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Lügen wir uns alle in die Tasche?

Erstellt von sampleman, 25.05.2014, 23:30 Uhr · 197 Antworten · 25.458 Aufrufe

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    Zitat Zitat von klausmong1 Beitrag anzeigen
    Ich denke, das man mit Motorrädern um die 250 kg schon fahren kann.

    Ich hab das auch lange Jahre gemacht und mir nie was dabei gedacht.
    Aber oft ist es schon schwer damit auch wirklich wendig irgendwohin zu fahren, speziell wenn die Strassen schlechter werden.

    Irgendwann hab ich dann bemerkt das es einfach mehr Spaß macht, Motorräder mit weniger Gewicht zu bewegen.
    Und ich bin eher nicht der schwächliche Typ, im Gegenteil.
    Aber so manches wird Einfacher .
    Und oft ist das dann einfach die Grenze zwischen "Geht schon , macht aber keinen Spaß mehr " und " Hier fährt man ohne Stress"

    Und das Gewicht ist unabhängig von der Marke.
    Es ist vollkommen egal, ob die 250kg von einer Honda oder BMW bewegt werden.
    Klaus, ich gebe Dir recht, das leichter Kräder i.d.R. auch leichter zu bewegen sind und mehr Spass machen, bremsen und beschleunigen geht nun mal proportional zum Gewicht und der Leistung.

    Ansonsten finde ich es absolut nicht egal, ob man eine 250 kg BMW (den Boxer) bewegt oder eine 250 kg Honda.
    Man könnte auch noch Suzuki ergänzen und Yamaha, namentlich die 1000er Varadero, die 1000er V-Strom (die alte) und die Yamsel Super-Tenere.
    Alles klassische Konzepte mit quer eingebauten Kurbelwellen, Telegabeln, hoch aufragenden Massen.....

    Diese letztgenannten sind konzeptionell alle recht träge Eimer, die hinsichtlich Handling dem Fahrer die Sache grundsätzlich nicht leicht machen und in echten Gelände mit losem Untergerund völlig versagen (Geländereifen schaffen so 50-60 PS zu übertragen, wenn das der dicken mangels traktionsfähigem Untergrund nicht reicht, ist sie gestrandet wie ein Wal!)

    In schwerem Gelände geht es der GS nicht besser, aber gerade hinsichtlich des Handlings kaschiert sie die Pfunde halt total!!

    Ich hab nun schon gut 25 Mopeds besessen, zumeist 4-Zylinder( FZR 1000, Yamaha R1, GSXR1100R, Fazer 600, XJ900, XJ600...uv.m.) , aber auch eine SV1000S-Zweizylinder, diverse KTMs, Sumos, usw. und die GS ist mit abstand das lässigste Möbel, wo man sofagleich ohne jegliche Anstrengung ( = federleichtes Handling) den ganzen Tag kurvigste Strecken abnudeln kann. Und das trotz der 240 - 270 kg!

    Die GS macht es einem eben nicht schwer trotz ihrer Pfunde und daher ist Gewicht eben nicht alles (dachte ich aber vor der GS genauso wie du!). Und das insbesondere auf schlechten Strassen /Buckelpisten, wo der Telelever vorne alles fein rausbügelt, wo den Mitfahrern mit Telegabeln die Zähne klappern.
    Gruß

    RunNRG

  2. klausmong1 Gast

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    Zitat Zitat von RunNRG Beitrag anzeigen
    Klaus, ich gebe Dir recht, das leichter Kräder i.d.R. auch leichter zu bewegen sind und mehr Spass machen, bremsen und beschleunigen geht nun mal proportional zum Gewicht und der Leistung.



    In schwerem Gelände geht es der GS nicht besser, aber gerade hinsichtlich des Handlings kaschiert sie die Pfunde halt total!!

    Ich hab nun schon gut 25 Mopeds besessen, zumeist 4-Zylinder( FZR 1000, Yamaha R1, GSXR1100R, Fazer 600, XJ900, XJ600...uv.m.) , aber auch eine SV1000S-Zweizylinder, diverse KTMs, Sumos, usw. und die GS ist mit abstand das lässigste Möbel, wo man sofagleich ohne jegliche Anstrengung ( = federleichtes Handling) den ganzen Tag kurvigste Strecken abnudeln kann. Und das trotz der 240 - 270 kg!

