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Mit Osteoporose Motorrad fahren?

Erstellt von Alaska, 03.02.2012, 23:08 Uhr · 28 Antworten · 4.556 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Mit Osteoporose Motorrad fahren?

    #1
    Hallo,

    leider musste ich festellen, dass meine Knochendichte durch ein jahrelang genommenes Magenmittel sehr gering ist, steht in keinem Verhältnis zu meinem Alter. Damit erhöht sich für mich das Risiko bei einem Unfall erheblich, was mich am meisten bei der Wirbelsäule beunruhigt, bei der ganz miserable Werte gemessen wurden.

    Gibt es hier noch Motorradfahrer mit ähnlicher Diagnose und wie gehen die mit dem Risiko um, welche Erfahrungen haben sie bei einem Unfall gemacht oder sind schon alle aufs Auto umgestiegen?

    Gruß Alaska

  2. Registriert seit
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    Standard

    #2
    Hallo Alaska,
    gar nicht schön so eine Diagnose.
    Ich selbst gehöre nicht zu den Betroffenen, habe aber beruflich oft damit zu tun.
    Es besteht das Risiko schon bei verhältnismässig geringen Belastungen - auch ohne Unfall -
    sogenannte Sinterungsfrakturen zu erleiden.

    http://www.mh-hannover.de/3505.html

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sinterungsbruch

    Ich denke diese Infos sind Dir sicher nicht neu.

    Wie hoch das Risiko für Dich ganz persönlich, trotz Deiner relativen Jugend ist, kann sicher am ehesten ein entsprechender Facharzt einschätzen.

    Das ist eine ganz individuelle Einschätzung, bei der kaum jemand mit ähnlichem Krankheitsbild realistisch raten kann.

    viel Glück und
    gute Besserung ohne Brüche

    Matthias

  3. Registriert seit
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    #3
    Hallo Matthias,

    danke für die Links und die guten Wünsche. Durch die GSA hatte ich Ende letzten Jahres einen Wirbeleinbruch, also eine erste Sinterungsfraktur. Nicht durch einen Unfall, sondern den dummen Reflex, sie aufzuhalten, als sie umfiel. Das ist allerdings ein eher untypisches Risiko durchs Motorradfahren, solche Brüche holt man sich beim Tragen und Heben.

    Die Frage für mich ist, ob sich das Risiko eines Unfalls so weit minimieren lässt, dass Motorradfahren verantwortbar ist. Es gab ja mal den Thread "Der Alleinunfall, eine philosophische Betrachtung", bei dem sehr kontrovers diskutiert wurde, ob ein Alleinunfall vermeidbar ist. Und dabei blendet man die Gefahr anderer Verkehrsteilnehmer aus. Ich hatte mit Anfang 20 einen schweren Motorradunfall und bin dann mit einer defensiven Fahrweise 15 Jahre unfallfrei gefahren, bevor ich wegen einem Umzug nach Berlin, da gab es noch die Mauer, aufs Auto umgestiegen bin.

    Nur wie auf Eiern und immer mit Blick auf ein potentielles Risiko zu fahren geht natürlich nicht, das macht überhaupt keinen Spaß und man wird zu unsicher, was auch gefährlich ist. Aber zurückgenommen defensiv mit mehr Abstand und weniger Risiko vielleicht. Außerhalb der Stadt wähle ich meist entlegene Strecken mit wenig oder gar keinem Verkehr, auch Feld- und Waldwege, auf denen ich sehr gemächlich fahre.

    Die ärztlichen Fachkräften sind unterschiedlicher Meinung. Deswegen dachte ich, ich frage hier im Forum mal nach, weil es ja auch um die Frage geht, wie man Unfälle vermeiden kann und wie hoch das Restrisiko trotzdem ist.

  4. Registriert seit
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    Standard

    #4
    Hi Alaska,

    ich bin zwar gesundheitlich nicht eingeschränkt, aber ich weiß, wie heftig einen der Motorradbazillus infizieren kann.

    Die Ärzte können dir viel erzählen, verantwortlich für deinen Körper und deine Lebensfreude bist du letztendlich selbst. Für sein Hobby, im schlechtesten Fall, die letzten 20 Jahre im Rollstuhl zu verbringen ( mal abgesehen davon, dass der Strassenverkehr eh ein unabwägbares Risiko darstellt, das Risiko, ist gegenüber dem Auto einfach Faktor 7, dass einem was unschönes passiert) ... dass musst du mit dir selbst ausmachen. Speziell wenn die Knochen so labil sind, dass, wie du schreibst, rexlexartige Reaktionen, die man nicht verhindern kann, schon einen Schaden bei dir ausgelöst haben.

    Andererseits: mit 56 im Fernsehsessel sitzen und zu denken: "Mist , Leben ist vorbei, eigentlich bin ich schon tot" ... das kann es auch nicht sein.

    Ich sehe 2 Varianten: konsequente Hobbyaufgabe oder Risikominimierung. Ein verhaltener Fahrstil auf netten Kleinstrassen ist ein Ansatz, ein Kumpel bei Touren dabei zu haben, ist sicher mindestens so wertvoll wie ein Handy mit Netzempfang. Ob man vom Mopped, wegen Vermeidung von Sturzgefahr, auf was dreirädriges umsteigt ... kein Trike sondern so ein Teil mit 2 Rädern vorne und einem hinten ( die sind, wenn man will, auch sehr dynamisch) wäre dann auch eine Überlegung wert.

    Wenn der Kopf nicht frei ist, ist die logische Entscheidung ( wie du ja auch schreibst): nicht rumeiern. Das gefährdet mehr als alles andere.

    Vielleicht könnte man, als Variante 3, noch über ein Cabby nachdenken.

