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Lasermessung mit Motorrad

Erstellt von nuafranke, 18.08.2013, 21:40 Uhr · 57 Antworten · 10.459 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #21
    Zitat Zitat von callisto Beitrag anzeigen
    Irgendwie finde ich solche Diskussionen müßig. Entweder man ist zu schnell gefahren, oder man ist nicht zu schnell gefahren. Wenn man zu schnell war (das weiß man, wenn man im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte ist), dann ist aus meiner Sicht Arsch in der Hose angesagt. Das Herumreiten auf möglichen Verfahrensfehlern mag dann manchmal (selten) insoweit erfolgreich sein, als man sich mit viel juristischem Aufwand aus der Verantwortung ziehen kann, ein gutes Beispiel für Rückgrat und Übernahme von Verantwortung sieht jedoch anders aus.

    Ist der Vorwurf zu unrecht erhoben worden (wie ihr selbst wisst eher selten), dann ist klar, dass man sich wehrt ...

    Eine Messung ist nie "richtig". Sie ist höchstens im Rahmen einer angemessenen Messungenauigkeit als "richtig" zu bezeichnen. Überall wo gemessen wird, passieren Fehler. Das nennt sich Messfehler. Liegt dieser Messfehler über einem gewissen Toleranzbereich, ist die Messung lapidar gesagt 'für die Tonne' und somit nicht als solche zu verwenden.
    Im echten Leben werdern hochpräzise und komplexe Messgeräte (wie z.B. eine "Laserpistole", ein Tachymeter oder ein Nivellier) von Menschen bedient, die Ahnung davon haben sollten, was sie in der Hand halten und wie hier die Ergebnisse zu werten sind.

    Der gemeine Polizist bzw. die Behörde, die dahinter steht hat eher weniger Plan von dem gerade erläuterten. Warum? Weil er kein Messtechniker ist, aber trotzdem ein Gerät verwendet, welches eigentlich ein solcher bedienen sollte.

    Die "Nachfrage", ob die Messung auch i.O. sei, hat nichts mit "keinen Arsch in der Hose haben" zu tun, sondern ist eigentlich ganz normal.
    Dass man in diesem System schon rechtlichen Beistand braucht um die Korrektheit einer Messung zu hinterfragen und dazu noch mit ganz erheblichen Kosten rechnen muss, wenn sich herausstellt, dass die Messung tatsächlich als richtig zu bezeichnen war, ist für mich der eigentliche Skandal.

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    #22
    Zitat Zitat von maxquer Beitrag anzeigen
    sanktioniert der Staat auch kleine Fehler sofort.
    Auch wenn das aus meiner Sicht ein anderes Thema wäre: würdest Du nicht von Deutschland, sondern vielleicht von der Schweiz oder von Italien sprechen, dann könnte ich Dir zumindest was das Sanktionieren "kleiner Fehler" betrifft zustimmen.

    Wer in Deutschland über die Häufigkeit von Verkehrskontrollen oder die Höhe von Bußgeldern / Strafen jammert, dem empfehle ich den Blick über die Grenzen. Hier bei uns gibt es immer noch den Begriff der Verhältnismäßigkeit und der wird in den meisten Fällen auch ernst genommen.

    Es gibt sicherlich auch bei uns den ein- oder anderen Auswuchs, insbesondere durch die Einführung der kommunalen Verkehrsüberwachung. Trotzdem. Die Mentalität auf biegen und brechen zu versuchen sich unter Ausschöpfung aller möglichen juristischen Register aus der Verantwortung zu ziehen lässt einen tiefen Blick auf den Allgemeinzustand unseres Gemeinwesens zu. Ich will meinen Kindern jedenfalls ein anderes Selbstverständnis beibringen.

    Nochmal zur Betonung: es geht mir darum, dass ein Vorwurf nicht zu unrecht erhoben wurde.

