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Knast für Raser/Youtube Beweis

Erstellt von AmperTiger, 21.10.2008, 14:55 Uhr · 27 Antworten · 2.669 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Andere Meinung

    #11
    Das zeigt vielmehr dass der jeweilige Staat sich in Aktionismus übt, Verkehrsverstöße als unsoziales Verhalten kriminalisiert und so die Legitimierung erfährt den Leuten mit völlig überzogenen, unverhältnismäßigen Strafen tief in die Taschen zu greifen. Die öffentliche Empörung über Raser gibt ihm ja auch Recht.

    Hier wird signalisiert, dass etwas getan wird, dass man agiert und zwar dort wo der geringste Widerstand zu erwarten ist, ohne den eigentlich wichtigen Problemen wie Bildungspolitik, Arbeitslosigkeit, soziale Verelendung ganzer Bevölkerungsschichten, Einwanderungsproblemen und nicht zuletzt dem Klimawandel überhaupt nur ansatzweise gerecht zu werden.

    Es ist ja auch viel einfacher, einen bestehenden Bußgeldkatalog zu novellieren (mal eben schnell die Geldbußen um 25% hochgesetzt) und damit Handlungsbereitschaft und Entschlußfreudigkeit nach außen zu transportieren, als z.b. endlich mal ein subventionsloses Steuersystem auf die Beine zu stellen, dass es jedem ermöglicht seinen Lebensunterhalt mit seiner Hände Arbeit zu erwirtschaften.

    Markus

  2. Registriert seit
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    Standard

    #12
    @ AmperTiger

    Yupp ! Auf den Punkt getroffen ! Ich kann sehr selten jemandem so vorbehaltlos und umfassend zustimmen, wie Dir !

    Blindenaktionismushassendegrüße

    Marijn

  3. hbokel Gast

    Standard

    #13
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    ohne den eigentlich wichtigen Problemen wie Bildungspolitik, Arbeitslosigkeit, soziale Verelendung ganzer Bevölkerungsschichten, Einwanderungsproblemen und nicht zuletzt dem Klimawandel überhaupt nur ansatzweise gerecht zu werden.
    Hallo Markus,

    hast Du es nicht 'ne Nummer kleiner?

    Wenn ein Schwachmat in UK wegen seiner erwiesenen Dummheit verknackt wird, dann hat das nun wirklich nichts mit dem Klimawandel zu tun.

    Zumal der Dummfug vom Klimawandel nichts mit dem Verkehrsaufkommen zu tun hat, sondern nur zur Rechtfertigung von Atomenergie dient. Wobei wir wieder bei den Schwachmaten wären, die solche Stories bereitwillig glauben.

    Gruß
    Heinz

    P.S. Wenn die Sonne ein paar Jahre lang besonders hohe Aktivität zeigt, dann kann man noch so viel auf's Motorradfahren verzichten - die Erde erwärmt sich trotzdem. Ich bin überrascht, dass (hoffentlich) gut ausgebildete Mitteleuropäer sich einreden lassen, die Sonnenaktivität könne man durch intensives Radfahren kompensieren. Wie wäre es ersatzweise mit Opfertieren für den Sonnengott?

    Im Urlaub habe ich auf den Lofoten ein Wikingermuseum besucht. Dort wurde eine Brücke als eines der wenigen Zeugnisse dieser mittelalterlichen Kultur vorgestellt. Die Brücke war auf den damaligen Meeresspiegel ausgelegt - und der war knapp einen Meter höher war als heute.

    Entweder haben die Wikinger im Mittelalter bereits amerikanische Straßenkreuzer gefahren (um Grönland grün zu erhalten), oder die Oberflächentemperatuir der Erde hat nichts mit dem Verbrennen fossiler Energieträger zu tun.

  4. Registriert seit
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    Standard

    #14
    Hallo Heinz,
    wieso kleiner? diesen Zusammenhang hast doch du hergestellt und nicht ich.
    Die Gedanke meines Beitrags war, dass sich, von Seiten der Politik (Europaweit), lieber dreimal im Jahr pressewirksam auf Raser gestürzt wird, um Handlungswillen zu dokumentieren, als sich um die wirklich großen drängenden Probleme zu kümmern.

    Dass der Klimawandel (fast) nichts mit dem Verkehrsaufkommen zu tun hat, ist ja schon hinlänglich bewiesen worden, aber auch hier wird von Politik dem Einzelnen ein schlechtes Gewissen suggeriert um ihm danach umso ungenierter in die Tasche fassen zu können.
    hier als Beispiel sind nur die Umweltzonen und die Feinstaubplakette zu nennen, Studien haben längst bewiesen, dass man auf dem (gesunden) Land zur Erntezeit, eine um mehrere Hundert Prozent höhere Feinstaubbelastung hat, als in München am Stachus zu Hauptverkehrszeit.
    Aber so etwas wird unter dem Deckmantel "Klimaschutz" verkauft und die Schafherde schluckt es ohne Widerspruch, öffnet bereitwillig die Geldbeutel für noch eine Plakette.

