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Mobilität der Zunkunft

Erstellt von MP, 19.04.2010, 12:04 Uhr · 34 Antworten · 2.435 Aufrufe

  1. Registriert seit
    26.04.2008
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    #11
    Zitat Zitat von hbokel Beitrag anzeigen

    Sorry, wenn das jetzt hart klingt, es ist - wie gesagt - nur als sachlicher Hinweis gemeint. Manchmal habe ich nämlich den Eindruck, dass das Jammern hierzulande so sehr zum Volkssport geworden ist, dass die Deutschen darüber ganz vergessen, dass sie auch selbst die Initiative ergreifen können.

    Gruß
    Heinz
    was meinst du, zu was das Andere belehren hierzulande geworden ist? sicherlich kein Randsport...... (gehörst du schon zur Nationalmanschaft, so oft wie du trainierst? )

    Wohnen ausserhalb hat nichts mit Kosten zu tun, sondern mit gesteigerter Lebensqualität. Was bist du? ich nehme mal an Single oder getrennt oder sonstwas......ich bevorzuge es, meine Kinder in einer grünen Umgebung aufwachsen zu lassen.
    Warum soll man ausserhalb der Großstädte wohnend sich nicht über höhere Transportkosten beschweren dürfen?? Nur weil man preiswerter und besser wohnt? Dann darf sich in der Stadt auch keiner über Abgase, keine Parkplätze, hohe mieten, mehr Lärm, wenig Spielraum für Kinder und mehr Kriminalität usw. beschweren, die wollten das ja auch so (nach deiner Einschätzung, nicht nach meiner) man muß es nicht als gegeben hinnehmen.
    Ich beschwere mich momentan noch nicht, sonst dürfte ich meine Moppeds oder den Mini keinen Meter zum Spaß bewegen.

  2. Geronimo Gast

    Standard

    #12
    Zitat Zitat von hbokel Beitrag anzeigen
    Im Ernst: warum fordern diejenigen, die günstige Wohnungen in der Pampa nutzen, eine Kompensation für die steigenden Transportkosten? Mit derselben Logik könnte jeder Staddtbewohner eine Kompensation für die hohen Wohnkosten im Stadtgebiet fordern.
    In der Pampa ? 8 km lebe ich vom Stadtgebiet weg. Unter Pampa verstehe ich was anderes.

    Nun zum Thema dem Arbeitsplatz hinter her ziehen. Dummerweise hat meine Frau einen Job in der Nähe, na gut dann fährt die dann eben mehr und ich weniger.

    grüße,
    jürgen

  3. Wogenwolf Gast

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    #13
    Hallo,

    ich für meinen Teil habe meinen Wagen vor gut einem Jahr verkauft und fahre seitdem mit dem Fahrrad zur Arbeit.
    Egal ob Regen oder Schnee. Das sind jeden Tag gute 25 km.
    Aber ich mache das nicht der Umwelt zuliebe , sondern weil es mir einfach Spaß macht
    und ich nebenbei noch einiges an Geld sparen kann.
    Zudem fühle ich mich richtig gut dabei und meinem dicken Hintern schadet es auch nicht
    Der ÖPNV hier im Ruhrgebiet ist definitiv keine Alternative zum Auto bzw. Motorrad.

  4. Registriert seit
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    #14
    Ich denke der Fehler an solchen Zukunftsbetrachtungen (wie oft lagen die in den letzten 30 Jahren daneben?) liegt daran, dass sie mit dem Wissen (und Interessen) von heute erfolgen.
    Noch nie war (gerade im Berufsleben) Mobilität vom Einzelnen so gefordert wie heute, da ist es natürlich Unsinn, gerade das einschränken zu wollen oder so so zu verteuern, dass man es sich nicht leisten kann. Wie soll ich meiner Arbeit sonst hinterherkommen?
    Vernünftige Infrastruktur? wer soll das denn bezahlen, dass jeder Bus auf dem Land bis zum Ampertiger oder Geronimo fährt? Die Kommune? der Staat? wer ist das denn? das sind wir alle und ich werde einen Teufel tun, einen Bus zu bezahlen, in dem morgens und abends am flachen Land (ich wohne 20km außerhalb) nur 2 Hansel spazieren fahren.
    Individueller Verkehr ist ein unverzichtbares Muß in unserer Gesellschaft und von keinem (von grüner Zukunft) träumenden Idealisten wegzudiskutieren.

