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Krasses Urteil!!!!!!

Erstellt von Maxell63, 04.04.2007, 10:27 Uhr · 56 Antworten · 4.265 Aufrufe

  1. JOQ
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    #21
    Zitat Zitat von Panther
    Jein... ich denke nicht, dass der Schwächere einfach vor den Stärkeren läuft, nur damit dieser Schuld ist. Beim Führen eines Motorfahrzeuges ist man sozusagen eine Gefahr für die Gesellschaft. Deshalb ist man auch schuld, wenn man mit dem Schwächeren die Strasse pflügt, auch wenn man nicht schuldig ist. Man wird dann auch nicht unbedingt vor dem Strafgericht verurteilt, vor dem Zivilgericht kommt man aber an die Kasse und den eigenen Schaden hat man auch noch.
    .................... hast aber beruflich nicht zufälliger Weise in Frankfurt zu tun?

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    #22
    Panther hat scheinbar noch nichts von der eigentlich geltenden Rechtsprechung und Gesetzeslage zum Thema Schadenersatz gehört.
    Daß der liebe, promovierte Richter in Frankfurt hier sein eigenes Recht gestrickt hat, geht schon stark in Richtung Rechtsbeugung. Die Lektüre des Artikels im "Motorrad" 11/2007 wäre hier nicht schlecht.

  3. JOQ
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    #23
    Zitat Zitat von nypdcollector
    Panther hat scheinbar noch nichts von der eigentlich geltenden Rechtsprechung und Gesetzeslage zum Thema Schadenersatz gehört.
    Daß der liebe, promovierte Richter in Frankfurt hier sein eigenes Recht gestrickt hat, geht schon stark in Richtung Rechtsbeugung. Die Lektüre des Artikels im "Motorrad" 11/2007 wäre hier nicht schlecht.
    Er ist bisher aber auch nur ne 125er gefahren, somit bringt er halt mehr Verständnis für die Schwächeren auf

    Ich sehe es aber genau wie du, der LG-Richter urteilte aus der Willkür heraus ohne irgendeine Andeutung von fachlicher Kompetenz.

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    #24
    Zitat Zitat von nypdcollector
    Panther hat scheinbar noch nichts von der eigentlich geltenden Rechtsprechung und Gesetzeslage zum Thema Schadenersatz gehört.
    Daß der liebe, promovierte Richter in Frankfurt hier sein eigenes Recht gestrickt hat, geht schon stark in Richtung Rechtsbeugung. Die Lektüre des Artikels im "Motorrad" 11/2007 wäre hier nicht schlecht.

    Wie gesagt, ich beziehe mich auf das Schweizer SVG, das Deutsche Recht kenne ich absolut nicht. Ich habe das Recht nicht studiert, aber eigentlich ist klar, dass der Motorradfahrer schuld ist, wenn er einen Velofahrer touchiert, egal ob der Velofahrer unvorsichtig/fahrlässig war oder nicht.

  5. Registriert seit
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    #25
    Zitat Zitat von JOQ
    Er ist bisher aber auch nur ne 125er gefahren, somit bringt er halt mehr Verständnis für die Schwächeren auf

  6. Registriert seit
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    #26
    Zitat Zitat von Panther
    aber eigentlich ist klar, dass der Motorradfahrer schuld ist, wenn er einen Velofahrer touchiert, egal ob der Velofahrer unvorsichtig/fahrlässig war oder nicht.
    Nein, das ist nicht klar. Wenn ein Radfahrer ohne zu schauen einfach quer auf die Straße fährt, ist er schuld. Deswegen gibt es Regeln im Straßenverkehr, sonst könnten wir ja das Indische System einführen: Der Stärkere gewinnt.

  7. JOQ
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    #27
    Zitat Zitat von nypdcollector
    Nein, das ist nicht klar. Wenn ein Radfahrer ohne zu schauen einfach quer auf die Straße fährt, ist er schuld. Deswegen gibt es Regeln im Straßenverkehr, sonst könnten wir ja das Indische System einführen: Der Stärkere gewinnt.
    Ahhh, jetzt weiß ich auch warum Kühe dort heilig sind

  8. Registriert seit
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    #28
    Zitat Zitat von nypdcollector
    Nein, das ist nicht klar. Wenn ein Radfahrer ohne zu schauen einfach quer auf die Straße fährt, ist er schuld. Deswegen gibt es Regeln im Straßenverkehr, sonst könnten wir ja das Indische System einführen: Der Stärkere gewinnt.
    Ja, richtig, der Radfahrer ist schuldig. Aber aufgrund der Kausalhaftung, die für alle Motorfahrzeuglenker gilt, ist am Ende doch der Motorisierte Schuld. Aufgehoben wird dies nur bei grober Fahrlässigkeit des Velofahrers (dies zu beurteilen wiederum Sache des Richters ist).