    Markus

  5. Registriert seit
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    #15
    Der Tiger hat doch recht. Die richtig dicken Fische werden laufen gelassen, oder sogar noch mal richtig fett gefuettert bevor man sie wegbefoerdert. In Relation dazu ziemliche Bagatelldelikte wie z.B. Geschwingkeitsueberschreitungen werden dagegen immer staerker kriminalisiert.

    Davon unbenommen ist dieser Motorradfahrer auf dem Video offensichtlich nicht ganz dicht. Aber ist mir eigentlich ziemlich egal, er gefaehrdet hauptsaechlich sich selber. Und wie man seine Reifen dumpf abrauchen kann ...

  6. beak Gast

    Standard

    #16
    So ein ähnliches Thema hatten wir schon mal, als bei Kochel am See, Motorräder beschlagnahmt wurden. Mittlerweile sehe auch ich die Thematik etwas differenzierter und stelle fest, dass hier die Relationen nicht mehr stimmen.

    Bildungspolitik, Arbeitslosigkeit, soziale Verelendung ganzer Bevölkerungsschichten, Einwanderungsproblemen und nicht zuletzt dem Klimawandel... Hier müsste ja Geld rein gesteckt werden, was der Staat nicht aufbringen will/kann. Es ist doch viel leichter, die Masse abzuzocken um das Geld dafür zu verwenden, was die Bevölkerung nicht braucht. Und wenn die Kaufkraft sinkt, dann muss halt das Geld auf andere Art und Weise "fließen" und wer wäre dazu geeigneter, als die motorisierten Teilnehmer im Straßenverkehr?

    LG
    Gabi

  7. Registriert seit
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    Standard

    #17
    Das gehört jetzt nicht ganz zum Thema, macht mich aber auch total wütend.
    Für falsches Parken und zu schnelles Fahren sind wir sofort dran und hier ist ein 5exualstraftäter der als nicht therapierbar gilt auf Grund eines Formfehlers wieder auf die Menschheit losgelassen worden.
    Wer will das mit seinem Gewissen vereinbaren, wenn er wieder jemandem etwas tut?
    http://www.spiegel.de/panorama/justi...585634,00.html

  8. Registriert seit
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    Standard

    #18
    Geile Sache! SOlange wir die grossen Verbrechen nicht bestrafen können, ignorieren wir die kleinen Dinge Oh Mann, gut, dass man für das Richteramt keine Freiwilligen nimmt sondern Leute, die dann auch etwas davon verstehen
    Ich hab was gegen jammerlappen
    Erst Mist bauen, dann die dafür angesetzte Strafe kassieren (in vollem Bewusstsein, die Regeln gebrochen zu haben) - und dann jammern. Na Mahlzeit. DAS sind denn mal Helden
    Amperetiger hat übrigens recht - es ist absoluter Ärgr, dass all die vielen Dinge in unserer Welt schieflaufen. Nur als Ausrede für Vollspacken im Strassenverkehr taugen sie für mich nicht.

  9. Registriert seit
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    Standard

    #19
    Nicht das wir uns da falsch verstehen.
    Ich meinte damit nicht das falsch Parken und zu schnell fahren ok ist, jeder weiß was es kostet und nimmt es billigend in Kauf, oder eben auch nicht.
    Was mich ärgert ist das nicht mit gleicher Konsequenz gegen alle Verbrechen und Vergehen vorgegangen wird.

  10. Registriert seit
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    #20
    Zitat Zitat von Nordlicht Beitrag anzeigen
    Oh Mann, gut, dass man für das Richteramt keine Freiwilligen nimmt sondern Leute, die dann auch etwas davon verstehen
    Genau DAS ist dem Engländer aber zu Verhängnis geworden. Ich hab leider auf die Schnelle keine englische Quelle gefunden, der Typ ist aber zu 99,9% von einem Magistrates Court verknackt worden, der von gewählten Bürgern OHNE Jurastudium geleitet wird (sogenannten Friedensrichtern). Diese Gerichte können Geldstrafen bis zu 5000 Pfund und HAFTSTRAFEN bis 6 Monate ohne weiteres Prozedere Verhängen. Und aufgrund der Natur des englischen Rechtssystems sind sie nicht an präzise Strafrahmen gebunden wie bei uns. Hab selbst mal live miterleben dürfen, wie einer zu Gefängnis verknackt wurde, weil er seine Kfz-Steuer nicht bezahlt hatte...


 
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