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Legalität bei "Anpassungsmaßnahmen" am Windschild - oder wie weit kann man gehen?

Erstellt von Wasty, 10.03.2013, 16:09 Uhr · 47 Antworten · 4.976 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Frage Legalität bei "Anpassungsmaßnahmen" am Windschild - oder wie weit kann man gehen?

    #1
    Servus zusammen,

    ich habe heute mal eine mir persönlich sehr wichtige Frage, aber um diese zu stellen muss ich etwas ausholen:

    Ich fahre ja die neue F700GS, deren originales kleines Windschild für meine ergnomischen Eigenschaften einfach nicht geeignet ist. (Laut und kaum Schutz) Um Abhilfe zu schaffen habe ich mir das originale 800er Windschild mitsamt zugehörigem Haltersatz besorgt. (Mit diesem Haltersatz ist es möglich jedes, für die 800er passende Windschild zu montieren) Das ist schon besser, aber durch seine Form und Höhe auch schon bei niedrigen Geschwindigkeiten ist es einfach zu laut und ab 120 sind selbst mit dem C3 von Schuberth meine Ohren einer ziemlichen Qual ausgesetzt.

    Dann habe ich mir das große Touratech Windschild besorgt. Hier ist der beste Windschutz gegeben, jedoch entsteht bei höheren Geschwindigkeiten ein wirklich lautes Donnern und Knallen am Helm, so das man nach kürzester Zeit wirklich ein Pfeifen in den Ohren hat. Dieses Windschild hat eine ABE für die 650er und 800er, jedoch noch nicht für die 700er obwohl es dank des Haltersatzes problemlos passt.

    Somit befinde ich mich meiner Meinung nach mit diesem Windschild schon außerhalb des gesetzlich zulässigen.

    Um es noch weiter zu komplizieren habe ich nach meiner gestrigen Fahrt mit dem BMW 800er Schild heute ein wenig gebastelt und mir das Touratech Windschild so zurecht gesägt und geschliffen (im Endeffekt etwas niedriger gemacht), dass ich die optimale Mischung aus Windschutz und Lärmschutz habe.

    Nun habe ich die perfekte Lösung, die:

    1: den Wind zuverlässig um mich herumleitet.
    2: die Lärmbelastung am Helm wirklich auf fast null reduziert.
    3. tatsächlich auch stabiler (da kleiner) als die original TT Scheibe ist.
    4: aber sowas von illegal ist, dass mir Hören und Sehen vergeht.

    Nun stecke ich in einem Dilemma:

    Soll ich legal bleiben und die 800er Scheibe wieder draufmachen + einen Xcreen von MRA (damit lässt sich wahrscheinlich ein ähnlich gutes Ergebnis erzielen) montieren?
    (Das sieht erstens nicht so gut aus und zweitens wäre es die instabilere Lösung.)

    Soll ich drauf vertrauen das die Jungs in Grün (FuH) bzw Blau (Tüv) und die Robenträger meine Argumentation verstehen und Gnade walten lassen?

    Soll ich drauf scheissen und bei einer Beanstandung während einer Kontrolle einfach meine Eier zeigen und grenzdebil grinsend apathisch hin und zurückwippen?

    Was sind denn die tatsächlichen Dinge die bei einer Beanstandung passieren können?
    Ich bin kein Jurist, nur ein Motorradfahrer, der gerne bequem auf seiner Mini/Straßenenduro durch die Gegend fahren will....

    Mit fragenden Güßen

    der Wasty

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    #2
    Wen interessiert ernsthaft die legalität eines Windschildes?

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    #3
    Im Falle eines Unfalles die Versicherung ?

  4. Registriert seit
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    #4
    Da muß das Windschild aber die Ursache des Unfalls sein.Bleiben wir mal realistisch.



    1. Wird es wohl bald auch ein ABE für die 700er geben
    2. Kann man sowas auch eintragen lassen.Anhand der ABE für ein baugleichse Modell.

  5. Registriert seit
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    #5
    Genau deswegen frage ich Euch:-) Da mein Wissen in diesem Bereich nicht ausreicht um evtl. Folgen abzusehen ...

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    #6
    Zitat Zitat von Wasty Beitrag anzeigen
    4: aber sowas von illegal ist, dass mir Hören und Sehen vergeht....
    Drogen sind illegal.

    Zitat Zitat von Wasty Beitrag anzeigen
    Nun stecke ich in einem Dilemma:
    ach was, mach dich locker

    Zitat Zitat von Wasty Beitrag anzeigen
    Soll ich drauf vertrauen das die Jungs in Grün (FuH) bzw Blau (Tüv) und die Robenträger meine Argumentation verstehen und Gnade walten lassen?
    Vertrau drauf, dass weder die Grünen noch die in Blau was merken und wenn, das Windschild ist doch von BMW.

    Zitat Zitat von Wasty Beitrag anzeigen
    Soll ich drauf scheissen und bei einer Beanstandung während einer Kontrolle einfach meine Eier zeigen und grenzdebil grinsend apathisch hin und zurückwippen?
    ja genau scheiß drauf. Ich würde bei einer Kontrolle niemals meine Eier zeigen, warum auch ob du debil grinsen und dich dadurch selbst diskreditieren willst, bleibt dir überlassen.

