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Mathematisch/physikalisch begabte Motorradfahrer?

Erstellt von borromeus, 11.11.2013, 08:17 Uhr · 93 Antworten · 7.665 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #41
    Zitat Zitat von -Larsi- Beitrag anzeigen
    weil die fliehkraft das motorrad "schwerer sein lässt" als es eigentlich ist.
    Alex Hoffmann mag ja ein guter Motorradfahrer sein und ein noch besserer Kommentator, aber so einen Effekt gibt es in der Physik nicht. Die Beobachtung ist zwar richtig, die Begründung liegt aber einzig im deutlich tieferen Schwerpunkt in Schräglage. Dadurch verträgt das Motorrad spürbar mehr Beschleunigung, ehe das Vorderrad steigt.

    Gruß
    Serpel

  2. Registriert seit
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    #42
    Hmmmm

    Ist es denn nicht richtig, dass in Schräglage das Motorrad weiter einfedert, da sich die Resultierende aus Gewichtskraft und Fliehkraft zu einer größeren Gesamtkraft addieren?
    Dadurch wird doch die Neigung, das Vorderrad zu heben verringert und die maximal mögliche Beschleunigung erhöht ...

    Mir ist klar, dass dazu ein Reibwert >1 nötig ist, wenn die Beschleunigung 1g übersteigen soll. Solche Reibwerte sind aber durch die Verzahnung von Reifen und Strasse möglich. Besonders bei Reifen für die Rennstrecke.

  3. Registriert seit
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    #43
    Zitat Zitat von maxquer Beitrag anzeigen
    Die Fliehkraft wirkt immer horizontal nach außen. Wie soll die denn den Grip erhöhen, wenn die übertragbare Reibkraft bei ebener Strasse allein von der vertikalen Gewichtskraft und den Reibkoeffizienten abhängig ist? Das geht vielleicht in Steilkurven aber nicht auf ebener Strasse.
    Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass die Reifengummilaufflächen bei den Slicks seitlich einfach anders aufgebaut sind, als in der Mitte und dadurch einen höheren Reibkoeffizienten ermöglichen.

    Gruß,
    maxquer
    So ganz topfeben sind Straßen nun auch wieder nicht. Die reguläre Querneigung von öffentlichen Straßen in Deutschland (gem. Planungsvorschrift) liegt zwischen 2,5 % und max. 8 % in Kurven. Da haben wir dann schon eine kleine Steilkurve

    Und wie gesagt, es wird nicht der Grip erhöht, sondern der Druck auf beide Räder, was dann resultierend zu höheren Beschleunigungskräften führen kann.

    Gruß Thomas

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    #44
    Zitat Zitat von -Larsi- Beitrag anzeigen
    Hmmmm

    Ist es denn nicht richtig, dass in Schräglage das Motorrad weiter einfedert, da sich die Resultierende aus Gewichtskraft und Fliehkraft zu einer größeren Gesamtkraft addieren?
    Dadurch wird doch die Neigung, das Vorderrad zu heben verringert und die maximal mögliche Beschleunigung erhöht ...

    Mir ist klar, dass dazu ein Reibwert >1 nötig ist, wenn die Beschleunigung 1g übersteigen soll. Solche Reibwerte sind aber durch die Verzahnung von Reifen und Strasse möglich. Besonders bei Reifen für die Rennstrecke.
    Das mit dem Einfedern und der Resultierenden aus Fz und G ist zwar richtig, aber für die übertragbare Reibkraft ist nur die vertikale Gewichtskraft G verantwortlich und die wird nicht größer durch eine Erhöhung von Fz.
    Im Gegenteil ist Fz=m*r*ω² größer Fr=m*g*μ=G*μ liegst Du auf der Nase. Definitly!

    Gruß,
    maxquer

  5. Registriert seit
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    #45
    Damit gehe ich konform, doch ich meine etwas anderes.

