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Keine Streckensperrung

Erstellt von Gerhard B., 01.05.2013, 22:43 Uhr · 43 Antworten · 3.733 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    5.262

    Standard

    #41
    Zitat Zitat von ww_schnabel Beitrag anzeigen
    +1

    Gut formuliert - Passt!

    Gruß
    Jörg
    Dann steh ich ja doch nicht völlig allein da

  2. Registriert seit
    17.04.2004
    Beiträge
    12.705

    Standard

    #42
    Hi
    Wer die Streckensperrungen vornimmt/verursacht ist doch egal. Zumindest ist es einfacher eine Sperrung zu betreiben als sie zu verhindern. Diejenigen die sie durchsetzen wollen haben Zeit sich Argumente zu überlegen. "Unfallquote" ist immer gut, "schlechte Strassenbeschaffenheit aufgrund fehlender Mittel" auch. Betroffene Anwohner sagen "die Motorradfahrer", meinen eigentlich die "paar Idioten". Bei der Überlegung "für Idioten gesperrt" kommt nichts raus, also sperrt man für alle, dann sind die Idioten allemal betroffen und das Ziel ist erreicht.
    So im Ailsbachtal. Zuerst herrschte "freie Fahrt für freie Bürger", dann krachte es ein paar Mal (bei 160) und auch die (wenigen) Bewohner waren "hoch erfreut" über Motoren bei 10000 1/min.
    Also gab's "Motorräder 80" Schilder. Naja. Weiterhin waren es "die Motorradfahrer". Auf meinen Hinweis "he, ich fahre auch!" kam zurück "na, Du nicht aber eben die!"- Aber "die" lassen sich doch nicht durch ein Schild beeindrucken. Da fahren "die" eben zuerst mal durch, sehen ob die Luft rein ist, und nehmen dann das Training (mit 160) auf.
    Zudem regt sich irgendwer über die Ungleichbehandlung von Auto und Mopped auf.
    Also kommen Schilder "60" hin und alle sollen schleichen.
    Kümmert das "die"? Nö, natürlich nicht, man hat ja die "Testfahrt".
    Und dann kommt Opa mit dem Opel Rekord und fährt mit 75 durch. Just an diesem Tag ist eine Fotosession und der Opa flucht "die Motorradfahrer!". Ausserdem werden noch 30 Motorräder und weitere 25 Autos erfasst, der Tag "war ein Erfolg" und "man zeigte Präsenz".
    Es knallt nicht wesentlich weniger. Doch wenn die Strecke erst mal für Motorräder gesperrt ist, dann gehen die Unfälle mit Motorradbeiteiligung auf nahezu "Null" und man kann die Strassenbeschaffenheit auf exzellent ändern.
    Hilfreich wären Flinten oder quer gespannte, geschwindigkeits- und lärmabhängig betätigte Kabel, doch das hat ja auch Gegner :-)

    "Das haben wir (beliebige Partei) erreicht, wählt mich wieder!"
    Langfristig wird dann die Strasse begradigt (in den Dolomiten buddelt man gerade Tunnels) und auch anderweitig "verschönert" und alle finden es toll :-(.
    gerd

  3. TomTom-Biker Gast

    Standard

    #43
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    Hi
    Diejenigen die sie durchsetzen wollen haben Zeit sich Argumente zu überlegen. "Unfallquote" ist immer gut, "schlechte Strassenbeschaffenheit aufgrund fehlender Mittel" auch. Betroffene Anwohner sagen "die Motorradfahrer", meinen eigentlich die "paar Idioten". Bei der Überlegung "für Idioten gesperrt" kommt nichts raus, also sperrt man für alle, dann sind die Idioten allemal betroffen und das Ziel ist erreicht.
    gerd
    Und die haben wahrscheinlich auch genügend Zeit gehabt und auch genügend eigene Erfahrung machen dürfen, um sich zu überlegen warum sie das möchten. Es gibt halt immer zwei seiten der Medaille. Dabei sind die Unfalltoten nicht immer das schlagendenste Argument, wie beispielsweise bei uns im Odenwald mit der vor Jahren erfolgten Sperrung des Krähbergs gezeigt. Hier war es der Lärm.

    Die, die die Sperrungen ursächlich mit verschuldet haben, haben aller Voraussicht nach sich keinen Kopf drum gemacht, ob gesperrt wird oder nicht. Entweder weil sie nicht weiter denken oder denken können als die Nasenspitze reicht oder weil sie ohnehin nach dem Prinzip "nach mir die Sintflut" leben.

