mitverschulden angelastet werden? weil er keine Rüstung aus Elefanthodenleder trägt? ist doch lachhaft.

    Warum sollte einer Radfahrerin ohne Helm ein Mitverschulden angelastet werden, wenn sie ein Autofahrer unter Mißachtung der Vorfahrt vom Rad schießt?
    wenn allein das individuelle Ausstatten mit oder eben ohne "Schutzkleidung" schon zum Mitverschulden führt, möchte ich schon fragen, ob ein Mitverschulden sie dann trifft wenn sie ohne Helm am Kopf verletzt wird oder wird das dann analog angewendet auf Ellenbogenverletzungen ohne Protektoren oder Knieverletzungen ohne Knieschutz?
    Wie gesagt, der Mopedfahrer hatte, wie gesetzlich vorgeschrieben einen Helm auf und die Frau mit dem Rad eben nicht, weil keine Pflicht.

    Wo hört das denn dann auf? beim Motorradfahrer in der Airbagkombi mit Neckbrace und Crossstiefeln im Feierabendverkehr bei 35 Grad?

    wenn ihr das so wollt, dann möchte ich bitte nicht mehr mit steigenden Beiträgen von meiner Krankenkasse belästigt werden, wenn siche eure blöden Blagen mit dem BMXrad oder dem Skateboard auf die Fresse legen und sich trotz Helm Kinn, Ellenbogen, Knie aufschlagen. Die Behandlungskosten zieht ihr dann bitte Mutti vom Haushaltsgeld ab.

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    #93
    Um das mal auch für meine Position klarzustellen: Natürlich geht es nicht darum, bei fehlender Schutzkleidung (oder Helm bei Radlern) eine generelle Mitschuld oder einen grundsätzlichen Abzug beim Schmerzensgeld anzunehmen. Ein Zusammenhang zwischen der Verletzung oder ihrer Schwere und dem Fehlen des Schutzes muss bestehen. Aber die Radfahrerin erlitt eben Kopfverletzungen, die nach der Auffassung des Gerichts durch das Tragen eines Helm minder schwer ausgefallen wären.

    Grüße
    Steffen

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    #94
    mir ist schon klar, worauf du hinaus willst Steffen, aber wäre die Radfahrerin am Knie oder Ellenbogen schwer verletzt worden, bejahst du dann einen Zusammenhang zwischen Verletzung und Nichttragen von Protektoren an Knie und Ellenbogen ebenso? Weder Helm noch Protektoren sind vorgeschrieben. Auch da wären ja schwerere Verletzung viell. zu vermeiden gewesen

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    #95
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    mir ist schon klar, worauf du hinaus willst Steffen, aber wäre die Radfahrerin am Knie oder Ellenbogen schwer verletzt worden, bejahst du dann einen Zusammehang zwischen Verletzung und Nichttragen von Protektioren an Knie und Ellenbogen ebenso? Weder Helm noch Protektoren sind vorgeschrieben.
    Nein, denn anders als ein Helm sind Protektoren an den Gelenken nicht allgemein gebräuchlich oder vllt. auch zumutbar. Der Schutz muss wirksam, anerkannt, für den Durchschnittsfahrer erschwinglich und beim Gebrauch zumutbar sein, d.h. das Fahren auch nicht unnötig einschränken oder gar davon abhalten.

    Eine etwas abweichende Frage, die ich mir immer wieder täglich beim Anblick von Radfahrern mit Kindern stelle, ist, warum viele Eltern ihren Kindern zwar vorbildlich Helme aufsetzen, selbst aber keinen tragen. Sollen im schlimmsten Fall die Kinder als gesunde (Halb)Waise durchs Leben kommen?

    Grüße
    Steffen

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    #96
    ok, ich hab nur einen 20 Jahre alten Tourendrahtesel aber als potentiell lebensgefährlich hab ich das Radfahren nicht betrachtet. (außer auf dem Weg vom Biergarten nach Hause...)




