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Maitour

Erstellt von Kuhjote, 13.11.2009, 18:33 Uhr · 453 Antworten · 80.694 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    @jawosammerdenndahingeraten: Vielleicht kannst Du ja mal einen eigenen
    Schulaufsatz zum Besten geben. Kritik hat Kuhjote ja ausdrücklich gewünscht.
    Aber sich so aufzuspielen als sei man der Enkel von Marcel Reich Ranitzki
    schreit ja förmlich nach einem eigenen Gänseblümchen aus dem Schreibbeet.
    Wenn Du den Beweis lieferst, mindestens wenn nicht sogar um Klassen besser
    zu schreiben , dann versinke ich auf der Stelle vor Scham im Boden. Versprochen.

  2. Registriert seit
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    Soooo geht das !!!!!!
    Dir gehts wohl wie der Band - mußt Dich eben auch erst warmschreiben. Suuuper !!

  3. Registriert seit
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    endlich warm geschrieben die KRITIKER hinter sich gelassen und voll rein IST wie immer super danke und weiter soo

  4. Registriert seit
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    Hallo Leute,

    zuerst möchte ich gerne klarstellen daß ich ein absoluter Fan von Kujote und seinem Schreibstil bin!!

    Aaaber, er hat auch ausdrücklich gewünscht daß Kritik geübt wird.
    So wie ich Kujote verstanden habe möchte er die Story später als Buch auflegen und verkaufen.
    Ich glaube nicht daß ihm damit gedient ist wenn man alles was er schreibt schon für gut befindet blos weil es aus Kuhjote's Feder stammt.
    Fragt euch doch mal ob ihr für die Story bereit seid 12.- Euro zu bezahlen!?
    Ich habe zwei Bücher von 'Bikerhotel' erworben, eins für mich das zweite als Geschenk.
    Auch in 'Bikerhotel' gibt es sicher Parts die besser sein könnten, aber für mich geht das in Ordnung.

    Denkt nur mal daran wie er die Gesichtsentgleisung von Thomas beschreibt, als dieser erfährt dass seine Frau unverhofft aufgetaucht ist.
    Oder die hyperventilierende Sozia, die nach dem heißen Ritt von der Sitzbank getragen wird. Einfach göttlich!!
    Oder das Stimmungsbild mit dem Titel 'Am Fenster' von der Gruppe 'City'.
    Ich kannte das Stück nicht, es hat mich fast umgehauen als ich es mir anhörte und die beschriebenen Gefühle aus vergangener Zeit fast körperlich spüren konnte.
    Das ist für mich wirklich großes Kino.

    Ich bin fest davon überzeugt daß ihr als Leser und Fans von Kuhjote, etwas kritischer sein solltet.
    Es reicht nicht wenn er hört: Mach Dir nichts draus, denk nicht weiter drüber nach, u.s.w.
    Doch, er soll drüber nachdenken.

    Bei den Büchern ist es wie bei der Musik, es muß grooven.

    So, das war's bis zum nächsten Mal
    jawosammer

    ps. Folge 20a gefällt mir

  5. Registriert seit
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    Standard Keine Hemmungen...

    jawosammer ... ich verstehe ziemlich gut was du meinst, und ich fühle mich auch in (fast) keiner Weise falsch verstanden. Diese Weckrufe haben mich auch bei "Downunder" erreicht. Da war es aber schon zu weit fortgeschritten. Mit diesem Werk bin ich deshalb auch immer noch nicht fertig.
    Was nun die Maitour angeht ... da werde ich auch nicht so verfahren wie beim "Bikerhotel". Also ohne große Veränderungen das Ding einfach drucken. Hier muss noch eine Menge verbessert (verändert) werden.
    Das ist eben nur eine Live/Rohfassung mit vielen Schwächen. Wenn ich die dazu notwendige Zeit irgendwann finden sollte, dann werde ich das ganze Ding intensiv bearbeiten. Das ist diesmal wirklich nötig. Ich bin jedenfalls auch für "herbere" Kritik dankbar.
    Um nicht jedesmal eine Geschmacksdiskussion zu entfachen nehme ich auch gerne E-Mails oder P.N entgegen...

    Michael

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    Zack, und schon hab ich wieder den schwarzen Peter.

  7. Registriert seit
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    Zitat Zitat von Quhpilot Beitrag anzeigen
    Zack, und schon hab ich wieder den schwarzen Peter.

    Ach was ... hier in diesem Fred gibt es keinen "Schwarzen Peter"....
    Hier kann jeder seine Meinung äußern ... und fertig. Es gibt hier höchstens eine Mimose( nein ... keine Phimose...) ...eine Mimose. Ich muss mir einfach angewöhnen auf Kritik erst am nächsten Tag zu antworten. Dann sieht man die ganze Sache meist sehr viel entspannter.

    Michael

  8. Registriert seit
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    Zitat Zitat von Kuhjote Beitrag anzeigen

    ...eine Mimose. Ich muss mir einfach angewöhnen auf Kritik erst am nächsten Tag zu antworten. Dann sieht man die ganze Sache meist sehr viel entspannter.