    Die GS macht es einem eben nicht schwer trotz ihrer Pfunde und daher ist Gewicht eben nicht alles (dachte ich aber vor der GS genauso wie du!). Und das insbesondere auf schlechten Strassen /Buckelpisten, wo der Telelever vorne alles fein rausbügelt, wo den Mitfahrern mit Telegabeln die Zähne klappern.
    Gruß

    RunNRG
    naja, im schweren Gelände kaschiert niemand die Pfunde.
    Und definiere schweres Gelände!!

    Ich fahre auch Strecken, die dann in Sand und teilweise Schlamm übergehen, trotz des tiefen Schwerpunktes der BMW kommt dann da trotzdem das Gewicht zu tragen. Und da fängt für mich schweres Gelände an.
    Ist vorher das Handling gut, dann hat man hier zu kämpfen.

    Und nur schlechtmachen würd ich die Japaner generell auch nicht.
    Die bauen schon gut.
    Ebenso bin ich in den Bergen aufgewachsen und weiß,das man gerade da mit einem schweren Moped und viel PS meist langsamer wird.

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    hi
    ich verstehe so manche diskusion nicht

    beim moped scheint es eine schande zu sein das der technische fortschrit einzug hält ,
    das computer und hilfen einem das leben leichter machen

    hingegen höre ich nie das einer sagt die autos werden zu fortschrittlich ,
    keiner möchte doch mehr ein auto haben ohne servolenkung und klima und elektrische fensterheber
    das ganze dann womöglich noch wie die alten käfer früher mit 6v

    ich finde die neue gs super , und wenns regnet hilft es auch einfach nicht so viel gas zu geben
    dann machen auch die 125 ps keine probleme und ich brauch nicht mal in den regenmodus umzuschalten

    wie sie sich auf dauer schlägt ist eine andere sache so hat aber früher auch eine waschmaschine mit unter 15 jahre ihren dienst getan und heute kannste froh sein wenn das teil 1 jahr länger als die garantie läuft

    lg andreas

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    Zitat Zitat von klausmong1 Beitrag anzeigen
    naja, im schweren Gelände kaschiert niemand die Pfunde.
    Und definiere schweres Gelände!!

    Ich fahre auch Strecken, die dann in Sand und teilweise Schlamm übergehen, trotz des tiefen Schwerpunktes der BMW kommt dann da trotzdem das Gewicht zu tragen. Und da fängt für mich schweres Gelände an.
    Ist vorher das Handling gut, dann hat man hier zu kämpfen.

    Und nur schlechtmachen würd ich die Japaner generell auch nicht.
    Die bauen schon gut.
    Ebenso bin ich in den Bergen aufgewachsen und weiß,das man gerade da mit einem schweren Moped und viel PS meist langsamer wird.
    Ich mache sie nicht "nur schlecht", bin jahrzehntelang welche gefahren!
    Und mein früherer Alpenkönig war meine 94er Kati Sumo, 128 kg trocken!!! Nur haltbar war se nicht, machte aus den Getrieberädern gern Späne und die Fußrasten waren nach dem Alpenaufenthalt auch nur noch knapp halb so breit.
    Doch heute heißen die Alpenkönige anders, u. a. halt die GS.

    Eine 1000er Varadero o. ä. hat die Alpenmasters noch nicht gewonnen.

    Und die ganzen GSen fahren ja nun auch nicht inflationär in die Berge, weil es da mit ihr besonders mühseelig zu fahren ist....

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    Ich fahr ja verschiedenartige Zwei- und Dreiräder. Und gerade die letzten Tage hatte ich das Erlebniss das ich bei jeder Kiste das Gefühl hatte "Geil! Wie geil das fahren damit is'." Zwar ist keines mit 1xxPS dabei, aber wennn, dann bitte ohne die ganze Elektronik. Kann ich damit nicht umgehen, werd' ich es eben nicht haben.

