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Mehrwertssteuer und Totalschaden

Erstellt von Bmwtroller, 27.10.2012, 15:18 Uhr · 16 Antworten · 3.280 Aufrufe

  1. Boogieman Gast

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    #11
    Stelt sich die Frage, wem die Mehrwertsteuer "gehört" - eigentlich dem Staat. Fällt sie tatsächlich an, erhält der Geschädigte diese ja auch erstattet. Daher keinen Nachteil für ihn.

    Gruss
    Boogieman

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    #12
    Zitat Zitat von Boogieman Beitrag anzeigen
    Stelt sich die Frage, wem die Mehrwertsteuer "gehört" - eigentlich dem Staat. Fällt sie tatsächlich an, erhält der Geschädigte diese ja auch erstattet. Daher keinen Nachteil für ihn.

    Gruss
    Boogieman
    Gute Zusammenfassung. Auch wenn es nicht ganz so einfach ist, da die Umsatzsteuer für ein Unternehmen ein durchlaufender Posten ist (Umsatzsteuer minus Vorsteuer = Zahllast), aber der Konsument kann ja keine Vorsteuer abziehen und trägt die Umsatzsteuer voll. Deshalb wird die Mehrwertsteuer nur in dem Umfang ersetzt, in dem sie zur Schadensregulierung anfällt.

    Das ist aber nur die halbe Wahrheit, insbesondere bei Wertverlust und ganz Sch... wird das, wenn er sein Ersatzmoped beim Privatmann kauft. Dann wird nämlich die Mehrwertsteuer vom Kaufpreis abgezogen.

    Sprich, Kaufpreis beim Privatmann = 5000€, gibt es von der Versicherung 5000€ - 19%.

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    #13
    Zitat Zitat von Boogieman Beitrag anzeigen
    Stelt sich die Frage, wem die Mehrwertsteuer "gehört" - eigentlich dem Staat. Fällt sie tatsächlich an, erhält der Geschädigte diese ja auch erstattet. Daher keinen Nachteil für ihn.

    Gruss
    Boogieman
    Doch, denn wenn ich wie in meinem Fall eine neue Maschine gekauft habe, ein Versicherungsfall eintritt und ich mich nicht für einen Ersatzkauf entscheide, bin ich schlechter dran als vor dem Kauf der Maschine.

    Wertverlust 7% - ok
    19 MWSt. weniger im Geldbeutel

    Die Versicherung sollte doch den Ursprungszustand minus Wertverlust wieder herstellen, denn die MWSt. ist ja tatsächlich angefallen und von mir beim Kauf von der Maschine bezahlt worden lt. Rechnung.
    Wäre was anderes, wenn ich die Maschine von Privat ohne MWSt. gekauft hätte ...

  4. Registriert seit
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    #14
    Zitat Zitat von Bmwtroller Beitrag anzeigen
    Doch, denn wenn ich wie in meinem Fall eine neue Maschine gekauft habe, ein Versicherungsfall eintritt und ich mich nicht für einen Ersatzkauf entscheide, bin ich schlechter dran als vor dem Kauf der Maschine.

    Wertverlust 7% - ok
    19 MWSt. weniger im Geldbeutel

    Die Versicherung sollte doch den Ursprungszustand minus Wertverlust wieder herstellen, denn die MWSt. ist ja tatsächlich angefallen und von mir beim Kauf von der Maschine bezahlt worden lt. Rechnung.
    Wäre was anderes, wenn ich die Maschine von Privat ohne MWSt. gekauft hätte ...
    Nein. Die Versicherung soll den Schaden beheben und den Zustand zum Zeitpunkt des Unfalls wiederherstellen. Dieser Zustand ist: Du hast ein Motorrad. Also wird das repariert oder, falls nicht möglich, gleichwertig ersetzt. Für den Umtausch Deines Motorrads in Bargeld ist die Versicherung nicht zuständig. Wenn Du das willst, mußt Du Dir auf Rechnung der Versicherung ein gleichwertiges Motorrad besorgen und das privat verkaufen.
    Ich weiß auch, daß das in der Realität nicht auf den Euro aufgeht. Aber so kommst Du im Prinzip an Dein Geld, wenn Du jetzt eigentlich schon auf ein Nilpferd (sorry, LC-ADV) sparen willst.