    Was unsere Nachfahren dazu sagen, dass wir Öl zum Fahren verbrannt haben, ist mir gelinde ausgedrückt scheißegal, auch meine Eltern und Großeltern sind noch mit dem Rad zur Arbeit gefahren, sollen es meine Enkel auch wieder tun (müssen) ist das etwas womit die leben müssen.
    Mir ist heute bewußt, dass ich auf meine individuelle Fortbewegung (auch zum Spaß) nicht verzichten will und ich werd einen Teufel tun, mich dafür zu entschuldigen. (klingt auch hart, ist aber so)

    Fahrgemeinschaften klingt nett, ich kenn nur keinen der jeden Morgen von Ampermoching nach München an den Ostbahnhof will ....blöd gell?
    Übrigens, im Winter fahre ich Bahn (brauche fast doppelt solange) aber auch dahin muß ich mit dem Auto fahren.

    Umziehen? der Arbeitsstelle hinterher? dann hätte ich in den letzten Jahren oft umziehen müssen und das kann ich mir nicht leisten

    da schönste an Zukunftsvisionen ist wie immer, dass es anders kommt als gedacht, meist schlimmer und wir doch alle gut damit zurecht kommen, gelle
    Tiger

  5. TomTom-Biker Gast

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    #15
    Auch als "nicht grüner Idealist" wird man sich für die Zukunft von lieb gewonnenen Gewohnheiten oder Bequemlichkeiten trennen müssen. Auch bezüglich der Mobilität, zumindest von der individuellen Mobilität so wie wir sie heute kennen. Und das wird schneller stattfinden als manch einer das jetzt vermuten oder hoffen mag. Wer davor die Augen verschließt und im Alter von 45 denkt, daß dies wohl nur die Nachfolgegeneration betrifft, wird sehr schnell eines besseren belehrt werden. Die Entwicklung geht diesbezüglich in sehr schnellen Schritten voran.

    Auch in der Vergangenheit ging die Entwicklung in rasanten Schritten voran, hier allerdings hin zu verstärkter Mobilität. Der Unterschied ist allerdings eindeutig in den unterschiedlich hohen Mengen der verfügbaren Energie-Resourcen damals und heute und der zwischenzeitlich erfolgten Sensibilisierung hinsichtlich der Umweltveträglichkeit begründet. Schon aus letzterem Grund wird der Staat verstärkt Einfluß auf die Art und Weise der Mobilität nehmen denen sich die Industrie auch nicht verschließen kann.

    Seitens der Politik werden die Weichen für zukünftige Entwicklungen bereits jetzt gestellt, wenn bislang auch nur zögerlich und in kleinen Schritten. Letztlich werden die Kosten der individuellen Mobilität sowie gesetzlich Vorgaben die weitere Entwicklung in entscheidendem Maße mitbestimmen. Und natürlich die technischen Entwicklung und nicht nur die im Bereich der Mobilität.

    Gruß
    Thomas

  6. Registriert seit
    17.05.2007
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    #16
    Zitat Zitat von TomTom-Biker Beitrag anzeigen
    Wer davor die Augen verschließt und im Alter von 45 denkt, daß dies wohl nur die Nachfolgegeneration betrifft, wird sehr schnell eines besseren belehrt werden. Die Entwicklung geht diesbezüglich in sehr schnellen Schritten voran.
    Tom, dem sehe ich jetzt mal ganz gelassen entgegen.

