Seite 12 von 13 ErsteErste ... 210111213 LetzteLetzte
Ergebnis 111 bis 120 von 127

Kein Mitverschulden bei Unfall ohne Motorradstiefel

Erstellt von Christian S, 05.06.2013, 22:32 Uhr · 126 Antworten · 7.843 Aufrufe

  1. Registriert seit
    28.11.2008
    Beiträge
    630

    Standard

    Zitat Zitat von Zörnie Beitrag anzeigen
    Und würdest du endlich mal die Urteile lesen, wüsstest du auch die Details. Die Radfahrerin ist gegen eine Autotür gefahren, die unachtsam geöffnet wurde. Das sind zwar nur grobe Feinheiten, zeigt aber, dass du nichts gelesen hast und ständig Sachen durcheinander wirfst.

    Grüße
    Steffen
    Oh Mann Steffen, bist aber sehr empfindlich, wenn es einer mal wagt, deine Auffassungen und Anschauungen in Frage zu stellen. Ich empfehle dir einen Blick ins Gesetz, denn der erspart dir viel Geschwätz. Lies mal § 14 StVO.

    § 14 Sorgfaltspflichten beim Ein- und Aussteigen

    (1) Wer ein- oder aussteigt, muss sich so verhalten, dass eine Gefährdung anderer am Verkehr Teilnehmenden ausgeschlossen ist.
    (2) Wer ein Fahrzeug führt, muss die nötigen Maßnahmen treffen, um Unfälle oder Verkehrsstörungen zu vermeiden, wenn das Fahrzeug verlassen wird. Kraftfahrzeuge sind auch gegen unbefugte Benutzung zu sichern.


    Ob er sie nun umgefahren, oder mittels der unachtsam geöffneten Autotür zu Fall gebracht hat, ändert überhaupt nichts !!

  2. Registriert seit
    01.01.2009
    Beiträge
    10.105

    Standard

    Zitat Zitat von GS Bär Beitrag anzeigen
    Oh Mann Steffen, bist aber sehr empfindlich, wenn es einer mal wagt, deine Auffassungen und Anschauungen in Frage zu stellen. Ich empfehle dir einen Blick ins Gesetz, denn der erspart dir viel Geschwätz. Lies mal § 14 StVO.

    § 14 Sorgfaltspflichten beim Ein- und Aussteigen

    (1) Wer ein- oder aussteigt, muss sich so verhalten, dass eine Gefährdung anderer am Verkehr Teilnehmenden ausgeschlossen ist.
    (2) Wer ein Fahrzeug führt, muss die nötigen Maßnahmen treffen, um Unfälle oder Verkehrsstörungen zu vermeiden, wenn das Fahrzeug verlassen wird. Kraftfahrzeuge sind auch gegen unbefugte Benutzung zu sichern.


    Ob er sie nun umgefahren, oder mittels der unachtsam geöffneten Autotür zu Fall gebracht hat, ändert überhaupt nichts !!
    Schön schön, copy & paste kannst du also, aber was ist jetzt neu an Mitverschuldensanteilen?

    Grüße
    Steffen

  3. Registriert seit
    28.11.2008
    Beiträge
    630

    Standard

    Zitat Zitat von Zörnie Beitrag anzeigen
    ..... was ist jetzt neu an Mitverschuldensanteilen?

    Grüße
    Steffen
    Wenn du diese Frage ernsthaft stellst, ist der Inhalt der hier geführten Diskussion offensichtlich an dir vorbei gegangen. Zusammenfassend für dich: Es geht um die Frage, ob das Nichttragen einer gesetzlich nicht vorgeschriebenen Schutzkleidung bei alleiniger Unfallverursachung durch den Schädiger eine Mithaftung des Geschädigten nach § 254 BGB auslösen kann, oder nicht. Es geht hier nicht um die Fälle, in denen ein Mitverschulden des Geschädigten aufgrund eines eigenen Verstosses gegen gesetzliche Vorschriften (z.B. StVO) vorliegt.

  4. Registriert seit
    01.01.2009
    Beiträge
    10.105

    Standard

    Zitat Zitat von GS Bär Beitrag anzeigen
    Wenn du diese Frage ernsthaft stellst, ist der Inhalt der hier geführten Diskussion offensichtlich an dir vorbei gegangen. Zusammenfassend für dich: Es geht um die Frage, ob das Nichttragen einer gesetzlich nicht vorgeschriebenen Schutzkleidung bei alleiniger Unfallverursachung durch den Schädiger eine Mithaftung des Geschädigten nach § 254 BGB auslösen kann, oder nicht. Es geht hier nicht um die Fälle, in denen ein Mitverschulden des Geschädigten aufgrund eines eigenen Verstosses gegen gesetzliche Vorschriften (z.B. StVO) vorliegt.
    Um die Unfallverursachung ging es aber bei dem Verfahren, dass die Radfahrerin gegen die Kfz-Führerin und deren Versicherung angestrebt hat, gar nicht. Hier mal die Pressemitteilung des OLG. Es geht allein um die Unfallfolgen und in deren Umfang sieht das Gericht zwangsläufig ein Mitverschulden der Klägerin in Höhe von 20%.