    Gruß Martin

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    #15
    Bevor ich antworte, fällt noch jemanden was ein?
    ------------------------------------------------------
    Sehr geehrter Herr xxx,


    hiermit widerspreche ich Ihrem Angebot der Schadensabwicklung ausdrücklich.


    Folgende Punkte werden zum gegenwärtigen Zeitpunkt moniert, wobei es nicht um eine endgültige Listung handelt:
    - fehlende Berücksichtigung der Ausstattung führt zu falschem Wiederbeschaffungswert -> Rechnung anbei
    - Restwert ist auf Null zu setzen, solange Sie kein konkretes Angebot zur Abholung und der Verwertung des Totalschadens vorlegen. Ich stelle hiermit das Fahrzeug zu Ihrer Verfügung und setze Ihnen eine Frist, das Motorrad bis spätestens 30.11.2012 von der Adresse xxx, Spanien abholen zu lassen und xx oder der Verwerter mir den Restwert zu erstatten. Alternativ biete ich an, selbst einen Verwerter zu beauftragen und xxx erstattet mir den Restwert. Ich bitte daher um Ihre Entscheidung bis zum 16.11.2012.
    - da es aufgrund einer Ersatzbeschaffung bei Totalschaden zu einer Erstattung Ihrerseits der Mehrwertssteuer kommen wird, bleibt von meiner Seite die Forderung nach Erstattung der Mehrwertssteuer offen. Da die Ersatzbeschaffung einige Zeit in Anspruch nehmen wird, sind die Fristen wie beschrieben in BGB §195 anzuwenden. Sollten Sie von anderen Fristen ausgehen, bitte ich um Benachrichtigung und Bezeichnung der Fristen mit gesetzlicher Grundlage


    Sollte von Ihnen binnen 1 Woche zum 5.11.2012 kein korrigiertes Angebot vorliegen, wird die Kanzlei
    xxx


    die weitere Korrespondenz mit Ihnen auf Ihre Kosten abwickeln.


    Der Kompromissvorschlag - nach Rückfrage bei der BMW Niederlassung - wäre ein Gebrauchsabzug von 6,4% (6.400 km Nutzung) auf €18.180 = €17.016 abzüglich €1.000 Selbstbeteiligung ergibt €16.016 (abzüglich einer Erstattung durch Ihren Verwerter).
    Zur Güte möchte ich anmerken, dass - hätten Sie die Rechnung von Anfang an Herrn xxx zur Verfügung gestellt und er hätte die Ausstattung berücksichtigt - der Wiederbeschaffungswert bereits jetzt um die €17.016 gelegen hätte.
    Auch ist zu berücksichtigen, dass bei einer Maschine dieses geringen Alters eine Wiederbeschaffung mittels einer gebrauchten Maschine eine Wertminderung aufgrund eines weiteren Vorbesitzers darstellt.


    Mit freundlichen Grüssen, Dr. xxx xxx


    PS: dieser Brief geht Ihnen auch per Einschreiben zu

  6. Registriert seit
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    10.725

    Standard Den einen

    #16
    Oder anderen rechtlichen Tip hat es von durchaus kompetenter Seite hier doch schon kostenlos gegeben !
    Und nu sollte Kanzlei xxx ihr Geld auch verdienen...

  7. Registriert seit
    28.11.2008
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    630

    Standard

    #17
    Zitat Zitat von Schlonz Beitrag anzeigen
    die Gesetzeslage ist mMn ein krasses Beispiel dafür, wie es eine Lobby geschafft hat, ihre Interessen in der Politik durchzusetzen. Versicherungen sind nicht Vorsteuer abzugsfähig, d.h., dass die MwSt. für sie Kosten sind. Zahlen sie sie nicht aus, sind 19% gespart. Klasse, was?
    Genau so iss es !! Dann hier und da noch ein paar kleine Abzüge im Bereich von 50 bis 200 EUR je Schadenfall macht bei Hunderttausenden von Schadenfällen in Deutschland pro Jahr eine ganz erkleckliche "Ersparnis"

    - - - Aktualisiert - - -

    @ Bmwtroller: Laß die Heimwerkermentalität mal bei Seite, folge dem Rat von Di@k und laß jemand ran, der sich damit auskennt


 
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