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Martin Wimmer - die Kunst eine Motorradfirma zu retten

Erstellt von Baumbart, 07.12.2012, 09:01 Uhr · 5 Antworten · 1.635 Aufrufe

  1. Baumbart Gast

    Standard Martin Wimmer - die Kunst eine Motorradfirma zu retten

    #1
    Ein typisches Problem der Exoten - "Zu viele Kunden schienen nur darüber nachzudenken, sich Charly anzuschaffen, zu wenige taten das dann auch." Netter Bericht

  2. Registriert seit
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    #2
    Beeindruckend, was Wimmer angeht, und interessant hinsichtlich der Geschichte von MZ. Ein Bekannter ist eifriger Sammler von alten MZ und glühender Fan der Marke. Ich schätze, er wird den Trauerflor aufhängen.

  3. Registriert seit
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    #3
    Problem bei Wimmer, wie auch bei den Vorbesitzern war, dass man zwar viele Ideen hatte, nur keine davon schlußendlich zu einem guten fertigen Produkt brachte (oder viel zu spät, wie die MZ 1000)
    Dann stieg MZ gleich nach Wimmers Einstieg wieder in den Rennsport ein. Ein Firma, die nicht produziert, leistet sich Rennsport (ja ich weiß, dass der Rennsport fremdfinanziert war) der auch Ressourcen bindet.

    Ein neues, marktgerechtes Produkt, ein Nachfolger z.b. für die MZ 125, die sogar um 2003 herum meistverkaufte 125er war, mit dem modernsten Motor ihrer Klasse.
    einer MZ Baghira hätte anfangs nur ein modernerer Motor gefehlt, um am Markt bestehen zu können, aber da waren mit den 1000er Träumen des Herrn Korous schon 20 Millionen verbrannt. anstatt sich mit wenig Geld, z.b. die Sachs Madass und X-Road einzukaufen (bei der Pleite von Sachs) geil gestylte Motorrädchen, die sich sicher (mit MZ Motor) gut hätten verkaufen lassen, wurden für den Endurosport Prototypen entwickelt.
    So mußte es bergab gehen

  4. TomTom-Biker Gast

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    #4
    So geht es meiner Meinung nach allen, die glauben nur mit einem neuen Namen Tote wieder zum Leben erwecken zu können und nicht mitbekommen haben, daß dieses Sterben auch seine Gründe hatte.

    Eine Rennsportteam mit Fabrik im Hintergrund, Leuten die für das Hobby arbeiten und einigen wenigen und teuren Charlys und Rollern (teilweise sogar noch mit Zeitaktmotor), die letztlich nicht das Geld einbringen was man erhofft hat und was man dringend für marktgerechte Neuentwicklungen, die Produktion und die Vermarktung gebraucht hätte. Was auf einem rückläufigen Markt und angesichts unserer Kostensitiutation eh nicht einfach gewesen wäre.

    Und die Qualität. Gut die bei MZ (Nachwende-MZ) kann ich schlecht beurteilen. Meine Baghira läuft gut, auch dank des Japan-Motors. Eine 125iger Sachs die mein Sohn Ende der 90iger hatte war nur teuer und exklusiv. Und ständig kaputt. Kabelbaum, Bremsbeläge die wegfliegen, Gabelsimmerringe, Rost, gerissene Sitzbänke, gerissene Rahmen, Tachowellen, Armaturen usw. Alles tolle Komponenten von seriösen Lieferanten. Aber nix paßte scheinbar richtig zusammen. Unsere ging nach einem Jahr zurück ins Werk nach Nürnberg, nachdem ich der Geschäftsleitung dort einen bitterbösen Brief geschrieben habe. Jetzt liegt sie in Kisten verpackt im Keller, die Sachs. Interesse?

    Nee, nee. Wir sind gut in Sachen Auto, Maschinenbau und Elektrotechnik. Sowas anderes sollten wir denen überlassen die das billiger können und auch selbst einen riesigen Makt dafür haben. Nur für den hießigen Binnenmarkt zu produzieren funktioniert nicht. Noch nicht mal bei BMW. Aber die haben gezeigt wie es auch anders gehen kann. Aber auch unter ganz anderen Randbedingungen und einen riesigen Konzen im Rücken, die Group.

    Die Insolvenz wird nur ein Zwischenschritt zum endgültigen Aus sein. Sicher, ich sehe sowas auch mit einer gewissen Wehmut. Viele bekannte Namen verschwinden vom Markt, nicht nur MZ. Ich war mal bei AEG beschäftigt, der AEG. Abgewickelt, weg, vergessen und vorbei.

    Lebbe gehd weida.

    Meine Meinung dazu.

    Gruß Thomas

  5. Registriert seit
    24.09.2012
    Beiträge
    11.841

    Standard

    #5
    Beeindruckend, ich hoffe, es gelingt ihm einen Investor zu finden, einen der einen langen Atem hat, denn den wird es brauchen.

  6. Baumbart Gast

    Standard

    #6
    zusätzlich wäre es vielleicht nicht schlecht ein marktfähiges Motorrad zu haben. Motorradjunies sind diesbezüglich eher schlechte Strategen.


 

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