    Grüße
    Steffen

  5. Registriert seit
    10.07.2007
    Beiträge
    19.787

    Standard

    Zitat Zitat von Zörnie Beitrag anzeigen
    ... Es geht allein um die Unfallfolgen und in deren Umfang sieht das Gericht zwangsläufig ein Mitverschulden der Klägerin in Höhe von 20%.

    Grüße
    Steffen
    zwangsläufig?

    wie auch immer, ich halte dieses urteil für falsch.

    heute ist es der nicht freiwillig getragene fahrradhelm, morgen die nicht freiwillig getragene warnweste, übermorgen die statt lederkombi getragene textilkleidung ...
    weiss doch jeder moppedfahrer, dass leder widerstandsfähiger ist als textilschrott.
    und nächste woche dann das statt eines autos benutzte motorrad.

    ich fürchte, dass ich noch einiges davon erleben werde.

  6. Registriert seit
    14.09.2011
    Beiträge
    4.057

    Standard

    Genau deswegen sind das auch immer nur "Einzel-Urteile"

    Falls noch mehr solche Urteile entstehen wird es doch bald Pauschalen für Stoßstangenschäden und verbeulte Kotflügel geben müssen....

    Wer teuer fährt ist selber schuld

  7. Registriert seit
    13.08.2010
    Beiträge
    6.388

    Standard

    Zitat Zitat von Zörnie Beitrag anzeigen
    Stichwort Verantwortung! Wenn körperliche Unfallfolgen durch eine zumutbare und allgemeine gebräuchliche Schutzkleidung

    hätten geringer ausfallen können, darf auch in Richtung Unfallopfer mal die Frage nach der Verantwortung kommen. Aber eigentlich natürlich nicht, denn Verantwortung ist ja etwas, was immer nur die anderen haben.
    Das Beispiel kann man beliebig hoch- und runterdeklinieren. Autos mit preisgünstig zu tauschenden, unlackierten Stoßfängern sind zumutbar und gebräuchlich. Dennoch muss mir ein anderer, der mir ins Auto fährt, meinen Metalliclack bezahlen, wenn ich welchen habe. C&A-Billiganzüge sind zumutbar und gebräuchlich, dennoch muss mir ein Restaurant meinen Armani-Anzug bezahlen, wenn der Kellner Bratensauce drüberkippt. Und die Richter haben IMHO völlig zu Recht erkannt, dass es gar nicht gesagt ist, dass das, was bei Louis als Motorradstiefel verkauft wird, immer unbedingt die Super-Schutzwirkung hat.

    Aber das hat ja schon Geschichte, dass Versicherungen immer schon groß darin waren, mit dem vermeintlichen Fehlverhalten von Unfallopfern zu erklären, warum sie sich davor drücken, ihrer Verantwortung nachzukommen und die Schäden ihrer Kunden zu regulieren. Und manchmal muss ihnen halt ein Gericht erklären, dass das so nicht geht.

  8. Registriert seit
    01.01.2013
    Beiträge
    953

    Standard

    Zitat Zitat von Larsi99 Beitrag anzeigen
    zwangsläufig?

    wie auch immer, ich halte dieses urteil für falsch.

    heute ist es der nicht freiwillig getragene fahrradhelm, morgen die nicht freiwillig getragene warnweste, übermorgen die statt lederkombi getragene textilkleidung ...
    weiss doch jeder moppedfahrer, dass leder widerstandsfähiger ist als textilschrott.
    und nächste woche dann das statt eines autos benutzte motorrad.

    ich fürchte, dass ich noch einiges davon erleben werde.

    Genau wirst Du... und wie immer wird es zu jeder Zeit um die Frage gehen was ist "angemessen" nach dem Stand der Technik.

    Ein Fahrradhelm ist angemessen, Motorradkleidung evlt. mittlerweile sogar MIT Protektoren vermutlich bald auch...

    Der Gesetzgeber zieht dann irgendwann nach, wenn die Urteile zu unterschiedlich ausfallen.... und schafft eine neue Basis....

    und alles geht wieder von vorne los....

