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Mautpläne...

Erstellt von bogoman, 04.12.2013, 13:04 Uhr · 48 Antworten · 3.586 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #31
    Zitat Zitat von monochrom Beitrag anzeigen
    ...ich mag deine arrogante Art nicht...
    Hättest du ein bisschen nachgedacht, recherchiert oder das Thema, als es aktuell war, genau verfolgt, dann wär dir aufgefallen, dass in Umfragen oder Interviews (darunter auch von Festzeltbesuchern, die dem Seehofer beigewohnt haben), gerade das Eindruck gemacht hat.
    ich bin live garnicht so, aaaaber....


    Zitat Zitat von monochrom Beitrag anzeigen
    Die Mechanismen sind doch ganz einfach:
    Vor der Wahl Stimmvieh ködern mit "Maut für Ausländer!"
    Hat gut geklappt...
    Sicher aber nicht ohne Mehrbelastung für die Deutschen.
    Und die Hälfte in Bayern hat schön brav die CSU gewählt, weil da Seehofer is a Hund, der zoagts de Ausländer!
    Mann Mann Mann - der lacht sich heute noch scheckig - über seinen Coup und über die CSU Wähler
    ...
    ich mag die Art nicht, wie du 50% der Wähler in Bayern als dummes Stammtischstimmvieh hinstellst, dass sich von einem hinterfotzigen Provinzpolitiker über den Tisch hat ziehen lassen.

    Ich glaube nicht, dass diese Wähler einer verkürzten Wahlparole (nebenbei bemerkt haben die auch andre Parteien, nur die wollte niemand (auch bundesweit) so richtig wählen) auf den Leim gehen, weil der Herr Seehofer so ein toller Rattenfänger ist. Komischerweise hat niemand den andern Parteien so recht die Stimme geschenkt, obwohl die ja nicht müde wurden, zu behaupten, dass die CSU eine Maut nur für Ausländer wolle. was nun?

    ich möchte hier mitnichten eine Lanze für die CSU brechen oder mir den Herrn Seehofer schön reden (in Wirklichkeit halte ich ihn für den schwächsten MP der letzten Jahrzehnte) aber ich möchte es nicht im Raum stehen lassen, wenn mündige Wähler kollektiv als "Mia san mia" Dimpfl hingestellt werden, die sich tumb wie ein Ochse am Nasenring zum Wahlzettel haben führen lassen.

    Ich bin Demokrat genug, anzuerkennen, dass eine absolute Mehrheit in Bayern zufrieden ist, wie es läuft, auch wenn das Ergebnis viell. nicht mit meinen eigenen Ansichten übereinstimmt.

  2. Registriert seit
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    #32
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    ]

    Ich bin Demokrat genug, anzuerkennen, dass eine absolute Mehrheit in Bayern zufrieden ist, wie es läuft, auch wenn das Ergebnis viell. nicht mit meinen eigenen Ansichten übereinstimmt.
    +1 - außerdem kann man ganz billig sagen, das der Erfolg der CSU recht gibt. Bayern ist seit langem das erfolgreichste Bundesland - unwahrscheinlich das da nur dumme Menschen wohnen....

  3. TomTom-Biker Gast

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    #33
    Ich fühl mich da auch mal angesprochen, deswegen auch meine Antwort zu den Tigerschen Punkten, die letztgenannten.

    Die Wähler müssen nicht dumm sein und hinterher rennen. Aber ein gewisses "Mir saon mia"-Gehabe ist den Bayern ja nicht abzusprechen. Das will ich für meinen Teil auch gar nicht ins negative ziehen, die Bayern sind stolz drauf und viele fahren auch gerade deswegen nach Bayern, auch Nordlichter gelegentlich. Das sind die mit den rotkarierten Hemden um den Gamsbarthüten auf dem Kopf am Chiemsee beispielsweise. Auch wieder so ein Vorurteil, aber immer wieder schön passend.

    Aber sogenannte Bodenständige für die der Asyl-Neeeger (warum wird das jetzt gepunktet) am Ort die lokale Wirtschaft schädigt (Quelle: BR3 quer diese Woche, außerdem etwas provokant ausgedrückt), der hat auch kein Problem die Maut für Ausländer zu fordern, wenn sie nicht selbst kostet. Wenn sie auch uns was kosten würde dann hätte er schon eher ein problem. Im übrigen würde der oft als besonders liberal bezeichnete Hanseate sich da mit Sicherheit auch nicht anders verhalten. Nur wurde es halt nicht in Hamburg oder Norddeutschland oder wo auch immer proklamiert, sondern in Bayern. Mir soan halt mia. Und das macht den Unterschied und die Art und Weise wie ein Landesfürst sich anmacht mit dieser Forderung die Welt zu erorbern und ggf das Wohl eines ganzen Landes davon abhängig macht. Was bildet der sich eigentlich ein. Deswegen auch mein Vergleich weiter vorne mit der FDP. Hier hätte es (zurecht) einen riesigen Aufschrei gegeben, insbesondere aus Bayern.