    Michael
    Genau, das hat mir meine Mama auch immer geraten: "Jung, schlaf erst mal ne Nacht drüber!"
    Und am nächsten Tag war's meist vergessen, zumindest fast

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    Zitat Zitat von Kuhjote Beitrag anzeigen
    Kapitel 18b

    Wir vertrieben uns die Zeit mit Fachsimpelei. Wobei man das in der Regel fast immer wörtlich nehmen kann. Mehr Simpelei als Fachgespräche. Natürlich ging es um Motorräder. Der größte Simpel war Jerome. Was Rolf und mich natürlich weniger überraschte als die anderen Teilnehmer. Nach der an diesem Tag absolvierten Tour war Jerome ganz offenkundig zu einem Experten gereift.
    Na gut, er war mit den Harleys unterwegs gewesen. In diesem Umfeld muss er sich vorgekommen sein wie der berühmte Einäugige unter den Blinden. Seine spärlichen, auf der Herfahrt frisch erworbenen Fahrkünste mussten wohl absolut ausgereicht haben, um in dieser Gruppe problemlos mitfahren zu können. Das gab ihm wohl Auftrieb. Udo, der Experte für fast alles, hatte endlich einen würdigen Gesprächspartner gefunden.
    „Diese V-Motoren sind das einzig Wahre. Alles andere kann man doch vergessen“, verkündete Jerome wichtig und strich sich mit einer knappen Handbewegung die frisch geföhnten Haare aus dem Gesicht. Er hatte sich gerade wieder aufgerichtet, nachdem er wohl seinen einzigartigen V-Motor wichtig und fachmännisch inspiziert hatte. Diese fragwürdige Erkenntnis muss ihm wohl Hans-Jürgen in den Pausen ins Ohr geflüstert haben. Der alte V-Mann.
    Udo plapperte irgendwas von Drehmoment, Hubraumkoeffizient und Königswellen.
    „Der kann doch eine Königswelle nicht von einer Donauwelle unterscheiden“, behauptete Rolf dann und klopfte Jerome freundlich auf die Schulter. Der verzog das Gesicht und wirkte tatsächlich etwas überfordert.
    „Hauptsache die Haare liegen. Frag’ ihn doch mal was über Dauerwellen. Da kennt er sich auch gut aus“, frotzelte Dietmar.
    Udo blieb aber bei Königswellen. Jerome nickte lernbereit, machte aber weiterhin einen leicht überforderten Eindruck. Er würdigte uns keines Blickes mehr. Na gut, dann mussten wir uns eben jemand Anderen suchen. Waren ja noch genug Experten anwesend.
    Boxermotoren waren dann noch ein Thema. Die Sauerländer hatten Verstärkung bekommen. Markus war als Nachzügler dazugestoßen. Er hatte einen Boxermotor eingebaut. Das war nun nicht weiter verwunderlich, denn er fuhr eine ziemlich alte 800er GS. Deren ebenso alten Boxermotor hatte er gegen einen etwas moderneren ausgetauscht. Nun, kein wirkliches Hightech-Aggregat aber eben ein wenig moderner. Charly war ganz begeistert. Der tauscht auch für sein Leben gern, irgendwelche alten Teile gegen neuere aus. Zuletzt hatte er versucht, in seine alte Moto-Guzzi einen Subaru-Automotor einzupflanzen. Die Guzzi hat einen Beiwagen, deshalb gab es seiner Meinung nach eine reelle Chance.
    Vielleicht hätte er den Motor direkt in den Beiwagen einbauen sollen. In den Rahmen der alten Guzzi passte er anfänglich trotz aller Anstrengungen nicht hinein. Das heißt, reingepasst hat er nachher schon, aber dafür gab es dann keinen Platz mehr für die Sitzbank. Charly hätte dann als Fahrer im Beiwagen sitzen müssen.
    Selbst diese befremdliche Tatsache hat ihn nicht von weiteren Versuchen abgehalten. Letztlich war es dann doch nur ein schnöder Metallpfosten, der weitere Versuche verhinderte. Der stand bei einer Probefahrt im Weg und passte ziemlich genau zwischen Beiwagen und Guzzi. Die beiden sind nun dauerhaft getrennt. Das Getriebe ist seitdem ebenfalls dauerhaft von der Guzzi getrennt, und ohne Getriebe macht die ganze Sache ja nun wirklich keinen Sinn mehr. Aber das Getriebe war ohnehin wohl das größte Problem.

