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Lügen wir uns alle in die Tasche?

Erstellt von sampleman, 25.05.2014, 23:30 Uhr · 197 Antworten · 25.447 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Zitat Zitat von GSMän Beitrag anzeigen
    Und dass ein Motorrad 1990 mehr wog als ein aktuell vergleichbares Modell ist schlicht den kontinuierlich - ohne Qualitätseinbußen - weiter entwickelten Leichtbaumaterialien und Erkenntnissen geschuldet.

    Insofern kann man diese philosophische Diskussion über die Notwendigkeit von Zusatzausstattung und Assistenzsystemen hier sicher führen.
    Das hat aber dann sicher mehr mit Nachfragesättigung (back to the roots > s. MOTORRAD Artikel) als mit dem aktuellen Schaden an der Test GS zu tun.
    Als BMW-Boxerfahrer muss man ja manchmal ein gutmütiges Wesen haben, denn so manche Motorradfahrer, die andere Fahrzeuge bevorzugen, scheinen ja nichts lieber zu tun als über die ach so verfetteten BMW-Fahrer und ihre ebenso verfetteten Motorräder herzuziehen. Und da lese ich mit Erstaunen, dass Honda jetzt einen neuen Tourensportler namens VFR 800 auf den Markt gebracht hat, der mit 245 kg nicht nur mehr wiegt als eine aktielle GS, sondern auch noch so ziemlich exakt dasselbe wie die Ur-VFR von 1992. Ich habe noch keinen Bericht gelesen, in dem das Motorrad verfettet genannt wurde. Offenbar müssen nur BMWs mit Riesen-Motor, Kardan, dicken Speichenrädern und stabilem Rahmen leicht wie Federn sein - bei Sporttourern ist es dann egal oder was?

    Und diesen Back-to-the-roots-Trend, den ein Jo Soppa in seinen Editorials zu betonen nicht müde wird, der spielt sich nach meinem Dafürhalten weit gehend in seinem Kopf ab. Wenn man sich die Verkaufszahlen so ansieht, scheinen sich im Moment zwei Typen von Motorrädern gut zu verkaufen: 1. die R1200GS und 2. Einsteigerkräder mit 48 PS, eine Klasse, die es vor einem Jahr noch nicht gab. Und noch was ist mir aufgefallen: Die R1200GS ist die größte Reiseenduro, das heißt, wer aufsteigen will, kann in dem Segment noch stärkere Maschinen kaufen aber kaum größere. Deshalb ist es für mich recht natürlich, dass Umsteiger im Boxer-GS-Segment - wenn sie schon umsteigen - was kleineres nehmen, denn was größeres gibt es ja nicht. Ich lese aus Nostalgie auch noch im Yamaha-TDM-Forum mit. Auch da steigen immer mehr Members um, was schon daran liegt, dass die TDM nicht mehr gebaut wird. Aber kaum einer steigt ab, alle steigen auf. Also eher eine R1200GS als zum Beispiel eine V-Strom oder Versys 650.

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    So ist es, Sampleman! Der angebliche "Back to the roots" und Nostalgie Trend spielt sich meist nur in den Köpfen von Journalisten ab, die Verkaufszahlen entsprechender Modelle beweisen das Gegenteil.

  3. Registriert seit
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    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Als BMW-Boxerfahrer muss man ja manchmal ein gutmütiges Wesen haben, denn so manche Motorradfahrer, die andere Fahrzeuge bevorzugen, scheinen ja nichts lieber zu tun als über die ach so verfetteten BMW-Fahrer und ihre ebenso verfetteten Motorräder herzuziehen. Und da lese ich mit Erstaunen, dass Honda jetzt einen neuen Tourensportler namens VFR 800 auf den Markt gebracht hat, der mit 245 kg nicht nur mehr wiegt als eine aktielle GS, sondern auch noch so ziemlich exakt dasselbe wie die Ur-VFR von 1992. Ich habe noch keinen Bericht gelesen, in dem das Motorrad verfettet genannt wurde. Offenbar müssen nur BMWs mit Riesen-Motor, Kardan, dicken Speichenrädern und stabilem Rahmen leicht wie Federn sein - bei Sporttourern ist es dann egal oder was?
    Volle Zustimmung.
    Ist schon erstaunlich, wie schnell von "BMW Hassern" eine BMW ggü. einer sogar faktisch schwereren Fremdmarke als zu schwer eingestuft wird.
    Markenbrillen gibts überall, vielerorts eben sogar "Antimarkenbrillen".

