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Liegende Vierzylinder!

Erstellt von Endantrieb, 25.10.2008, 02:21 Uhr · 14 Antworten · 5.949 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard

    #11
    hab auch ca 25000 km ne K 1200 RS (02er Modell) gefahren. Der Motor war schon klasse, Bums in allen Lebenslagen.
    Zuverlässig war sie auch, aber sehr teuer in der Unterhaltung (da ich 20 tkm/Jahr fahre), sprich Inspektionskosten und Reifen.

    Für die ganz kleinen und sehr kurvigen Straßen war sie nicht unbedingt geschaffen, eher für weitläufigeres Geläuf.

    Als ich die erste GS Probe gefahren hab, war es dann auch um die K geschehen .
    (Zitat Bernd Z)


    Also ich dachte die K-modelle wärn eher günstiger in der Unterhaltung, vielleicht jetzt mal abgesehn von Reifen! Sind sie nicht? Oder nur die Alten?

    Gruss Peter

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    Standard

    #12
    Hi Peter,

    Ich habe auch schon einige km auf der K hinter mir. Eineinhalb Jahre und etwa 4000 km auf der K100rs-16V und zweieinhalb Jahre und gut 10000 km auf der K1200RS, Bj. 98. Die K ist eie super Tourenmaschine mit einem absoluten Sahnemotor. Das hohe Gewicht bei der 12er ist beim fahren wirklich nicht zu merken, beim schieben aber sehr wohl. Lediglich in engem Kurvengeläuf lassen sich die fast 300kg nicht wegdiskutieren. Das ist auch der einzige Grund, weshalb ich sie gegen die GS eingetauscht habe. Auf längeren Touren vermisse ich den Windschutz, der bei der K100 übrigens besser ist als bei der 12er, ond den Motor, der wirklich Dampf in allen lebenslagen hat. Ich hätte sie gerne behalten und die GS zusätzlich gekauft, aber dagegen sprachen Platz, Geld und meine "Regierung".
    Fahr sie noch mal ausgiebig Probe und lass dann Deinen Bauch entscheiden.

    Grus aus dem Sauerland
    Gunther

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    Standard Ergänzungen

    #13
    Morjin,

    Die Aufschaukel-Neigung der K 75, von der Heinz berichtet, und die ich als RT-Modell immerhin 2 Jahre und ca. 35.000 km gefahren habe, kann ich so aus eigener Erfahrung nur teilweise bestätigen - aber im Grundsatz stimmt es, was er schreibt - man kann nicht alles in so einen Beitrag bringen. Das K-75-Fahrwerk - ich habe es versucht, anzudeuten - ist nicht 1A. Bei höheren Geschwindigkeiten ist es überfordert, und kann zur Schiffschaukel mutieren, man bemerkt auch deutliches Rühren in der Gabel. Dann ist man aber schon in Geschwindigkeitensbereichen unterwegs, die an der Grenze der Motorleistung liegen. Dafür ist die K 75 nicht gebaut - aber es ist richtig, darauf hinzuweisen: für "ziemlich zügiche" Fahrer ist die K 75 nicht geeignet. Andererseits verzeiht die K 75 in niedrigem und mässigem Tempo eine unglaubliche Menge an Fahrfehlern, die andere Mopeds unweigerlich zum Sturz bringen, und fährt sich zwar schwänzelnd, aber klaglos auch auf geschlossener Schneedecke und über Eisplatten - was ich einen Winter lang regelmässig gemacht habe.

    Thema Wartung: Meine K 1100 RS wird beim Freundlichen gewartet. Grob gesprochen sieht der Rhythmus etwa so aus: Ölwechsel - Inspektion - Ölwechsel - große Inspektionen; und das in 10.000 km-Takten (K 75: 7.500 km). Die große Inspektion kann deutlich über 500,- kommen, je nachdem, was so anfällt an Verschleißteilen und Kleinreparaturen, die normalen Inspektionen liegen 1-2 Scheine darunter, die Ölwechsel so bei 100-200 €. Das sind keine reinen Ölwechsel - sie heißten ja auch "Öl-Service", bei denen auch kleinere Kontrollen vorgenommen werden, die zu Kleinreparaturen führen.

    Wer schrauben kann, ist klar im Vorteil - er kann's sich selbst machen, und findet reichhaltige Unterstützung im flyingbrick-Forum dazu.

    Die generelle Einschätzung, daß die K im engen Geläuf und auf kleinen, holperigen Strassen an ihre Grenzen kommt, halte ich für richtig. Ihr optimaler Einsatzbereich ist die weite Tour bis ins Mittelgebirge mit halbwegs zivilisiertem Asphalt unterm Pneu.