    Es gab in den letzen 30 Jahren so oft Prophezeiungen, dass das Öl alle wird, dass wir bald alle in Elektroautos sitzen, dass Individualverkehr der Vergangenheit angehört, dass Benzin 3,10 Mark kostet (das allerdings ist eingetreten ) dass Atomkraftwerke abgeschaltet werden, ...usw usw...
    und nichts davon ist eingetreten, so dass ich mit einem Bierchen in der Hand abwarte......und bis dahin "genüßlich Benzin abfackle" (O-Ton Fritz W. Egli)

  7. hbokel Gast

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    #17
    Zitat Zitat von Batzen Beitrag anzeigen
    was meinst du, zu was das Andere belehren hierzulande geworden ist?
    Sorry, den Sinn dieser Worte verstehe ich nicht.

    Zitat Zitat von Batzen Beitrag anzeigen
    Wohnen ausserhalb hat nichts mit Kosten zu tun, sondern mit gesteigerter Lebensqualität.
    Na dann ist doch alles in Butter. Diese Priorisierung will niemand streitig machen. Aber man sollte Manns genug sein, die Kosten für seine freiwillige Entscheidung zu tragen.

    Zitat Zitat von Batzen Beitrag anzeigen
    Warum soll man außerhalb der Großstädte wohnend sich nicht über höhere Transportkosten beschweren dürfen?? Nur weil man preiswerter und besser wohnt?
    Du beschreibst ja selbst den Widersinn: die Wohnkosten auf dem Land sind niedrig, man spart also Geld - und dann wird über den hohen Benzinpreis gejammert.

    Wenn man sich freiwillig für das Landleben entschieden hat, sollte man die Folgekosten in Kauf nehmen und nicht rumjammern (auch wenn sich das Rumjammern zum Volkssport entwickelt hat).

    Zitat Zitat von Batzen Beitrag anzeigen
    Dann darf sich in der Stadt auch keiner über Abgase, keine Parkplätze, hohe mieten, mehr Lärm, wenig Spielraum für Kinder und mehr Kriminalität usw. beschweren, die wollten das ja auch so
    Falsch.

    Die Wenigsten wollen das so, sondern sie nehmen es in Kauf, weil ihnen andere Dinge wichtiger sind. Der feine Unterschied ist Dir geläufig?

    Gruß
    Heinz

  8. hbokel Gast

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    #18
    Zitat Zitat von Geronimo Beitrag anzeigen
    8 km lebe ich vom Stadtgebiet weg.
    Hallo Jürgen,

    ich wusste nicht, dass Du gar kein Problem mit den Benzinkosten hast. Bei nur 8 km Distanz sind steigende Benzinkosten kein Grund zum Jammern.

    Gruß
    Heinz

  9. hbokel Gast

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    #19
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    Umziehen? der Arbeitsstelle hinterher? dann hätte ich in den letzten Jahren oft umziehen müssen und das kann ich mir nicht leisten
    Respekt. Du scheinst ja einen beachtlichen Hausstand zu haben., wenn das Umziehen so teuer wird.

    Wer einen respektablen Hausstand hat, sollte aber auch Geld für den Umzug haben. Sonst lebt er über seine Verhältnisse ;-)

    Gruß
    Heinz

  10. hbokel Gast

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    #20
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    Es gab in den letzen 30 Jahren so oft Prophezeiungen, dass das Öl alle wird
    Hallo,

    diese Prognosen waren deshalb falsch, weil man niedriege Förderkosten vorausgesetzt hat. Wenn man jedoch bereit ist, 5 Euro pro Liter Sprit zu zahlen, dann kann man auch Ölsand abbauen (z.B. in Kanada). Damit verdoppeln sich die bekannten Öl-Vorräte schlagartig. Damit wären wir aber wieder bei den Kosten - und dem Gejammer darüber ;-)

    Gruß
    Heinz


 
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