    (bevor die Kinder später als behelmte Halbwaise durchs Leben müssen, wäre es doch besser, der Autofahrer würde beide überfahren....) *Achtung Sarkasmus*

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    #97
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    ok, ich hab nur einen 20 Jahre alten Tourendrahtesel aber als potentiell lebensgefährlich hab ich das Radfahren nicht betrachtet. (außer auf dem Weg vom Biergarten nach Hause...)
    Hier in der Großstadt kann man bei den Unfallzahlen (tödlich) verunfallter Radler durchaus anderer Meinung sein. Sagen wir es mal so: Ein wenig aufmerksamer sollte man schon unterwegs sein.
    Aber warum radeln, wenn man mit dem Motorrad ohnehin schneller und mit mehr Spaß unterwegs sein kann

    Grüße
    Steffen

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    #98
    es ist ja immer noch die Frage, ob jeder der tödlich verunglückten Radfahrer mit einem Helm zu retten gewesen wäre (was ich stark bezweifle) und sicher ist die eigene Risikobereitschaft (oder das Fehlen einer solchen) auch ein nicht zu unterschätzender Faktor.

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    #99
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    es ist ja immer noch die Frage, ob jeder der tödlich verunglückten Radfahrer mit einem Helm zu retten gewesen wäre (was ich stark bezweifle) und sicher ist die eigene Risikobereitschaft (oder das Fehlen einer solchen) auch ein nicht zu unterschätzender Faktor.
    Mit Sicherheit sterben auch Radfahrer, die einen Helm tragen. Der macht ja nicht unverwundbar und hilft wenig, wenn man von einem rechtsabbiegenden Sattelzug überrollt wird (was hier leider häufig zu tödlichen Unfällen führt )

    Es ist doch die Entscheidung jedes einzelnen, welches Risiko er für sich sieht und ob und wie er das vermindern mag. Nur gibt es Risiken, die einem vllt. auch in ihrer Häufigkeit oder Schwere nicht bewusst sind. Auch weil sich Interessenverbände wie der ADFC dagegen sträuben und alle Schuld an verunfallten Radlern ja grundsätzlich bei anderen sehen, nur nicht beim Radfahrer selbst. Und folgerichtig (aber dennoch unverständlich) sind sie natürlich auch gegen das Tragen von Helmen.
    Und es ist die Entscheidung jedes einzelnen, wie er trotz bestehender Verbote oder Kenntnis möglicher Nachteile seine persönliche Freiheit bewertet, Dinge eben trotzdem zu tun oder zu unterlassen.

    Grüße
    Steffen

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    Zitat Zitat von Zörnie Beitrag anzeigen
    Nein, denn anders als ein Helm sind Protektoren an den Gelenken nicht allgemein gebräuchlich oder vllt. auch zumutbar. Der Schutz muss wirksam, anerkannt, für den Durchschnittsfahrer erschwinglich und beim Gebrauch zumutbar sein, d.h. das Fahren auch nicht unnötig einschränken oder gar davon abhalten.

    Eine etwas abweichende Frage, die ich mir immer wieder täglich beim Anblick von Radfahrern mit Kindern stelle, ist, warum viele Eltern ihren Kindern zwar vorbildlich Helme aufsetzen, selbst aber keinen tragen. Sollen im schlimmsten Fall die Kinder als gesunde (Halb)Waise durchs Leben kommen?

    Grüße
    Steffen
    Falls Du nicht bereits einen ähnlich gelagerten Job hast, solltest Du schauen, dass Du in irgend einer Normierungskommission unterkommst, wahlweise in irgend einem Ausschuss des Europäischen Parlaments, da sage ich Dir unglaubliche Chancen voraus. Evtl. sollte Dir dann noch jemand stecken, dass es gelegentlich hilfreich sein kann, Aufwand und Nutzen gegeneinander abzuwägen, aber in ein, zwei Jahren verstehst Du das dann auch noch


 
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