    Ich wünsche dir alles Gute und die für dich richtige Entscheidung ... die sicherlich nicht leicht ist. Wie bei allen Entscheidungen, die einem, quasi gegen den eigenen Willen, aufgedrückt werden.

  5. Registriert seit
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    Standard

    #5
    Zitat Zitat von Zebulon Beitrag anzeigen
    Hi Alaska,.....
    Ich sehe 2 Varianten: konsequente Hobbyaufgabe oder Risikominimierung. ....
    Hallo Alaska,
    so sehe ich das auch, und da für mich die zweite die Richtige wäre, würde ich dir auch raten, nicht unbedingt die GSA zu fahren. Die "normale" GS etwas tiefergelegt, wäre für dich bestimmt schon eine Erleichterung.

    Und bei unseren doch schlechten Straßen müsstest du halt eine etwas moderatere Fahrweise wählen

    Aber ganz aufgeben hieße für mich, MICH aufgeben.

    Dann dürfte man auch keinen Rasen mehr mähen, kein Fahrrad fahren, nicht laufen etc.

    Lebensfreude ist nicht nur eine körperliche Angelegenheit. Auch die Seele will atmen. Und das tut meine immer, wenn ich auf dem Mopped sitze

  6. Registriert seit
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    #6
    Zitat Zitat von Zebulon Beitrag anzeigen
    Speziell wenn die Knochen so labil sind, dass, wie du schreibst, rexlexartige Reaktionen, die man nicht verhindern kann, schon einen Schaden bei dir ausgelöst haben.
    Das muss ich etwas relativeren. Die GSA war vollgetankt und mit 3 Alukoffern hinten dran, der Winkel in dem ich stand suboptimal. Also es waren sehr viele Kilo, die da meinen Rücken belastet haben, ungefähr so, als wolle man eine umgekippte GSA aus dem Rücken heraus aufheben. Der Reflex war zum Teil auch willkürlich und dürfte sich in Zukunft unterdrücken lassen.

  7. Registriert seit
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    Standard

    #7
    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Die Frage für mich ist, ob sich das Risiko eines Unfalls so weit minimieren lässt, dass Motorradfahren verantwortbar ist..
    Entschuldigung, ich kann so einen Schwachsinn einfach nicht mehr hören!
    Jeder hat doch sein Risiko selbst in der Hand.

    Für den einen bedeutet Motorradfahren DAS HIER:


    Und für den anderen das:

    Was soll hier passieren?????? Evtl. geht die Fähre unter, dafür kannst du aber nichts.

    Ich würde das Mopedfahren niemals aufgeben! Wenn die Knochen nicht mehr halten besorgt man sich eben ein Moped was 100kg oder 150kg leichter ist, und wenn gar nichts mehr geht, dann gibts das Gespann mit Rollstuhl im Beiwagen.
    Du kannst dich doch nicht mit 50 schon aufgeben.

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    Standard

    #8
    Zitat Zitat von GS-Angie Beitrag anzeigen
    Hallo Alaska,
    so sehe ich das auch, und da für mich die zweite die Richtige wäre, würde ich dir auch raten, nicht unbedingt die GSA zu fahren. Die "normale" GS etwas tiefergelegt, wäre für dich bestimmt schon eine Erleichterung.

    Und bei unseren doch schlechten Straßen müßtest du halt eine etwas moderatere Fahrweise wählen

    Aber ganz aufgeben hieße für mich, MICH aufgeben.

    Dann dürfte man auch keinen Rasen mehr mähen, kein Fahrrad fahren, nicht laufen etc.

    Lebensfreude ist nicht nur eine körperliche Angelegenheit. Auch die Seele will atmen. Und das tut meine immer, wenn ich auf dem Mopped sitze
    So ähnlich sehe ich das auch. Mir ging es selten so gut wie bei den Touren im letzten halben Jahr. Ohne Motorrad käme es mir vor, auch seelisch um 20 Jahre gealtert zu sein.

    Ich dachte auch schon an ein kleineres Motorrad. Mir macht schon Sorgen mit der schweren GSA auf schlechtem Untergrund auszurutschen, hinzufallen und dann allein im Wald dazustehen (wenn ich denn mal allein fahre, meist ist meine Frau dabei, aber jetzt im Winter hat sie ihre Triumph abgemeldet). Ich habe zwar eine ADAC Pannenhilfe App, aber in Brandenburg hat man, wie ich leider schon oft feststellen mußte, manchmen keinen Empfang.

    Andererseits hat die GSA den perfekten Wetterschutz und man sieht sie gut. Verkehrstechnisch bin ich durch Autofahrer kaum einmal in eine kritische Situation gekommen. Nicht zu frieren und gesehen zu werden, trägt ja erheblich zur eigenen Sicherheit bei.

    Ich sehe den Kompromiss mit einer GS, aber es täte mir in der Seele weh, mich von meiner GSA zu trennen.

  9. Registriert seit
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    Standard

    #9
    @ moonrisemaroon

    Ich meine natürlich, ob das Risiko bei meiner Knochendichte zu verantworten ist. Momentan tendiere ich zu einem Ja, aber ich wollte mich einfach mal umhören, wie andere Motorradfahrer damit umgehen würden.

    Der erste Link ist ja krass.

  10. Registriert seit
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    Standard

    #10
    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Mir ging es selten so gut wie bei den Touren im letzten halben Jahr. Ohne Motorrad käme es mir vor, auch seelisch um 20 Jahre gealtert zu sein.

    Frag nicht lange, mach das, wo´s Dir dabei gut geht

    Die Antwort zu Deiner Frage steht in Deinem Zitat......


    und wenn die Kiste liegt, lass sie solange liegen, bis du nach einem Spaziergang wieder Mobiltelefon-Empfang hast.....


 
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