    Zitat Zitat von Wasty Beitrag anzeigen
    Was sind denn die tatsächlichen Dinge die bei einer Beanstandung passieren können?
    man könnte dir eine Mitteilung über Fzg-Mängel ausstellen (nicht bußgeldbewehrt) und dich auffordern das Fzg im Originalzustand bei der nächsten Polizeidienststelle vorzuzeigen.

    also mach dich locker, lass die Scheibe so wie sie ist. Solltest du allerdings bei einer Kontrolle die Beamten, debil grinsend und wippend mit nackten Eiern auf dein Windschild hinweisen und um Gnade bitten, dann darfst dich gerne hier nochmal einbringen..... (bitte den Beamten dich zu fotografieren) ich lach so gern.

  7. Registriert seit
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    #7
    Zitat Zitat von Wasty Beitrag anzeigen
    Genau deswegen frage ich Euch:-) Da mein Wissen in diesem Bereich nicht ausreicht um evtl. Folgen abzusehen ...
    Hallo Wasty,

    ich kann Dein Problem voll und ganz nachvollziehen, ist es doch hinter der Scheibe meiner Adventure auch extrem laut und auf Dauer ziemlich nervig. Ich habe mir daher eine gekürzte Originalscheibe besorgt und diese montiert. Abgesehen von der besseren Optik - das Auge isst ja mit - ist es entschieden angenehmer geworden.

    Was die Rennleitung dazu sagt? Ich weiss es (noch) nicht. Und für den TÜV habe ich noch die Originalscheibe parat, um eventuelle Diskussionen von vorne herein auszuschließen.

    Es ist mir aber klar, dass ich genau genommen so ohne ABE unterwegs bin. Denn eine solche Maßnahme müsste per Einzelabnahme von einem TÜV-Prüfer abgesegnet werden. Das ist mit Sicherheit, abgesehen von den Kosten, nicht so ganz einfach, obwohl es sich ja bei der Basis um ein bereits geprüftes Teil handelt.

    In punkto Versicherungsschutz ist man ebenfalls in einer Grauzone. Eine Versicherung, die bezahlen muss, wird jedes Hintertürchen suchen, um dieser Verpflichtung gar nicht oder nur eingeschränkt nachkommen zu müssen. Bei einer umgebauten Scheibe klatschen die erst einmal in die Hände. Aber dazu müsst ein Schaden auch ursächlich mit der gekürzten Scheibe zusammenhängen. Hier sehe ich somit noch die geringsten Probleme.

    Man fährt also definitiv immer mit einem schelchten Gewissen umher, dafür aber wesentlich entspannter. Und das ist mir definitiv lieber.

    Falls Du es also wasserdicht machen möchtest, fahre doch einfach mal beim TÜV oder der Dekra vorbei und frage freundlich nach. Ich würde dabei schon ein Bild der Scheibe an einer BMW mitnehmen und darauf hinweisen, dass es sich um ein sehr ähnliches Fahrzeug handelt. Wenn man freundlich nachfragt und die Jungs einen guten Tag haben, ist vieles möglich! Eventuell lässt sich ja so etwas machen, damit Du auch offiziell die Scheibe fahren darfst.

    Viel Erfolg und Grüße aus Mülheim,

    gundolft

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    #8
    @gundolft:

    Moin, das sind auch exakt meine Gedankengänge. Ich fahre ja nun mit einer bearbeiteten Scheibe von Touratech durch die Gegend und werde auch die ABE mitnehmen. Das die Scheibe bei einem Unfall ein Argument für die Versicherung der Gegenseite sein kann ist mir noch garnicht bewusst gewesen.

    Tatsächlich ist es doch (imho)so:

    Weniger Lärm und besserer Windschutz ohne Verwirbelungen -> weniger Ermüdung und höhere Vigilanz durch entspannteres Fahren = Verringerung der Wahrscheinlichkeit eines unaufmerksamkeitsbedingten Unfalles.

    Grundsätzlich ist es doch sinnvoll mit einem ergonomisch angepassten Motorrad zu fahren. Wenn ich mich aufs Fahren konzentrieren kann und mich nicht auf die Bedienung der Maschine konzentrieren muss fahre ich doch besser und aufmerksamer.

    Stellt euch mal vor euer Fahrersitz in der Dose wäre nicht verstellbar, dann würde es eine ganze Menge mehr Unfälle auf den Straßen geben und fast jeder würde sich unwohl fühlen.

    Fazit:

    Ich werde den TÜV fragen, aber erst wenn die Maschine sowieso dahin muss, solange ist es mir wurscht und wenn die Rennleitung bedenken hat, (danke an dieser Stelle @AmperTiger ps: meine Eier bleiben drin. Das war eher metaphorisch gemeint. Wäre aber tatsächlich ein sehr seltsames Bild ) dann bau ich die normale Scheibe dran und fahre bei denen vor.

    Lieber ein kleineres Verkehrsrisiko mit schlechtem Gewissen, als ein gesetzestreuer unentspannter Moppedfahrer mit Helmschüttelsyndrom und pfeifenden Ohren.

    In diesem Sinne, danke für die Beruhigung!

    Grüßle, der Wasty

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    #9
    Zitat Zitat von Wasty Beitrag anzeigen
    Das die Scheibe bei einem Unfall ein Argument für die Versicherung der Gegenseite sein kann ist mir noch garnicht bewusst gewesen.
    Gibt es dazu eigentlich irgendwelche bekannten Fälle?
    Das scheint mir schon sehr an den Haaren herbeigezogen.

  10. Registriert seit
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    #10
    Gutes Thema, muss ich gleich mal verlinken.

    Die Welt soll ja schließlich über die Probleme von BMW Fahrern nicht im Unklaren bleiben.


 
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