    Ich hab schon bisher kaum mal an meinen Federbeinen rumgedreht, okay, mal für Sozia und Gepäck alles was härter gestellt, dann braucht die Elektronik das auch nicht.



    Auch beim PKW geht mir das auf den Geist. Alleine wenn ich schon dran denke, welchen Kram das nächste Auto von Gesetzeswegen haben muß. . .

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    Zitat Zitat von crusader Beitrag anzeigen
    hi
    ich verstehe so manche diskusion nicht

    beim moped scheint es eine schande zu sein das der technische fortschrit einzug hält ,
    das computer und hilfen einem das leben leichter machen
    ...
    Mich befriedigt es, mich mit der Technik und der Fahrdynamik auseinander zu setzen und es gibt mir ein Glücksgefühl, wenn das Zusammenspiel dann möglichst perfekt abläuft.
    Bei einem Mopped mit allem Schnickedöns fehlt mir da einfach etwas.

    Im Gegenzug sehe ich aber mittlerweile auch die andere Seite.
    Wenn ich es nicht schaffe, mit einem Mopped möglichst perfekt umzugehen, geht auch der Spass flöten. Von daher ist sicher für den einen oder anderen der technische Fortschritt das Tor zu mehr Fahrfreude.

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    Zitat Zitat von -Larsi- Beitrag anzeigen
    Mich befriedigt es, mich mit der Technik und der Fahrdynamik auseinander zu setzen und es gibt mir ein Glücksgefühl, wenn das Zusammenspiel dann möglichst perfekt abläuft.
    Bei einem Mopped mit allem Schnickedöns fehlt mir da einfach etwas.

    Im Gegenzug sehe ich aber mittlerweile auch die andere Seite.
    Wenn ich es nicht schaffe, mit einem Mopped möglichst perfekt umzugehen, geht auch der Spass flöten. Von daher ist sicher für den einen oder anderen der technische Fortschritt das Tor zu mehr Fahrfreude.
    Den ersten Teil kann ich so unterschreiben. Aber den zweiten will ich eben ohne Krücken schaffen. . .

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    Zitat Zitat von der niederrheiner Beitrag anzeigen
    ... Aber den zweiten will ich eben ohne Krücken schaffen. . .
    Wollen will ich auch ...
    Bei mir ist es eine körperliche Einschränkung, die es derzeit unbefriedigend sein lässt.

  9. Registriert seit
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    "hingegen höre ich nie das einer sagt die autos werden zu fortschrittlich ,
    keiner möchte doch mehr ein auto haben ohne servolenkung und klima und elektrische fensterheber
    das ganze dann womöglich noch wie die alten käfer früher mit 6"
    Dann sag ich es jetzt. Ich brauche keine elektronische Lenkung mit schwammigen Feedback, Abstandswarner, automatisches Einparken, Reifendruckkontrolle und Runlfats, Sitzheizung, Tempomat, elektr. Fahrhilfen, die Liste ist lang und nicht vollständig.
    Ein Doppelkupplungsgetriebe, exakt ansprechendes Fahrwerk und ein Motor mit >3xx PS genügen mir, bin bescheiden.

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    Bevor ich mir eine gebrauchte K50 gekauft habe, fuhr ich eine "analoge" BMW K1100RS, davor eine K100. Ein klassisches, schweres Motorrad ohne jeden Schnickschnack. Meine hatte noch nicht einmal ABS, was mich aber nie störte, denn was man nicht hat, das kann auch nicht ableben. Eine Werkstatt hat die Maschine nie gesehen, denn ich konnte alles selber erledigen. In ihren 20 Jahren hat sie Ersatz- und Verschleißteile (ohne Reifen) im Wert von EUR 3.300,- benötigt. Ich habe sie schließlich ersetzt, da ich nach 27 Jahren K(1)100 auch mal was anderes fahren wollte, und auch, weil sie mir, altersbedingt, zu schwer und unhandlich wurde. Dazu kam, dass ich auf meinen langen Auslandsreisen zuletzt ein latent plümerantes Gefühl hinsichtlich möglicher Ausfällen hatte.