    Wiki meint dazu:

    Kausalhaftung ist in der Rechtsprechung und Gesetzgebung zum Zivilrecht der Schweiz gebräuchlich. Das Wort Kausal (von lateinisch causa, Ursache) bedeutet, dass man auch dann die Haftung übernehmen muss, wenn kein eigenes Verschulden vorhanden ist. Teilweise wird aber auch die Meinung vertreten, dass es sich auch bei den Kausalhaftungen letztlich um eine Verschuldenshaftung handelt, da lediglich die Beweislast bzgl. des Verschuldens umgekehrt wird. Dies aus der Überlegung heraus, dass die meisten Kausalhaftungen einen Entlastungsbeweis vorsehen (siehe bsp. die Tierhalterhaftung (Art. 56 OR) oder die Geschäftsherrenhaftung (Art. 55 OR)). Folgende Punkte müssen erfüllt sein, damit jemand wegen der Kausalhaftung zur Rechenschaft gezogen werden kann:
    • ein vorhandener Schaden,
    • der Schädiger handelte widerrechtlich
    • Ursache und Wirkung müssen zusammenhängen (Kausalzusammenhang)
    Es kann, muss aber kein Verschulden vorhanden sein. Die Kausalhaftung ist vor allem bei der Tierhaftung, Werkeigentümerhaftung, Haftung der Eltern für ihre Kinder, Motorfahrzeughalterhaftung, Produktehaftpflicht bekannt.
    Beispiel: Ein Autofahrer fährt vorsichtig und vorschriftsgemäss eine Straße entlang. Ein spielendes Kind rennt auf die Straße und wird durch den Autofahrer verletzt. Auch wenn den Fahrzeuglenker keine Schuld trifft, haftet er für das verletzte Kind.
    Im deutschen Recht spricht man beim gleichen rechtlichen Phänomen der Haftung ohne Verschulden bei der Nutzung gefährlicher Gegenstände von Gefährdungshaftung (vgl. Deliktsrecht).

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    #29
    Schön für die Schweiz.
    Kausalhaftung gibt es in der zitierten Form in Deutschland nicht. Hier wird die Betriebshaftung mit geführt, die berücksichtigt, wenn ein gefährlicher Gegenstand in den Verkehr gebracht wird. Hierzu gibt es sogar eine, von den Gerichten oftmals verwendete Tabelle, die im vorliegenden Fall eine Betriebshaftung im Bereich von 25% annimmt. Abgesehen davon ist die Betriebshaftung abhängig vom Fahrzeug und nicht von der Person.
    Im Frankfurter Urteil hat der Richter dem Fahrer faktisch die Betriebsgefahr auferlegt und nicht dem Kfz.

    Das Weiteren wäre auch in der Schweiz der Velofahrer im Zivilrecht verknackt worden, da er grob fahrlässig den Unfall verursacht hat. Er hat ohne auf den Verkehr zu achten eine Straße gekreuzt. Hier geht die Rechtsprechung grundsätzlich von grob fahrlässig aus, wenn nicht sogar Vorsatz vorliegt.

  10. Registriert seit
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    #30
    liebe leut´s ...
    nachdem ich jetzt mal das komplette urteil ...
    und den nachtrag dazu gelesen habe ...
    kann ich zunächst nix verwerfliches finden ...
    die argumentation dem grunde nach ...
    basierend auf den aussagen des zeugen ...
    der im ganzen verband als dritter fuhr ...
    ist durchaus annehmbar ...
    allerdings schiesst er sich definitiv ...
    mit der begründung ins eigene knie ...
    und wird vor dem olg sicherlich damit scheitern ...
    ansonsten ...
    der anwalt der gegenseite hat eventuell ...
    etwas akkurater recherchiert wie das gutachten zeigt ...
    aber die begründung bleibt dennoch fehlerhaft ...
    abba kleinen hinweis am rande an placebo ...
    wer eine hayabusa in dieser weise fährt ...
    und keine rechtsschutz und ausfallversicherung hat ...
    der tut mir zwar sehr sehr leid ...
    abba ich müsste mit dem bügelbrett gepudert sein ...
    wenn ich dme noch den anwalt für dei zweite instanz spende ...
    in diesem sinne einen schönen abend ...
    manfred


 
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