    (auf der anderen Seite haben wir dadurch auch demnächst ABS-Pflicht -- hätten wir sonst lang drauf warten können. :-))

  9. Registriert seit
    13.08.2010
    Beiträge
    6.388

    Standard

    Zitat Zitat von Espaceo Beitrag anzeigen
    (auf der anderen Seite haben wir dadurch auch demnächst ABS-Pflicht -- hätten wir sonst lang drauf warten können. :-))
    Das ist aber eine andere Geschichte. Wenn du ein Produkt auf den Markt bringst, dann muss es sicher sein. Und Ausschüsse auf allen Ebenen beraten, welche Sicherheitsfeatures wünschenswert und sinnvoll sind. Unter Experten gilt es schon lange als ausgemacht, dass ABS-Bremsen Unfälle verhüten können. Bei solchen Diskussionen gibt es aber immer zwei Extrempositionen, nämlich diejenige, die alles ohne Rücksicht auf Verluste so sicher wie möglich haben will und die andere, die möglichst wenig Restriktionen und möglichst wenig Kosten haben will. Um Gesetze abzuwenden, die unter Umständen strenger sind als gewünscht, beschreitet die Industrie oft den Weg der freiwilligen Selbstbeschränkung. So hat sich die Auto-Industrie vor Jahren darauf verständigt, die meisten Autos bei 250 abzuriegeln und ABS überall einzubauen. Damit sind sie schärferen Regeln zuvorgekommen, schließlich würde aus Sicht der Verkehrssicherheit wenig dagegen sprechen Autos auf 160 zu begrenzen.

    Vor Jahren hat sich die Motorradindustrie meines Wissens darauf geeinigt, den Ausrüstungsgrad mit ABS EU-weit auf 75% zu bringen. Dieses Ziel haben sie verfehlt, weil ABS im Süden wenig nachgefragt wird. Deshalb kommt jetzt das Gesetz. Es sind mir allerdings nur sehr wenige Bekleidungsvorschriften im Straßenverkehr bekannt. Diese gehen mir auch zu weit, sie stellen einen Eingriff in meine persönliche Freiheit dar.

  10. Registriert seit
    01.01.2013
    Beiträge
    953

    Standard

    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Das ist aber eine andere Geschichte. Wenn du ein Produkt auf den Markt bringst, dann muss es sicher sein. Und Ausschüsse auf allen Ebenen beraten, welche Sicherheitsfeatures wünschenswert und sinnvoll sind. Unter Experten gilt es schon lange als ausgemacht, dass ABS-Bremsen Unfälle verhüten können. Bei solchen Diskussionen gibt es aber immer zwei Extrempositionen, nämlich diejenige, die alles ohne Rücksicht auf Verluste so sicher wie möglich haben will und die andere, die möglichst wenig Restriktionen und möglichst wenig Kosten haben will. Um Gesetze abzuwenden, die unter Umständen strenger sind als gewünscht, beschreitet die Industrie oft den Weg der freiwilligen Selbstbeschränkung. So hat sich die Auto-Industrie vor Jahren darauf verständigt, die meisten Autos bei 250 abzuriegeln und ABS überall einzubauen. Damit sind sie schärferen Regeln zuvorgekommen, schließlich würde aus Sicht der Verkehrssicherheit wenig dagegen sprechen Autos auf 160 zu begrenzen.

    Vor Jahren hat sich die Motorradindustrie meines Wissens darauf geeinigt, den Ausrüstungsgrad mit ABS EU-weit auf 75% zu bringen. Dieses Ziel haben sie verfehlt, weil ABS im Süden wenig nachgefragt wird. Deshalb kommt jetzt das Gesetz. Es sind mir allerdings nur sehr wenige Bekleidungsvorschriften im Straßenverkehr bekannt. Diese gehen mir auch zu weit, sie stellen einen Eingriff in meine persönliche Freiheit dar.
    Ich denke wir meinen das gleiche - auch hinsichtlich der persönlichen Freiheit :-), die ich auch selber entscheiden mag - und genauso akzeptieren muss, wenn die Rechtsprechung hier die Grenzen verschiebt.... oder schärfer definiert.


 
Seite 12 von 13 ErsteErste ... 210111213 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Damen BMW Motorradstiefel
    Von kbomm im Forum Biete (privat) ...
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 18.10.2012, 10:16
  2. BMW Motorradstiefel Airflow, Gr. 42
    Von ShortyHB im Forum Biete (privat) ...
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 19.06.2012, 13:40
  3. Motorradstiefel gesucht!
    Von CS im Forum Bekleidung
    Antworten: 28
    Letzter Beitrag: 31.08.2011, 22:57
  4. TCX S-Zero Motorradstiefel Gr. 48 neu
    Von Gucky im Forum Biete (privat) ...
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 04.04.2011, 17:22
  5. Kein Zündfunke und kein Sprit an den Düsen
    Von Christian Martens im Forum R 850 GS und R 1100 GS
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 26.03.2009, 12:15