    Ein solches Fahrzeug ist für die BMW AG des 21. Jahrhunderts der pure Horror. Der Partner macht keinen seriösen Wartungsumsatz, und der Gewinn des Werkes liegt 20 Jahre zurück. Sowas geht gar nicht.

    BMW ist ein hochprofitables, ultramodernes Unternehmen. Zu einem solchen gehört die Optimierung des Einkaufs und die Befriedigung der Vertriebspartner, die kleine Vermögen in ihre Glaspaläste investieren mussten. Auch die Shareholder möchten glücklich sein. "Haltbarkeit" ist da kein wesentlicher Parameter. Im Rahmen der Wertschöpfungskette würde Solidität sogar stören. BMW betreibt ein exzellentes Marketing und weiß exakt, was zeitgenössische Kunden tatsächlich wollen. Der typische GS Fahrer von heute will zwar das Image von Fliegen zwischen den Zähnen, dies jedoch, ohne sich schmutzig zu machen. Statt dessen will er Folien draufbeppen, Touratech Teile dranbasteln und auf der Rennstrecke Höchstgeschwindigkeiten feststellen. Während er (oder sie) das tut, trägt er BMW GS Handschuhe, Stiefel und Klamotten. Bei 2000-3000 Schönwetter-Jahreskilometern sind auch nur wenige technische Ausfälle zu erwarten. Da es 1 Jahr nach Kauf das gleiche Modell "mit schwarzem Motor" gibt, nimmt er 5000 EUR Wertverlust in Kauf, und erneuert sie. 2015 wird dann die Kurbelwelle schwerer, und es werden dafür erneut EUR 5000 in die Hand genommen. So mag es BMW, so mag es der Handel.

    Das mag man mögen oder nicht - es ist leider alternativlos, wie Mutti sagen würde. Auch die Japaner denken längst so. Sie tun es nur noch nicht so perfekt wie BMW, denn viele ihrer Hauptabsatzmärkte liegen in Schwellenländern, wo Solidität tätsächlich noch ein hartes Kaufargument ist.

    Meine K50 macht extrem viel Spaß und fährt sich leicht wie ein Fahrrad. Viele Knöpfchen und ein intuitives Bedienkonzept. Selbst die japanischen Blinkerschalter begreift man auf Anhieb. Während man durch die Menüs des Navis scrollt wundert man sich über die Dienstbeflissenheit. Cool, obwohl man sich die hintere Bremse (fast) völlig abgewöhnt hat, bremst sie doppelt so oft wie vorne. RDC erschien mir als völlig überflüssig, bis ich eines Morgens vor der ersten Kurve ein Warndreieck im Display sah, welches mich auf den Nagel im Hinterreifen hinwies. Früher musste man sich dafür bücken, aber seit dem demoskopischen Wandel ist man dankbar, wenn man seine alten Knochen schonen kann. Das alles ist nett, unterhaltsam, teuer und schwer - und manchmal auch sinnvoll und nützlich.

    Heute gehe ich mit einem tollen Motorrad auf Tour, habe aber das gleiche plümerante Gefühl, wie bei meinem alten Dinosaurier. Ein kleines Zipperlein im Can Bus, und nix geht mehr.

    Und ja, ich würde meine GS sofort gegen eine neue, klassische Reisemaschine eintauschen, die 30 kg weniger wiegen könnte. Begreifbare Technik und Wartungsfreundlichkeit wären für mich entscheidende Parameter. Ein händisch bedienter Hakenschlüssel zur Fahrwerksänderung wäre mir lieber als ein ESA Fahrwerk. Ich brauche auch keine 125 PS und Hinterradbremsen mit entmündigendem Eigenleben. ABER: Ich bin zu wenige. Ein solches Fahrzeug wäre nicht im Sinne eines modernen Unternehmens.

    Ich glaube tatsächlich, dass eine solide, leichte, großvolumige Reiseenduro eher einem japanischen Portfolio entspringen könnte. Für die geschätzten 8000 EUR Preisvorteil könnte man die halbe Welt umrunden.

    Glückauf.


 
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