  3. MHL
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    #23
    Zitat Zitat von maxquer Beitrag anzeigen
    Ich sehe das ein bisschen anders. Wie man an den vielen Geschwindigkeitsmessungen erkennt, sanktioniert der Staat auch kleine Fehler sofort. Wieso kann ich dann nicht mit gleichen Mitteln zurückschiessen, wenn der Vollzugsbeamte Fehler macht. Deshalb setze ich bei so ziemlich jeder Geschwindigkeitsüberschreitung den Anwalt ein. Passiert auch nicht so oft. Ich muss aber auch zugeben, dass meine Frau Anwältin ist.
    Ich sage immer: "Anwalt im Haus erspart die Axt!"

    Gruß,
    maxquer
    Zusammen mit einer Rechtsschutz ist das natürlich auch eine Methode um zum Familienunterhalt beizutragen

  4. Registriert seit
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    #24
    Zitat Zitat von callisto Beitrag anzeigen
    Nochmal zur Betonung: es geht mir darum, dass ein Vorwurf nicht zu unrecht erhoben wurde.
    Und wie findet man heraus, ob ein Vorwurf zu unrecht erhoben wird, wenn die bloße "Nachfrage" (ich wiederhole mich) zu Kosten weit über dem Bußgeld führen kann?

    Ansonsten muss ich dir bzgl. der Häufigkeit Recht geben. Verglichen mit anderen Ländern herrschen bei uns noch immer paradiesische Zustände.

  5. Registriert seit
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    #25
    Zitat Zitat von wuchris Beitrag anzeigen
    Die "Nachfrage", ob die Messung auch i.O. sei, hat nichts mit "keinen Arsch in der Hose haben" zu tun, sondern ist eigentlich ganz normal.
    Ich weiss nicht wie es Dir geht, ich jedenfalls musste mir bislang noch nie die Frage stellen, ob ich zu unrecht beschuldigt wurde, auch ist das Resultat der Messung in meiner Wahrnehmung noch nie nach oben von der von mir tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeit abgewichen. Die Vorwürfe in Sachen Geschwindigkeitsübertretung, die mir bislang präsentiert wurden (und das waren schon ein paar) waren bislang im Rahmen meiner Wahrnehmung immer gerechtfertigt (selbst wenn der "Messwert" nun um 3 oder 4 km/h falsch gewesen wäre)

    Die Korrektheit einer Messung müsste man dann hinterfragen, wenn man der Meinung ist zu unrecht beschuldigt worden zu sein, oder aber wenn man davon überzeugt ist, dass der Messwert erheblich von der tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeit abweicht. Vor diesem Hintergrund ist die "Nachfrage" auch völlig o.k.

    Diejenigen, die lediglich "nachfragen" wollen, ob die Messung i. O war, dürften wohl an einer Hand abzuzählen sein. Der Hintergrund der "Nachfrage" ist ziemlich sicher meist ein Anderer, nämlich sich vielleicht nicht oder nicht in vollem Umfang verantworten zu müssen.

    Man kann vieles zu Tode diskutieren , es ändert jedoch nichts am Kern der Frage: Stehe ich für das ein, was ich zu verantworten habe, oder versuche ich mich irgendwie herauszuwinden.

  6. Registriert seit
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    #26
    Zitat Zitat von callisto Beitrag anzeigen
    Die Mentalität auf biegen und brechen zu versuchen sich unter Ausschöpfung aller möglichen juristischen Register aus der Verantwortung zu ziehen lässt einen tiefen Blick auf den Allgemeinzustand unseres Gemeinwesens zu. Ich will meinen Kindern jedenfalls ein anderes Selbstverständnis beibringen.
    Ich finde das nach wie vor in Ordnung. Wir leben zum Glück in einer Demokratie und jeder hat die Möglichkeit Entscheidungen der Exekutive juristisch überprüfen zu lassen. Nichts anderes ist das in meinen Augen und das hat auch nichts mit irgendwelcher Verrohung von moralischen Ansprüchen zu tun. Es heißt ja auch noch lange nicht, dass ich mit dem juristischen Vorgehen recht bekomme. Ist mir übrigens auch schon häufig genug passiert.