    Auf kleinen Strassen und in engen Kurven und Serpentinen sind die RT/LT/Basic-Modelle wegen ihrer aufrechten Sitzhaltung und dem "Geweih"-Lenker noch besser dran, als die RS mit ihren Stummellenkern. Jedoch ist die GS auf diesen Strecken eindeutig überlegen. Wo der GS-Treiber noch locker mit der Segelstange hin und her swingt, muß der RS-Treiber mit seinen Stummeln richtig arbeiten.

    Im Vorteil ist die RS - bis einschließlich R 1150 - durch den stärkeren Motor (90 bzw. 100 PS) und wenn sie im etwas weiteren Geläuf sportlich bewegt wird. Aber auch hier gilt mein Lieblingsausspruch von Bonaparte: "Im Kriege verhalten sich Geist zu Materie wie Drei zu Eins." - Es kommt ganz auf den Fahrer an !

    Der allerdings unübertreffliche Vorteil gegenüber der GS liegt im günstigen Preis der älteren Modelle. Die 4-V-Motoren, die sämtlich auch Paralver, ab 1995 regelmässig auch ABS II eingebaut haben, sind für ca. 3-5 ts Euro zu haben, wobei die Masse der Angebote im unteren Teil dieser Bandbreite liegt. Die K 100 2 V mit Monolever und (wenn überhaupt) ABS I in RS/RT/LT-Ausführung liegt z.T. deutlich darunter, ebenso wie die K 75. Teilweise deutlich darüber notieren die K 1100 LT, die bis ungefähr Jahrtausendwende gebaut wurden und die K 1200 RS / GT und der Goldwing-Konkurrent K 1200 LT. Eine Sonderrolle spielt die K 1, eine K 100-4V im vollverkleideten Renndress, die man durchaus bereits als Sammlerstücke bezeichnen kann. Sie sind auch reine Sportgeräte, zum Touren nur bedingt geeignet.

    Das Preisniveau liegt also deutlich unter den 4V-GSen, man kann grob sagen: etwa auf halber Höhe. Dafür bekommt man aber ein Moped, daß zwar schon älter ist, aber alttagstauglich und ungeheuer robust. Technisch sind sie durchaus noch auf der Höhe der Zeit mit allen aktuellen features: Paralever, ABS, Einspritzer, Kat, usw., und auch von den Fahrleistungen können die alten Ziegel auch heute noch locker mit den aktuellen Modellen mithalten. Ihr Sonderstatus rührt eben daher, daß sie einerseits mit Sicherheit eines der innovativsten Motorräder der letzten 30 Jahre ist, andererseits von sehr hochwertiger Fertigungsqualität.

    Ich würde sie nicht als Alternative zu einer 4-V-GS sehen wollen, sondern als sehr günstige Gelegenheit, ein anderes Konzept neben einer GS zu fahren.

    Gruß

    Kroni

  4. Registriert seit
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    Standard

    #14
    Zitat Zitat von Endantrieb Beitrag anzeigen

    Also ich dachte die K-modelle wärn eher günstiger in der Unterhaltung, vielleicht jetzt mal abgesehn von Reifen! Sind sie nicht? Oder nur die Alten?

    Gruss Peter
    Servus Peter,

    von den alten hab ich keine Ahnung. Ich kann Dir nur was zu Preisen zu meinem damaligen Modell sagen.
    Für ne große Inspektion waren über 500,- € fällig, bei den Reifen warste je nach Fabrikat und Fahrweise zw. 4000 - max 9000 km dabei. Zu der Zeit hab ich mir die Teile noch nicht günstiger im Internet besorgt, der hat alles inklusive ca 4 - 450 Mücken verlangt. Und das bei ca 20 tkm im Jahr. Rechne das mal zusammen .

    Die Kiste allein hat mich im Unterhalt mehr gekostet als meine 12er Bandit und meine 3er Le Mans, die ich zuvor gleichzeitig gefahren hab.

    Gruß
    Bernd

  5. Registriert seit
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    Standard K 75 S

    #15
    Zitat Zitat von peter-k Beitrag anzeigen
    Ich denke die werden zu Unrecht etwas verachtet. Wenn ich in Deutschland wohnte wuerde ich mir noch eine kaufen. Ich bin mal die K 75 gefahre. Abgesehen davon dass natuerlich das Motorrad nicht mehr so der letzte Stand ist, so eine hat was.

    Hey,

    ja, meine erste BMW war eine K 75 S ("flying brick" in fachkreisen). Ok, der Sound war wie eine Turbine - aber... der Motor war eine Wucht. Gleichmäßiges Drehmoment, sehr fein dosierbar.

    Am Ende: 100.000 KM - NIE eine Panne oder defekt. Habe mich von Ihr getrennt, weil ich eine der ersten 1150 GS versenhentlich mal Probe gefahren habe und meine "Alte" einfach zu viele Auffrischungen nötig hatte. Hätte es damals einen Nachfolger gegeben, wäre ich nie auf den Boxer gekommen - den ich heute aber ebenso innig liebe.


 
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