    Desweiteren sollte man den Ball auch mal etwas flach halten. Die Ankündung oder auch nur der Begriff Sperre führt bei Motorradfahrern verständlicherweise zu emotionalen Reaktionen und ist immer wieder für lange und wiederkehrende Diskussionen gut. Nicht jede schöne Strecke wird gesperrt und die eingangs genannte B47 schon ganz und gar nicht. Hier wurden bereits vor Jahren im unteren kurvenreichen Teil durch "verkehrsberuhigende" Aktionen (irrsinnige zudem) und Geschwindigkeitsbegrenzungen die Motorradfahrer ausgebremst. Der übrige Verkehr leider auch, was in Kombination mit den unangenehmen Mittelstreifen und dem Überholverbot die Strecke für mich unattraktiv macht. Obwohl von der Kurvenanlage auch mit Begrenzung auf 70 km/h recht schön. Wenn nach vorne frei ist.

    Über die immer wiederkehrenden Diskussionen von Streckensperren könnte man relativ schnell den Eindruck gewinnen, daß Motorradfahrer auf Autobahnen und Bundestraßen verbannt werden sollten, was natürlich nicht so ist. Die meisten der Strecken sind nach wie vor frei befahrbar. Wiederum die meisten der gesperrten Strecken nur am WE und an Feiertagen gesperrt und sonst offen. Einige haben Einschränkungen was die Fahrtrichtung anbelangt. Also wer die bestimmte Strecke denn nun unbedingt fahren möchte wird Möglichkeiten finden, die auch in der Woche zu machen oder von Nord nach Süd oder Ost nach West.

    Ich bin kein Befürworter von Streckensperrungen, kann allerdings manchmal die Gründe nachvollziehen, zumindest doch die Reaktionen, die dazu führen. Für micht geht die Welt nicht unter weil beispielsweise bei mir in der Region der Krähberg, das Sensbachtal oder Zotzenbach an Wochenenden und Feiertagen gesperrt sind. Es gibt genügend, weniger sensible Alternativen. Das gilt auch anderswo.

    Gruß Thomas

  4. Registriert seit
    17.04.2004
    Beiträge
    12.705

    Standard

    #44
    Hi
    Lärm ist bei uns zwar auch eine Ursache, wird aber nie genannt. Der Grund ist einfach: Wenn am Nachmittag eine legaler Joghurtbecher "1000" mal den gleichen Berg hochröhrt weil der Fahrer die Ideallinie sucht ist auch legal verdammt laut. Liegt der Berg am Ende eines Tals (ist nicht unlogisch :-)) und befindet sich am Fuss des Berges eine Ortschaft (bei uns nicht unüblich), dann geht der legale Yoghurtler allen Einwohnern auf den Zeiger. Auch dem Wirt bei dem er sich ein Bier kauft (oder kaufen will bevor der ihn rausschmeisst)!
    Ein Schild "leise fahren" gibt es nicht, also steht eben eines für "langsam fahren". Legaler Lärm gilt nicht als Grund, ein Krankenhaus wollen sie auch nicht extra hinbauen, also ist es eben die Unfallhäufigkeit.

    Richtig sch... finde ich Sperrungen, wenn ich irgendwo, wo ich mich nicht auskenne, entlangfahre und plötzlich von einem Schild überrascht werde "nicht weiter". Da kommt dann die Frage auf "und jetzt"?
    Fährt man die ST2163 von Nord nach Süd, so ist das bei Muthmannsreuth (49.85929/11.48954) eine nette kurvige Strasse. Kommt man danach auf der gleichen Strasse zurück, ist zuerst eine leichte Rechts, dann sieht man eine unübersichtliche Links. Von rechts mündet eine Strasse ein. So man aufmerksam genug ist und sich weder arg für die "Links", noch für die Einmündung interessiert, bemerkt man auch das Schild "keine Motorräder". Gemessen an der Zahl derer die da -garantiert unabsichtlich- durchfahren, ist es a) sinnlos, b) schwachsinnig platziert.
    Irgendwer will auf dem Weg in den Urlaub über die Kochelbergstrasse fahren, vergisst aber, dass sie am Wochenenden gesperrt ist. Dann hat er einen grösseren Umweg vor sich!

    gerd


 
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