    Markus hatte bei seinem Umbau, seinen eigenen Angaben zufolge, keine Probleme mit dem Getriebe. Er hat ganz einfach Motor und Getriebe zusammen ausgetauscht. In seiner alten 800er GS steckt eben nun ein 1000er Boxer mit Originalgetriebe. Es gab wohl einige kleine Anpassungsprobleme, aber eben nur kleinere und keinesfalls unlösbare. Sie fährt und sie soll wohl auch nicht schlecht fahren, behaupteten die Sauerländer unisono.
    Markus war mehr der ruhige Typ. Eher unauffällig, fast unscheinbar. So ein Typ, den man glatt übersieht, wenn man einen Raum betritt. Sein Motorrad fiel allerdings auf. Nicht etwa, weil es besonders aufwendig hergerichtet gewesen wäre. Nein, ganz im Gegenteil. Es fiel deshalb auf, weil es so schäbig war. Schäbig im Sinne von Rat-Bike. Zusammenfassend kann man sagen: Markus fuhr ein getuntes Rat-Bike. Eine verkommen alte 800er GS mit einem aufgemotzten 1000er Motor. Andere Kolben, andere Vergaser, andere Nockenwelle … eben alles anders.
    „Stößelstangen aus Titan?“, flüsterte Charly leicht zweifelnd.
    Alles durfte man diesen Sauerländern auch nicht glauben.
    Warum macht man so etwas? Selbst Charly schien darüber zu grübeln. Er sah mich jedenfalls leicht fragend an. Ich zuckte mit den Schultern. „Sauerländer..!“, versuchte ich eine Erklärung zu finden. Eine andere Erklärung fiel Charly aber auch nicht ein.

    Ein alter Renault Espace tauchte in der Einfahrt auf. Ein ganz alter Hund aus der ersten Baureihe. Rostig war er nicht, aber dafür ordentlich gespachtelt. Die Dinger haben ja bekanntlich eine Kunststoffkarosserie. Die wenigen Exemplare, die man gelegentlich noch auf der Straße sieht, sehen oft so aus. Ich habe keine Ahnung, wo die alle abgeblieben sind. In den Neunziger Jahren fuhren jede Menge davon herum. Weggerostet können sie ja wohl nicht sein. Für die damalige Zeit hatten die ein geniales Raumkonzept. Ein völlig ebene Bodenfläche. Von vorne bis hinten völlig eben. Jeder einzelne Sitz konnte komplett herausgenommen werden. Im Prinzip ein VW-Bus mit einer Kunststoffkarosserie. Die Dinger gingen auch noch richtig gut ab. Ich bin mal mit so einem vollgeladenen Espace mit über 200 Sachen über die Autobahn gefegt. Damals … getrieben von jugendlichem Übermut.
    Der trieb mich nun nicht mehr, aber dafür trieb mich nun etwas anderes. Die Neugier vielleicht oder einfach nur das Substantiv.
    Nicht …? O.k … ist vielleicht ein bisschen … aber ich lasse es trotzdem mal so stehen.
    Hiltrud und Axel stürzten sich förmlich auf den verschmierten Plastikkasten. Dykes … echte lebendige Dykes. So selten sind die eigentlich gar nicht. Aber man kann sie in freier Wildbahn nur sehr schwer erkennen. Ich erkenne sie nur in Ausnahmefällen.
    Dann aber auch nur, wenn sie es darauf anlegen. Also, wenn sie in extremer Aufmachung unterwegs sind oder T-Shirts mit eindeutigen Hinweisen tragen. Ich erkenne noch nicht einmal Transvestiten. Da fehlt mir wahrscheinlich ein Gen. Gut, diese Monstertransvestiten erkenne ich natürlich auch. Wenn die zwei Meter groß sind und Schuhgröße 50 haben. Dann ja … natürlich. Aber den ganz normalen Durchschnittstransvestiten, also einen geschickt geschminkten und verkleideten, halbwegs frauenähnlichen Transvestiten erkenne ich dann auch nur an der Stimme.
    Da ist mir vielleicht mal ein Ding passiert! Also, fast. Das kann ich gar nicht erzählen, da treibt es mir immer noch die Schamesröte ins Gesicht. Ich hätte es früher merken müssen. Eine derart schweigsame Frau ist mir jedenfalls vorher noch nie begegnet. Danach allerdings auch nicht mehr. Das war jedenfalls mal etwas anderes, wie anders konnte ich ja nicht ahnen. Es war knapp, ganz knapp. Hölle … war das knapp!
    Seitdem ist es mir lieber, wenn sie ordentlich plappern. Da weiß man wenigstens, was man hat. Es war übrigens in München, nicht etwa in Köln. Da muss man ja ständig damit rechnen. Aber in München? Das kann doch niemand ahnen, dass sich die Bayern im Fasching als Frauen tarnen und dann arglose Rheinländer angraben. Aber Schwamm drüber … ist ja noch mal gut gegangen.
    Also Michael ... dieses Kapitel hat mir die Lachtränen in die Augen getrieben ... ich kann gar nicht mehr aufhören zu lachen ... einfach genial ...

    Ich danke dir .... diese Lachsalven werden mein Leben bestimmt um mindestens einen Tag verlängern ...

    Gruß aus den Alpen

  10. Registriert seit
    06.06.2006
    Beiträge
    2.678

    Standard Ach du meine Güte ....

    ich nehme das jetzt mal so hin. Hoffentlich schlägst du mich nicht auch noch für den großen Comedy-Preis vor...

    Die Geschmäcker sind wirklich sehr verschieden. Obwohl 18b finde ich auch ganz gelungen ... nicht sensationell ... aber ganz gelungen. Deswegen muss man aber nicht direkt in Begeisterungsstürme ausbrechen...

    Oh, verdammt. Jetzt habe ich schon wieder vergessen erstmal eine Nacht darüber zu schlafen...


 
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