    Gruß,
    maxquer

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    #27
    "...also ich würde jedem Fahrzeug einen GPS Sender von Haus aus einbauen und dazu eine Blackbox. Wenn dann eine Kontrolle kommt kann die Polizei alles direkt auslesen. So wäre sichergestellt, dass man immer überwacht wird und erst gar nicht auf die Idee kommt zu rasen. Auch bei Unfällen wäre sofort geklärt ob einer zu schnell war. Oder die Fahrzeuge gleich so programmiert, dass das Fahrzeug genau weiß wie schnell gerade gefahren werden darf und es gar nicht möglich ist schneller zu fahren."



    Oh mein Gott!! Hatte gerade einen Alptraum. Und das mitten am Tag mit offenen Augen. Gut, dass ich alles mit geschrieben habe.
    So, nun bin ich wieder wach.

    Scheiß Kontrollen!!!!!!!!!

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    #28
    Zitat Zitat von Di@k Beitrag anzeigen
    Nach Stunden wird in solchen Fällen eher selten abgerechnet. Da ist die Höhe so ziemlich frei vereinbar.
    Bei Rechtsschutz oder auch ohne in normalen Fällen, werden die Mittelgebühren in Rechnnung gestellt
    Das sind rund 480 € netto (Einspruch, Akteneinsicht, Termin, ohne Fahrtkosten..)

    Hinzu können dann noch Sachverständigenkosten und Gerichtskosten kommen.

    Wenn man zu einem Anwalt geht, der sich mit solchen Bußgeldsachen auskennt, dann ist meist etwas zu erreichen.
    Sollte es nicht zu einem Termin kommen, dan reduzieren sich die Kosten natürlich.

    Bei Fahrverboten kann man oft als Minimalziel auch einen Wegfall des Fahrverbotes erreichen (gegen Erhöhung der Geldbuße) aber auch da muss man wissen was das Gericht dazu braucht.

    Das Rumgenöhle nach dem Motto : "Sei ein Mann und zahle", relativiert sich übrigens sehr schnell, wenn zum Beispiel ein Fahrverbot droht und damit die Existenz gefährdet sein kann...
    Aber in diese immer wiederkehrende Dikussion werde ich nicht einsteigen..
    Und genau das meinte ich ja.
    Für 40 oder gar 100 Euro ohne Punkte lohnt das nicht.
    Wenns dann mit Punkten losgeht oder gar Fahrverbot und das Strafmass sich dann im Tagessatzbereich bewegt ist das schon ne ganz andere Hausnummer.

    Ich weiss warum Du "geh zum Anwalt" sachst, weil hier einfach keine fundierte Rechtsberatung für den konkreten Fall stattfinden kann.
    Auf der anderen Seite sollte man schon generell abwägen wann man mit Kanonen auf Spatzen schiesst und wann das schwere Gerät mit dem Staat5examen notwendig ist.

  9. Registriert seit
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    #29
    "Die Mentalität auf biegen und brechen zu versuchen sich unter Ausschöpfung aller möglichen juristischen Register aus der Verantwortung zu ziehen lässt einen tiefen Blick auf den Allgemeinzustand unseres Gemeinwesens zu. Ich will meinen Kindern jedenfalls ein anderes Selbstverständnis beibringen."
    Wieso ich mich aus der Verantwortung ziehe, wenn ich einen Verwaltungsakt oder eine Strafe auf Plausibilität oder Korrektheit überprüfen lasse, erschließt sich mir nicht. Das hat weniger mit Arsch in der Hose zu tun sondern vor der "Obrigkeit" den Schwanz einkneifen. Diese Zeiten sind Gott sei Dank vorbei.

  10. Registriert seit
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    #30
    Zitat Zitat von callisto Beitrag anzeigen
    Die Vorwürfe in Sachen Geschwindigkeitsübertretung, die mir bislang präsentiert wurden (und das waren schon ein paar) waren bislang im Rahmen meiner Wahrnehmung immer gerechtfertigt (selbst wenn der "Messwert" nun um 3 oder 4 km/h falsch gewesen wäre)

    Jaja, aber wie oft entscheiden diese 3-4km/h über Führerscheinverlust oder Punkte....


 
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