    Gruß Thomas

  4. Registriert seit
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    #34
    Zitat Zitat von fmantek Beitrag anzeigen
    +1 - außerdem kann man ganz billig sagen, das der Erfolg der CSU recht gibt. Bayern ist seit langem das erfolgreichste Bundesland - unwahrscheinlich das da nur dumme Menschen wohnen....
    Nein, nur zwei Drittel von ca. 48%.

  5. X-Moderator
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    #35
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    ich bin live garnicht so, aaaaber....
    ich mag die Art nicht, wie du 50% der Wähler in Bayern als dummes Stammtischstimmvieh hinstellst, dass sich von einem hinterfotzigen Provinzpolitiker über den Tisch hat ziehen lassen.
    Ich glaube nicht, dass diese Wähler einer verkürzten Wahlparole (nebenbei bemerkt haben die auch andre Parteien, nur die wollte niemand (auch bundesweit) so richtig wählen) auf den Leim gehen, weil der Herr Seehofer so ein toller Rattenfänger ist. Komischerweise hat niemand den andern Parteien so recht die Stimme geschenkt, obwohl die ja nicht müde wurden, zu behaupten, dass die CSU eine Maut nur für Ausländer wolle. was nun?
    ich möchte hier mitnichten eine Lanze für die CSU brechen oder mir den Herrn Seehofer schön reden (in Wirklichkeit halte ich ihn für den schwächsten MP der letzten Jahrzehnte) aber ich möchte es nicht im Raum stehen lassen, wenn mündige Wähler kollektiv als "Mia san mia" Dimpfl hingestellt werden, die sich tumb wie ein Ochse am Nasenring zum Wahlzettel haben führen lassen.
    Ich bin Demokrat genug, anzuerkennen, dass eine absolute Mehrheit in Bayern zufrieden ist, wie es läuft, auch wenn das Ergebnis viell. nicht mit meinen eigenen Ansichten übereinstimmt.
    Also du als lupenreiner Demokrat musst doch wissen, wie man Wählerstimmen vor der Wahl mobilisiert, oder etwa doch nicht?

    Stichwort Wahlgeschenke.

    Und dann noch eine Prise Maut nur für Ausländer, Betreuungsgeld und Mia san Mia - Gefühl und schon ist zB die Verwandtenaffäre im Landtag vergessen.

    Und wegen hinterfotzig: Der Herr ist nicht hinterfotzig, er dreht sich wie das Fähnlein im Wind.

    Seehofer weiss, was er sagen muss, um Erfolg zu haben, da kümmert ihn das Geschwätz von gestern wenig.

    Wegen deinem "was nun": Der wirtschaftliche Erfolg - den ich übrigens den Unternehmern und Arbeitnehmern in Bayern zuschreibe, nicht der CSU etwa - lähmt die Bereitschaft eine andere Partei zu wählen. Es ist ja alles gut und das soll auch so bleiben, also wird wieder CSU gewählt. Für viele ist dies das einzige was zählt - der Rest interessiert nicht.

    Wer trotz der ganzen Skandale, dem Amigoverhalten u der Überheblichkeit der CSU in der Vergangenheit, wieder CSU gewählt hat, braucht mir nichts über Stimmenfang u Wählerverhalten, speziell in Bayern, erzählen.

    Aber wenn du es genauer wissen willst, über das Phänomen Bayern, die CSU und sein Wahlvolk, gibt es genug Dissertationen.

    PS: Nett, wie du dich für die CSU-Wähler einsetzt, steht dir gut!

  6. Registriert seit
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    #36
    find ich witzig, wie du mir als Nicht-CSU-Wähler unterstellst ich würde mich für CSU-Wähler einsetzen.
    Ich weiß ja nicht, wo du Unterschiede zwischen Seehofer und anderen Politikern siehst, die vor der Wahl Dinge versprechen, die sie nach der Wahl relativiert werden oder wo gar plötzlicher Gedächtnisverlust einsetzt. Da gibt auch bei de SPD und der FDP genügend, wirklich abschreckende, Beispiele
    Sowas weiß ich als einigermaßen politisch interessierter Mensch und finde trotzdem noch eine wählbare Partei.
    Die CSU hat auch ihre Skandale, nicht zu bestreiten, von Amigo bis Verwandtenaffäre.....trotzdem wird sie gewählt, warum wohl? Man traut die Amigosachen auch anderen Parteien zu, allerdings wohl kaum eine so erfolgreiche Politik.