    Mir gings mit meinem Hinweis nur darum, dass heutige Motorräder grds. leichter sind als früher. Sie geben diesen Vorteil - ähnlich wie bei den Autos - durch Zusatzausstattung (ABS, ESA, RDC, breitere Reifen inkl. Felgen usw.) an Bord eben teilweise wieder her.

    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Und diesen Back-to-the-roots-Trend, den ein Jo Soppa in seinen Editorials zu betonen nicht müde wird, der spielt sich nach meinem Dafürhalten weit gehend in seinem Kopf ab. Wenn man sich die Verkaufszahlen so ansieht, scheinen sich im Moment zwei Typen von Motorrädern gut zu verkaufen: 1. die R1200GS und 2. Einsteigerkräder mit 48 PS, eine Klasse, die es vor einem Jahr noch nicht gab. Und noch was ist mir aufgefallen: Die R1200GS ist die größte Reiseenduro, das heißt, wer aufsteigen will, kann in dem Segment noch stärkere Maschinen kaufen aber kaum größere. Deshalb ist es für mich recht natürlich, dass Umsteiger im Boxer-GS-Segment - wenn sie schon umsteigen - was kleineres nehmen, denn was größeres gibt es ja nicht. Ich lese aus Nostalgie auch noch im Yamaha-TDM-Forum mit. Auch da steigen immer mehr Members um, was schon daran liegt, dass die TDM nicht mehr gebaut wird. Aber kaum einer steigt ab, alle steigen auf. Also eher eine R1200GS als zum Beispiel eine V-Strom oder Versys 650.
    Ist schon richtig.
    Nur gibts diesen Trend "back to the roots" natürlich schon. Nie war das Interesse an Cafe Racern so groß wie heute. Seit einigen Jahren wird das dann zudem durch Serienableger mit aktueller Technik bedient (W650 usw.).

    Und der Erfolg der NineT spricht auch für sich. Auch wenn er mit 2000 Stück/Jahr längst nicht so groß ist, wie medial abgebildet.

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    Zitat Zitat von GSMän Beitrag anzeigen
    Und der Erfolg der NineT spricht auch für sich. Auch wenn er mit 2000 Stück/Jahr längst nicht so groß ist, wie medial abgebildet.
    ... was aber vielleicht auch daran liegt, dass sie es in Berlin nicht schaffen, mehr Exemplare auf die Räder zu stellen. Von dem Erfolg war BMW glaub selber etwas überrascht. Mein Händler hat mir beim Saison-Opening im Frühjahr gesagt, wenn ich jetzt gleich eine bestelle, bekomme ich sie vielleicht noch dieses Jahr.

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    Zitat Zitat von Nitrox Beitrag anzeigen
    ... was aber vielleicht auch daran liegt, dass sie es in Berlin nicht schaffen, mehr Exemplare auf die Räder zu stellen. Von dem Erfolg war BMW glaub selber etwas überrascht.
    Was für mich eine positive, defensive Strategie darstellt.

    Einen Tod stirbt man halt immer.
    In diesem Fall ist es das "Maulen" der Interessenten, die nicht sofort bedient werden können.
    Andernfalls wäre es ggf. die Halde mit sich anschließendem Abverkauf zu Dumpingpreisen und dem einhergehenden Imageverlust gewesen.

    ICH halte die gewählte Strategie für die Bessere.