    Wenn ein Mopped auf gerader Strasse bei 1g das Vorderrad hebt, der Reifengrip aber 1,1g zuließe, dann müsste das Mopped doch in Schräglage auch mit 1,1g beschleunigen können, wenn die Resultierende aus Fz und Fr bei 1,1g liegt.

    Oder habe ich da einen Denkfehler?

  6. Registriert seit
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    #46
    Zitat Zitat von -Larsi- Beitrag anzeigen
    Oder habe ich da einen Denkfehler?
    Wenn, dann hab ich den auch

  7. borromeus Gast

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    #47
    Das rotierende Vorderrad in Schräglage ist träge*.
    In 90° Lage, normal zur Fahrbahn nicht... ich denke das ist das was hier fehlt.

    *eine rotierende Masse gegen seine Rotationsachse zu bewegen bedarf einem erhöhten Kraftaufwand. Drum spricht man ja auch von Kreiselkräften warum das Fahr/Motor- Rad nicht umfällt wenn man mal 5km/h schnell ist.
    Und dieser "Widerwillen" wirkt in Schräglage gegen das Aufstellen des Vorderrades. Der Schwerpunkt hat damit eigentlich nichts zu tun.

  8. Registriert seit
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    #48
    Wenn Du es hinkriegst, dass durch Verzahnungseffekte der Reibkoeffizient größer 1 wird, bekommst Du das natürlich hin. Bei Formelfahrzeugen bekommst Du auch größere Kurvenbeschleunigungen als 1g, zum Teil bis zu 4g, hin. Das liegt aber wiederum daran, dass durch die Aerodynamik der Anpressdruck erhöht wird. In die Zentrifugalkraft geht aber nur das Eigengewicht ein, deshalb funktioniert das.

    Gruß,
    maxquer

  9. Registriert seit
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    #49
    Zitat Zitat von maxquer Beitrag anzeigen
    Wenn Du es hinkriegst, dass durch Verzahnungseffekte der Reibkoeffizient größer 1 wird, bekommst Du das natürlich hin. Bei Formelfahrzeugen bekommst Du auch größere Kurvenbeschleunigungen als 1g, zum Teil bis zu 4g, hin. Das liegt aber wiederum daran, dass durch die Aerodynamik der Anpressdruck erhöht wird. In die Zentrifugalkraft geht aber nur das Eigengewicht ein, deshalb funktioniert das.

    Gruß,
    maxquer
    dann sind wir uns ja doch einig ...

    immer wenn ich rennstrecke lese, gehe ich irgendwie dann auch von entsprechendem material aus.
    und da geht dann eben mehr als 1g dank der klebrigen reifen, die nur einen tag halten. (siehe extrembeispiel MotoGP)

  10. Registriert seit
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    #50
    Zitat Zitat von borromeus Beitrag anzeigen
    *eine rotierende Masse gegen seine Rotationsachse zu bewegen bedarf einem erhöhten Kraftaufwand. Drum spricht man ja auch von Kreiselkräften warum das Fahr/Motor- Rad nicht umfällt wenn man mal 5km/h schnell ist.
    Und dieser "Widerwillen" wirkt in Schräglage gegen das Aufstellen des Vorderrades. Der Schwerpunkt hat damit eigentlich nichts zu tun.
    Auch das ist eine weit verbreitete Missinterpretation der physikalischen Gesetze. Die Kreiskräfte halten mitnichten das Zweirad in aufrechter Position, sie sind lediglich dafür verantwortlich, dass das Vorderrad durch automatisches Eindrehen zur Kurveninnenseite jedes Kippen im Ansatz auffängt. In aufrechter Position gehalten wird ein Zweirad einzig durch das Ausbalancieren des Schwerpunktes über den beiden Aufstandspunkten. Wobei die Kreiselkräfte (ab einer gewissen Geschwindigkeit) lediglich dem Fahrer die Arbeit abnehmen, das selbst tun zu müssen.

    Gruß
    Serpel


 
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