    Der angesprochene wirtschaftliche Erfolg in Bayern ist natürlich kein Verdienst der CSU, nur ist die Partei in der Lage der Wirtschaft einen attraktiven Standort zu bieten und eine politische Stabilität und Kontinuität, die sie dazu bewegt sich in Bayern anzusiedeln und dort zu investieren.
    Die Mir san Mir Mentalität ist schlicht der Ausfluß aus dem Erfolg den Bayern in den letzten Jahrzehnten im gesamtdeutschen Vergleich vorweisen kann. Nach dem Krieg vom rückständigen Agrarland und Länderfinanzausgleichsempfänger den Schritt hin zu schaffen zu DER wirtschaftlichen Macht in D, zum größten Nettozahler des Länderfinanzausgleiches, das hat übrigens kein anderes Bundesland je geschafft. Mit das höchste Einkommen, die niedrigsten Arbeitslosenzahlen, den höchsten Lebensstandard, die niedrigsten Kriminalitätsrate, die höchsten Aufklärungsquoten usw usw....... das bringt die Bayern dazu, zu sagen, Mir san Mir.
    Mit andern Worten: mit na vollen Hosn is guad stinga oder auf neudeutsch aus bayrischer Wählersicht: never touch a running system

  7. X-Moderator
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    #37
    ...ich sehe da zwischen den Politikern generell gar keine Unterschiede...

    Aber du musst zugeben, das Thema hier ist ja die Maut und die ist halt mal unweigerlich mit der CSU verbunden...

    In diesem Sinne: Gut Nacht John Boy, gut Nacht Horst Seehofer und gut Nacht Amper Tiger!

  8. Registriert seit
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    #38
    zur Überschrift: Wen man den Rhein entlang fährt sieht man sehr viele Burgruinen - alles Mautstationen, stillgelegte Mautstationen. Die Mautgewohnheiten änderten sich dann im laufe der Jahre. Nichts ist beständiger als der Wandel.

  9. TomTom-Biker Gast

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    #39
    Genau, die Mautstellen am Rhein. Und die zwischen den Grafschaften und Herzogtümern. All das haben wir im Laufe der letzten 2 Jahrhunderte abgeschafft, inkl. der Landesfürsten. Und nun schickt sich einer von Bayern aus festzulegen was im Rest der Republik zu erfolgen hat. O-Ton (sinngemäß): "ohne die Maut brauch ich von Berlin gar nicht nach Bayern zurückzukehren." Das ist für mein Empfinden der eigentliche Skandal. Und Merkel knickt ein, wie so oft. Und die Sozis machen Zugeständnisse um im Gegenzug ihren Mindestlohn durchzusetzen.

    Da hier jetzt eine Grundsatzdebatte über die CSU oder Bayern anzufangen ist obsolet. Die Erfolge für Bayern sind offensichtlich. Aber man muß den Mneschen im Rest Deutschlands das Recht lassen selbst zu entscheiden und nicht aus Bayern "fremdbestimmt" zu werden.

    Wie war das nochmal mit der Herdprämie und den damaligen Zugeständnissen an die FDP. Ein unseröses Geschachere um die Einlösung von Wahlversprechungen und Bedienung der einschlägigen Lobbyisten. Und jedes mal die Drohungen aus Bayern die Koalitionsverhandlungen oder die Koalition platzen zu lassen. Hier wird der Rest der Republik in Beugehaft genommen zur Durchsetzung der Interessen eines einzelnen Bundeslandes bzw. der größten Partei dort. Das ist das was mir an der ganzen Thematik übel aufstößt. Noch nicht mal die die Maut an sich. Und noch nicht mal unbedingt, daß der Vorschlag aus Bayern kommt. Die Art und Weise wie, die ist es.

    Eine Sache zum Erfolg der CSU und dem besonderen Verhältnis zur dortigen Wählerschaft:
    Weil das auch immer wieder abgestritten wird. Die großen Erfolge erzielen sie tatsächlich dort, wo Bayern noch richtig bayerisch ist. In den Metropolen sind die Erfolge nicht unbedingt gegeben. Es zeigt, daß es hier doch um mehr geht als nur um Sachinhalte (wie man heute so gerne sagt). Ein Franz-Josef Strauß, für den es eine Niedrlage gewesen wäre weniger als 50 % zu erhalten, hatte auf Bundesebene keinen Erfolg. Einem Seehofer wird es diesbezüglich nicht anders gehen.

    Und 50 % + der Vergangenheit resultierten u. a. auch daher, daß von der Kanzel herunter gepredigt wurde schon im rechten Glauben zu wählen. Es war zumindest so. Die CSU ist tief verwurzelt im Denken der Menschen. Das abzustreiten ist ignorant.


    Gruß Thomas

  10. Registriert seit
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    #40
    Zitat Zitat von TomTom-Biker Beitrag anzeigen
    Aber man muß den Mneschen im Rest Deutschlands das Recht lassen selbst zu entscheiden und nicht aus Bayern "fremdbestimmt" zu werden.


    Gruß Thomas
    Hallo Thomas,
    vielleicht tut es den Rest der Republik mal ganz gut von Bayern aus fremdbestimmt zu werden ;-). Von den Bayern lernen heißt siegen lernen (siehe FC Bayern München, viele andere Beispiele hat der Tiger schon genannt).

    Die Zeiten als Bayern und auch das restliche Deutschland von Berlin fremdbestimmt wurden, ich denke hier mal an Kaiserreich und Adolf..deutschland, waren gelinde gesagt nicht so prickelnd und endeten jedesmal in einer Katastrophe.

    Gruß Thomas


 
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