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    "Ich hab' auf der MT09 draufgesesssen: Kinderfahrrad. Wäre von der Größe her was für Frauen. Hat ihnen dann aber vermutlich doch zu viel PS."

    Es lebe das Schubladendenken!

  7. Registriert seit
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    ist ja auch was für die Gebückten, die sich nicht bücken wollen ....

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    Für die Normalwüchsigen gibts ja statt der MT09 noch die Tracer, aber selbst die ist für mich eher ein Kinderfahrrad.

  9. klausmong1 Gast

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    Ich denke, das man mit Motorrädern um die 250 kg schon fahren kann.

    Ich hab das auch lange Jahre gemacht und mir nie was dabei gedacht.
    Aber oft ist es schon schwer damit auch wirklich wendig irgendwohin zu fahren, speziell wenn die Strassen schlechter werden.

    Irgendwann hab ich dann bemerkt das es einfach mehr Spaß macht, Motorräder mit weniger Gewicht zu bewegen.
    Und ich bin eher nicht der schwächliche Typ, im Gegenteil.
    Aber so manches wird Einfacher .
    Und oft ist das dann einfach die Grenze zwischen "Geht schon , macht aber keinen Spaß mehr " und " Hier fährt man ohne Stress"

    Und das Gewicht ist unabhängig von der Marke.
    Es ist vollkommen egal, ob die 250kg von einer Honda oder BMW bewegt werden.

    Ich persönlich bin schon ein Fan des Trends, auch wieder mal leichte Mopeds zu produzieren.

    Und ein Trend, den ich persönlich überhaupt nicht verstehe, das ist Motorräder mit vielen PS zu produzieren, die dann elektronisch wieder kastriert werden, damit Sie der Durchschnittsfahrer (gefahrlos) bewegen kann.
    Und das gilt für alle Marken, die sowas bauen.

    Wenn ich 150 PS kaufe, dann will ich genau das, das nämlich das Hinterrad aus der Kurve rausquietscht und das Heck wackelt und mir nicht eine "Fahrhilfe" das wieder abbremst.

    Persönlich gefällt mir der Trend überall mehr Elektronik und Fahrhilfen einzubauen immer weniger.
    Es wird halt leider nicht aufzuhalten sein weil der markt das verlangt und sich das verkaufen läßt.

  10. Registriert seit
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    @sampleman;ich sehe die Sache etwas anders als Du und will meinen Senf zum Thema auch abgeben !
    Eine GS ist in keinster Weise ueberzuechtet wenn Du Dir mal die Literleistung ansiehst.Ein Porsche 911GT3RS z.B. hat 500PS und der Motor ist wenigstens auf eine Laufleistung von 100000Meilen/160000Kilometer ausgelegt.
    Das waeren 167PS fuer die GS bei 9000U/min Hoechstdrehzahl und nicht schlappe 125PS bei 8000 Touren...
    So gesehen ist die GS in der jetzigen Auslegung kein hochgezuechtetes Rennpferd sondern ein Brauereigaul.
    Ich moechte eine GS mit 150PS und 220Kg Gewicht vollgetankt.Das sind realistische Werte !
    Das Problem mit der Qualitaet ist der Globalismus,die Wall Street und die profitgierigen Shareholder.
    Es wird teuer verkauft und billigst global gesourct !
    Teuer verkaufen,billig produzieren in China,Osteuropa oder sonstwo.
    Das kommt am Ende einer Premiummarke wie BMW teuer zu stehen.Im Image und Garantieabwicklung.
    Im Falle der GS ein Supergau durch ein billiges Lager an dem die Controller ein paar Cent sparten...:-(((
    Wenn ich ein teures Motorrad wie eine BMW kaufe erwarte ich Premiumqualitaet Made in Germany !
    Alles Andere ist das Geld nicht wert oder ich kann mir gleich ein billiges 08/15 Motorrad aus Japan kaufen...
    Das ist meine Meinung zum Thema !


 
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